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Wohnungsnot in Deutschland: Parkhäuser zu Palästen
christalachenmaier.com

In Großstädten ist Wohnraum knapp. Autoren einer neue Studie schlagen deshalb vor, bestehende Gebäude umzuwidmen: Auf Parkhäusern und Supermärkten könnten mehr als eine Million Wohnungen entstehen - günstiger als Neubauten

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pittiken 28.02.2019, 14:02
120.

Zitat von karl-felix
dass Sie über sich selbst den Kopf schütteln , denn ausser Ihnen glaubt das kein Mensch . Jeder kennt die deutsche Trägheit der Massen und die Macht der Autolobby. Trotzdem , man kann städtebaulich eine Menge für ein gesundes Klima und gegen Feinstaub und Schadstoffbelastung tun . Pars pro toto : " Hunderte begrünte Hochhäuser: In China entsteht die erste Waldstadt der Welt " Leider sind solche kreativen Köpfe in deutschen Stadtplanungsbüros noch in der Minderheit, dort sitzen noch zu viele alte Betonköpfe und Asphaltierer und Macadamisierer. Wo ist denn das Problem , Flachdächer zu begrünen und Solaranlage drauf zu setzen ?, den Abstand der Wohnbebauung zur Strasse hin zu begrünen ?. Ich finde die autofreien Zonen in unserer Stadt prima, das sind viele Quadratkilometer ohne einen einzigen Verkehrstoten . Das hat schon was.
Gesundes Klima in der Stadt, d.h. zwischen den Häusern ausreichend Platz, wo der Wind für ein bisschen Frischluft sorgt, aber doch nicht Nachverdichtung und die Fläche des Biergartens muss auch noch überbaut werden.

Wenn es Ihnen in China so gut gefällt, dann machen Sie doch rüber.

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Schartin Mulz 28.02.2019, 14:22
121. Sie nennen es Murks

Zitat von karl-felix
1)reden von der Städteplanung . Dass im letzten Jahrhundert jede Menge Murks gemacht wurde ist ein offenes Geheimnis, aber für das Gehabte gibts nichts mehr . Es geht um die Stadt der Zukunft und die wird ohne Verbrennungsmotoren mit einem gesunden Stadtklima und viel Grün lebenswerter sein als unsere heutigen Auto-Städte. Schon heute geht der Anteil der Autobesitzern unter jungen Leuten in den Städten rapide zurück. Das Auto wird mehr und mehr zum Verkehrshindernis. Zu groß, zu schmutzig, zu langsam zu behindernd. Ein junger Mensch der sich heute noch ein neues Auto kauft ist schon ein Unikum . 2) Das sehen mehr und mehr Menschen in den Städten anders angesichts der vielen Toten und Verletzten und den Umweltschäden und der Platznot und verzichten auf ein eigenes Auto . In 20 Jahren gibt es in einer deutschen Grossstadt oberirdisch keine Verbrenner mehr. Wozu auch ? Die Berechtigung eines Autos besteht nicht im Stadtbetrieb . Die in München zugelassen Autos passen nicht gleichzeitig auf die Strassen . Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt in der Stadt 18 km/h , bis zu 73 Std/a ( 2 volle Arbeitswochen beim Daimler ) standen die Autos in der Stadt schon im Stau und das wird ungebremst mehr. Zigtausende Tote und Verletzte, Lärm und Luftverschmutzung , Milliarden an Unfallschäden , jedes Auto beansprucht mindestens genausoviel Stadtfläche wie ein Mensch, wozu soll das gut sein ?
Der "Murks" hat zu Wohlstand und Freiheit geführt, von der frühere Generationen nicht zu träumen wagten.
Die Umweltfolgen wurden lange Zeit nicht bedacht, heute sind wir da entschieden weiter. Wenn vor 40 Jahren jemand erzählt hätte, wie die Luft heute in Großstädten asusieht, hääte der das für Science Fiction gehalten.
Und dass junge Leute keine Autos mehr kaufen, ist ein Gerücht, das seit einiger Zeit durch die Medien geistert, aber nicht durch iregndwelche Statistiken bestärigt wird. Ja, es stimmt, dass weniger junge Leute den Führerschein machen. Und weniger ein Auto besitzen als ältere. Aber die absolute Mehrheit der jungen Leute fährt Auto.

Dass Sie sich anmaßen, die "berechtigung" eines Autos im Stadtverkehr zu beurteilen, finde ich schon befremdlich. Udn niemand spricht dasvon, dass alle zugelassenen Autos gelichzeitig auf die Straße passen müssen, was ist das für ein absurdes Argument?
Und mit der Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 km/h bin ich 3 bis 4mal so schnell auf der Arbeit als mit dem ÖPNV.
Was eigentlich wollen Sie mit diesen Zahlen sagen?

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karl-felix 01.03.2019, 14:44
122. Vielen

Zitat von pittiken
Gesundes Klima in der Stadt, d.h. zwischen den Häusern ausreichend Platz, wo der Wind für ein bisschen Frischluft sorgt, 2) aber doch nicht Nachverdichtung 3)Wenn es Ihnen in China so gut gefällt, dann machen Sie doch rüber.
1) Dank für die Zustimmung . Ich fand die Begrünung der Dächer bei uns nicht nur kleinklimatisch sondern auch optisch und sensorisch
einen Fortschritt. Man hatte das Gefühl, wirklich sauberere Luft zu atmen durch die kühlende und filternde Funktion der Pflanzen .

