Forum: Wirtschaft
Wohnungsnot in Deutschland: Parkhäuser zu Palästen
christalachenmaier.com

In Großstädten ist Wohnraum knapp. Autoren einer neue Studie schlagen deshalb vor, bestehende Gebäude umzuwidmen: Auf Parkhäusern und Supermärkten könnten mehr als eine Million Wohnungen entstehen - günstiger als Neubauten

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potenz 27.02.2019, 16:21
70. ???

Zitat von Over_the_Fence
Beim Thema Wohnungsbau scheint aber ein entgegengesetzter Trend zu bestehen: alles in die Großstadt, nachverdichten, Flächenverbrauch reduzieren, Wohnungen verkleinern, mehr Stockwerke etc. Ich glaube jedoch kaum, daß der Homo Sapiens sich in seinen Grundbedürfnissen vom Huhn wesentlich unterscheidet.
Hatten Sie den letzten Satz ernst gemeint? Sieht ganz so aus! Ich kenne zwar Ihre Grundbedürfnisse nicht - aber mein unterscheiden sich durchaus von denen eines Huhns: z.B. möchte ich ohne Bücher, Musik und ähnliche kulturelle Bereicherung nicht leben - und ebensowenig ohne reges soziales Interagieren und Kommunizieren. Vermutlich fühle ich mich deshalb in hoch verdichteten Städten wesentlich wohler, als in dem zumindest während grauer Herbst- und Winterwochenenden deprimierend öden Dorf, aus dem ich stamme. Kann durchaus sein, dass nicht nur die Hühner, sondern auch Sie sich dort wohler fühlen würden - aber Sie sollten da nicht von sich auf den "Homo Sapiens" insgesamt schließen.

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Paul-Merlin 27.02.2019, 16:21
71. Die Wohnraum-Misere hat vor allem die

Politik zu verantworten. Die völlig überzogenen EnEV-Vorschriften verteuern das Bauen maßlos und schrecken Bauwillige und Umbauwillige wirksam ab. Wenn dann wenigstens die auf dem Papier stehenden Ziele erreicht würden. Tun sie aber nicht, weil der zentrale Faktor menschliches Verhalten keine Berücksichtigung findet. Es sollte den Bauherren überlassen werden wie viel ihnen der Wärmeschutz bzw. Energiesparmaßnahmen wert sind. Dann würde auch ehrlicher gerechnet und die Menschen nicht mit wirklichkeitsfremden Anforderungen traktiert, die in der Summe dazu führen, dass es viel zu wenig neue Wohnungen/Häuser gibt.

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uezegei 27.02.2019, 16:26
72.

Zitat von capote
Die Wohnraumknappheit ist politisch gewollt ! Mit Einführung der Riester-Rente fiel der §7b weg, die Leute sollten keine Häuser bauen und in neu gebaute Eigentumswohnungen ziehen. sondern in Ihren Wohnungen hocken bleiben. Dazu macht mn immer neue Vorschriften, die Bauen verteuern, schliesslich will der Staat Mehrwertsteuern kassieren. Den sogenannten sozealen Wohnungsbau hat man dagegen eingestellt, weil man das Geld für andere Zwecke haben will. Also was soll das Gejammer? Millionen haben diese Politik x mal wieder gewählt und bestätigt.
Man ging jahrelang von einer rapide sinkenden Bevölkerungszahl allerorten aus. Dann kam die Finanzkrise und alle Welt kam ins Wirtschaftwunderland Deutschland und auch die "Urbevölkerung" bekommt plötzlich wieder 2 bis 3 Kinder. Und: Überraschung!! Es fehlt Wohnraum.
Dass die Politik zu langsam darauf reagiert, steht auf einem anderen Blatt, aber daran sind nun auch die Länder Schuld und Kommunen Schuld, denn die vergeben Bauland, machen Baugesetze usw.
Aber manche sehen halt in allem eine Verschwörung ....

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si-ar 27.02.2019, 16:31
73. Warten

In 20 bis 30 Jahren dürfte sich die Situation von selbst entspannen, wenn die Babyboomer nach und nach das Zeitliche segnen.

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potenz 27.02.2019, 16:40
74. Vorschläge?

Zitat von licht_und_schatten
Wer will sein Leben in Wohnsilos verbringen? Soll das die tolle Zukunft sein, in die und die grüne Ideologie führt? Warum höre ich nichts von Maßnahmen gegen die exponentielle Vermehrung der Menschen, insbesondere in den armen Gegenden dieser Erde? Durch die Reduzierung der Natalität würde man auch viele andere aktuelle Probleme dieser Welt in den Griff bekommen. Wieso ist das so ein Tabu?
Ihr Beitrag klingt ganz so, als hätten Sie auch konkrete Vorschläge, wie die "Natalität" - und zwar "insbesondere in den armen Gegenden dieser Erde" - reduziert werden sollte: Da wär' ich mal gespannt drauf!
Ich hoffe übrigens, Sie sind mit gutem Beispiel vorangegangen und haben sich noch ehe Sie Nachwuchs in die Welt gesetzt haben sterilisieren lassen.

