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Wohnungsmarkt: Vermieter ignorieren Mietpreisbremse
DPA

In Frankfurt verlangen 19 von 20 Vermieter mehr Geld, als die Mietpreisbremse vorsieht - zumindest auf einem großen Immobilienportal. Kaum besser ist es laut Mieterbund in München, Hamburg und Berlin.

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Handschlag 12.09.2016, 18:11
30. Mehr Wohnungen - nicht Kommunismus

Kommunismus ist doch quatsch. Wenn es nicht mehr möglich sein sollte, für tolle Wohnungen hohe Mieten zu erzielen, dann werden schöne Wohnungen eben (wie in London oder Paris) nicht mehr vermietet, sondern vom Vermietungsmarkt genommen und an (reiche) Bewohner verkauft.

Davon hat niemand was.

Man sollte das Problem angehen, warum es so hohe Mieten gibt: zu wenig Wohnungen. Daher ist die Lösung: entweder der Staat (und vor allem die städtischen Wohnungsbaugesellschaften) bauen mehr Wohnungen oder die Anreize für Private Wohnungen zu bauen, werden erhöht.

Die Mietpreisbremse bewirkt das Gegenteil. Welcher Investor baut schon gerne Wohnungen, wenn er sie dann nicht rentabel vermieten kann. Genau: niemand. Das verschärft das Problem statt es zu lösen.

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radamriese 12.09.2016, 18:36
31.

Zitat von noalk
Mietvertrag unterschreiben, einziehen und dann Miete kürzen. Argument: Man habe gerade erfahren, dass der Vermieter wegen der Mietpreisbremse gar nicht den im Mietvertrag vereinbarten Mietzins fordern dürfe.
so einfach ist es nicht .Man geht vors Gericht , und der Mieter, muss erstmal die Anwaltskosten bezahlen.Bis der Prozess kommt. Kein VErmieter lässt sich einfach so die Miete kürzen.Und dann findet der VErmieter leicht einen Grund, den Mieter rauszuwerfen,

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laotao 12.09.2016, 19:21
32. Und dann war da noch

Zitat von oldsiamsir
An dieser Stelle sei an die erfolgreich durchgesetzte Mietpreisbremse in der DDR erinnert und daran, welche Folgen sie für den Wohnungsbestand hatte.
diese böse, alte und so gemeine Einsicht und Erkenntnis, die einst Walter Eucken, Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard zur Ausarbeitung der Grundsätze und Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft im Kontext mit der konsensualen und ausbalanzierenden Verfassung, auch das Grundgesetz von 1949 genannt, geführt hat.

Wenn man mit den ideologischen Fixierungen jener neofeudalistischen Besitzstands- und Erbbesitzfeudalgesellschaft der ständisch-korporativen Geistigkeit des 17. und 18. Jahrhunderts analysiert und argumentiert, dann ist allerdings der Weg in die Alternativlosigkeit der herrenmenschlichen Existenzfrage unausweichlich.

Dann heisst die alte Phrase wieder: Deutschland soll leben, auch wenn wir sterben müssen? Wobei Deutschland natürlich wieder jene sind, die gemeinhin als die Schönen und Reichen sowie deren Handlanger und Helfershelfer, also als die Klientel- und Lobbyinteressenkaderfunktionäre zu definieren wären.

Diesem heute real-existierenden Investmenkapitalkannibalismus, der so gut wie alle Grundsätze und Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft zerstört und beseitigt, steht als Antwort nur eine Einsicht gegenüber: Es ist diese alte Erkenntnis, dass, wer nicht für die Wohlfahrt und die Schrankenlosigkeit der sich totalitär und extremistisch inszenierenden Besitzstandselite zu sterben bereit ist, töten muss, um zu überleben. So die Bedeutung des alten Satzes "Friede den Hütten, Krieg den Palästen".

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only me 12.09.2016, 19:42
33.

