Forum: Wirtschaft
Wohnungsnot in Deutschland: "Bauen, bauen, bauen"
DPA

Was hilft gegen hohe Mieten und knappen Wohnraum? Der Plan der Regierung jedenfalls nicht, sagt der Städte- und Gemeindebund. Es gebe nur eine Lösung.

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MichaelundNilma 20.10.2018, 15:56
60. Unkenntnis wuchert wie Unkraut

Zitat von timwev
- und damit noch mehr Profit, das steckt dahinter. Die Lage im Wohnungssektor ist entstanden, weil der Staat - insbesondere die Kommunen - es aufgegeben haben, sich selbst im Wohnungsbereich zu engagieren. Öffentliche Wohnungsgesellschaften wurden mit Massen von Wohnungen an geldgierige Fonds verhökert, die jetzt Bewohner und Bilanzen auspressen wie Zitronen. Eine Erleichterung von Vorschriften (eine Typzulassung des DIBT gilt in allen Bundesländern) würde zwar möglicherweise die Erstellungkosten verbilligen - diese Ersparnis würde aber nicht weitergereicht werden, da Wohnungen nach Marktlage verkauft werden und nicht zum Selbstkostenpreis. Vielmehr müssen die MIetwucherparagraphen des BGB ersatzlos gestrichen werden, die zu Mietexplosionen im Bestand führen und zu Luxusmodernisierungen.
Offenbar gehören Sie zu denjenigen welche von Wohnungsmarkt und Vermietung keine Ahnung haben. Ich will sicher nicht in Abrede stellen, das es sowohl unter Vermietern als auch Mietern Leute gibt die andere skrupelos ausbeuten. Allein schon folgende Tatsachen sollten reichen, um Sie zu wiederlegen. Mieter müssen einer Mieterhöhung Ihres Vermieters zustimmen. Ohne Zustimmung keine Mieterhöhung. Dazu gibt es die Mietpreis - und die Kappungsgrenze. Ferner darf ich daran erinnern, das sozial eingestellte Vermieter vom Finanzamt fiskalisch belangt werden können, wenn der Gewinn (Mietrendite) zu gering ausfällt. Dann muß der Vermieter Steuern auf fiktive Mieten an das Finanzamt leisten, weil der Staat eine zu geringe Miete als Hobby ansieht. Unabhängig davon hat das Verfassungsgericht Vermietern den Anspruch auf eine auskömmliche Mietrendite ausdrücklich zugestanden. Sie arbeiten doch sicher auch nicht umsonst.

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MichaelundNilma 20.10.2018, 16:03
61. Welch eine unsinnige Forderung

Zitat von unky
... was auch wirklich zu preisgünstigen Wohnungen - und zwar schnell - führt, möchte man der Groko zurufen. Es ist doch einfach nur noch nervtötend, wenn man das saft- und kraftlose Gerede zum Thema Wohnungsnot in den Ballungsgebieten von seiten der Politiker hört. Jeder Versuch, schnell und preiswert zu bauen, die Rechte der Mieter zu stärken und das Spekulieren mit Grund und Boden und Immoblien abzustellen, wird doch sofort von den lobbyhörigen Politikern sofort verwässert. Und heraus kommt so etwas wie die lächerliche Mietpreisbremse. Wenn ich ungehörige Mietsteigerungen vermeiden will, erlasse ich ein Gesetz, wonach die Mietsteigerungen nur in Höhe der Inflationsrate erfolgen dürfen. Ohne 1000 Ausnahmeregelungen. Und wenn ich den Ausverkauf der Immobilien durch Spekulanten stoppen will, verbiete ich den Verkauf an Investmentfonds aus aller Herren Länder. Und gemäß der Devise: Eigentum verpflichtet, erhalten Vermieter klare Vorgaben für den Umgang mit Immobilien und deren Mietern. Bei Nichteinhaltung erfolgen dann auch Bestrafungen. Dann baut keiner mehr? Prima, dann kann ja jeder freie Raum an die städtischen Wohnungsgesellschaften und Genossenschaften gegeben werden. Die bauen auf jeden Fall.
Wenn Sie Mietsteigerung nur inflationsbereinigt zulassen, dürfen sie das auch nur bei den Löhnen der Handwerksbetriebe. Oder glauben Sie das Material - und Maschinenkosten, Löhne, Preise, Rohstoffpreise im Bauhandwerk stagnieren ?