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PeMos 27.02.2019, 16:42
75.

Zitat von Nordstadtbewohner
Dass so wenig in Neubauten investiert wird, liegt daran, dass die Menschen zu wenig Miete zahlen wollen und sich dadurch die Investitionen von Kapitalgebern nicht lohnen. Bei Baukosten von 5000 Euro pro Quadratmeter sind Mieten von 10 Euro oder weniger pro Quadratmeter nicht drin. Dazu kommen noch Gesetze wie die sogenannte Mietpreisbremse, die Investoren abschrecken.
Baukosten können bei 2000 - 1700 liegen.
Siehe Architektenblatt sowieso...

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Sonia 27.02.2019, 16:44
76. Woher die Statiker nehmen?

Also Statiker, mit Erfahrungen in diesem Bereich. Wenn ich richtig informiert bin, sind jetzt schon Prüfstatiker Goldstaub. Höher ist aber auch m.E. die einzige Lösung, die weltweit in den Großstädten angewandt wird. Das Aufstocken auf vorhandene Gebäude bedarf enormer Vorprüfungen. Und, wer überzeugt, dass die Bewohner auf Autos in Großstädten verzichten? Jetut schon kaum erträglich, wie unsere Wohngebiete aussehen - zugeparkt, beidseits mit Blechkolonnen soweit das Auge reicht. Wohl dem, der da nicht leben muss.

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trus 27.02.2019, 16:51
77.

"Das Gleiche gilt in vielen Städten für Parkplätze, die nachzuweisen sind, wenn neuer Wohnraum entsteht." Das wäre mir neu, dass das z.B. in Berlin gilt. Hier hat der Senat die Fäden aus der Hand gegeben, deswegen wird munter drauf los gebaut ohne Berücksichtigung der potentiellen und konsequenterweise benötigten Parkflächen. Diese sind nämlich jetzt schon kaum vorhanden.
Das führt mich dann zu Punkt zwei: "In Zeiten, in denen Großstädter eher mit dem Fahrrad und einem Carsharing-Auto unterwegs sind, sei eine solche Vorschrift nicht mehr zeitgemäß, sagt Studienautor Karsten Ulrich Tichelmann." Ist mir ehrlich gesagt auch neu, dass sich das so sehr niederschlagen sollte. Beim Kraftfahrtbundesamt kann man leicht ausfindig machen, dass deutschlandweit gerade einmal 0,2 Prozent weniger PKWs im Jahr 2018 gegenüber dem Jahre 2017 angemeldet wurden (https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/Fahrzeugzulassungen/pm03_2019_n_01_19_pm_komplett.html;jsessionid=FCE2 99EDD1C7772B8BF06281B47A3038.live21304?nn=2141748) . Auch andere Studien stellten bisweilen schon heraus, dass ebenso der kostenlose ÖPNV nicht dazu führen würde, dass die Menschen auf ihr privates Kfz verzichten. Und in Berlin nimmt die Anzahl der Kfz immer noch stetig zu und liegt aktuell bei 1,2 Millionen (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/255179/umfrage/bestand-an-pkw-in-berlin/). Also so richtig kann ich diese Aussagen nicht nachvollziehen.
Abgesehen davon ist die Überdachung von Supermärkten etc. sinnvoll, denn ohnehin versiegelte Flächen würden es an anderer Stelle nicht notwendig machen zu versiegeln. Ich kann manche Kommentare nicht nachvollziehen, denn Gesundheit ist eins der höchsten Güter, und die wird nachweislich durch vermehrten Lärm, Stickoxide und wenige Grünflächen stark negativ beeinflusst. Und was ein Baum und generell Grünflächen für eine Funktion haben, um somit die Wichtigkeit des Vorkommens in der Stadt herauszustellen, muss man vllt. nicht erklären. ;)

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vincent-april 27.02.2019, 16:54
78. Massive Verdichtung ist schrecklich

dadurch werden die Städte unwiederbringlich zerstört.

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trex#1 27.02.2019, 17:00
79.

Ich habe mal in einer solchen "verdichteten" Hochhaussiedlung aus den 60er Jahren gelebt. War auch von sogenannten Experten geplant. Da es dort viele Sozialwohnungen gab, wurde es sehr schnell zu einem sozialen Brennpunkt, eine Plattenbausiedlung westdeutscher Variante. Die Experten hatten sich verplant.
Ich bin froh, dass ich da weg bin.
Aber in Deutschland lernt man nicht aus den Fehlern der Vergangenheit.

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