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Wohnungsmarkt: Mietpreis-Exzesse in Hamburg
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Wohnen in Deutschlands Großstädten wird zum Luxus - das belegt jetzt eine Auswertung über den Hamburger Mietmarkt, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. In begehrten Stadtteilen schlagen Vermieter bis zu 60 Prozent auf die offizielle Durchschnittsmiete drauf.

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stuffi1981 08.03.2013, 12:02
10. Interessant

Tolle Karte haben Sie da veröffentlicht. Auch wenn Harburg ja nur der ungeliebte Süden ist, hört meines Wissens Hamburg nicht hinter Wilhelmsburg auf. Also Karte komplett einstellen oder ganz weglassen.

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MutzurLücke 08.03.2013, 12:04
11. Wieso Not?

Zitat von tellerrand
... Das zeigt, wie die Not der Menschen ausgenutzt wird.
Faktisch gibt es in Deutschland mit seiner schrumpfenden Bevölkerung eher zuviel Wohnraum. Auch in Hamburg und Braunschweig werden Sie jede Menge Leerstand finden. Was zwingt also die Interessenten, sich auf Altbauwohnungen in schicker Lage zu kaprizieren? Wir reden hier von Ansprüchen, nicht von Not.

Davon abgesehen: Angenommen Sie wollen ihr altes Auto verkaufen und finden mehrere Interessenten, von denen einer gerne entschieden mehr dafür bietet als alle anderen. Wie blöd müssten Sie sein, um das Höchstgebot nicht anzunehmen? Haben Sie keine Verwendung für Geld, das Ihnen ein geschäftsfähiger Mensch in einem fairen Tausch von Leistung und Gegenleistung anbietet?

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zudummzumzum 08.03.2013, 12:04
12. Was soll das Gejaule?

Zitat von sysop
Wohnen in Deutschlands Großstädten wird zum Luxus - das belegt jetzt eine Auswertung über den Hamburger Mietmarkt, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. In begehrten Stadtteilen schlagen Vermieter bis zu 60 Prozent auf die offizielle Durchschnittsmiete drauf.
12 € kalt / m² - na und?

Bedeutet also, dass die 4-köpfige Familie für eine angemessene Wohnung (3-4 Zimmer, 80 m²) ca. 1.300 € warm hinzulegen hat. Ich sehe da kein Problem: Einkommen 2*1.200 € netto, dazu 390 € Kindergeld, damit bleiben 1.400 € für die Lebenshaltungskosten, das liegt deutlich über dem Hartz-IV-Regelsatz.

Sicherlich nicht schön, wenn man in einer so tollen Stadt leben möchte - aber eben von Elend weit entfernt.

Und wenn der "Eckrentner" für sein eines Zimmer 600 € warm bezahlt, hat er ja auch noch 400 € übrig, das Rentnerehepaar mit 2.000 € Nettorente kann es sich für 900 € in der 60 m²-Wohnung gemütlich machen ...

Klar springen jetzt die Mieten mal an - aber hieraus eine soziale Schieflage konstruieren zu wollen, wäre falsch. Unerschwinglich ist Hamburg eben für Leute, die nicht arbeiten. Aber rumsitzen kann man auch in Wilhelmshafen - für 4 € / m².

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nesmo 08.03.2013, 12:06
13. Quote hilft wem?

Wenn einer von100 die Wohnung günstig bekommt, hilft dies 99 nicht weiter.
Neue Wohnungen, und nur die helfen weiter, werden mehr gebaut, wenn Mieten steigen.Sozialwohnungen müssen zusätzlich gefördert werden

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3komma1415... 08.03.2013, 12:09
14. An der Gehaltsgrenze lebend

Sehr interessanter Bericht. Endlich kommt mit Fakten auf den Tisch, die viele schon intuitiv wussten.

Ich komme aus Berlin. Da herrscht das gleiche Spiel. Ich wollte nun mit meinem Freund die Grundlage für eine Familie legen (sprich Wohnungssuche). Wir liegen genau an einer Gehalts-Grenze, in der das nur schwer wird. Die meisten günstigen Wohnungen waren nur für WBS-Besitzer, die anderen Wohnung (auch in Randlage!!) sind zu teuer für unsere Einstiegsgehälter, die wir beide mit abgeschlossenem Studium nun die nächsten Jahre bekommen werden. Also heisst es für uns nun erstmal: die kleine 2-Raum Wohnung bleibt, aber vorerst keine Kinder. Jedenfalls nicht solange nicht einer allein die Kosten für Unterhalt tragen kann...

