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Wohnungsmarkt: Vermieter ignorieren Mietpreisbremse
DPA

In Frankfurt verlangen 19 von 20 Vermieter mehr Geld, als die Mietpreisbremse vorsieht - zumindest auf einem großen Immobilienportal. Kaum besser ist es laut Mieterbund in München, Hamburg und Berlin.

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oldsiamsir 12.09.2016, 13:09
1. Erfolgreiche Preisbremse :D

An dieser Stelle sei an die erfolgreich durchgesetzte Mietpreisbremse in der DDR erinnert und daran, welche Folgen sie für den Wohnungsbestand hatte.

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flitzepete 12.09.2016, 13:11
2. Ein Gesetz ohne Bedeutung

Mit den geschilderten Ausnahmeregelungen ist dieses Gesetz quasi obsolet.
Welcher potentieller Mieter soll hier wie einen Nachweis führen?

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schneidp 12.09.2016, 13:17
3. Wie unerwartet ;)

Ein Vergehen das Profit verspricht, praktisch nicht verfolgt wird und wenn man erwischt wird nicht bestraft wird.
Wer konnte da erwarten, dass sich niemand an die gesetzliche Regelung hält. Wo doch alle Menschen Regeln einfach so ohne Zwang befolgen.
Die Mietpreisbremse ist eines der naivsten Gesetze die sich die Politik seit langem ausgedacht hat.
Statt diesem unsinnigen Gesetz hätte man lieber mal neue Siedlungen bauen sollen, die dem Staat gehören, mit bezahlbaren Mieten.
Diese Investition würde auf lange Sicht den Staat vermutlich nicht mal was kosten, da sich die Wohnungen selbst finanzieren, bei den aktuellen Zinsen.

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auweia 12.09.2016, 13:20
4. Wundert mich nicht.

Wie auch schon in anderen Foren gesagt: Ohne zugrundeliegenden, rechtlich abgesicherten Mietspiegel ist die "Mietpreisbremse" noch nicht einmal ein stumpfes Schwert.
Sie entspringt dem Glauben, man könne eine missliche reale Situation durch die das Verfassen einer Beschwörungsformel kurieren. Oder, um einen katholischen Priester zu zitieren, der vom Bäuerlein um die Segnung seines kargen Ackers gebeten wurde: "Hier hilft kein Gebet, hier hilft nur noch Mist!"
Wenn der Staat will, dass die Preise sinken, darf er nicht das vorhandene Angebot regulieren sondern muss mehr Angebot schaffen (Wir denken jetzt mal nicht an den Schweinezyklus... )
Das Angebot wird erweitert indem der Staat selber mehr baut oder das Bauen so attraktiv macht, dass andere bauen.
In jedem Fall kostet das - im Gegensatz zu einem schnellen Gesetz - aber reales Geld. Und DA nähern wir uns dem Kern des Problems....

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Leser161 12.09.2016, 13:30
5. Schlechte als Nichts

Ein Gesetz ist dessen EInhaltung nicht durchgesetzt wird, ist schlimmer als kein Gesetz. Denn die korrekten Vermieter halten sich dran, während die unkorrekten Geld verdienen. So schadet ein solches Gesetz den Anständigen auf allen Seiten.

Deshalb brauchen wir auch nicht mehr Gesetze, wir brauchen erstmal dass die Bestehenden eingehalten werden.

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mini-max12 12.09.2016, 13:32
6. Was sind das für Juristen im Justizministerium?

Hat das SPD-geführte Justizministerium unter Heiko Maas wieder mal nichts im Griff? Wie konnte eigentlich von sogenannten "Volljuristen" ein so mies gefertigtes Gesetz zur angeblichen "Mietpreisbremse" herauskommen? Nächstes Jahr ist Bundestagswahl. Hoffentlich verschwindet dieser dilettantische Justizminister dann schnell wieder in der Versenkung.

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joe_spon 12.09.2016, 13:35
7. Keine Vermietung

Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass ich meine 2 ehemals vermieteten Wohnungen verkauft habe bzw. inzwischen selbst nutze. Die meisten Bewohner unseres Stadtviertels machen es übrigens ebenso, weil wir als Privatvermieter nicht immer wieder die "Deppen der Nation" sein möchten.

So kann man per Gesetz halt auch Wohnraum verknappen ...

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espet3 12.09.2016, 13:47
8.

Immerhin gehören die Wohnungen den Vermietern und nicht dem Staat. Wer sich Miethaie entziehen will, soll sich Eigentum zulegen.

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hans-rai 12.09.2016, 13:54
9. Wie soll das gehen, wo...

...doch so viele unterschiedliche Faktoren für die Bewertung einer Wohnung zu Grunde gelegt werden müssen? Nicht nur die Lage, auch das Gebäude selbst, die jeweilige Ausstattung der Wohnung und das übrige Umfeld spielen eine entsprechende Rolle. Bisher hat der "Markt" das allein geregelt. Nur weil es bestimmte Stadtteile jeweils gibt, die "hipp" sind und dort alles, was verlangt auch bezahlt wird, muss man nicht das ganze System verändern und eine generelle Streitbasis zwischen Mietern und Vermieter etablieren. Das führt zu nichts Gutem!

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