Forum: Wirtschaft
Wohnungsmangel: Solventer Makler sucht dringend eine Bleibe
DPA

Makler machen nichts, streichen aber satte Gebühren ein? Stimmt nicht immer. Weil in Städten wie Hamburg oder Berlin Wohnungsnot herrscht, suchen Vermittler händeringend nach Immobilien, die sie anbieten können. Ihre Jagd nach Objekten treibt mittlerweile seltsame Blüten.

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infominister 25.10.2012, 21:55
30. Mehr Marktwirtschaft für Makler

Was Hamburg da anstößt, ist absolut richtig und hat nichts mit Klientelpolitik zu tun.
Das Problem ist doch, dass es im Maklergeschäft überhaupt keinen Wettbewerb gibt! In den meisten Städten wird bei so gut wie jeder Mietwohnung die maximal gesetzlich erlaubte Provision von 2,38 NKM verlangt. Obwohl es den Maklern anscheinend schwerfällt auch mal mit dem Preis runterzugehen, kommt es sicher höchst selten vor das ein Makler einen (Vermietungs-) Auftrag ablehnt - ein Auftrag lohnt sich für den Makler also immer.
Diese erstaunliche Situation kann zweifelsfrei nur deshalb bestehen weil die Provision dem Mieter aufgedrückt während der Vermieter den Makler aussucht. So kann es ja gar keinen freien Markt / Wettbewerb geben!
Liebe Hamburger SPD, sagt mal der EU-Wettbewerbskommission Bescheid!

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picard95 25.10.2012, 22:04
31.

Mittelfristig möchte ich mir eine Eigentumswohnung kaufen (so in 2-4 Jahren, bar bezahlt ohne Kredit).

Die Objekte die zum grossen Teil bei Immo...scout gelistet sind, sind mit völlig unbrauchbarem Müll geflutet (romanartiges Geschwafel), haben schlechte Fotos, oft fehlt der Grundriss oder das Hausgeld ist so hoch dass der Unterschied zur Nettokaltmiete viel zu niedrig ist.

Dafür fehlt an den meisten Angeboten der Hinweis auf die Maklergebühren nicht; das nenne ich NULL Leistung und ich kann es kaum glauben, dass solche unprofessionellen Anzeigen von Profis aufgegeben werden.

Naja, ich wohne zur Miete in einer schönen Wohung wo die Nettokaltmiete gerade mal 150 Euro über dem Hausgeld liegt. Es eilt nicht und vielleicht ergibt sich mal ein Schnäppchen.

Natürlich haben Angebote ohne Maklergebühren Vorrang; notfalls würde ich aber wohl für eine sehr schöne Wohnung auch in den sauren Apfel beissen (müssen).

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EvilEwok 25.10.2012, 22:22
32.

Ich bin ebenfalls für das Bestellerprinzip, verstehe aber gerade nicht so ganz, was der Artikel (und die Diskussion hier) mit der momentanen Debatte zu tun hat? Die Debatte dreht sich, soweit ich das mitbekommen habe, um den Mietmarkt, der Artikel thematisiert aber das ach so schwere Los der Makler beim Auftreiben von Verkaufsobjekten. Wenn es um den Kauf bzw. Verkauf von Immobilien geht, finde ich die Einschaltung eines seriös arbeitenden Fachmannes für beide Seiten sinnvoll, da hier einfach viel zu viele Aspekte zu berücksichtigen sind. Dagegen kann man meiner Meinung nach in mindestens 95% der Mietfälle getrost auf einen Makler verzichten.

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findetnemo 25.10.2012, 22:30
33.

Zitat von picard95
Natürlich haben Angebote ohne Maklergebühren Vorrang; notfalls würde ich aber wohl für eine sehr schöne Wohnung auch in den sauren Apfel beissen (müssen).
Ich habe nie verstanden, wie dämlich man als Verkäufer/Vermieter sein muss, um an den Käufer als Zahler zu glauben. Meine Wohnungen habe ich immer selbst verkauft. Als Käufer rechne ich mit dem, was ich zahlen muss. Ob das Geld komplett an den Verkäufer geht, ein "Makler" die Hand aufhält oder die Notare ihre kartellartigen Preise aufrufen - egal. Und so nehme ich lieber 50€ mehr im Monat und biete dem Mieter dafür Wohnungen frei von Makler-Durchfütterung. Hatte nie viel Aufwand. "Provisionsfrei" in der Anzeige sichert Mieter-Interesse und mehr als zwei Termine zur Besichtigung hat es nie gebraucht.

