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Wohnungsnot in Deutschland: "Bauen, bauen, bauen"
DPA

Was hilft gegen hohe Mieten und knappen Wohnraum? Der Plan der Regierung jedenfalls nicht, sagt der Städte- und Gemeindebund. Es gebe nur eine Lösung.

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spmc-12355639674612 20.10.2018, 19:21
70. Vermietungen

Zitat von MichaelundNilma
Offenbar gehören Sie zu denjenigen welche von Wohnungsmarkt und Vermietung keine Ahnung haben. Ich will sicher nicht in Abrede stellen, das es sowohl unter Vermietern als auch Mietern Leute gibt die andere skrupelos ausbeuten. Allein schon folgende Tatsachen sollten reichen, um Sie zu wiederlegen. Mieter müssen einer Mieterhöhung Ihres Vermieters zustimmen. Ohne Zustimmung keine Mieterhöhung. Dazu gibt es die Mietpreis - und die Kappungsgrenze. Ferner darf ich daran erinnern, das sozial eingestellte Vermieter vom Finanzamt fiskalisch belangt werden können, wenn der Gewinn (Mietrendite) zu gering ausfällt. Dann muß der Vermieter Steuern auf fiktive Mieten an das Finanzamt leisten, weil der Staat eine zu geringe Miete als Hobby ansieht. Unabhängig davon hat das Verfassungsgericht Vermietern den Anspruch auf eine auskömmliche Mietrendite ausdrücklich zugestanden. Sie arbeiten doch sicher auch nicht umsonst.
gehören interessanterweise - das haben Sie wunderbar beschrieben - zu den wenigen Anlageformen, in denen man seine Rendite ungestraft selbst erhöhen darf, wenn auch nur innerhalb bestimmter Grenzen.
Was die Zustimmung des Mieters zur Mieterhöhung betrifft, ist es allerdings so, dass diese, wenn die neue Miete sich im gesetzlichen Rahmen bewegt und korrekt mit Mietspiegel und Kappungsgrenze ermittelt wurde, erfolgen muss, d. h. der Mieter hat gar keine reelle Möglichkeit, die Zustimmung zu verweigern. Wird sie nicht erteilt, kann sie eingeklagt werden. Der Mieter ist also diesbezüglich in einer relativ schwachen Position.
Nachdem ja die Kaufpreise in den letzten 4-5 Jahren wegen der niedrigen Darlehenszinsen einen sehr deutlichen Anstieg erlebt haben, ist zu erwarten, dass die Vermieter die Mieten in den nächsten Jahren weiter zu erhöhen versuchen werden, bis die Netto-Mietrenditen in den Großstädten wieder im Bereich von 3,5%-4,5% angekommen sind, wo sie bei Beginn der Niedrigzinsphase ungefähr lagen. Das heißt aber, dass die Mieten in den Großstädten mindestens bis ca. 2025 weiter um durchschnittlich ca. 4-5% pro Jahr steigen könnten, bevor sich der Bevölkerungsrückgang - sofern es bis dahin einen geben wird - bemerkbar macht.

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lafindl 20.10.2018, 21:50
71. Bauen hilft nur bedingt

Je mehr gebaut wird desto höher sind die Preise. Das viele Schwarzgeld will gewaschen werden.

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redwed11 21.10.2018, 10:40
72.

Zitat von rumburg
Wird mehr gebaut ( Angebot) reguliert dies den Preis. Erstmal Grunderwerbssteuer abschaffen und degressive Afa, dann brummt es.
Ihre Vorschläge bringen doch keine neuen Wohnungen. Glauben Sie denn im Ernst die Vermieter würden irgendwelche Steuererleichterungen an die Mieter weitergeben. Dieses gesparte Geld würde ausschließlich der Gewinnmaximierung der Vermieter dienen.
Die Lage verbessern würde ausschließlich das Bauen von kommunalen/staatlichen Wohnungsgesellschaften und Baugenossenschaften bringen. Alles Andere würde nur die von Gier getriebenen Unternehmen wie Deutsche Wohnen, Vonovia usw. zu noch mehr Gewinnen verhelfen und die Mieter werden weiter ausgenommen.

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redwed11 21.10.2018, 10:44
73.

Zitat von pejoachim
... den Plattenbau ideologisch zu verdammen. Nur industrielle Fertigungsmethoden für Wohnungen können die Wohnungsnot in den Großstädten mildern. Mietpreisbremsen sind nicht marktkonform, denn damit wird im schlechtesten Fall das Vermieten unrentabel, was zu einem verminderten Angebot führt. Angeblich sozial engagierten Parteien und Gruppierungen scheint ökonomisches Denken fremd zu sein.
Im Moment ist das Vermieten von Wohnungen in den Großstädten nicht unrentabel sonder vergleichbar der Genehmigung zum Gelddrucken. Das mit der angeblich unrentablen Vermietung ist reine Propaganda der Vermieter um noch mehr Rendite aus den Mietern herauszupressen.

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pepe83 21.10.2018, 11:55
74. Es fehlt Bauland

In den Städten gibt es nicht mehr genug Raum zum Bauen. Und immer mehr zu verdichten kann auch keine Lösung sein. Wichtig wäre, das Umland viel besser an die Städte anzubinden und außerdem sollte Arbeiten im Home Office staatlich gefördert werden. Die Leute ziehen meist nicht wegen der Lebensqualität in die Städte, sondern weil sie dort arbeiten.

