Forum: Wirtschaft
Wohnungsnot in Deutschland: "Bauen, bauen, bauen"
DPA

Was hilft gegen hohe Mieten und knappen Wohnraum? Der Plan der Regierung jedenfalls nicht, sagt der Städte- und Gemeindebund. Es gebe nur eine Lösung.

Seite 1 von 8
Dromedar 20.10.2018, 10:17
1. Ungleichgewichte

Wohnungen gibt es in Deutschland eigentlich genug, bloss nicht genug in den großen Städten.
Die Leute ziehen nun mal dahin, wo Arbeit, Bildung und Anschluss ist.
Es wäre auch eine Lösung dafür zu sorgen, daß es überall Arbeit gibt. Dazu könnten die kleineren Regionen gefördert werden (und eben Förderhilfen in München, Berlin abgeschafft werden) oder Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern Wohnraum in Nähe des Arbeitsplatzes zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung stellen (wetten, daß die dann aus den Innenstädten der Großstädte heraus wollen).
Unis in abgehängten Gegenden könnten deutlich größer werden und dort mehr Bafög bezahlt werden.
Und ja, konsequent in dünner besiedelten Gegenden den Nahverkehr auszubauen würde auch helfen.
Ab einem gewissen Punkt hilft halt Bauen auch nicht mehr (wohin denn bitte in München, Stuttgart oder auch Berlin, wo jetzt schon jede Lücke geschlossen wird).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasfred 20.10.2018, 10:20
2. Was spricht gegen Modulbauweise?

Einfamilienhäuser gibt es doch auch schon quasi von der Stange. Viele sind noch abgeschreckt von runtergekommenen Sozialsiedlungen der siebziger und achtziger Jahre. Das lässt sich aber ändern, wenn man strikt auf die Zusammensetzung der Mieter, gute Verkehrsmittel und wohnortnahe Versorgung setzt. Das erhöht die Akzeptanz bedeutend. Flächen nutzen und in die Höhe bauen senkt auch die Kosten pro Quadratmeter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pillorello 20.10.2018, 10:27
3. Serielles Bauen

Das serielle Bauen hatten wir in der DDR. Jetzt muss es wohl wieder erfunden werden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dirkcoe 20.10.2018, 10:29
4. Ich.frage mich

wie lange der Run auf die Städte überhaupt noch anhällt? Wir erinnern uns - vor einigen Jahren war Stadtfucht ins nahe Umland angesagt. Ich vermute das wird wieder kommen. Weil die reine Freude ist das Stadtleben ja nun auch nicht. Schlechte Luft, Parkplatznot und horrende Mieten für nichts - Lebensqualität geht anders.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
drnatas 20.10.2018, 10:33
5. Würde ja gerne bauen / kaufen ...

aber der Staat kassiert ja immer ordentlich mit. Bauplätze werden zu Wucherpreisen verkauft. Bei Bestandsimmobilien wird mit der Grunderwerbssteuer ordentlich abkassiert und der Notar macht sich auch noch die Taschen voll. Da hilft das Bisschen Baukindergeld auch nicht viel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frank57 20.10.2018, 10:37
6. Mietpreisbremse

was für eine sinnlose Aktion gegen die Wohnungsnot! Die Plattenbauten der DDR wurden verschrien und abgerissen, während nunmehr wieder aufgebaut wird! Dummheit ist halt unendlich! 13 Jahre Merkel sind 13 Jahre Versäumnisse in allen Bereichen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
beckalexbeck 20.10.2018, 10:43
7. Spekulation nährt sich selber!!!

Wo kommt bei einer alternden Gesellschaft
und weniger Nachwuchs eigentlich diese enorme Nachfrage von Wohnraum her?
Wieso zieht es immer mehr Menschen in die Stadt, wenn man heute eigentlich dank der "Digitalisierung" von zu Hause arbeiten könnte.
Lagerraum auf dem Lande für Handel ist auf dem Lande viel billiger. Fragen über Fragen!!??
Wird hier weiterhin eine Blase genährt??
Wenn ich nach Berlin Mitte fahre so wirkt die Stadt ab 18:00 Uhr dort wie verlassen. Wenig Lichter an, wenig Autos stehen parken vor der Tür, während es in den Randbezirken um 18:00 Uhr die Straßen immer noch verstopft sind. Alles sehr merkwürdig.
Läßt mich zu den Schluss kommen, dass es eine Nachfrage in Berlin Mitte gibt, die nicht das Ziel hat dort 365 Tage zu wohnen und die Leute nach außen gedrängelt werden.
Was kann man dagegen machen?
Schaut mal nach Dänemark, gutes Beispiel, etwas gegen Spekulation zu tun....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stoffi 20.10.2018, 10:46
8. Wenn ich mir das Foto

zum Artikel anschaue, wird mir Angst und Bang. Das dort keine Kinder ,,Normal" aufwachsen können ist vorprogrammiert. Später wundert man sich dann, warum die Kinder fehlentwickelt, siehe brutal gefühlskalt und ständig aggressiv sind.
,,Artgerechte Haltung" ist bei Tieren stets ein Thema und wo bleibt die menschengerechte Umwelt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
timwev 20.10.2018, 10:48
9. Billiger bauen - und genauso teuer wie bisher vermieten/verkaufen

- und damit noch mehr Profit, das steckt dahinter. Die Lage im Wohnungssektor ist entstanden, weil der Staat - insbesondere die Kommunen - es aufgegeben haben, sich selbst im Wohnungsbereich zu engagieren. Öffentliche Wohnungsgesellschaften wurden mit Massen von Wohnungen an geldgierige Fonds verhökert, die jetzt Bewohner und Bilanzen auspressen wie Zitronen.
Eine Erleichterung von Vorschriften (eine Typzulassung des DIBT gilt in allen Bundesländern) würde zwar möglicherweise die Erstellungkosten verbilligen - diese Ersparnis würde aber nicht weitergereicht werden, da Wohnungen nach Marktlage verkauft werden und nicht zum Selbstkostenpreis.
Vielmehr müssen die MIetwucherparagraphen des BGB ersatzlos gestrichen werden, die zu Mietexplosionen im Bestand führen und zu Luxusmodernisierungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8