Forum: Wirtschaft
Wohnungsmarkt in Deutschland: Es wird eng in den Städten
DPA

In Deutschlands Groß- und Universitätsstädten wird es immer schwerer, bezahlbare Wohnungen zu finden. Das betrifft zunehmend auch Mieter mit mittlerem Einkommen.

Seite 14 von 22
mikado17 28.10.2015, 18:02
130. Sofort Bauen, was gebraucht wird!

ich verstehe nicht, wieso sich noch nicht die Baukräne in ganz Neuland drehen! Es könnten sich selbst Kleinstädte in mittlere Großstädte entwickeln, das bringt auch Beschäftigung, zunächst einmal für das Baugewerbe! Aber jetzt bitte sofort anfangen!

Beitrag melden
u.märker 28.10.2015, 18:03
131.

Zitat von kobra21
Man kann, sofern der Wille vorhanden ist, auch außerhalb der City sehr schön und auch preiswert wohnen. Beispielsweise kann man im Umland einer tollen Landeshaupstadt wohnen, morgens mit der S-Bahn in die City zur Arbeit und abends wieder nach Hause fahren. Das ist doch ohne weiteres möglich und lässt zudem finanziellen Spielraum. Wer natürlich direkt über oder neben der Szenekneipe wohnen möchte, der muss auch bereit sein den Preis dafür zu zahlen. Wer bereit ist, seine Ansprüche dem Möglichen anzupassen, wird Wohnraum finden können.
es ginge auch anders:

nämlich, indem auch in der provinz bedingungen geschaffen werden, die ein gewisses maß an lebensqualität möglich machen, welches über die bedürfnisse der angler, spaziergänger und gartenfreunde hinaus geht.

allein: es scheint der politische wille dazu zu fehlen.

woran das wohl liegt?

Beitrag melden
moev 28.10.2015, 18:06
132.

Zitat von maxxi12
Die Mär vom "mietfreien Wohnen" in der Eigentumswohnung stimmt ja nicht so ganz: Sie zahlen Hausgeld ( fällt mitunter recht happig aus ) plus Instandhaltungsrücklage plus Sonderumlage und Nebenkosten haben Sie natürlich auch. Zudem haben Sie eine Hausverwaltung und eine Eigentümergemeinschaft am Hals... Tatsächlich "mietfrei" und unabhängig wohnen Sie nur im eigenen Haus.
Mit Ausnahme der Hausverwaltung fallen sämtliche andere Kosten auch im eigenem Haus an.

Sowohl ETW als auch Haus sparen gegenüber Miete letztlich nur den Gewinnanteil des Vermieters

Beitrag melden
picard95 28.10.2015, 18:10
133.

Zitat von maxxi12
Die Mär vom "mietfreien Wohnen" in der Eigentumswohnung stimmt ja nicht so ganz: Sie zahlen Hausgeld ( fällt mitunter recht happig aus ) plus Instandhaltungsrücklage plus Sonderumlage und Nebenkosten haben Sie natürlich auch. Zudem haben Sie eine Hausverwaltung und eine Eigentümergemeinschaft am Hals... Tatsächlich "mietfrei" und unabhängig wohnen Sie nur im eigenen Haus.
Ich zahle monatlich 170 Euro Hausgeld bei einer 3 Zimmer ETW. Darin enthalten ist die Instandhaltungsrücklage, ein großer Anteil an den Heizkosten und Warm- sowie Kaltwasser, Hauswart, Grünanlagenpflege, Müll und (Ab-)Wassergebühren etc.

Ich kenne allerdings auch 2-Zimmer ETW, wo man monatlich um die 400 Euro Hausgeld zahlt. Aber wer kauft auch eine Wohnung die z.B. auf einem Erbpachtgrundstück liegt oder die so schlecht gedämmt ist dass man das (Haus-)geld buchstäblich verbrennt?

Die Eigentümerversammlungen sind tatsächlich...spannend. Was es da manchmal für Querköpfe gibt ist erstaunlich.

Aber mal ehrlich: Aufgerundet 200 Euro im Monat für eine gut gedämmte moderne Wohnung im Erdgeschoss und den festen Stellplatz 5m vor der Haustür in Wurfweite einer größeren Stadt (Lübeck) sind heutzutage ein mehr als fairer Preis. Die Bushaltestelle ist 30m entfernt.

Die aktuellen Rücklagen reichen für eine neue Heizungsanlage UND ein neues Dach. Beides hat aber hoffe ich noch ein paar Jahre Zeit.

