Forum: Wirtschaft
Wohnungsmarkt in Großstädten: Bei privaten Vermietern stiegen Mieten stärker
Frank Rumpenhorst/ dpa

Tausende Menschen wollen diesen Samstag gegen steigende Mieten demonstrieren. Auszüge einer Studie legen derweil nahe, dass vor allem private Vermieter höhere Mieten verlangen als vor einigen Jahren.

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Haarfoen 06.04.2019, 11:58
30.

Zitat von Nonvaio01
man vermietet ja um Geld zu verdienen und nicht um der allgemeinheit wohnraum zur verfuegung zu stellen. Als vermieter verlangt man immer das maiximale was der markt hergibt. Schon alleine weil man mehr styeuern zahlen muss als die grossen gesellschaften.
Natürlich, wie wahr. Ihr Beitrag beweist, dass das Thema Wohnung dringend aus der privaten in eine gesellschaftliche Aufgabe überführt werden muss. Man muss das "Maximale" verlangen, warum eigentlich?
Wenn ich beruflich erkenne, dass Jemand nicht viel Geld hat, aber meine Leistung benötigt, dann verlange ich nicht das "Maximale". Völlig absurd sind Ihre Ausführungen, man müsse Profitmaximierung betreiben, da "man mehr Steuern als die großen Gesellschaften" bezahlen müsse. Meine Vermieterin ist rüstig, bescheiden und vermietet zu günstigen Preisen. Neulich hat sie eine Mieterin, die hier im Haus schon seit 40 Jahren wohnt, in Würdigung des langen Mietverhältnisses auf ein Wellness- Wochenende eingeladen. Offensichtlich wurden sie neoliberal indoktriniert, sie armes Wesen. Geld gehört zum Leben, aber es sollte das Leben nicht dominieren.

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zaehlschlumpf 06.04.2019, 12:07
31. Passt nicht zusammen

Im Artikel, in dem es um Kaufen gegenüber Mieten ging, wurde in den Kommentaren noch vom Mieten geschwärmt, da es viel günstiger ist (Rücklagen für Instandhaltung, usw.)
Hier ist auf einmal der Vermieter gierig, wenn er seine Kosten gedeckt haben will.

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count.number 06.04.2019, 12:18
32. ..wenn ich das hier so lese

..denke ich, vielen geht es um die Einschränkung von Grundrechten. Ich denke, den Menschen steht frei, in welcher Wohnung sie leben wollen, wenn sie es sich leisten können. Ferner sieht das Gesetz den Schutz von Eigentum vor. Eigentum verpflichtet zwar, aber privat Vermietung dient der Allgemeinheit. Kausal liegt die Misere am Mietmarkt an der Verknappung und Verteuerung des Angebots: und hier ist in erster Linie die Politik gefordert.

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markus_wienken 06.04.2019, 12:20
33.

Zitat von Haarfoen
Ihre Ausführungen sind aggressiv und menschenverachtend. Ich wohne seit 25 Jahren im Münchner Glockenbachviertel und bin in dieses Viertel gezogen, als es noch ein abgewracktes "Glasscherben- Viertel" war. Irgendwann kamen die Kinderlein der Reichen und haben dieses Viertel zu einem "Szeneviertel" deklariert, es zu einem "nachgefragten Viertel" gemacht. Die "Aufteiler" wurden aktiv, haben die Mietshäuser zu Eigentumswohnungen umgewandelt und sind mit "Modernisierungsumlagen" eingestiegen. Mit repressiven Methoden wurden alt- eingesessene Familien und Menschen verdrängt. Ich kenne unzählige alte Menschen, die die Wohnungen verlassen mussten, obwohl sie in den Häusern geboren waren und nach dem Krieg mit eigenen Händen diese Häuser wieder mit aufgebaut hatten. Und Sie sprechen diesen Menschen das Recht ab, "in einer nachgefragten Gegend günstig zu wohnen?". Wahrscheinlich gehören Sie zu dem Personenkreis, der auch das Abschlachten der indigenen Urbevölkerung durch den weißen Mann rechtfertigt. Jetzt leben im Glockenbachviertel die Kinderlein der Reichen, vorwiegend Grün- Wähler und alles öko, keinen Handschlag haben die für ihren Reichtum geleistet. Eine rüstige Nachbarin ist 3 Monate nach ihrer Aussiedlung im Altersheim aus Gram verstorben, jetzt wohnt in ihrer Wohnung ein fescher Ex- Fußballer, den wir aus dem Fernsehen als Kommentator kennen. Und Sie schwätzen von "Recht".
Ihr Vorposter hat doch Recht, es gibt nun mal kein Recht auf Dauer in einer angesagten Gegend wohnen zu dürfen wenn man es sich nicht leisten kann.
Will man irgendwo auf Dauer leben muss man kaufen...mit den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Ansonsten heißt es: Umziehen...auch im Alter.
Möchten Sie günstigen Wohnraum auch in diesen Gegenden dann wenden Sie sich an die Politik, die dort Sozialwohnungen zur Verfügung stellen möchte.

