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Wohnungsnot in Deutschland: "Bauen, bauen, bauen"
DPA

Was hilft gegen hohe Mieten und knappen Wohnraum? Der Plan der Regierung jedenfalls nicht, sagt der Städte- und Gemeindebund. Es gebe nur eine Lösung.

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mwroer 20.10.2018, 10:52
10.

Zitat von dasfred
Einfamilienhäuser gibt es doch auch schon quasi von der Stange. Viele sind noch abgeschreckt von runtergekommenen Sozialsiedlungen der siebziger und achtziger Jahre. Das lässt sich aber ändern, wenn man strikt auf die Zusammensetzung der Mieter, gute Verkehrsmittel und wohnortnahe Versorgung setzt. Das erhöht die Akzeptanz bedeutend. Flächen nutzen und in die Höhe bauen senkt auch die Kosten pro Quadratmeter.
Verstehe ich auch nicht. Wenn man sich Reihenhaussiedlungen anguckt sieht auch ein Haus aus wie das andere, Fertighäuser im EFH Bereich gibt es sowieso ... warum also nicht bei Mehrfamilienhäusern?

Letztlich ist es doch die Umgebung die eine Betonwüste entstehen lässt und nicht die Form des Hauses - das lässt sich leicht genug optisch aufpeppen.

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MisterD 20.10.2018, 10:56
11. Der Run auf Städte wird lange anhalten...

Zitat von dirkcoe
wie lange der Run auf die Städte überhaupt noch anhällt?(...)
denn eine alternde Gesellschaft muss sich zwangsläufig in Ballungsräumen konzentrieren, da ältere Herrschaften nunmal irgendwann auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückfallen.
Irgendwann kann Oma Erna nicht mehr Auto fahren, selbst wenn sie sich überhaupt noch ein Auto leisten könnte...

Dieser Trend ist in allen Ländern zu beobachten, eine Landflucht wird es, auf absehbare Zeit, nicht geben.

Abgesehen davon... jedem Tierchen sein Pläsierchen... ich fühle mich in der Stadt pudelwohl, das bißchen Abgas, was wir heute noch in der Luft haben, naja. Ich weiß nicht, ob der Duft von Schweinegülle wesentlich gesünder ist...

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MisterD 20.10.2018, 11:00
12. Harter Tobak...

Zitat von stoffi
zum Artikel anschaue, wird mir Angst und Bang. Das dort keine Kinder ,,Normal" aufwachsen können ist vorprogrammiert. Später wundert man sich dann, warum die Kinder fehlentwickelt, siehe brutal gefühlskalt und ständig aggressiv sind. ,,Artgerechte Haltung" ist bei Tieren stets ein Thema und wo bleibt die menschengerechte Umwelt?
letztlich unterstellen Sie einer ganzen Generation, die in Platten- und und Reißbrettstädten aufgewachen ist, dass sie zu asozialen Vollidioten herangewachsen sind...

Ich bin tatsächlich in so einer "Sozialsiedlung" groß geworden und habe seltsamerweise keinen Schaden davongetragen. Ausbildung und Studium mit Auszeichnung, verheiratet, Vater einer Tochter.
Was genau wäre besser gelaufen, wäre ich in einer Stadtvilla in München Schwabing oder Berlin Charlottenburg aufgewachsen?

DORT wäre ich vermutlich der asoziale Vollidiot geworden, den sie hier unterstellen ;)

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unky 20.10.2018, 11:01
13. Tut endlich ´was, ...

... was auch wirklich zu preisgünstigen Wohnungen - und zwar schnell - führt, möchte man der Groko zurufen. Es ist doch einfach nur noch nervtötend, wenn man das saft- und kraftlose Gerede zum Thema Wohnungsnot in den Ballungsgebieten von seiten der Politiker hört. Jeder Versuch, schnell und preiswert zu bauen, die Rechte der Mieter zu stärken und das Spekulieren mit Grund und Boden und Immoblien abzustellen, wird doch sofort von den lobbyhörigen Politikern sofort verwässert. Und heraus kommt so etwas wie die lächerliche Mietpreisbremse. Wenn ich ungehörige Mietsteigerungen vermeiden will, erlasse ich ein Gesetz, wonach die Mietsteigerungen nur in Höhe der Inflationsrate erfolgen dürfen. Ohne 1000 Ausnahmeregelungen. Und wenn ich den Ausverkauf der Immobilien durch Spekulanten stoppen will, verbiete ich den Verkauf an Investmentfonds aus aller Herren Länder. Und gemäß der Devise: Eigentum verpflichtet, erhalten Vermieter klare Vorgaben für den Umgang mit Immobilien und deren Mietern. Bei Nichteinhaltung erfolgen dann auch Bestrafungen. Dann baut keiner mehr? Prima, dann kann ja jeder freie Raum an die städtischen Wohnungsgesellschaften und Genossenschaften gegeben werden. Die bauen auf jeden Fall.

