Forum: Wirtschaft
Wohnungsnot in Deutschland: "Bauen, bauen, bauen"
DPA

Was hilft gegen hohe Mieten und knappen Wohnraum? Der Plan der Regierung jedenfalls nicht, sagt der Städte- und Gemeindebund. Es gebe nur eine Lösung.

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friwi1 20.10.2018, 14:30
50. In letzter Zeit werden auch sozial Unschwache runtergereicht

aber viele sind gleichzeitig dabei sich zu begruenden !
Das " Politikum Bauen" ist eine lokale/regionale Arbeitsbeschaffungsmassnahme, um Handwerk zu Auftraegen zu verhelfen z.B. mit Konjunkturpaketen mit fehlender Gegenfinanzierung= deshalb Zusatzverschuldung, amtliche Bodenwerte(und somit Steuereinnahmen) hochzuhalten und die BIP/Vermoegensstatistik zu verschoenern, unabhaengig der inneren Werthaltigkeit( wenn der Boden selbst schon kreditiert wird, unabhaengig ob un-/erschlossen,welche AfA-Quoten ansetzen, progressiv oder linear ?! RUECKWIRKEND ?)

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marclarsen 20.10.2018, 14:34
51.

Zitat von stoffi
zum Artikel anschaue, wird mir Angst und Bang. Das dort keine Kinder ,,Normal" aufwachsen können ist vorprogrammiert. Später wundert man sich dann, warum die Kinder fehlentwickelt, siehe brutal gefühlskalt und ständig aggressiv sind. ,,Artgerechte Haltung" ist bei Tieren stets ein Thema und wo bleibt die menschengerechte Umwelt?
Seltsam...was Sie da schreiben....ich kenne das anders:
Ich bin 70-80er Jahre in einem Vorort von FFM in einem solchen Komplex aufgewachsen. Wir hatten eine sehr schöne Kindheit, der Wald war über die Straße, nach der Schule sofort mit den Fahrrädern in den Wald, am Fischhteich nach Kaulquappen "gejagt" im Tannenwald ein Holzverhau gebaut...usw....und was haben wir alles mit dem Fahrrad für Strecken bewältigt....
Vielleicht haben sich auch die Zeiten geändert.....das wird´s wohl sein. Wir hatten damals auch kein Handy, es hieß nur: um Sieben gibt´s Abendbrot und wenn wir beim Radfahren auf die Fresse gefallen sind, egal :-) Ein Freund ist mal vom Vordach des Eingangs gefallen, ein Bein und ein Arm gebrochen....Anzeige oder Schadenersatz an den Wohnungeigentümer? Nein :-) Er hat einfach Pech gehabt mit seinem Sturz :-)
Am nächsten Tag bin ich 20 Minuten zum Bus in die Schule gelaufen. Wenn ich den Bus nach der Schule dann verpasst habe, musste ich meine Zeit 3 Stunden in Darmstadt vertreiben.
Herrlich war´s :-)

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Dr. Kilad 20.10.2018, 14:41
52. Wohnraum muss bezahlbar bleiben

Und hier liegt Landsberg voll daneben. Gebaut wird ja permanent. Aber trotzdem wird es immer teurer. Erfolgreicher wäre mehr Schutz der Mieter und ein Verbot von Wohneigentum als Anlageobjekt.

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k70-ingo 20.10.2018, 14:53
53.

Zitat von dirkcoe
wie lange der Run auf die Städte überhaupt noch anhällt? Wir erinnern uns - vor einigen Jahren war Stadtfucht ins nahe Umland angesagt. Ich vermute das wird wieder kommen. Weil die reine Freude ist das Stadtleben ja nun auch nicht. Schlechte Luft, Parkplatznot und horrende Mieten für nichts - Lebensqualität geht anders.
Hier am Ruhrgebietsrand hält die Stadtflucht ununterbrochen an. Der Grund ist nicht die bessere Verfügung von preiswerterem Bauland -in den Ruhrstädten gibt es günstige Immobilien und reichlich Platz en masse-, sondern die merklich zunehmende Verprollung plus (drücken wir es mal höflich aus- Unzulänglichkeiten in der öffentlichen Verwaltung.