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spmc-12355639674612 06.04.2019, 12:31
34. Zuschussbetrieb?

Zitat von MissMorgan
Nun, da sind Sie anderer Meinung als unsere Mieter, denn die finden die Erhöhung der Grundsteuer schon unverschämt. Warum sollen Mieter nicht die Grundsteuer zahlen? Es ist ja deren Nutzung und Vorteile der kommunalen Entwicklung. Und sollte es eben nicht als Nebenkosten ein durchlaufender Posten bleiben, dann werden natürlich die Mieten erhöht. Glauben Sie ernsthaft, dass ich jährlich einen Zuschussbetrieb führen will inklusive persönlicher Ansprache auch am Wochenende zu mitternächtlicher Zeit? Was da als "Gewinn" herumkommt ist ein - zu versteuerndes - Taschengeld. Vermutlich deutlich unter Mindestlohn.
Also, meine Eigenkapitalrendite durch Vermietung von Immobilien würde trotz vergleichsweise moderater Mieten einen Herrn Ackermann neidisch machen - mit oder ohne Umlegung der Grundsteuer. Insofern muss ich über jeden Eigentümer vermieteter Objekte schmunzeln, der mir erzählt, er bekäme weniger als Mindestlohn heraus. Da haben Sie dann wohl etwas falsch gemacht - oder falsch gerechnet.
Ich arbeite grundsätzlich mit Hausverwaltungen, die mich vor "persönlicher Ansprache auch am Wochenende zu mitternächtlicher Zeit" schützen. Kostet zwar ein bisschen, jedoch deutlich weniger, als würde ich mich selbst darum kümmern müssen. Die Hausverwaltungen haben deutlich niedrigere Stundensätze als ich selbst.

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euro-paradies 06.04.2019, 12:43
35. Das von Wien praktizierte Modell ist letztendlich

unfair den Bürgern gegenüber, die nicht in den Genuss von billigem Wohnraum kommen. Dieser wird zudem oft über persönliche Beziehungen - Vitamin B - vergeben - und dem Steuerzahler überlässt man die Defizite. Ebenfalls unfair ist die Staatliche Bezahlung von Wohnraum an Transferempfänger, die unbedingt in den teuren Städten meinen wohnen zu müssen und der Staat dies akzeptiert. Damit wird das Wohnraumangebot für die in der Stadt arbeitende Bevölkerung ohne Transfer-Alimentierung verknappt und logischerweise verteuert, so dass diese in die umliegenden Regionen auswandern müssen. Der Staat zerstört so naiverweise den Wohnungsmarkt und beklagt Wohnraumverteuerung und Verkehrsinfarkte.

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freigeistiger 06.04.2019, 12:46
36. Vermieter haben von Wohnungsgesellschaften gelernt

Das Nachholen von privaten Vermietern ist ein Nachahmeffekt. Abgesehen von Verpflichtungen durch Finanzämter, durchholbare Mieten zu verlangen. Wohnen ist Daseinsvorsorge. Öffentlicher und genossenschaftlicher Wohnungsbau muss forciert werden. Es müssen nicht unbedingt Sozialwohnungen sein. Solange die EZB die Zinsen niedrig hält zur Stützung von überschuldeten Staaten wird sich an der Situation nichts ändern.