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rumburg 20.10.2018, 11:03
14. Kosten senken

Wird mehr gebaut ( Angebot) reguliert dies den Preis. Erstmal Grunderwerbssteuer abschaffen und degressive Afa, dann brummt es.

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jjgiphone 20.10.2018, 11:07
15. Der Fortschritt ist eine Schnecke.

In der Fläche, auf den Dörfern, gibt es genug sehr Preiswerten Wohnraum um 4,50€ pro qm. Die Dörfer entvölkern sich. Wo einmal 2000 Menschen wohnten, wo es den Schlachter, den Tante Emma Laden, die Gaststätte und den Bäcker gab, ist nichts mehr. Es gibt jetzt Ferienwohnungen in Landschaftlich schöner Umgebung. Im Rentenalter ziehen die Menschen aus der Stadt wieder aufs Land, da sie sich die teuren Wohnungen nicht mehr leisten können und aber auch die Ruhe suchen. Und die Jüngeren, die in den Büro’s vor dem Computer sitzen, die sich Morgens durch den Berufsverkehr quälen, sie könnten diese Arbeit auch von zu Hause aus leisten. Technisch kein Problem. Das spart Zeit und Geld. Keine Autoschlange morgens in die Stadt und des Abends das gleiche retour. Nur der Vorgesetzte kann den Mitarbeiter nicht mehr direkt kontrollieren.
Und darum wird es vermutlich noch eine Ewigkeit dauern bis sich das durchsetzt. Der Fortschritt ist eine Schnecke.

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mimas101 20.10.2018, 11:15
16. tststs

Jetzt wird die Platte auch im Westen salonfähig.
Aber wäre es nicht besser Firmen selbst Werkswohnungen bauen zu lassen (war mal todschick in den 60ern gewesen)? Ruck zuck wären die dann dort wo noch Platz ist: In der flachen Provinz).

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helmut.alt 20.10.2018, 11:17
17. Was machen denn die Münchner,

an einem schönen Wochenende? Diejenigen, die es sich leisten können verlassen fluchtartig die Stadt in Richtung Süden und verstopfen alle Verkehrsverbindungen. Das ist doch ein Hinweis dafür, dass das Leben auf dem Land attraktiv ist. Gute Verkehrsanbindungen, home-office für Beschäftigte und online-Versorgungsmöglichkeiten für Daheimgebliebene tragen doch enorm zur Problemlösung bei.

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stoffi 20.10.2018, 11:19
18.

Zitat von MisterD
letztlich unterstellen Sie einer ganzen Generation, die in Platten- und und Reißbrettstädten aufgewachen ist, dass sie zu asozialen Vollidioten herangewachsen sind... Ich bin tatsächlich in so einer "Sozialsiedlung" groß geworden und habe seltsamerweise keinen Schaden davongetragen. Ausbildung und Studium mit Auszeichnung, verheiratet, Vater einer Tochter. Was genau wäre besser gelaufen, wäre ich in einer Stadtvilla in München Schwabing oder Berlin Charlottenburg aufgewachsen? DORT wäre ich vermutlich der asoziale Vollidiot geworden, den sie hier unterstellen ;)
Ich bin in Charlottenburg aufgewachsen und kenne die Plattenbauten in Magdeburg sehr gut. Dort haben eine zeitlang Verwandte gewohnt, die froh waren, als sie umziehen konnten

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pejoachim 20.10.2018, 11:23
19. Es war ein hoher Preis ...

... den Plattenbau ideologisch zu verdammen. Nur industrielle Fertigungsmethoden für Wohnungen können die Wohnungsnot in den Großstädten mildern. Mietpreisbremsen sind nicht marktkonform, denn damit wird im schlechtesten Fall das Vermieten unrentabel, was zu einem verminderten Angebot führt. Angeblich sozial engagierten Parteien und Gruppierungen scheint ökonomisches Denken fremd zu sein.

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