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m.gu 20.10.2018, 16:15
62. Doch das Hauptproblem heute liegt doch eindeutig daran, dass

Zitat von MichaelundNilma
Offenbar gehören Sie zu denjenigen welche von Wohnungsmarkt und Vermietung keine Ahnung haben. Ich will sicher nicht in Abrede stellen, das es sowohl unter Vermietern als auch Mietern Leute gibt die andere skrupelos ausbeuten. Allein schon folgende Tatsachen sollten reichen, um Sie zu wiederlegen. Mieter müssen einer Mieterhöhung Ihres Vermieters zustimmen. Ohne Zustimmung keine Mieterhöhung. Dazu gibt es die Mietpreis - und die Kappungsgrenze. Ferner darf ich daran erinnern, das sozial eingestellte Vermieter vom Finanzamt fiskalisch belangt werden können, wenn der Gewinn (Mietrendite) zu gering ausfällt. Dann muß der Vermieter Steuern auf fiktive Mieten an das Finanzamt leisten, weil der Staat eine zu geringe Miete als Hobby ansieht. Unabhängig davon hat das Verfassungsgericht Vermietern den Anspruch auf eine auskömmliche Mietrendite ausdrücklich zugestanden. Sie arbeiten doch sicher auch nicht umsonst.
Millionen von Rentner und Beschäftigten vom Staat zu wenig Geld für Mietzahlung und zum Leben erhalten. Die Folge viele Menschen können die Mieten nicht mehr bezahlen. Daraus folgend siehe Tatsache Quelle: "Wohnungslosigkeit - 860 000 Menschen haben in Deutschland keine Wohnung." Stand Anfang 2017, Ende 2018 werden es bereits ca. 1,2 Millionen Wohnungslose sein. Jeder 2. wohnungslose Europäer ist heute inzwischen ein Deutscher, siehe Fakt Quelle: "Deutschland hat die meisten Obdachlosen." Bauen, bauen, bauen allein nützt wenig wenn weiterhin 8,6 Millionen Rentner weniger als 800 Euro im Monat für Mietzahlung und zum Leben vom Staat erhalten, Hungerrenten. Wer nicht verhungern will, sich schämt zu den Tafeln zu gehen spart an der Mietzahlung. Das betrifft natürlich auch Millionen von Beschäftigten die mit ihren niedrigen Löhnen bzw. Gehältern die hohen Mieten nicht mehr stemmen können. Denn jetzt und heute gibt es bereits ca. 29,5 Millionen Arme in unserem Land, siehe Quelle: "Die reale Armut in Deutschland 2018." Die Hauptschuld liegt eindeutig bei den Politikern der GroKo, auf keinen Fall bei den Rentnern und den Beschäftigten mit niedrigen Löhnen und Gehältern.

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friwi1 20.10.2018, 16:34
63. Die Volks-wie Betriebswirtschaft hat sehr viele Freiheiten,

diese dem allgemeinem Buerger nicht bekannt, neben Negativvermoegen auch den
Negativzins, so hier im Befgriff "Mietzins" ebenso vorfindend.
So ist reziprok der " auskoemmlichen Mietrendite an den Vermieter" jederzeit
volkswirtschaftlich auch die " auskoemmliche Anmietungsrendite seitens des Mieters" gleichgestellt, der Vermieter zahlt ! Verfassungskonform.
Naeheres : eherne Zinsgesetz

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spmc-12355639674612 20.10.2018, 16:55
64. Ich möchte jetzt

