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Wohnungsmarkt: Mietpreis-Exzesse in Hamburg
SPIEGEL ONLINE

Wohnen in Deutschlands Großstädten wird zum Luxus - das belegt jetzt eine Auswertung über den Hamburger Mietmarkt, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. In begehrten Stadtteilen schlagen Vermieter bis zu 60 Prozent auf die offizielle Durchschnittsmiete drauf.

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gazettenberg 11.03.2013, 07:40
170.

Zitat von groggybabe
Man hat halt die Wahl als Vermieter ...
Noch gibt es keinen Kontrahierungszwang.

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Anne2008 19.04.2013, 15:27
171. Mieten im Immoscout sind systematisch überzeichnet

VermieterInnen, die Wohnungen günstig anbieten, müssen nicht im Immoscout werben - sie haben üblicherweise eine Warteliste. Oder es melden sich, sobald ein Auszug offensichtlich wird, sofort MieterInnen, die ihre Freundinnen oder Freunde für die Wohnung empfehlen wollen. Damit sind die offiziellen Angebotsmieten im Immoscout systematisch zu hoch.

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seuldanslafoule 21.05.2013, 07:42
172. SPD Senat verschlimmert Wohnungsnot

Nicht nur mit dem geplanten neuen Wohnraumschutzgesetz bremst der SPD Senat, bsonders Fachsprecher Dirk Kienscherf, den Wohnungsneubau in Hamburg.

Jetzt las man in der Mopo folgende Aeusserung von Dirk Kienscherf:

Werden Mietwohnungen in Eigentum umgewandelt, ist das nicht selten mit einem Rauswurf des Mieters verbunden. Eigenbedarf wird in solchen Fällen oft als Begründung genannt. Eine Verordnung aber sorgt für lange Kündigungsfristen – und soll jetzt verlängert werden.

1993 und 2004 hat Hamburg folgende Verordnung erlassen: Mieter müssen statt nach drei erst nach zehn Jahren ihre Wohnung räumen, wenn der Eigentümer Eigenbedarf anmeldet. Die Regelung läuft aber 2014 aus.

Mit einem Antrag für die Bürgerschaft am 29. Mai will die SPD die Verordnung um weitere zehn Jahre verlängern. Stadtentwicklungsexperte Dirk Kienscherf: „Bei Auslaufen der bisherigen Regelung im Januar 2014 wäre diese Frist auf drei Jahre reduziert worden. Damit wären noch mehr Finanzinvestoren und gegebenenfalls Spekulanten angezogen worden.“

Meine Meinung: Wenn man nicht "noch mehr Finanzinvestoren" anziehen will, sondern gerade dies verhindern will, wer soll denn sonst Wohnungen bauen in Hamburg ?

Dirk Kienscherf will "Finanzinvestoren" von Hamburg fernhalten - verursacht so weitere Wohnunsgknappheit und weiteren Mietenanstieg.

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seuldanslafoule 21.05.2013, 07:52
173. Doch Kontrahierungszwang

Zitat von gazettenberg
Noch gibt es keinen Kontrahierungszwang.
Das sehe ich anders. Ein Vermieter in Hamburg darf seine Wohnung nicht leerstehen lassen, er darf sie nicht als Ferienwohnung nutzen, er muss zu gesetzlichen gedeckelten Mieten vermieten.
Die "Wohnraumschutzstellen" der Bezirksämter können dem Vermieter eine Frist setzen, in welcher der Vermieter den Bezirksamt einen neuen, abgeschlossenen Mietvertrag vorlegen muss. Die Behörden haben das Recht, beim Mieter, bei Nachbarn, beim Hausmeister und Hausverwalter die Angaben des Vermieters zu überprüfen.

Da also der Vermieter von den Wohnraumschutzstellen unter Androhung von Geldstrafen bis zu 50 000€ unter Fristsetzung unter Druck gesetzt ist, muss der Vermieter vermieten.
Gibt es dann einen Dissens über die Miethöhe, so muss notfalls der Vermieter die Miete senken, um den Auflagen der Wohnraumschutzstellen vor Verhängung von Bussgeldern nachzukommen.
Das ist doch in der Konsequenz ein Kontrahierungszwang.