Dafür werden längere Pendelstrecken und mangelhafter ÖNV in Kauf genommen, bzw. sind nicht wichtig, da es sich bei den Stadtflüchtlingen um Besserverdiener handelt, die üblicherweise alle Fahrten mit dem Auto machen.

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k70-ingo 20.10.2018, 14:57
54.

Zitat von frank57
was für eine sinnlose Aktion gegen die Wohnungsnot! Die Plattenbauten der DDR wurden verschrien und abgerissen, während nunmehr wieder aufgebaut wird! Dummheit ist halt unendlich! 13 Jahre Merkel sind 13 Jahre Versäumnisse in allen Bereichen!
Die DDR-Plattenbauten, die abgerissen wurden und werden, stehen nicht in Berlin, sondern in ausblutenden Landstrichen weitab von Metropol-, gar Boomregionen.

Was Merkel damit zu tun haben soll, wissen nur Sie.

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k70-ingo 20.10.2018, 15:00
55.

Zitat von unky
... was auch wirklich zu preisgünstigen Wohnungen - und zwar schnell - führt, möchte man der Groko zurufen. Es ist doch einfach nur noch nervtötend, wenn man das saft- und kraftlose Gerede zum Thema Wohnungsnot in den Ballungsgebieten von seiten der Politiker hört. Jeder Versuch, schnell und preiswert zu bauen, die Rechte der Mieter zu stärken und das Spekulieren mit Grund und Boden und Immoblien abzustellen, wird doch sofort von den lobbyhörigen Politikern sofort verwässert. Und heraus kommt so etwas wie die lächerliche Mietpreisbremse. Wenn ich ungehörige Mietsteigerungen vermeiden will, erlasse ich ein Gesetz, wonach die Mietsteigerungen nur in Höhe der Inflationsrate erfolgen dürfen. Ohne 1000 Ausnahmeregelungen. Und wenn ich den Ausverkauf der Immobilien durch Spekulanten stoppen will, verbiete ich den Verkauf an Investmentfonds aus aller Herren Länder. Und gemäß der Devise: Eigentum verpflichtet, erhalten Vermieter klare Vorgaben für den Umgang mit Immobilien und deren Mietern. Bei Nichteinhaltung erfolgen dann auch Bestrafungen. Dann baut keiner mehr? Prima, dann kann ja jeder freie Raum an die städtischen Wohnungsgesellschaften und Genossenschaften gegeben werden. Die bauen auf jeden Fall.
Die Groko hat keinerlei Grundlage und Handhabe, im Bereich des kommunalen Wohnungsbaus tätig zu werden.

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k70-ingo 20.10.2018, 15:06
56.

Zitat von r_saeckler
Ach Gottchen, Sie haben ja soooo recht...! Aber mal konkret: Muss denn unbedingt - nur mal so als Beispiel! - im total überlaufenen München die nach Studierenden zweit- und zusätzlich auch noch die neuntgrößte Uni Deutrschlands angesiedelt sein? Sowohl nach Platz und Ausbaumöglichkeiten wie auch nach Herstellung von nötigem Wohnraum gäbe es selbst wenn man im Bundesland bliebe unendlich viele Hinterlandregionen die sich anbieten würden. So - und nun überlegen Sie mal, was der Landesregierung und den sie tragenden Parteien drohen würde, würde per ordre de mufti dieser ganzue Unikomplex auf's platte Land versetzt! Gut, und nun wiederholen wir das Gedankenexperiment mit der bekannten Autoschmiede BMW! Die braucht zwar u. U. Bahnanschluss und wohl auch einen großen 50 km-Einzugsbereich aus dem die Mitarbeiter zur Arbeit strömen - aber beides wäre locker auch irgendwo im Hinterland zu verwirklichen... Was, glauben Sie wohl, wäre die politische Zukunft der Minister etc., die BMW aus München weg nach Hintertupfingen komplimentierten?! Soviel, Verehrtester zu Ihrem "könnte, sollte, müßte"!
BMW produziert seit 50 Jahren, seit der Übernahme von Glas, auch in Dingolfing.

