Forum: Wirtschaft
Wohnungsnot in Deutschland: Parkhäuser zu Palästen
christalachenmaier.com

In Großstädten ist Wohnraum knapp. Autoren einer neue Studie schlagen deshalb vor, bestehende Gebäude umzuwidmen: Auf Parkhäusern und Supermärkten könnten mehr als eine Million Wohnungen entstehen - günstiger als Neubauten

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pd1954 27.02.2019, 15:47
50. Der Autor der Studie...

Scheint in einer anderen Welt zu leben wenn er meint dass wg. Fahrrad und Carsharing die Nachfrage nach Parkplätzen zurückgeht - es wird keineswegs weniger geparkt, eher mehr, da die Bevölkerung u.a. wg. deutlich mehr Freizeit deutlich mobiler ist.

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Pickle__Rick 27.02.2019, 15:52
51.

"Dazu gehört zum Beispiel der Parkraum, der für jede neu gebaute Wohnung nachgewiesen werden muss. In Zeiten, in denen Großstädter eher mit dem Fahrrad und einem Carsharing-Auto unterwegs sind, sei eine solche Vorschrift nicht mehr zeitgemäß, sagt Studienautor Karsten Ulrich Tichelmann."

Natürlich spricht nichts dagegen Vorschriften auch mal zu prüfen. Das ist eine gute Idee. Künstliche Parkraumverknappung ist keine. Vor allem bei Parkhäusern, da sie durch die vertikale Verteilung den Raum besser nutzen als Stellfächen mit nur einer Ebene.
Die Parkhäuser und Parkplätze sind auchr nicht nur für Anwohner da, sondern auch für Besucher. Ja ich weiß vor allem grün orientierte Großstadthipster würden gerne alle Autos und alle Nichteingeborenen verbannen aber da gibt es ein Problem. Die Besucher bringen eine ganze Menge Kauf- und Arbeitskraft mit. Meint man denn, dass riesige Shoppingmeilen und Großunternehmen nur mit den Leuten auskämen, die in der Stadt wohnen? Der Besucher gehört zu funktionierenden Städten dazu. Ich muss immer lachen, wenn eine Stadt küntsliche Parkraumverknappung betreibt, keine Alternativen schafft und sich dann wundert, wenn die Leute weg bleiben.

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astistia 27.02.2019, 15:52
52. Genau

Zitat von Nordstadtbewohner
Dass so wenig in Neubauten investiert wird, liegt daran, dass die Menschen zu wenig Miete zahlen wollen und sich dadurch die Investitionen von Kapitalgebern nicht lohnen. Bei Baukosten von 5000 Euro pro Quadratmeter sind Mieten von 10 Euro oder weniger pro Quadratmeter nicht drin. Dazu kommen noch Gesetze wie die sogenannte Mietpreisbremse, die Investoren abschrecken.
.. in Berlin-Kreuzberg verhindert der Baustadtrat (zugewandert aus Köln) Neubau, weil der Stadtteil Kreuzberg-Friedrichshain für ihn "fertig gebaut" ist. In allen links regierten Stadtteilen das gleiche Problem. Man will kein Bevölkerungswachstum, weil es sich bei den Neuberlinern mit Sicherheit um keine Linkswähler handelt. Man schützt lieber die alten DDR Bürger und damit die eigenen Wähler. In CDU regierten Stadtteilen wird das Bauen massiv voran getrieben.

Es wirkt aktiv das Bauen behindert und Sündenböcke gesucht (AirBnB führt zur Verknappung des Wohnraums. Jeder der baut ist Spekulant, Ganze Stadtteile stehen leer, weil die Häuser und Wohnungen von reichen Chinese, Russen, .. gekauft wurden, usw.)

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im_ernst_56 27.02.2019, 15:53
53.

Zitat von capote
Die Wohnraumknappheit ist politisch gewollt ! Mit Einführung der Riester-Rente fiel der §7b weg, die Leute sollten keine Häuser bauen und in neu gebaute Eigentumswohnungen ziehen. sondern in Ihren Wohnungen hocken bleiben. Dazu macht mn immer neue Vorschriften, die Bauen verteuern, schliesslich will der Staat Mehrwertsteuern kassieren. Den sogenannten sozealen Wohnungsbau hat man dagegen eingestellt, weil man das Geld für andere Zwecke haben will. Also was soll das Gejammer? Millionen haben diese Politik x mal wieder gewählt und bestätigt.
Richtig. Und deswegen ist die Idee der Justizministerin Barley (SPD), die Maklergebühren beim Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung beim Verkäufer zu belassen, um den Käufer zu entlasten, auch nur eine Nebelkerze. An der Grunderwerbssteuer und allen anderen Faktoren, die die Kosten des Eigentumserwerbs in die Höhe treiben, ändert sich nichts. Und warum auch? Wenn der alte linke Spruch, das Eigentum Diebstahl ist, stimmt, warum sollte man an dem Erwerb von Wohneigentum Interesse haben? Die Leute sollen gefälligst Mieter bleiben. Je mehr Abhängigkeit, desto besser.

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_McCell 27.02.2019, 15:54
54.

Zitat von aussieman
Letztlich am Besten wäre es, den Schienenverkehr zunächst ins Umland von metropolen massiv auszubauen, damit die Menschen dort besser an die Meteopole angebunden und dessen Infrastruktur nutzen können als noch mehr Menschen auf den selben Raum zusammen zu pferchen.
Schienenverkehr ausbauen?! Also in Ballunsgszentren ist das bestehende Gleismaterial voll ausgelastet. Da geht nur noch mehr, wenn neuen Gleise gebaut werden. Die wiederum brauchen Platz, den gibt es nur unter Wegbaggern von Parks/Kleingärten/Häusern etc. Alles nicht so einfach, wie man sich das immer vorstellt. Mal abgesehen vom Planungszeitraum. Mittlerweile sind wir wohl bei 20 Jahren, bis endlich ein Spatenstich für eine Infrastrukturmaßnahme erfolgt.