2) Das ist nicht mein Beritt. Die Kinder waren gross und die Elötern bauten halt eine Wohnung obendrauf . Fand ich gut . Half allen störte keinen , verschönerte das Stadtbild und verbesserte das Klima und das Wohlbefinden .
Wer Sien Sie/bin ich , Mitbürgern vorzuschreiben " aber doch nicht .. "

3) Alle Jahre wieder .... Si tacuisses ... .
Ein glänzendes Argument, das die Wohnungssuche in Deutschland deutlich erleichtert. Es geht auch anders, aber so geht es auch .
Eines unserer grösseren Probleme, jedes Jahr verlässt fast eine Million Menschen Deutschland, die nachziehenden Zuwanderer senken dann kurzfristig die Wohnflächen in den Innenstädten, passen aber mit zunehmendem Wohlstand ihre Wohnflächen an die deutschen Verhältnisse an . . .

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karl-felix 01.03.2019, 15:03
123. Sie

Zitat von Schartin Mulz
1)Der "Murks" hat zu Wohlstand und Freiheit geführt, von der frühere Generationen nicht zu träumen wagten. 2)Die Umweltfolgen wurden lange Zeit nicht bedacht, heute sind wir da entschieden weiter. 3)Und dass junge Leute keine Autos mehr kaufen, ist ein Gerücht, das seit einiger Zeit durch die Medien geistert, aber nicht durch iregndwelche Statistiken bestärigt wird. Ja, es stimmt, dass weniger junge Leute den Führerschein machen. Und weniger ein Auto besitzen als ältere. 4) dass alle zugelassenen Autos gelichzeitig auf die Straße passen müssen, was ist das für ein absurdes Argument?
1) Sie irren . Der Abriss/Sprengung zehntausender völlig intakter Wohnungen hat nur zu einem Verlust an preiswertem Wohnraum geführt und die Preise für alle Mieter in die Höhe getrieben . Der Gewinn weniger Vermieter konnte diesen Wohlstandsverlust der Masse nicht ausgleichen .

2) Danke für die Zustimmung .


3) Vertrauen Sie Ihren eigenen Augen und Ohren und Ihrem eigenen Verstand. Informieren Sie sich bei Daimler und Mercedes über die Zunahme des Carsharings und über das Alter der Neuwagenkäufer.
50% der Neuwagenkäufer sind Firmen , mehr als die Hälfte der restlichen 50% Neuwagenkäufer sind deutlich über 50 Jahre alt .
Das Alter der Führerscheinneulinge in den Städten steigt stetig .
Aber wer bin ich , Ihnen zu widersprechen , Sie tun es ja selber. Vielen Dank für die Zustimmung , weniger Führerscheine und weniger Neuwagenkäufe durch junge Leute bei deutlich gestiegenem Carsharing . Das ist kein Gerücht sondern Fakt.

4) Sie finden es absurd, dass wir in den Städten ein Platzproblem haben ? Das ist nicht absurd sondern Fakt . Bis zu 83 Std/a Stau, bis zu 30 Min Parkplatzsuchverkehr. Das Auto ist in der Stadt ein völlig ungeeignetes Vehikel, zuviel Platzbedarf, zu schmutzig ,zu laut , zu langsam , zu gefährlich, zu unflexibel . Was machen Sie am Flughafen/am Bahnhof mit Ihrem Auto wenn Sie 14 Tage unterwegs sind ? Der ICE verlässt den Flughafen ohne Sie, Ihr Auto nur ganz selten .

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Groundspoiler 05.03.2019, 15:20
124. Parkhäuser zu Palästen...

...schöne Planungen, schöne Realisierungen - nur: ist dieser neu geschaffene Wohnraum (Aufstocketagen) auch bezahlbar?

Ich werde den Eindruck nicht los, daß auch hier der gleiche Gentrifizierungseffekt eintritt, wie man ihn schon in den "Nobelrestaurierungen" der Altbaubestände in Berlin, München und anderswo beobachten kann..... .

Es ist zu befürchten, daß dieser Wohnraum von Investoren in mehr oder weniger kleine/große ETW umgewandelt und mit teuren Penthouses "gekrönt" wird.

Für die mittlere bis gehobenere Mittelschicht wird wenig bis gar nichts dabei sein.

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Karlowitsch 05.03.2019, 19:48
125. Wer es sich leisten kann

Zitat von Yves Martin
Wenn das für Sie ausreicht und Sie sich wohlfühlen, ist doch alles perfekt. Wenn andere Familien auf der 3-fachen Fläche wohnen, vier Autos in der Garage haben und fünf Mal im Jahr verreisen, ist es genauso ok, wenn die sich das leisten können. Der Fehler mancher deutscher Neidhammel ist es, ihren eigenen Lebensstil immer als das Nonplusultra zu betrachten - Motto "niemand braucht mehr als ich!" Oder eben: "Wer mehr hat als ich, ist ein Verschwender, ein kleinschwänziger Poser oder ein Umweltferkel."
ist doch toll. Das Problem ist, dass es sich viele gerne leisten würden aber nicht können und dann sind alle anderen schuld und die Politik muss es richten. Kaum ist das erste Kind am Start will man schon ein Haus. Natürlich nur zum selbsterfundenen Schnäppchenpreis.

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mokdo 05.03.2019, 22:19
126.

Wenn wie im Bundesland Berlin geplant Wohnungsunternehmen enteignet werden, wird es wohl kaum noch Investoren geben die in Deutschland in Wohnungsbau investieren

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Bibo59 30.03.2019, 23:13
127. Zu kurz gedacht

Zitat von harke
Dachgeschoss im 4.Stock und freie Wiese ist einfach nicht machbar. Die Leute brauchen Wohnungen. Da muss man Abstriche machen. Kein Neubau unter 10 Etagen. Möglichst viel Platz für Wohnungen verbrauchen, Grün gibt es im Umland genug. Da kann man sich am Wochenende entspannen.
Das wäre aber extrem schlecht für's Stadtklima.

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