Forum: Wirtschaft
Wohnungsmarkt in Großstädten: Bei privaten Vermietern stiegen Mieten stärker
Frank Rumpenhorst/ dpa

Tausende Menschen wollen diesen Samstag gegen steigende Mieten demonstrieren. Auszüge einer Studie legen derweil nahe, dass vor allem private Vermieter höhere Mieten verlangen als vor einigen Jahren.

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euro-paradies 06.04.2019, 09:22
1. Die privaten Vermieter können Defizite aus der Vermietung NICHT auf

den Steuerzahler umlegen, wie das die von Kommunen oder vom Staat betriebenen Gesellschaften elegant erledigen. Wenn der private Vermieter chronisch Defizite einfährt geht er schlichtweg Pleite. Der Staat bzw. die Kommunen lösen das Problem einfach mit erhöhen der Abgaben bzw Steuern. So hat es der Erich auch gemacht, bis der Staat bankrott und verfallen war.

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frank-thiele 06.04.2019, 09:23
2. Weniger Wohnfläche

Dann stimmt auch die Mietbelastung wieder. Wohnen ist eine der großen Klimasünden, die in der öffentlichen Diskussion unterschätzt wird. Die Produktion von Zement und Baustahl ist sehr energieaufwändig und umweltschädlich. Man kann nicht einerseits für das Klima demonstrieren und anderseits auf großer Wohnfläche wohnen. Einem Single wird von Hartz IV eine Wohnfläche von 45 m² zugestanden. Für das Klima ist das schon zu viel und streng genommen auch nicht wirklich notwendig.

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herbert 06.04.2019, 09:25
3. Schuld ist die Politik

Unmengen Sozialwohnungen an Immobilien Unternehmen verkauft um die Haushaltlöcher zu stopfen, OHNE darüber nachzudenken, was mit den Mietern passiert.
Die Mieterhöhungen haben sich hochgeschaukelt und fast jeder der was zu vermieten hat nimmt das Geld mit.

Die Lösung ist jede Menge vom Staat gebaute Sozialwohnungen bauen damit der Mietwucher ein Ende hat.

Letztlich haben wir auch hier ein totales Politik versagen !

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simp 06.04.2019, 09:28
4. Geld regiert auch hier die Welt

der Vermieter an sich möchte noch mehr geld haben, also wird, wann immer es geht, die miete erhöht, damit man dann besseren profit hat es geht immer ums geld nicht darum das jeder mensch eine bezahlbare vernünftig grosse Wohnung bekommt, das mit grossen Familien war ja schon in den 80zigern schwer eine heute grosse Wohnung zu bekommen, neue Wohnungen haben meistens nur max.90qm und da soll Mann dann Leben mit 5oder6 Leuten und schön eine Miete von 2000? bezahlen.....

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quidquidagis1 06.04.2019, 09:33
5. Vielleicht wäre es ..

..SPON mal wert über die sog."Mindestmiete" zu berichten.Hierdurch werden private Vermieter durch das Finanzamt verpflichtet,Miten zu erheben,wodurch die Vermietung nicht mehr als "Liebhaberei"zu werten ist,sondern ein Gewerbe zur Erziehlung von Gewinnen.In vielen Fällen ist es also der Staat ,der die Mieten nach oben treibt!

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dr.h.kolitzus@arcor.de 06.04.2019, 09:50
6. Über die Hälfte Single-Haushalte! Vergleich Räume für Reiche in Pompej

Zitat von frank-thiele
Dann stimmt auch die Mietbelastung wieder. Wohnen ist eine der großen Klimasünden, die in der öffentlichen Diskussion unterschätzt wird. Die Produktion von Zement und Baustahl ist sehr energieaufwändig und umweltschädlich. Man kann nicht einerseits für das Klima demonstrieren und anderseits auf großer Wohnfläche wohnen. Einem Single wird von Hartz IV eine Wohnfläche von 45 m² zugestanden. Für das Klima ist das schon zu viel und streng genommen auch nicht wirklich notwendig.
Guter Beitrag! Niemand spricht das an: ein ökologischer Wahnsinn, daß die Hälfte aller Wohnungen zumindest in den Großstädten von Einsiedlern bewohnt werden, SINGLES. Wer mal in Pompeji war, wird sich gewundert haben, wie winzig dort die "Villen" für reiche Bürger waren. Nach den Sklaven fragt sowieso niemand. -
Hier in München stehen überdies viele Wohnungen praktisch leer, werden gelegentlich für Parties besucht oder dienen nur als "Wertanlage". Pervers! Im übrigen "steigen" Mieten nicht wie der Wasserpegel in Flüssen. Falsche Sprache! Sie werden "HERAUFGESETZT", alles was geht. Bin selbst Mieter als auch Vermieter, habe die Miete noch nie "steigen" lassen, mußte aber schon mehrere Mietsteigerungen hinnehmen.- Könnte mir in München die Wohnung allein durchaus leisten, biete aber lieber zwei - ausländischen! - Studentinnen eine angenehme Wohngelegenheit. Witwen, deren Kinder längst aus dem Haus sind, der Mann und die Haustiere tot, wohnen auf 140 m2 mitten in Schwabing. Was soll das denn bitte? Und dann über "Einsamkeit" klagen. Gewiß. Es ist auch total ungesund, allein zu leben. Als Psychotherapeut (früher "Irrenarzt") habe ich dafür einen Blick. Arbeitslosigkeit und Einsamkeit machen krank. Macht überall WGs auf!

