Forum: Wirtschaft
Wohnungsnot: Baukindergeld sorgt kaum für Neubauten
DPA

12.000 Euro Zuschuss pro Kind: Das Baukindergeld sollte Familien helfen, ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Gegen die Wohnungsnot richtet die Förderung dagegen kaum etwas aus.

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Lütt Matten 20.01.2019, 14:19
1. Baukindergeld zeigt die ganze Unfähigkeit

Der GroKo. Wieso braucht jemand der ein zu versteuerndes Einkommen von 90000 also ca. 105000 brutto hat noch Förderung vom Staat ? CDU - CSU- SPD haben abgewirtschaftet.

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Sibylle1969 20.01.2019, 14:19
2.

In teuren Ballungsgebieten sind 12.000 Euro verteilt über mehrere Jahre natürlich ein Witz, das hilft niemandem, der sich ohne den Zuschuss keine Immobilie leisten kann, sondern sorgt nur für Mitnahmeeffekte. Besser wäre es m.E., wenn die Grunderwerbssteuer für selbstgenutzte Immobilie entfallen würde oder es zumindest einen hohen Freibetrag gäbe. Zudem wäre ein Eigenkapitalzuschuss in Form eines nachrangigen Darlehens sinnvoll. Denn das Hauptproblem bei den hohen Preisen sind die hohen Kaufnebenkosten und der Eigenkapitalbedarf, der in teuren Städten mindestens 6-stellig ist.

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Europa! 20.01.2019, 14:29
3. Schiefe Frage, schiefe Antwort

Was für eine Naivität steckt in der Vorstellung, man würde mit der Familiengründung und dem Bau eines Hauses GLEICHZEITIG anfangen? Natürlich kaufen Familien Wohnungen oder Häuser, die es schon gibt. Sie brauchen SCHNELL ein Zuhause für ihre Kinder, nicht in drei Jahren. Deswegen geht die Bauindustrie auch in Vorleistung und stellt fertige Eigentumswohnungen zur Verfügung. Das ist richtig und gut so. Und wenn der RRG-Senat in Berlin den Eigentumswohnungsbau nicht mit aller Gewalt zu verhindern versuchte, könnten auch in Berlin mehr Anträge auf das BKG gestellt werden.

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guka-le. 20.01.2019, 14:34
4. Ziel erreicht würde ich sagen

Das Ziel ist sicherlich nicht den Neubau zu fördern. Ziel ist es, dass bestehende Immobilien für die Banken mit ihrer Kreditvergabe attraktiver werden. Banken bewährten bestehende Immobilien viel niedriger mit dem Preis als den realistischen Preis, der für ein Haus in einer bestimmten Region aufgerufen wird.
Und an den nicht steigenden Neubauten sind die Kommunen selbst schuld. Wenn ich kein Bauland freigebe bzw. Bauland nicht bebaut wird kann der Staat noch soviel versuchen zu fördern es wird so nicht funktionieren. Vielleicht sollte man auch mal über eine Arbeitsplatz-Wohnplatzquote nachdenken. Denn wenn ich als Kommune gerne viele neue Arbeitsplätze haben möchte muss ich auch sehen wo den die neuen Arbeiter später auch wohnen sollen ohne gleich neue Ghettos zu schaffen!!!
Thema Infrastruktur wäre auch so ein Thema was alle vernachlässigen.

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Europa! 20.01.2019, 14:34
5. Sehr richtig!

Zitat von Sibylle1969
In teuren Ballungsgebieten sind 12.000 Euro verteilt über mehrere Jahre natürlich ein Witz, das hilft niemandem, der sich ohne den Zuschuss keine Immobilie leisten kann, sondern sorgt nur für Mitnahmeeffekte. Besser wäre es m.E., wenn die Grunderwerbssteuer für selbstgenutzte Immobilie entfallen würde oder es zumindest einen hohen Freibetrag gäbe. Zudem wäre ein Eigenkapitalzuschuss in Form eines nachrangigen Darlehens sinnvoll. Denn das Hauptproblem bei den hohen Preisen sind die hohen Kaufnebenkosten und der Eigenkapitalbedarf, der in teuren Städten mindestens 6-stellig ist.
Mit dem Verzicht (oder zumindest einem Rabatt) auf die Grunderwerbssteuer könnten die gierigen Großstädte den Eigentumserwerb von jungen Familien gezielt fördern. Stattdessen wird in Berlin und andernorts bewusst der Wohnungsmangel gefördert, weil SPD und Linke hoffen, bei den Wahlen von der Unzufriedenheit zu profitieren.

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agreatwaytofly 20.01.2019, 14:42
6. Befeuert nur die Nachfrageseite

Es ist unglaublich, was unsere Bundesregierung für einen Unsinn verzapft. Alle Maßnahmen befeuern lediglich die Nachfrageseite und führen zu noch höheren Immobilienpreisen. Gewinner sind übrigens wieder die Rentner. Diese werden mit großzügigen Renten-Erhöhungen, Mütter-Rente und Co. gepäppelt und machen am Ende mit den Verkauf Ihrer Immobilien zu Höchstpreisen das Geschäft ihres Lebens. Es ist unglaublich, wie gierig gerade Rentner auf dem Immobilienmarkt auftreten.

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wizzard74 20.01.2019, 14:44
7.

Ja, das ist meiner Meinung nach die sinnvollste Idee - die Kaufnebenkosten sind absurd. Übrigens auch bei den Notaren, die ihre durch die exorbitanten Verkehrswerte astronomischen Einkünfte jetzt noch einmal durch Erhöhung des Satzes steigern möchten.
Und dann sollte man noch versuchen, die Umgehung der Grunderwerbssteuer durch Immobilienunternehmen zu unterbinden.

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Franz Medardus 20.01.2019, 14:45
8. Wir freuen uns auf und über das baukindergeld...

...und verstehen die ganze Kritik nicht. Wir bauen im Umland von Berlin, werden den Antrag erst nach Baugenehmigung stellen (vieleicht hängen die noch nicht eingetroffenen Anmeldungen auch damit zusammen, dass ein Einzug in ein zu bauendes Haus später stattfindet als der in ein bereits bestehendes?) und sind froh um die 36000 €, die tatsächlich einen Unterschied ausmachen.

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spmc-12355639674612 20.01.2019, 14:47
9. Weil es

Zitat von Lütt Matten
Der GroKo. Wieso braucht jemand der ein zu versteuerndes Einkommen von 90000 also ca. 105000 brutto hat noch Förderung vom Staat ? CDU - CSU- SPD haben abgewirtschaftet.
ungerecht wäre, ausgerechnet die Gruppe, die den größten Anteil der Steuern bezahlt hat, um dieses Gimmick zu finanzieren, von der Förderung auszunehmen, finden Sie nicht?
Allerdings reicht ein zu versteuerndes Einkommen von 100.000 Euro z. B. in München nicht, um eine größere Wohnung oder sogar ein Häuschen zu finanzieren, geschweige denn einen Neubau. Und daran ändert auch das Baukindergeld kaum etwas.

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