Vor der ETW habe ich für eine vergleichbare Mietwohnung ein Haus weiter 500 Euro Kaltmiete plus 200 Euro Nebenkosten bezahlt.

Beitrag melden
kluch 28.10.2015, 18:11
134. Baubranche und Preise

Es gibt noch einen unerwähnten Grund für hohe Mieten. Neubauwohnungen in Berlin kosten 3000 Euro pro Quadratmeter. Selbst wenn 50% davon der Gewinn des Bauherrn ist, wieso ist bauen so teuer in Deutschland? Gibt es vllt. zu viele Vorschriften? Zu viele Architekten, Baugutachter, Bauamtsmitarbeiter usw. die alle an jedem Neubau mitverdienen?

Beitrag melden
OskarVernon 28.10.2015, 18:18
135.

Zitat von wauz
Was München betrifft: Mehr S-Bahnen ins Umland würden helfen. Dazu muss man aber auch von der Idee der Stammstrecke abweichen und einige Äste über so etwas wie Ringlinien verbinden.
Genau wie in und um Frankfurt:
Vom Main-Taunus-Kreis per ÖPNV zum Flughafen ist eine gefühlte Weltreise - und vor lauter Umwegen auch noch über die Maßen teuer... :-(

Beitrag melden
53er 28.10.2015, 18:18
136. Woher

[QUOTE=Bondurant;36582624] Zitat von 53er
Das liegt vor allem daran, dass nirgends in Europa das Mieten von Wohnungen im Verhältnis zum Kauf so komfortabel und billig ist wie in Deutschland.
haben Sie denn diese Weisheit? Ich selbst bin Hausbesitzer und Vermieter unterstütze aber gerade eines meiner Kinder bei der Wohnungssuche in einem anderen Bundesland. Wie schwierig die Wohnungssuche geworden ist, seit dem ich vor mehr als 30 Jahren zuletzt eine Wohnung gemietet habe, musste ich dabei erfahren. Wählerische und wehleidige Vermieter überall. Am besten, man bewohnt die Wohnung nur gelegentlich, damit sie nicht abgenützt wird und keiner merkt, dass da jemand wohnt. Aber die Miete ist dann pünktlich zu überweisen, für die garantiert sichere Überweisung sollte man sich dann, was die Einkommens- und Besitzverhältnisse anbelangt, möglichst nackig machen und bei manchen älteren Zeitgenossen scheint dieses Vorgehen bei den Besitzverhältnissen nicht halt zu machen. Deutsche Vollkaskomentalität eben.

Beitrag melden
playintime 28.10.2015, 18:19
137. Unter 4 €/m²

Zitat von muellerthomas
In München und Heidelbereg wohnt aber nunmal nicht die Hälfte der Bevölkerung. In Dusiburg bekommen Sie auch für unter 4 EUR/qm eine Wohnung, in Zwickau sicherlich auch und von Kleinstädten brauchen wir hier gar nicht erst sprechen. Die wirklich hohen Mieten betreffen einige Metropolregionen und die Unistädte.
bekommen sie nicht mal in Kuhbläke im Erzgebirge eine Wohnung. Und dort, wer überhaupt Arbeit hat, verdient meistens den Mindestlohn. Natürlich nur wenn der Arbeitgeber nicht trickst.

Beitrag melden
meine_foren 28.10.2015, 18:20
138.

Zitat von Over_the_Fence
In meiner gut schallisolierten Wohnung in meiner gut funktionierenden Hausgemeinschaft kann ich mich nicht beklagen. Ein Haus entsprechend meinen Vorstellungen wäre an meinem Wohnort darüber hinaus nicht finanzierbar. Am Ende ist's ein Stück weit Geschmackssache, aber kostentechnisch ist's kein Vorteil in einem Haus zu wohnen.
Ich fühle mich auch pudelwohl in meinem Kaninchenststall mit 39 Nachbarn. Die Lage ist zentral und die wichtigsten Dinge (Dach, Heizkessel, Treppenhaus, usw.) wurden erst gemacht. Bei 7 Jahresbruttokaltmieten als Kaufpreis musste ich damals nicht lange überleben: Bargeld auf den Tisch und ab dafür. :-)

Beitrag melden
scsimodo 28.10.2015, 18:20
139.

Zitat von peter_1974
Da müssen Sie aber schon weit raus ziehen. Innerhalb des S-Bahn-Bereichs, der in München sehr weit reicht, liegt fast alles bei 10€ und mehr pro qm.
Eching/Neufahrn, max 15 km Luftline zum Zentrum. So weit draussen ist das nicht.

Beitrag melden
Seite 14 von 22
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!