Forum: Wirtschaft
Wohnungsnot in Deutschland: Parkhäuser zu Palästen
christalachenmaier.com

In Großstädten ist Wohnraum knapp. Autoren einer neue Studie schlagen deshalb vor, bestehende Gebäude umzuwidmen: Auf Parkhäusern und Supermärkten könnten mehr als eine Million Wohnungen entstehen - günstiger als Neubauten

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mirage122 27.02.2019, 15:05
30. Schlimmer geht's nimmer!

Ist das eine ganz besondere Wohnkultur oder was soll das? Ich stelle mit vor, dass ich ganz oben über den Dächern von irgendwo auf einem Parkplatz wohne. Und was ist mit den Abgasen? Wo werden die hin geleitet? Fenster öffnen, ist dann wohl nicht. Oder habe ich das ganze "Projekt" falsch verstanden? Wie wäre es stattdessen mit Autos abschaffen. Beim Trend zum Drittwagen und solchen Angewohnheiten wie morgens schnell die Brötchen vom Bäcker ums Eck mit der eigenen Karosse zu besorgen: Das sind Dinge, über die die meisten Mitmenschen nachdenken sollten.

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Schartin Mulz 27.02.2019, 15:08
31. Das klingt immer alles so einfach

Und der Seitenhieb auf die Bürokratie kommt ja auch immer gut an.
Bis dann mal weniger kontrolliert wird und etwas passiert.
Da bleiben doch ganz viele Fragen offen:
Zunächst die Statik eines Hauses, das ja nicht für zusätzliche Stockwerke konzipiert ist.
Dass ein aufgerstocktes Haus wie ein Neubau gewisse Anforderungen erfüllen muss, ist ja wohl logisch. Brandschutz, Aufzüge (wir leben in einer alternden Gesellschaft), natürlich Energieeffizienz.
Und natürlich Parkplätze. Die Behauptung, die wären in unserer Zeit, wo alle Carsharing und Fahrrad nutzen, nicht mehr nötig, ist grotesk. Ich kenne keine innerstädtischen Straßen, wo nicht Parkplatznot herrscht.

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Cannonier 27.02.2019, 15:09
32. Nachverdichten ist toll....

...und wenn dann morgens um 7 alle zur Arbeit (oder zum HartzIV Auszahlautomaten...okok, so früh dann nicht) wollen beginnt der Stau bereits im Hausflur.

Spass beiseite: Nachverdichten ohne Mobilität und Infrastruktur auf die zusätzlichen Kapazitäten auszubauen gibt wieder nur Stress.

Es sei denn die Städter gäben ihre Individualkarossen komplett auf. Man bewegt sich im Stadtgebiet nur noch mit OPNV oder mit autonomen Elektrowagen, die man per App bestellt.
Bloss: wenn wieder alle ein e-mobil zur gleichen Zeit bestellen und wenn die Züge wieder übervoll sind...ohje, da sind wieder diesselben Probleme.

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quercusuevus 27.02.2019, 15:12
33.

Zitat von sPeterle
Wo sind bitteschön jedes Jahr 1 Mio Migranten..... ? Diese alternativen AFD Fakten sind ganz schön daneben...
Es sind ca. 200.000 - das ist aber auch schon eine Stadt von der Größe Kassels.

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eunegin 27.02.2019, 15:15
34. Tolle (meist unbezahlbare) Beispiele...

Ich kenne einige Berliner Objekte. Unter anderes das ehem. Reichsmilitärgericht. Alles toll, nur sehr hochpreisig. Die bauherren wären ja auch blöd, auf Erträge zu verzichten.

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Newspeak 27.02.2019, 15:15
35. ...

Man muesste die Bauvorschriften einfach mal reduzieren. So wie viele andere Vorschriften auch, die es in Deutschland unmoeglich machen, eine Sache schnell zu erreichen. Es gibt Dinge, da kann man weniger Abstriche machen (Brandschutz), aber da bleibt immer noch genug uebrig.