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k70-ingo 20.10.2018, 15:09
57.

Zitat von spmc-12355639674612
Die Frage nach der Zukunft unserer Mobilität (Auto, ÖPNV, Zug-Fernverkehr, Fliegerei) wird dafür sorgen, dass der Zuzug in die Großstädte weiterhin anhält. Viele junge Leute verzichten heute bereits auf ein eigenes KFZ und nutzen ÖPNV, Carsharing, Billigflieger etc. Das ist erstens billiger und reduziert die persönlichen Fixkosten - es ist also ein durchaus intelligentes Verhalten und funktioniert innerhalb Deutschlands in Berlin besonders gut. Von einer "Stadtflucht" würden naturgemäß ja auch praktisch nur die Speckgürtel um die Großstädte profitieren. Diese findet auch in begrenztem Rahmen bereits statt, getrieben von hohen Preisen für das Wohnen in den Städten. Man profitiert von der städtischen Infrastruktur und der Arbeitsplatzdichte z. T. immer noch, nimmt für niedrigere Wohnpreise aber längere Fahrstrecken und den Besitz eines eigenen KFZ in Kauf. Unter dem Strich - besonders wenn man tägliches Pendlerdasein als verlorene Lebenszeit einstuft - lohnt sich das aber nicht.
Hier im Ruhrgebiet hat die unvermindert anhaltende Stadtflucht nichts mit hohen Bauland- oder Immobilienpreisen in den Städten zu tun (im Umland ist es nicht selten teurer).
Vielmehr entfliehen Besserverdiener der städtischen Verprollung.

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freudentanz 20.10.2018, 15:16
58. Genau so ist es

Zitat von pejoachim
... den Plattenbau ideologisch zu verdammen. Nur industrielle Fertigungsmethoden für Wohnungen können die Wohnungsnot in den Großstädten mildern. Mietpreisbremsen sind nicht marktkonform, denn damit wird im schlechtesten Fall das Vermieten unrentabel, was zu einem verminderten Angebot führt. Angeblich sozial engagierten Parteien und Gruppierungen scheint ökonomisches Denken fremd zu sein.
Sozialwohnungen kosten auf Generationen ein Wahnsinnssteuergeld und die Motivation der Bewohner ist gleich Null sich "dort" herauszuarbeiten. Ausserdem gibt es keine rechtliche Handhabe den Bewohnern die marktübliche Miete "aufzubrummen" wenn diese mehr verdienen wie zB in München. Diese 5-Stockwerk Bauwerke in Innenstädten könnten problemlos aufgestockt werden und Hundeparks könnten verdichtet werden. Das Stadtleben hat seinen Preis. So oder so.

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In-Golf 20.10.2018, 15:43
59. Bauen, bauen, bauen:

stand hier im Forum zu jeder der letzten "Mietreform". Die alle etwas gemein hatten. Sie haben nichts gebracht.

Bei der letzten ging es darum, die Makler zu schikanieren und um eine Mietbremse, die den Vermieter bei einer Mieterhöhungen bei Neuvermietung mit einem Bein ins Gefängnis brachte. Erfolg: im Bestand wurden die Mieten in Rahmen des Mietrechts erhöht, dass es krachte und die Bestandsmieten durch die Decke schossen. Die Mieten im Bestand wurden den Marktmieten angepasst. So erzwang die Politik diese Mieterhöhung. Die Zeche zahlten die Mieter. q.e.d.

Den kompletten Misserfolg dieser Reform sieht man an der neuen Reform.

Es sieht so aus, dass der Mietwohnungsmarkt ohne Politik in Deutschland besser funktionieren würde als mit diesen Reformen á la DDR der SED, ääh SPD. Denen die Wähler noch knapper wurden als die Wohnungen, die sie betreuten. Der Deppenfang hat wohl nicht so ganz funktioniert.

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