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"Wollen nicht ständig Sündenbock sein": Bauernpräsident beklagt schlechten Ruf der La
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Landwirte sehen ihre Leistung laut Bauernpräsident Rukwied nicht genügend anerkannt. "Sie wollen nicht ständig Sündenbock sein", sagte der Verbandschef. Er zog zudem eine bittere Bilanz des Dürresommers.

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Moonrox 14.01.2019, 11:24
1. Unternehmerisches Risiko

Pardon, aber so ist es eben. Als Unternehmer trage ich die Verantwortung für meinen Betrieb. Schlechte Auftragslage wird mir in meinem Geschäft von der Bundesregierung nicht durch eine Subvention erträglicher gemacht. Da haben es die "armen" Bauern noch sehr gut.

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edehac 14.01.2019, 11:39
2. Ach die armen Abstauber. Der Sinn von Subventionen ...

… war ursprünglich, die Ernährung der eigenen Bevölkerung sicherzustellen und nicht durch zB. Exportsubventionen die afrikanischen Kleinlandwirte kaputt zu machen, das Trinkwasser zu verseuchen, Tierquälerei im großen Stil und, und, und. Das Kleinbauern einen harten Job haben können will ich ja anerkennen aber was ich nicht anerkennen will ist, das deren "Schicksal" immer von Bauernfunktionären (im Manager-Outfit) herangezogen wird wenn die Profiinteresses der landwirtschaftlichen Groß-Unternehmer dahinterstecken. Nicht zuletzt fördern ja die immer wehleidig auftretenden Bauerfunktionäre das (Klein) Bauernsterben zu Gunsten der Agrarindustrie.
Allerdings - die Bevölkerung sollte langsam mal kapieren das gute Lebensmittel einen Preis haben und dies wichtiger ist als zB. das neueste i-Phone. Geht natürlich nicht, wenn bereits die kleinen Schulkinder den Profitinteressen der "Digital"-Industrie zum Fraß vorgeworfen werden und das auch noch mit Milliarden Unterstützung vom Bund.

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dhmo 14.01.2019, 11:40
3. Auftragslage?

Nur dass es hier nicht um eine schlechte Auftragslage geht, sondern darum. dass einige Betriebe ihre Jahresproduktion durch ein Naturereignis verloren haben.

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Christian Guenter 14.01.2019, 11:47
4. Wer

verseucht die Böden/das Grundwasser?
Wer ist Verantwortlich für die Massentierhaltung?

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ramuz 14.01.2019, 11:52
5. Ja - und nun?

Zitat von dhmo
Nur dass es hier nicht um eine schlechte Auftragslage geht, sondern darum. dass einige Betriebe ihre Jahresproduktion durch ein Naturereignis verloren haben.
Das kann einem Unternehmer in einer anderen Branche auch passieren, mir wäre nicht bekannt, dass er deswegen nun Subventionen vom Staat oder der EU erhält. Ihnen?
Er kann es allerdings versichern, das Risiko. Kann jeder Landwirt übrigens auch, hätten Sie's gewusst?

Wenn man es mal zu Ende denkt... dann würde ich hier in diesen Breiten mal 100ha Kokosnussplantage machen, und wenn es mit der Ernte nicht klappt, war's halt ein Naturereignis - wie kann das Wetter es wagen, hier nicht wie auf den kleinen Antillen zu sein?? Her mit den Subventionen!

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arvenfoerster 14.01.2019, 11:57
6. Bauern sind nicht irgendein Unternehmen

Bauernhöfe darf man nicht mit irgendwelchen anderen Unternehmensformen gleichsetzen, die allein nach wirtschaftlichen Kriterien zu betrachten sind. Funktionierende Bauernhöfe erhalten unsere Landschaft und stellen eine strategische Nahrungsmittelreserve dar, falls durch politische Krisen oder Naturkatastrophen unsere Infrastruktur versagt. Die Subventionen für Landwirte sichern also unserer Allgemeinwohl.

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geri&freki 14.01.2019, 12:34
7. TV-Beitrag: Die Macht der Bauernlobby

Heute, 14. Januar 2019, in Akte D um 23.30 Uhr auf ARD - sofern die Agro-Lobby es nicht noch rechtzeitig zu verhindern weiß. Ohnehin leider zu später Stunde gut im Programm versteckt - wie so viele kritische Beiträge!

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walli_sp 14.01.2019, 12:36
8.

Zitat von Christian Guenter
verseucht die Böden/das Grundwasser? Wer ist Verantwortlich für die Massentierhaltung?
Die, die billigst Discounterfleisch und Wurst einkaufen.
Die grundsätzliche "Schuld" daran, dass wir unsere Erde kaputtmachen trägt allerdings die massive Überbevölkerung der Erde. Das wird aber für win Wirtschaftswachsrum um jeden Preis gerne in Kauf genommen.

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kaischek 14.01.2019, 12:40
9. Die Klage ist des Bauern Lied

Wenn ich als Unternehmer am Markt vorbei wirtschafte, hätte ich auch gern eine wuchernde EU-Bauernlobby, die dafür Sorge trägt, dass mir die Subventionen quasi anal verabreicht werden. Wenn es damit getan wäre, würde ich unseren Bauern ihre Alimentierung vom Staat sogar noch gönnen. Aus meiner Sicht geht es jedoch noch ein wenig weiter: Ohne Subventionen landwirschaftlicher Produkte, könnten Bauern in Drittweltsländern konkurrenzfähig produzieren und müssten sich nicht von unseren hoch bezuschussten Agrarexporten die Existenz erschweren lassen. Da könnte eine Streichung von Subventionen mehr bewirken als die üblichen Entwicklungshilfealmosen. Ich kann es kaum glauben, dass ich unsere Bauern mit nach meinem Empfinden ungerechtfertigten Subventionen bezahlen muss, damit die Milch im Supermarkt billig, unsere Trinkwasser mit Nitrat belastet bleibt, Ferkel ohne Betäubung kastriert, Küken geschreddert werden und afrikanische Kleinbauern vor die Hunde gehen. Dafür lautstark mehr Wertschätzung zu verlangen, erfordert schon reichlich Chuzpe.

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