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BruceWayne 27.02.2019, 15:17
36.

Ich kann mir nicht annähernd vorstellen, dass ein Parkhaus (Beton, keine Wasserversorgung, etc) günstig zu Wohnraum umgebaut werden könnte. Und auch nicht, dass dieser Baugrund - meist teure Innenstadtlage (das war ja mal die Idee) günstig zu haben wäre. Und so Studien helfen beim eigentlichen Problem nicht weiter. Der Wohnraum in Deutschland ist schlichtweg nicht mehr vernünftig bezahlbar, die Preise stehen in keinem Verhältnis zum Einkommen. In fast jedem europäischen Land (ausser BRD natürlich) wohnen die Leute überwiegend im Eigentum (auch im teuren UK) und eher nicht zur Miete. In Deutschland ist gar nicht dran zu denken. Ich zahl doch nicht ne Million für ne 150 m2 Wohnung in Eppendorf, und darf dann noch die Macken des Nachbarn ertragen. Sozial - im wahrsten Sinne des Wortes - wäre es Flächen für Eigenheime zu schaffen, und den Erwerb eines Eigenheims viel stärker zu fördern. Warum? Weil es keinen Spaß macht in einem Land zu Leben in dem die Leute unter der Brücke pennen (sehe ich täglich bei mir in der sogar "teuren" Nachbarschaft). Die Priorität einer jeden Regierung muss sein, koste es was wolle, A) Wohnen - am Besten im Eigentum, und b) deutlich bessere Bezahlung der sogenannten unteren und mittleren Einkommensschicht. Aber versuchen sie mal zu B) einen Gewerkschaftsboss (Gehalt über 300K) zu erreichen, wenn der sich gerade in der Toscana ein Landhaus anschaut....

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almeo 27.02.2019, 15:25
37.

Es mag sinnvoll sein, riesige einstöckige Supermärkte in Bestlage aufzustocken, in Wiesbaden wird dies gerade bei drei ALDI (glaube ich) Filialen gemacht, die Frage ist nur, ob Subventionen im ländlichen Raum nicht sinnvoller wären. Man muss ja aus dem brutalen Wohnungsmarkt des Rhein-Main Gebietes gar nicht weit weg. Einmal über die Schiersteiner Brücke gefahren zahlt man an der Bergstraße, kaum 50km weit weg nur noch einen Bruchteil der Wiesbadener Mieten. Wohnen will da trotzdem niemand der nicht selbstständig irgendwas online arbeitet. Was anderes gibt es dort nämlich nicht. Würde man - notfalls per Steuern - den Firmen den hippen Bürokomplex im Szeneviertel weniger attraktiv machen und so das hippe IT-Startup statt in Berlin in der Lüneburger Heide ansiedeln, wäre sicher schon was geholfen. Aber dafür müsste man halt den ländlichen Raum attraktiver machen. Egal ob das nun Infrastruktur oder Freizeit angeht.

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cih 27.02.2019, 15:28
38. was bringt denn ein

noch oben drauf bauen. Ich erinner mal ganz dezent an das Ihmezentrum hier in Hannover. Da wurde damals alles in allem gebaut und heutzutage will da keiner mehr drin wohnen. A) weil der Besitzer nicht investiert, B) weil das Gebäude öfters verkauft wurde mit dem Versprechen zu investieren... C) Weil niemand da wirklich drin wohnen will! Aber die Bürger fragt ja keiner. Zudem wurde am Endpunkt Messe/Ost jetzt ein Baugebiet erschlossen wo die Grundstückspreise und dann auch die Mietpreise oberhalb von allem Bezahlbaren sind. Und das am A*sch der Welt!

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wi_hartmann@t-online.de 27.02.2019, 15:30
39. Schnapsidee

Aus vielen Gründen ist die Umsetzung dieses Vorschlages als
Schnapsidee noch milde ausgedrückt.
Mögen diese Herren ihr eigenes Geld ( wenn sie die Millionen überhaupt haben) verbrennen

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