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Wagnerf 08.03.2013, 12:10
15.

Zitat von tellerrand
Die Wohnung wurde dann an den meistbietenden verkauft. Das zeigt, wie die Not der Menschen ausgenutzt wird.
Ach, meinen sie die Not der Menschen, die gerade zig-tausend für den Kauf einer Wohnung ausgeben wollen? Ich kann außerdem nicht nachvollziehen, was daran verwerflich sein soll, ein Objekt an den Höchstbietenden zu verkaufen.

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hyh 08.03.2013, 12:12
16. ?

Ja, die Kaufpreise sind immens in Hamburg, auch eine Sauerei. Wenn man aber mal ganz realistisch das Durchschnittseinkommen betrachtet, ist es gar nicht mehr möglich in der Stadt zu wohnen. Es sei denn, man hat Lust sehr dezentral zu wohnen. Bergedorf, Geesthacht und Lauenburg sind keine echten Alternativen, wenn man lange arbeitet und einen kurzen Arbeitsweg braucht. Und wirklich JEDER, der im Umland wohnt, erzählt von den "30 Minuten" bis zum Hauptbahnhof. Fragt man mal genauer nach, kommen die echten Zeiten zu Tage. Und was ist mit Studenten oder Geringverdienern? Die sollen also alle raus oder nach Pinneberg oder was? Die Stadt lebt doch auch von den Leuten, die hier arbeiten, dann sollten die doch auch hier wohnen können. Ich finde für den unisolierten 50er Jahrebau in Bahrenfeld, in dem ich wohne, ohne irgendwelche tolle Ausstattung, sondern ganz basic, 70qm, 1000 Euro kalt ganz schön krass.

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MattNZ 08.03.2013, 12:16
17.

Da rollt mir aber eine einsame Träne durch's Knopfloch. 15 Euro pro m² kalt für eine Luxuswohnung in Hamburg. Davon kann ich in Neuseeland nur träumen. 750 Euro, also etwa 1200 NZD, für die ungefähr 50 m² (grobe Schätzung, da hier keine Quadratmeter angegeben werden), auf denen ich wohne, wären ein Glückstreffer (Kaltmiete wohlgemerkt). Null Isolierung, Einfachverglasung und Heizen im Winter nur mit Strom (das gilt auch für's Wasser). Deutschland ist eben verwöhnt, genauso was die Lebensmittelpreise betrifft.

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Tamarind 08.03.2013, 12:18
18. Lasst den Markt alles regeln!

Zitat von kleppten
man ahnt schon, was als nächstes von den Quotenkommissaren unserer Gleichheitsgesellschaft geplant wird. Quoten bei der Vergabe von Wohnungen. Damit nicht immer der bestverdienende die Wohnung in Ottensen oder Eppendorf bekommt, wird der Staat den Vermietern vorschreiben, innerhalb eines Stadtteils Pfichtquoten für Frauen, Muslime, Roma und Sozialhilfeempfänger einzuhalten. So schaffen wir bundesweit einheitliche Lebensverhältnisse, und ein Fetisch wird endlich Realität.
Ist ja auch ganz furchtbar, dass Menschen mit einem niedrigeren Einkommen irgendwo wohnen wollen! So was aber auch!
Stört nicht die Gesetze der freien Märkte!
[Ironie]

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jkoller 08.03.2013, 12:20
19.

Zitat von iStone
So groß ist also die Wohnungsnot nicht - eher die Bereitschaft, paar Minuten länger zu fahren. Und es fahren sogar Nachtbusse die ganze Nacht...
Diese Nachtbus-Fahrten nach Bergedorf dauern mehrere Stunden. (Es sei denn, Sie sind genau am Hamburger Rathaus ausgegangen und wohnen genau am Bahnhof Bergedorf und der Bus fährt absolut planmäßig. Dann eine Stunde, aber unrealistisch, ich kenne es aus Erfahrung.) Und wenn Sie jetzt Orte ins Spiel bringen, die noch weiter außerhalb liegen, dann frage ich mich, was das noch mit dem Thema des Artikels zu tun haben soll.

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