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astistia 27.02.2019, 15:55
55. In Berlin

Zitat von aussieman
.... aber es will auch gut gemacht werden. Das Angebot auf dem Immomarkt zu erhöhen ist sicherlich gut, gerade in Meteopolregionen, damit sich auch Normalverdiener auch in Zukunft noch Eigentum leisten können. Wer an Wohnraumverdichtung dabei denkt, sollte aber mal ein Blick in amerikanische und japanische Großstädte werfen. Die meisten der zusätzlichen Einwohner werden ein Auto haben, dass sie nutzen. Wenn mit der Wohninfrastruktur nicht gleichzeitig auch die Verkehrsinfrastruktur mitgefacht und geplant wird, sind die Staus in den Innenstädten, die wir jetzt schon haben, ein Kindergeburtstag. Was passieren wird, kann man in den USA sich angucken. Das einzige, was hilft ist, den Schienenverkehr extrem auszubauen. Dass das klappt, sieht man in Japan, die Staus wie in den USA nicht kennen. Dort können sich die Menschen die Parkplätze zu den Autos in den Metropolen nicht leisten, glücklicherweise sind die Japaner nicht ganz so auf das Auto angewiesen, wie wir Deutschen...... Letztlich am Besten wäre es, den Schienenverkehr zunächst ins Umland von metropolen massiv auszubauen, damit die Menschen dort besser an die Meteopole angebunden und dessen Infrastruktur nutzen können als noch mehr Menschen auf den selben Raum zusammen zu pferchen.
… benötigt man Jahrzehnte für 1,5 KM U-Bahn Bau (Kanzlerbahn).

Aktuell plant man 15 (!!) Jahre Planungszeit für die Verlängerung von vorhandenen U-Bahnlinien oder Inbetriebnahme von alten geschlossenen S-Bahn Tassen (z.B. Siemensbahn,...) ein.

Der Bau wird entsprechend dauern. Meine Enkel werden sich freuen.

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sternenbande19 27.02.2019, 15:59
56. @5 schroedingers_katze

Für Gebäudeaufstockungen und den daraus resultierenden Lasterhöhungen, für welche die Bestandsfundamente eigentlich nicht ausgelegt sind, gibt es mehrere Möglichkeiten, dies entsprechend zu realisieren. Es gibt Nachgründungen, bei denen Segmentpfähle an statisch erforderlichen Stellen unterhalb der Bestandsfundamente angeordnet werden. Diese Pfähle übernehmen dann die Bestandslasten als auch die zusätzlichen Lasten aus der Gebäudeaufstockung.
Natürlich Bedarf es einer Prüfung auf Machbarkeit für jedes Objekt. Aber generell: dem Ingeniör ist nix zu schwör ;)

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Hatha 27.02.2019, 15:59
57. Schmackhaft machen einfach gemacht

""Aber auch die Bauträger seien gefragt. Ihre Aufgabe sei es, den Nachbarn die Vorteile der Neugestaltung ihres Quartiers schmackhaft zu machen und Teilhabe an der Modernisierung zu ermöglichen - zum Beispiel durch Aufzüge oder den Anbau von Balkonen, ohne dass danach Mietaufschläge drohten.""
Würden die neuen Wohnungen anstatt Brandschutz und Wärmeschutz auch mal Lärmschutz beinhalten, würden sicher viele ihr Haus aufgeben. Ich habe in meiner alten Wohnung jeden Furz meines Nachbarn gehört. Also Mauern dicker machen, dann klappt's auch mit dem Rest.

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arianova 27.02.2019, 16:01
58. Weg mit den Hotels

In meiner Umgebung in der Hamburger Innenstadt werden seit Jahrzehnten massenweise Bürohäuser gebaut, die zwischenzeitlich sogar über Jahre hinweg leer stehen. Zudem werden viele Wohnungen auf Dauer und permanent über Airbnb usw. vermietet. Überall, wo noch ein Fitzelchen Platz ist, werden neuerdings Hotels gebaut. In maximal fünfminütiger Gehweite gibt es ohnehin bereits fast 20 Hotels. Nun kommen noch weitere dazu. Die Anwohner sind an der äußeren Belastungsgrenze, aber die Stadt hat kein Interesse daran, das gewachsene städtische Potenzial zu stützen und zu stärken. Es ist schwachsinnig, eine Stadt mit Touristen zu überfluten, wenn die Einwohner selbst kaum mehr Platz finden. Unnötig zu erwähnen, dass die Mieten in absurde Höhen steigen und Menschen, die seit Jahrzehnten in ihren Vierteln wohnen, verdrängt werden. Nachverdichtung ist ja gut und schön, aber ich kann auch diejenigen verstehen, die sich dagegen wehren, wenn sie immer nur Abstriche machen sollen und die Politik sich im Gegenzug einen Dreck um die Anwohner kümmern, sondern immer mehr Profit rauspressen wollen.

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elcaron 27.02.2019, 16:02
59. Clever. Parkraum ist ja bekanntlich massiv vorhanden in Städten

... und billig ist er auch. Keineswegs wird da jemand auf die Idee kommen, in die Stadt zu ziehen, weil die Anfahrt aus dem Umland nicht mehr möglich ist.

Erstmal sollte man konsequent Sachen aus der Stadt schmeißen, die da nicht sein müssen und genauso gut im Umland stehen können.
Gefängnisse, Behörden ohne großen Öffentlichkeitskontakt usw.

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