Gelingt es dem Vermieter im übrigen nicht, innerhalb der gesetzten Frist einen Mieter zu finden, so darf das Bezirksamt sogar die Zwangsverwaltung der Wohnung übernehmen.
SPD Politik in Hamburg. "DAS WIR ENTSCHEIDET"

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gazettenberg 21.05.2013, 08:46
174.

Zitat von seuldanslafoule
Das sehe ich anders. Ein Vermieter in Hamburg darf seine Wohnung nicht leerstehen lassen, er darf sie nicht als Ferienwohnung nutzen, er muss zu gesetzlichen gedeckelten Mieten vermieten. Die "Wohnraumschutzstellen" der Bezirksämter können dem Vermieter eine Frist setzen, in welcher der Vermieter den Bezirksamt einen neuen, abgeschlossenen Mietvertrag vorlegen muss.
Dazu müsste das Bezirksamt erstmal vom Leerstand erfahren und es müsste tatsächlich aktiv werden, was nichtmal bei städtischen Wohnungen passiert:

Hansestadt : In Hamburg stehen 1200 städtische Wohnungen leer - Nachrichten Print - DIE WELT - Hamburg (Print DW) - DIE WELT

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gazettenberg 21.05.2013, 08:53
175.

Zitat von Vex
Das Problem ist das sie als Mieter den Markler bezahlen aber der Markler trotzdem die Interessen des Vermieters vertritt da er ja wieder den Auftrag bei Veuvermietung will. Dieser Interessenkonflikt muss abgeschaft werden ...
Der Makler wird am Ende immer vom Mieter bezahlt, egal ob er das direkt tut oder der Vermieter sich die Courtage über eine höhere Miete wiederholt. Das ist wie mit den Flughafengebühren.

Zitat von Vex
Als ich leztes mal eine Wohnung gesucht habe war mindestens jede zweite Wohnung falsch inseriert zu gunsten des Vermieters. Da stand zB vor 2 Jahren saniert aber die Wohnung hatte nur neues Laminat aber die Infrastruktur (Wasser, Strom, Heizung, Aussenwände, Fenster) war 50 Jahre alt.
Guter Punkt. Hier würde ich ansetzen. Zum Beispiel sollten Makler für die Richtigkeit ihrer Angaben in den Anzeigen haften müssen und sich nicht auf ungeprüfte Angaben des Vermieters herausreden dürften.

Und hierzu gehören übrigens auch ein bemaßter Grundriss und der Energiepass.

Ein zweiter Punkt: Viele Makler scheinen keine Ahnung von Immobilien zu haben. Warum gibt's da keine Sachkundeprüfungen? Jeder Depp darf sich heute Makler, Energieberater oder Baubiologe nennen.

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seuldanslafoule 21.05.2013, 13:09
176. Denunziation gefordert

Zitat von gazettenberg
Dazu müsste das Bezirksamt erstmal vom Leerstand erfahren und es müsste tatsächlich aktiv werden, was nichtmal bei städtischen Wohnungen passiert:
Gazettenberg: Die Bezirsämter erfahrren hiervon, weil

1. Vermieter den Leerstand ab den 1. Tag des Leerstandes der Behörde anzeigen müssen - sonst bis zu 50 000€ Strafe

2. Der Mieterverein fordert dazu auf, leerstehende Wohnungen den Bezirskämtern zu melden, hat sogar ein Denunziationsformular auf seiner Webseite

3. Ebenso kann jedermann auf leerstandsmelder.de Vermieter denunzieren

4. Aufmerksame, neidische Nachbarn greigen gerne zum Telefon. Bei mir reichte, dass meine Ferienwohnung-Mieter mit Kennzeichen aus S oder M meinen Nachbarn Parkplätze an der Strasse wegnahmen.