Zitat von k70-ingo
Hier im Ruhrgebiet hat die unvermindert anhaltende Stadtflucht nichts mit hohen Bauland- oder Immobilienpreisen in den Städten zu tun (im Umland ist es nicht selten teurer). Vielmehr entfliehen Besserverdiener der städtischen Verprollung.
keine Witze auf Kosten der Einwohner des Ruhrgebietes machen, aber wenn ich in Oberhausen wohne und mich an der Stadtflucht beteiligen will, wohin fliehe ich dann? Haltern am See wäre mir etwas zu weit weg. Und eine Flucht von Dortmund nach Schwerte klingt auch nicht nach einer richtigen Stadtflucht. Wer es sich leisten kann bzw. ein sich ein Häuschen im Grünen wünscht, flieht ja höchstens an den Stadtrand bzw. in die kleineren Städte, in denen die Häuser tatsächlich deutlich weniger kosten (wie z. B. in Recklinghausen). Allerdings muss man gerechterweise dazu auch sagen, dass das Ruhrgebiet zu den Teilen Deutschlands gehört, in denen man in den Großstädten einen relativ geringen Anteil des Einkommens für das Wohnen ausgeben muss.

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friwi1 20.10.2018, 17:27
65. 62. Sowas lese ich gerne, geehrter Forist !

Nun also, Sie- als Teil des Staates-sind wieviel bereit mehr zu zahlen, um den von Ihnen erwaehnten Personenbereich, nach Verwaltungskostenaufwand=Opportunitaetskosten, einen wertvollen Mehrwert in
natural-oder monetaerer Form zu erbringen ?
Zuviel/zuwenig: welchen Sozialkostenindex soll man nun dazu als Leitkultur-Standart annehmen, den der United.Nations oder der E.U. ?
Also als Basis- oder auch Grund-Einkommen genannt , in der Wirtschaft: als Fixum
gefuehrt : hmm, reale Zahl basierend der kontrollierten Marktpreise und gesunder BE-Ernaehrung : ------------------
600 Euros liquide pro Monat x 12 K.-Monate= 7200 Euros per annum ---------------
Sechshundert Euros bar pro Monat, einzige Bedingung/Konditionierung: Sozialkostenfrei .
In einigen E.U.-Staaten Norm, auch Euro-Waehrungssystem-Teilnahmestaaten.

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jufo 20.10.2018, 17:43
66. Kommunaler Wohnungsbau

Für Privatinvestoren sind preiswerte Wohnungen wenig attraktiv, die baut man nur unter Zwang (und dann lieber Büros). Kommunen können die Belegung ihres Wohnungsbestands steuern und durch ein attraktives Umfeld die soziale Spannungen dämpfen.

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r_saeckler 20.10.2018, 17:59
67. Na wunderbar!

Zitat von k70-ingo
BMW produziert seit 50 Jahren, seit der Übernahme von Glas, auch in Dingolfing.
Dann schaffen Sie bzw. die von Ihnen gewählte[n] Partei[en] es sicher ganz easy, die ganze Bayerische Motoren Werke AG vom Münchener Petuelring 130 nach Dingolfing zu migrieren - also wohlgemerkt einschl. der Dicke-Teppiche-Etagen?
Oder doch nicht?
Also was genau wollten Sie mit Ihrer völlig am Thema vorbeigehenden Anmerkung sonst ausdrücken...?

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k70-ingo 20.10.2018, 18:12
68.