Zitat von noalk
Mietvertrag unterschreiben, einziehen und dann Miete kürzen. Argument: Man habe gerade erfahren, dass der Vermieter wegen der Mietpreisbremse gar nicht den im Mietvertrag vereinbarten Mietzins fordern dürfe.
Wegen solcher Einstellungen haben mein Bruder und meine Schwester ihre Wohnugen seit langem nicht mehr vermietet.
Die Wohnungen sollen eigentlich zur Rentenabsicherung dienen.
Jetzt denken Beide ans Verkaufen. "Für den Ärger den uns Mieter
bescheren können sind wir zu alt". Die Mieter werden ja geradezu
aufgefordert bezw. geschult darin Ärger zu machen.

mfG

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spmc-12355639674612 12.09.2016, 19:46
34. Es gibt für Berlin

Zitat von joey55
Welche Mietpreisbremse in Berlin? Ohne wirksamen Mietspiegel keine MPB. Und den schafft der Senat seit Jahren nicht korrekt und rechtssicher zu ermitteln. zudem fordere ich eine Begrenzung der Wohnnebenkosten. Keine Erhöhung mehr von öffentlichen Abgaben auf Energie oder Erhöhung der Grundbeseitzabgaben,der Müllgebühren etc. Die sind staatlich gesteuert und haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich stärker erhöht als die Mieten in B. Denn die waren über viele Jahre sehr stabil und sind erst in den letzten Jahren gestiegen. Es ist typisch, dass auf Vermieter geschimpft wird, aber die Verantwortlichen in der Stadt Berlin abtauchen. Wer hat denn die meisten städtischen Wohnungen verkauft? Richtig rot-rot. Wer weist seit Jahrzehnten nicht genug Bauflächen aus? Wer verteuert Bauen durch ständige höhere Bauvorschriften? Richtig, die Politik, die die Verantwortung auf die Eigentümer schiebt. Ich war am Freitag mal auf der Homepage der HoWoGe einer städtischen WBG. Und was fand ich da? Kaltmieten jenseits der 9 €/m². Aber darüber berichtet keine Zeitung der Republik. Dafür müsste man selbst recherchieren...
durchaus eine Webseite der Senatsverwaltung (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/), auf der man - als Vermieter oder Mieter - die ortsübliche Vergleichsmiete sehr präzise bestimmen kann. Ob diese Seite jetzt eine "rechtssichere" Ermittlung erlaubt, sei dahingestellt. Das, was meine Mieter zahlen, liegt eher unter den angegebenen Vergleichsmieten. Durch die Erhöhung der Preise für Eigentumswohnungen in den letzten Jahren ist natürlich die Rendite gesunken, aber gerade in Berlin immer noch in einem Rahmen, mit dem man als Vermieter gut leben kann. Von einer Überhitzung wie z. B. in München ist man in Berlin noch ein Stück entfernt. Den Hauptanteil der Rendite für Wohnungsbesitzer stellt in den wachsenden Großstädten aber weniger das dar, was von der Miete nach Abzug der Kosten übrig bleibt, sondern eher die Wertsteigerung der Immobilie selbst. Rechnet man Miete und Wertsteigerung zusammen, kommt man in Berlin auf recht gute Renditen bei vermieteten Objekten, auch wenn man sich strikt an die Mietpreisbremse hält.

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spiegelleser987 12.09.2016, 19:46
35. Was vergessen?

Zitat: "Die Mietpreisbremse sieht vor, dass Mieten bei neuen Verträgen in der Regel nur noch zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen."

Hat man da nicht etwas weggelassen? Bei einer "nachhaltigen" Gebäudesanierung kann ein monatlicher Anteil draufgelegt werden. In einigen Gebieten ist eine solche "nachhaltige Sanierung" beim Kauf von Immobilien vorgeschrieben. Damit steigt auch die Durchschnittsmiete. Dazu kommt dass durch den heutigen Wohnungswechsel alle paar Monate die Miete regelmaßig erhöht wird. Da sind mir familiäre private Vermieter sympathischer. Unser Vermieter hat die Miete innerhalb von 15 Jahren nur zweimal erhöht. Das passierte zu einem Zeitpunkt, wio Staat und Kommune die Steuern erhöht haben oder durch neue Gesetze zusätzliche Kosten verursacht haben.

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manicmecanic 12.09.2016, 20:05
36. vermieten ?