Wer als Vermieter - noch mehr als Verkäufer - einen Makler beauftragt und nicht gerade am anderen Ende der Republik lebt, schmälert seinen Gewinn drastisch und hat offenbar grundsätzliche betriebswirtschaftliche Überlegungen außer acht gelassen.

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zawieja 25.10.2012, 22:37
34.

Zitat von picard95
Natürlich haben Angebote ohne Maklergebühren Vorrang; notfalls würde ich aber wohl für eine sehr schöne Wohnung auch in den sauren Apfel beissen (müssen).
Auch wieder so ein Aberglaube: Als wenn eine über einen Makler angebotene Wohnung automatisch immer teurer ist als eine ohne Makler. Schon mal daran gedacht, dass bei zwei gleichwertigen Wohnungen, diejenige die über den Makler angeboten wird unterm Strich noch günstiger sein kann, als die ohne Makler. Es sei denn ihr Blickwinkel geht nicht von der Immobilie an sich aus, sondern basiert darauf ein bewusstes ( oft aber auch unbewusstes) "Feindbild" zu bedienen. Das sind dann auch die Typen, die meinen sparen zu können,
wenn Sie Ihre Reise vermeintlich günstiger im Internet buchen, statt im Reisebüro.

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Hupert 25.10.2012, 22:37
35.

Zitat von axba
Die ach so aufgeklärten Spiegelleser, die sich intelligent wähnen, würden warscheinlich nicht mal die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder Immofachwirt, die heute als Makler Voraussetzung ist, um am Markt existieren zu können, schaffen oder auf sich nehmen. Dumm schwätzen kann jeder!
Das sind diese 3 Tageskurse oder wo man hinterher nen Multiple Choice Test macht und auf jeden Fall besteht, oder?

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Marcel 25.10.2012, 22:40
36. Es geht immer ohne Makler

Von mir hat keiner dieser Vermittler bisher nur einen Cent bekommen. In Österreich wollte man auch ein Gesetz einführen, daß generell ein Makler nur von seinem Auftraggeber eine Provision einfordern darf. Das ist in meinen Augen auch der richtige Weg. Wer zahlt,schafft an - wie bei jedem anderen Handwerker auch. Abgesehen davon, daß ein Immobilienmakler nicht haftbar ist für seine Angaben zu den Objekten.

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loncaros 25.10.2012, 22:46
37.

Zitat von prophet46
Der Vorstoß Hamburgs, die Maklergebühr auf den Vermieter abzuwälzen ist nur wieder Klientenpolitik zu lasten der Hauseigentümer. Kostet die SPD ja nichts, hilft bestens bei der nächsten Wahl. So funktioniert eben Klienten-Demokratie.
Niemand ist auf einen Makler angewiesen, um ein Objekt zu vermieten oder zu verkaufen. Aber warum soll ich als Mieter Tausend Euro hinlegen, weil der VERMIETER zu faul war die 15 Minuten Arbeit im Internet selber zu machen?

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Epaminaidos 25.10.2012, 22:47
38.

Zitat von picard95
Dafür fehlt an den meisten Angeboten der Hinweis auf die Maklergebühren nicht; das nenne ich NULL Leistung und ich kann es kaum glauben, dass solche unprofessionellen Anzeigen von Profis aufgegeben werden.
Das liegt meiner Meinung nach daran, dass es keine professionellen Makler sind. Ich hatte bei unserer Wohnungssuche sehr oft das Gefühl, dass da einfach ein Verwandter beauftragt wurde, um die Maklergebühr gemeinsam einstreichen zu können.

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Epaminaidos 25.10.2012, 22:59
39.

Zitat von EvilEwok
Wenn es um den Kauf bzw. Verkauf von Immobilien geht, finde ich die Einschaltung eines seriös arbeitenden Fachmannes für beide Seiten sinnvoll, da hier einfach viel zu viele Aspekte zu berücksichtigen sind.
Welchen Mehrwert bringt ein vom Verkäufer beauftragter Makler dem Käufer? Mir fällt tatsächlich keiner ein. Gerade beim Immobilienkauf muss der Käufer eigene Experten in Form von einem Anwalt und einem Bausachverständigen mitbringen. Dem Makler vertraut er natürlich nicht.

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