Zitat von spmc-12355639674612
keine Witze auf Kosten der Einwohner des Ruhrgebietes machen, aber wenn ich in Oberhausen wohne und mich an der Stadtflucht beteiligen will, wohin fliehe ich dann? Haltern am See wäre mir etwas zu weit weg. Und eine Flucht von Dortmund nach Schwerte klingt auch nicht nach einer richtigen Stadtflucht. Wer es sich leisten kann bzw. ein sich ein Häuschen im Grünen wünscht, flieht ja höchstens an den Stadtrand bzw. in die kleineren Städte, in denen die Häuser tatsächlich deutlich weniger kosten (wie z. B. in Recklinghausen). Allerdings muss man gerechterweise dazu auch sagen, dass das Ruhrgebiet zu den Teilen Deutschlands gehört, in denen man in den Großstädten einen relativ geringen Anteil des Einkommens für das Wohnen ausgeben muss.
Ich meine in der Tat den unmittelbaren Speckgürtel, die an die großen Städte grenzenden Dörfer und Kleinstädte. Darunter sind Orte, in denen die einstmalige ländliche Struktur zwar durch die Stadtflüchtlinge aufgeweicht wird -mancherorts stellen sie schon die Mehrheit-, wo die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse aber weiterhin merklich besser als in den Ruhrstädten sind.

Es wird hier schon eng, denn einige Orte dürfen sich wegen der Lage in Naturschutzgebieten nicht in der Fläche ausbreiten, so daß verdichtet wird. In meinem Dorf wurden etliche größere Einfamilienhausgrundstücke (>800 qm) geteilt und in den vormaligen Garten Zwei- bis Vierfamilienhäuser gesetzt. Manchmal wird das 50er- bis 70er Jahre-EFH auch gleich weggeschoben.

Diese neuen Wohnhäuser sind fast alle gehobener Standard und gehen weg wie nix - und das oft unter der Hand über Kontakte. Die Schaukästen und Webseiten der Immobilenmakler sind leer, und ab und zu haben wir "Du wolle Haus verkaufe?"-Flyer im Briefkasten.
Das sind völlig andere Verhältnisse als in nahen Städten, wo on nicht do guten Vierteln leerstehende Mehrfamilienhäuser einfachen Standards abgerissen werden, weil die Wohnungen keine Mieter mehr finden.

Sie haben recht, im Ruhrgebiet eine einfache, preiswerte Wohnung zu finden ist kein Problem. Knapper und mit merklichen Preisteigerungen behaftet ist hingegen das gehobene und Premiumsegment.

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k70-ingo 20.10.2018, 18:19
69.

Zitat von m.gu
Millionen von Rentner und Beschäftigten vom Staat zu wenig Geld für Mietzahlung und zum Leben erhalten. Die Folge viele Menschen können die Mieten nicht mehr bezahlen. Daraus folgend siehe Tatsache Quelle: "Wohnungslosigkeit - 860 000 Menschen haben in Deutschland keine Wohnung." Stand Anfang 2017, Ende 2018 werden es bereits ca. 1,2 Millionen Wohnungslose sein. Jeder 2. wohnungslose Europäer ist heute inzwischen ein Deutscher, siehe Fakt Quelle: "Deutschland hat die meisten Obdachlosen." Bauen, bauen, bauen allein nützt wenig wenn weiterhin 8,6 Millionen Rentner weniger als 800 Euro im Monat für Mietzahlung und zum Leben vom Staat erhalten, Hungerrenten. Wer nicht verhungern will, sich schämt zu den Tafeln zu gehen spart an der Mietzahlung. Das betrifft natürlich auch Millionen von Beschäftigten die mit ihren niedrigen Löhnen bzw. Gehältern die hohen Mieten nicht mehr stemmen können. Denn jetzt und heute gibt es bereits ca. 29,5 Millionen Arme in unserem Land, siehe Quelle: "Die reale Armut in Deutschland 2018." Die Hauptschuld liegt eindeutig bei den Politikern der GroKo, auf keinen Fall bei den Rentnern und den Beschäftigten mit niedrigen Löhnen und Gehältern.
Inwiefern hat die Groko schuld, wenn Betroffene es über ein 30, 40 Jahre dauerndes Erwerbsleben hinweg nicht schaffen, ein auskömmliches Einkommen zu erreichen?

An Art und Höhe meiner Rentenansprüchen und sonstiger Altersversorgungen und denen meines familären Umfeldes hat jedenfalls die Groko nicht schuld, und auch sonst keine Bundesregierung.

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