Bei den Eigentumseinschränkungen durch den Staat bestimmt nicht mehr in diesem Leben.Da bleibt mein auf Neubaustandard renovierter-umgebauter Anbau meines Hauses eben leer stehen.Das kann sich dann der nächste Eigentümer überlegen ob bzw. Wie er die nun jeweils knapp 30qm der beiden Etagen verwendet,es ist so geplant daß man eine Wohnung auf 2 Etagen machen kann oder auch 2 Apartments.Solange ich noch in dieser kranken Republik lebe wirds eben Spaßzone,in ein Apartment kommt ein 9 Fuß Pooltisch und das andere kann mein Ableger bewohnen obwohl der im Haupthaus schon eine nette Bude hat.Selbst in meinem Kaff vor Köln stehen einige Wohnungen leer wo die bisher angebrachten zu vermieten Schilder gegen zu verkaufen getauscht wurden.Der übertriebene Mieterschutz ist der Grund wenn man die Eigentümer fragt die bisher immer vermietet haben.

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spmc-12355639674612 12.09.2016, 20:09
37. Sie wissen genau,

Zitat von iffelsine
nach Abzug aller Kosten für den Vermieter übrig. 6.100€ hat die Reparatur der Doppelparkplätze gekostet (nicht umlegbar), 360€ die Waschtischarmatur. (nicht umlegbar). Wenn also das in 2,5 Jahren durch die Miete ausgeglichen ist (und nichts dazu kommt), dann bleibt also eine Kapitalverzinsung von 0,96% p.a. übrig. Hätte ich das mit einer Hypothek finanziert, bliebe Garnichts übrig - im Gegenteil, die Wohnung des Mieters würde ich dauerhaft subventionieren. Wen wundert´s, das ich nun bei Auszug der Mieterin in München lieber verkaufe als vermiete ? Und so mache ich das bei Auszug mit jeder meiner Wohnungen. Neu vermieten ? Ich bin der Eigentümer, nicht der Staat !
dass die Rendite in München und Umgebung nicht aus den Mieteinnahmen, sondern aus der Wertsteigerung resultiert. Fühlen Sie sich ruhig frei, Ihre Wohnung(en) dort zu verkaufen und Ihren Gewinn damit zu realisieren! Aber bitte tun Sie nicht so, als würde unterm Strich kein Gewinn herauskommen! Die Preissteigerungen in München lagen in den letzten Jahren pro Jahr im zweistelligen Bereich. Sie sollten also nicht meckern. Natürlich müssen Sie Ihr Eigentum auf eigene Kosten instandhalten und natürlich sind diese Kosten nicht auf den Mieter umlegbar. Im Übrigen halte ich die von Ihnen aufgezählten Kosten für sehr überschaubar, da Sie die Garage und die Badezimmerarmaturen ja wahrscheinlich nicht jedes Jahr reparieren lassen müssen.

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k70-ingo 12.09.2016, 22:20
38.

Zitat von noalk
Mietvertrag unterschreiben, einziehen und dann Miete kürzen. Argument: Man habe gerade erfahren, dass der Vermieter wegen der Mietpreisbremse gar nicht den im Mietvertrag vereinbarten Mietzins fordern dürfe.
Wegen Mietern mit solchen famosen Ideen haben schon einige private Vermieter aufgegeben und die Butzen an die nächstbeste Heuschrecke (wenn sie Glück hatten, denn die zahlen gut) verscheuert.

Wer hat denn Lust, sich Querulanten mit einem derartigen Anspruchsdenken in die Hütte zu setzen? Für mehr Seelenfrieden nimmt man eine geringere Rendite gern in Kauf.

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basic11 12.09.2016, 23:41
39. Die sinnlosen Mietversprechen der Berliner...

Parteien muss man wohl auch als "Populismus" bezeichnen. Landflucht + Londoner Wohnungsshopper + Zuwanderung + Stammbevölkerung + Sozialfälle ... alle ins Zentrum nach Berlin ohne zu Bauen ? mit gleichbleibenden Mieten ? Da wird es wohl noch 20 Gesetze dauern ...

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