Forum: Wirtschaft
"Working Poor" in Griechenland: "Mein Lohn reicht gerade, um Essen zu kaufen"
Alexandros Avramidis

Reformen mit schweren Nebenwirkungen: In Griechenland ist eine Klasse der "Working Poor" entstanden - qualifizierte Frauen und Männer, die sich mit mies bezahlten Jobs durchschlagen. Das sind ihre Geschichten.

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manque_pierda 03.11.2017, 11:10
10. ?

Ja es geht vielen Menschen nicht besonders gut in Griechenland, haben wir hier auch und an anderen Orten in der Welt ist es noch schlimmer. Die Verantwortlichen für die Misere in Griechenland sitzen jedoch vor Ort, denn es ist gibt wohl kaum einen Staat in Europa, der so bewusst auf effiziente Verwaltung, seriöse Staatsfinanzen und rechtsstaatliche Grundsätze in seiner Gesellschaft verzichtet hat, wie Griechenland. Der Staat war (und bleibt es für die mit Verbindungen) Beute von allen und nun muss man für die Fehler der Vergangenheit aufkommen, trifft dummerweise nur die, welche davon nichts hatten. Aber sollte der Artikel die Subbotschaft geben wollen, "wir arme junge griechische Generation, Deutschland und EU erlass uns unsere Schulden, damit es uns besser geht", dann finde ich es unanständig!

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Marvel Master 03.11.2017, 11:11
11.

Allmählich verstehe ich, warum viele Menschen nach Deutschland wollen. Da ist ja Hartz IV 10x besser als so ein Leben zu fristen.
Das muss ja für Schwarze Deutschland das absolute Paradies sein. Die dürften ja noch 100x schlechter gestellt sein, in Ghana etc., als die Griechen.

Ich vertrete seit 10 Jahren die Ansicht, dass man nur Länder zusammenmischen sollte, die auch wirtschaftlich zusammenpassen. Solange die Griechen/Spanier/Italiener etc. am Euro festhalten und nicht eine eigene Währung aufbauen, werden sie ewig so ein Leben führen.

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jetbundle 03.11.2017, 11:12
12. Na Klar..

Na Klar sind jetzt "die Reformen" schuld. "Reform" ist ja ganz böse. Schuld ist doch wohl eher ein Jahrzehnte alter Selbstbedienungsstaat mit einer ineffizienten Wirtschaft.

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Ishibashi 03.11.2017, 11:12
13. Warum immer wieder Griechenland?

Es gibt doch wesentlich ärmere Länder in Europa !
Schaut mal nach Moldavien oder die Ukraine. Nur weil Griechenland in der EU ist rechtfertigt das doch kein besseres Leben als man selbst erwirtschaftet. Wenn es um Almosen geht müssten erst mal ärmere Menschen an der Reihe sein.

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Hoschi 03.11.2017, 11:13
14. Bildung,

Bildung ist das Einzige was weiter hilft. Wie ungebildet muss man sein, um an die alleinige Lösung Bildung zu glauben. Was nützt die ganze Bildung ohne Chancen? Jeder der es geschafft hat, glaubt aber es lag nur an seiner eigenen Leistung und vergisst oft, dass zur Leistung auch die Chance gehört diese zu zeigen.

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B!ld 03.11.2017, 11:14
15. Die EU ...

... war wohl keine gute Idee. Working Poor überall ...

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braindead0815 03.11.2017, 11:17
16. ist von der wirtschaft gewollt

und von der politik umgesetzt. billiglohnländer die für unseren wohlstand arbeiten gehen.

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pragmat 03.11.2017, 11:19
17. ?

Zitat von Franke aus Hamburg
... nach Griechenland guckt, ist deutsches Hartz 4 das reinste Paradies!
In Griechenland gibt es kein HartzIV. Denn die "Reformen" wurden und werden von den Geldgebern - unter anderen Deutschland - gefordert, weil die Griechen faul, überbezahlt und Steuervermeider sind.
Demzufolge wurde und wird der Arbeitsmarkt "liberalisiert", die Löhne und Renten gesenkt und die Steuern erhöht sowie die Finanzpolizei aufgestockt.

Jetzt erfreut sich Griechenland eines Bruttoüberschusses an Steuern von über 1,5 % des BIP. Das freut die internationeln Geldgeber, denen die Griechen wieder Staatsanleihen verkaufen können, um weiter auf Kredit zu leben und zu investieren, da die privaten Investoren ausbleiben, weil es nichts zu investieren gibt und die Ministerialbürokratie aus Wut mauert.
Weiterhin sind die Preise in der Tourismusindustrie jetzt so hoch wie anderswo und es wird ehrlich abgerechnet und an den Fiskus abgeführt.
Letztendlich ist die Stimmung der Unternehmer soweit aufgehellt, dass nicht mehr alle sondern nur noch 85% düster in die Zukunft blicken.

So kann man mit "Reformen" der EU und der Euro-Zone auch ein Land kaputt machen. Der IWF studiert es und wundert sich und schlägt einen Schuldenschnitt vor. Na ja, das entscheidet wohl der neue Finanzminister in Deutschland, der irgendwann zu Ostern 2018 kommt.

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pitti49 03.11.2017, 11:20
18. Eben genauso erlebt...

im Urlaub in Griechenland. Ganz Glückliche haben drei kleine Jobs, um sich durchzuschlagen. Schlimm. Und hier in Dt. beklagt man Fachkräftemangel. Beinahe möchte man wie in den 60er/ 70er Jahren den jungen gut Ausgebildeten raten, hierher zu kommen.

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Hokuspokus 03.11.2017, 11:20
19. Willkommen in der Zukunft!

und zwar nicht nur in Griechenland sondern womöglich global.
Die Weichen hierfür sind gestellt, aber da wir heute das nicht mehr durchleben müssen, sollen die Jungen halt sehen wie sie in einer solchen Welt klarkommen. Abitur und Studium wird daran nichts ändern, es sei denn man war in Harward oder Yale etc. und hat dort rechtzeitig die richtigen Kontakte gemacht.

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