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friwi1 21.10.2018, 12:34
75. Es gibt das Beduerfnis und den Bedarf als Begriffe

das Beduerfnis entspricht des Ausstattungwunsches, Grund=Existentiell-, Kultur-,
sowie Luxus=Ueberfluessig(mehr als noetig) in Quantitaet und Qualitaet,
dazu dann den Bedarf : der Kaufkraft, also Barmittel als Tauschwerthandelsgut.
Wenn hier zum Beispiel zu lesen ist " Modulbauweise,warum nicht ?!" so ein Hinweis der Ehefrau des emerierten Professors an der Stuttgarter Uni Dipl.-Ing.
Peter Huebner, einer der deutschen Modulbaupioniere im Bereich Alu-/Kunst-/Schaumstoff-Raumzellen,diese selbst ausgebildete Architektin, zitierend ihre Aussage bei einem Telefonat : weil es nicht von Banken und Versicherungen finanziert wird ! Nur am Boden fix installierte Gebaeude !
Oder wird hier mit Modulbau der " vorfabrizierte Fertighaussektor " gemeint ?
Wenn es sich nur um ein temporaeres Problem handelt, Single-Unterkuenfte:
des japanischen Architekten Kisho Kurokawa dessen Capsule-Tower mit den vielen 20qm Einzelwohnkapseln( Groessen-Vergleich: entspricht der WNFL groesserer Wohnwagen und dem hollaendischem "space box"-Konzept)kann eine schnell erreichbare Loesung darstellen, denn diese Tuerme koennen dann wie die Tuerme der Windgeneratoren abgebaut werden !
Temporaeres Bauen mit Rueck-/Abbau-Faehigkeit, oder ueber Module bei einzeln stehenden Haeusern als An-/Ausbau-Haus-Raum-Modul, entsprechend der Familienentwicklung.
Wie lange dauert eine Bauplanung mit letztendlicher Baugenehmigung ?
Eine plangerechte Bauausfuehrung drei-dimensional und vollautomatisch soll zukuenftig, zumindest den gesamten Baukoerper, 184 Quadratmeter WNFL-Flaeche
in 24 Stunden errichten( Contour Crafting,UCLA), diese Zahlen durch chinesisches Unternehmen bestaetigt,ex-UCLA-Student.Dessen ehemaliger UCLA-Professor
Dr. Bherokh Khoshnevis "not amused", Plagiatsvorwurf !

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friwi1 21.10.2018, 13:31
76. Es fehlt Bauland oder jeder qm-Ackerland hat Bauland-Potential

Viele sehen nur das IST und vergessen dabei die Entwicklung.
Heutige Staedte, Metropolen waren ehemals Steppe,Wald und sind erst durch Besiedelung versiegelt worden.
Diesem in umgekehrter Entwicklung finden Luftarchaeologen ehemals Grossstaedte als unterirdische Restartefakte vor.
Wald-/Acker-Bauland hat fuer vieles ein Potential, natur- wie human-wirtschaftlich,
es kann versiegelt werden oder mit " autonomen Wohneinheiten" temporaer besiedelt werden, ohne Bodenveraenderung aber Nutzung :
Wohnparks wie es Camp(=Feld)-ingplaetze darstellen.
"Semi-/Autonomes Wohnen" wie es ein Muenchener Ingenieur namens Dieterle als Konzept vorstellt: " mobile chalet" mit Wohngroessen zwischen 18-40qm=XXL
dazu dann die oesterreichische Konzeption oekologischer Hausinfrastruktur im "Wohnwaggon", vielleicht dazu die energetische Optimierung eines Australiers namens Chalko, mtbest.net, welcher einen Stromverbrauch an 800 Wh pro Tag
propagiert.
Eine Trinkwasserautonomie ist erreichbar durch Luftkondensat-Absorber, zum Beispiel als Airtowater-Systeme bekannt; Grau=Schmutz-Wasser zu Weiss=Trink-Wasser kann mobil recycled werden , indem zum UDSSR-Raumfaehre MIR dessem Wasserkreislauf rueckgegriffen wird ( so machte es eine NASA) oder beim deutschem, ehemaliges "Jugendforscht"-,Team:Preistraeger , Eberspaechter et al.,um deren Bauplan fuer diese mobile Wasser-Klaerwerk/-Recyclings-Anlage erbitten.
Warum nicht dann in Zukunft Boden anmieten, pachten bis hin zur 99-jaehrigen Erbpacht ? Oder kleine Ackerflaechen, 200-500 qm, als Wohn-/Nutzgartenparzellen,so wie von "Dr.Schreber"-Garten-/und Kleinsiedlungen bekannt, eingefuehrt auch aus sozial-(versorgungs)-politischen Gruenden.
Wir sind eine "ordnungspolitische - Nicht duerfen, aber koennen ! "-Gesellschaft geworden, dieses macht viele rabiat-radikal: ICH WILL aber !

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79erdude 06.11.2018, 04:01
77. Antwort auf: Würde ja gerne bauen / kaufen ...

Mach es doch wie die Großen, kaufe nur 94,9% die Gesellschaft die es verkauft und lass 5,1% in der alt Gesellschaft dann lass dich da auch als Geschäftsführer eintragen und schon zahlst du keine Grunderwerbssteuer!

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