5. Auch die Stadt Hamburg fragt ungeniert auf ihrer Webseite: "Stört Sie ein Leerstand oder eine Ferienwohnung? Rufen Sie hier an...."

Folglich gibt die Stadt auch zu, dass etwa 400 Denunziationen von Nachbarn,Konkurrenten den Bezirksämtern vorliegen.

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seuldanslafoule 23.05.2013, 07:11
177. Hamburg fordert Denunziation

Hallo,
Ich vergass, dass der Mieterverein in Hamburg gefordert hat, dass Politessen, ich glaube manche sagen Hilfsheriffs, beim Streifegehen auf leere Wohnungen achten sollen. Z.B. ob keine Gardinen an den Fenstern sind, ob Blumen da stehen oder gar vertrocknet sind.

So kann das Bezirksamt in Hamburg leicht etwas erfahren, selbst dass Sie gerade die Gardinen gewaschen haben.
Das "Hamburger Abendblatt" hat Vermieter als Betrüger bezeichnet, der Mieterverein hat Vermieter "regelrechte Diebe" genannt.
Es findet eine Treibjagd auf Vermieter statt.

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seuldanslafoule 28.06.2013, 16:39
178. Spiegel - Was denn nun ?

Hi,

Komisch, diese Woche schreibt der Spiegel über den Mietenmarkt in HH:

"Vor der Wahl sorgen sich die Kanzlerin und ...... um die Not der Mieter. Doch die sind mitunter selber schuld: Viiele wollen nur in den feinen oder angesagten Viertel wohnen."

Hausverwalter berichten, dass sie Schwierigkeiten haben, Mieter in uncoolen Vierteln Hamburgs zu finden.....

Gleichwohl hat der SPD Senat eine gesetzliche Enteignung von Vermietrn in Hamburg beschlossen.

"Mit der Bestellung des Treuhänders ist dem Verfügungsberechtigten der Besitz an dem Grundstück entzogen und der Treuhänder in den Besitz eingewiesen. Die zuständige Behörde verschafft dem Treuhänder – erforderlichenfalls mit Zwangsmaßnahmen – den tatsächlichen Besitz." Siehe § 12a Nr 3 Hamburgisches Wohnraumschutzgesetz auf Betreiben des SPDlers Dirk Kienscherf.

Weil ja angeblich Wohnungen in Hamburg fehlen wird auch noch der letzte bauwillige Vermieter weggeekelt. Danke Dirk Kienscherf und die SPD.

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berti1947 15.04.2014, 20:53
179. optional

irgendwie seltsam-was machte ich falsch? HH-Farmsen,biete vor 3 Jahren 60qm mit Tiefgarage u.schönem Balkon an,Duschbad und Waschmaschine,EBK. Kalt E7,50.Schöne ruhige Lage ,grüner Blick.Auf Hbg.Abendblattanzeige nur 2 Anrufe.Einer kommt nicht,die andere -Verkäuferin in dat Backhus-eine dreiste Mietnomadin,die zieht ein.leider mit pfändungsfreiem EK.Nervt 6 Monate rum und verschwindet heimlich.Neue Werbung im Internet.Von 10 langsam eingehenden Anfragen nur 1 x seriös. Bei Frage von mir nach Bargeld für Kaution und 1.Miete sind alle plötzlich verschwunden.Also: wo sind 100 Bewerber auf eine Makler freie Wohnung.Es kamen auch perser,die sofort das Runterhandeln anfingen.Aufgepasst: nur keine Interessenten wg.der Herkunft ablehnen! Das wird ekelhaft,böse,und die können Klage einreichen.Natürlich muss nach dem EK gefragt werden,denn 1170 sind pfändungsfrei!!!Die hätte ich als Rentner mit netto 530,- auch gern........Übrigens: die Nomadin zahlt per Insolvez noch 30 % in etwa 10 Jahren.Davon kann ich dann ein Weissbrot kaufen........na ,immerhin.Rendite im ersten und zweiten Jahr gegen 0...

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