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Paddel2 06.04.2019, 09:54
7. An den Nahverkehr denken

Man muss Flexibilität erwarten können. Niemand hat das Recht, in nachgefragten Gegenden günstig zu wohnen. Die Attraktivität der Städte ergibt sich ja aus den Angeboten, die von den Steuereinnahmen der Anwohner finanziert werden. Es ist völlig legitim, dass Menschen auf umliegende Bezirke ausweichen. Die Kommunen müssen aber über den Nahverkehr eine gute Vernetzung anbieten. Hier herrscht großer Nachholbedarf. Würden Kommunen das Umland der Städte besser anbinden, d.h. mit guten Taktraten über 24 Stunden hinweg, würde das Umland attraktiver und der Druck auf die Mieten weniger.

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dgs 06.04.2019, 10:07
8. Unpräzise

Leider wird hier viel durcheinander gebracht. Man muss zwischen großen privaten Mietgesellschaften wie z. B. Vonovia unterscheiden und den PrivatVermieter der das Haus von der Oma vermietet. Hier gibt es große Unterschiede. Ich vermietete z. B. hier in Mannheim immer noch eine Wohnung für 4.- pro Quadratmeter (die Mieterin denkt natürlich trotzdem, das sie zu viel bezahlt).

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spmc-12355639674612 06.04.2019, 10:18
9. Um das einmal klarzustellen:

Zitat von herbert
Unmengen Sozialwohnungen an Immobilien Unternehmen verkauft um die Haushaltlöcher zu stopfen, OHNE darüber nachzudenken, was mit den Mietern passiert. Die Mieterhöhungen haben sich hochgeschaukelt und fast jeder der was zu vermieten hat nimmt das Geld mit. Die Lösung ist jede Menge vom Staat gebaute Sozialwohnungen bauen damit der Mietwucher ein Ende hat. Letztlich haben wir auch hier ein totales Politik versagen !
Die Mieten sind NICHT wegen der Privatisierungen gestiegen. Die Mieten sind in den letzten Jahren gestiegen, weil die Darlehenszinsen seit einigen Jahren im Keller sind. Das hat zu deutlichen Preissteigerungen bei den Kaufpreisen geführt, weil durch niedrige Darlehenszinsen hohe Eigenkapitalrenditen speziell im Immobilienbereich möglich geworden sind. Durch die höheren Kaufpreise stieg der Druck auf die Mieten, da die Käufer=Vermieter versuchen, ihre Investition in deutschen Großstädten (Berlin, München, Leipzig, Frankfurt, Hamburg etc.) langfristig wieder auf eine Mietrendite von >4% zu bringen. Dadurch steigen jedoch die Mieten besonders bei Neuvermietungen stark an, was sich wiederum auf die örtlichen Mietspiegel - trotz Mietpreisbremse - entsprechend auswirkt. Da dadurch jedoch viele Mieten unter dem Mietspiegel liegen, werden die Mieten dort im Mittel ebenfalls deutlich angehoben, denn die Eigentümer=Vermieter sind bestrebt, den Wert ihrer Immobilien, der ja auch vom Mietzins abhängt, zu steigern. Da manche gewerblichen Vermieter von der Gier getrieben sind, versuchen sie, Wohnungen, die langfristig zu günstig vermietet sind, durch "Luxussanierungen" auf ein höheres Niveau zu bringen. Es ist also eine Art Teufelskreis, der insbesondere da stattfindet, wo der Leerstand fast auf der Nulllinie liegt, also z. B. in Berlin, wo das Preisniveau ohnehin langfristig viel zu niedrig war.

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