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euro-paradies 06.04.2019, 12:55
37. @ neue-Mitte

Zitat von neue_mitte
Es versteht jeder, dass niemand defizitär wirtschaften soll. Die rapiden Mieterhöhungen in den letzten Jahren haben aber keinen wirtschaftlichen Grund. Denn die verteuerten Gebäudeversicherungen usw. gibt der Vermieter eh weiter. Nein, es ist schlicht und einfach Gier. Man kann mehr nehmen, weil starke Nachfrage herrscht und die auch mehr zu bezahlen "bereit" ist? Also nimmt man mehr. Angebot und Nachfrage. Was für Benzin gilt, kann ja auch für Wohnraum gelten, oder? Bekannte von uns haben in den letzten 10 Jahren bereits zwei Mieterhöhungen erdulden müssen. Hat sich die Qualität des Wohnens erhöht? Nö, nur der Mietspiegel in der Speckgürtel-Gemeinde einer Großstadt. Und das "muss" man ja ausnutzen. Der Vermieter hat aber keinen sichtbaren Handschlag getan, das 50-Jahre-alte Haus sieht exakt so aus, wie vor 20 Jahren, als das letzte Mal was kleineres dran getan wurde. Alles nur aufgrund Angebot und Nachfrage. Nicht mal solche evtl. nachvollziehbaren Kostensteigerungen, wie bei Pkw, die inzwischen größer, schwerer, sicherer, luxuriöser usw. sind, als vor z.B. 20 Jahren.
Es gibt auch viele nicht umlegbare Kosten für den Vermieter. Wenn man alle Kosten nebst Rücklagen berücksichtigt, die allein durch gesetzliche Auflagen entstehen (Brandschutz, Energieverordnung...) entstehen und über Rücklagen zu finanzieren sind, so ist das nur über den Mietpreis zu finanzieren. Zudem kann der Mieter elegant kündigen und sich eine ihm genehme, andere Wohnung suchen.

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Hoellenhagen 06.04.2019, 13:04
38. Begehrte Wohnlage

Mietpreis: 11,88 Euro/qm*
Kaufpreis Eigentumswohnung: 3363,04 Euro/qm.

Das sind die Kosten in Berlin-Friedrichshain, einer begehrten Wohnlage. Die Eigentumswohnung kann im internationalen Vergleich als billig gelten.

Ich habe den Eindruck da protestieren die, die für ihre Wohnungen eh nichts bezahlen (das tun die anderen) und sogar den Mietpreis nicht kennen.

Profilneurotiker.

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Haarfoen 06.04.2019, 13:11
39.

Zitat von markus_wienken
Ihr Vorposter hat doch Recht, es gibt nun mal kein Recht auf Dauer in einer angesagten Gegend wohnen zu dürfen wenn man es sich nicht leisten kann. Will man irgendwo auf Dauer leben muss man kaufen...mit den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Ansonsten heißt es: Umziehen...auch im Alter. Möchten Sie günstigen Wohnraum auch in diesen Gegenden dann wenden Sie sich an die Politik, die dort Sozialwohnungen zur Verfügung stellen möchte.
Was Sie als "Recht" definieren, folgt einer rein kapitalistisch neo- liberalen Logik. Vielleicht lesen Sie einmal das Grundgesetz: Die Würde des Menschen ist unantastbar, es gibt ein Recht auf physische und psychische Unversehrtheit. Diese Rechte hat man eingeführt, um Menschen mit fehlender Sozialkompetenz (wie Sie) in die Schranken zu weisen und wirksam zu regulieren. Der von Ihnen favorisierte Manchester- Kapitalismus hatte in der Vergangenheit zu erheblichen sozialen Verwerfungen und Störungen des sozialen Frieden geführt, übrigens mit erheblichen negativen Auswirkungen auf das volkswirtschaftliche Gesamtgefüge. Vielleicht greifen Sie diese Anmerkungen auf, um sich angemessen weiterzubilden? Eine Klärung zu den Begriffen "Humanismus" oder "soziale Marktwirtschaft" bringt Sie sicherlich weiter, es muss nicht gleich Karl Marx sein. Wenn Sie sehr wertkonservativ sind, dann gehen Sie doch einfach mal wieder in die Kirche oder lesen die Bergpredigt in der Bibel? Trotzdem ist Ihr Beitrag wertvoll, denn er zeigt, dass es wirksame und erweiterte Schutzmechanismen gegen Ihr vorgetragenes Gedankengut geben muss: Zum Schutz unserer kulturellen Identität und Vielfalt.

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