Forum: Wirtschaft
"Working Poor" in Griechenland: "Mein Lohn reicht gerade, um Essen zu kaufen"
Alexandros Avramidis

Reformen mit schweren Nebenwirkungen: In Griechenland ist eine Klasse der "Working Poor" entstanden - qualifizierte Frauen und Männer, die sich mit mies bezahlten Jobs durchschlagen. Das sind ihre Geschichten.

Seite 8 von 10
duke_van_hudde 03.11.2017, 12:41
70. Falsche Vorstellung von einen Studium

Ein Studium garantiert nun mal überhaupt nicht das man ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Es kann unter bestimmten Vorraussetzungen die Chance dadrauf erhöhen.
Der Grossteil der Studiengänge die die Leute hier hatten zeigt eins der extrem grossne Probleme in Griechenland und zwar waren die meisten dadrauf ausgelegt das dicke Geld beim Staat zu kassieren.

Nun die Zeiten sind zum Glück vorbei und mit einen Schlag sind solche Studiengänge absolut wertlos.
Dazu kommen natürlich die üblichen Probleme beim Staat dazu wenn der wirklich mal spart. Die die drin sind bleiben drin und das heisst das keine mehr rein kommen.
Es gibt sogar die Möglichkeit das viel zu viele studieren und dann noch die falschen Jobs und dann würde man halt mit nur einer normalen Ausbildung deutlich mehr verdienen.

Dann wiird hier natürlich die üblichen Statistiktricks angewendet.
Es wird behauptet das die Liberalisierung des Arbeitsmarktes die Jugendarbeitslosigkeit erhöht hätte. Diese steile These versucht man dann zu beweisen das Griechneland die höchste hat in der EU.
Diese steile These ist aber so natürlich nicht zu beweisne, den dazu braeuchte man 2 Griechenlands mit gleichen Bedingungen und dann müste eine die Liberlaisierung vornehmen und die andere nicht. Ein solcher Versuchsaufbau ist natürlich nicth zu machen und daher kann niemand zu 100 % beweisen was die Gesetze für eine Wirkung hatten.

Wenn man sowas beurteilen will braucht man sich daher nicht irgendwelche Zahlen sich anschauen sondern muss vom Uternehmen aus denken.

Wenn man junge Leute schneller rausbekommt, dann stellt die ein Unternehmer natürlich lieber ein, aber dazu muss es natürlich erstmal neue Jobs geben oder man muss sehr leicht alte Arbeitnehmer rausschmeissen können und die durch jüngere(billigere) ersetzen.
Hier sieht man shcon beide Probleme es gibt keine neuen Jobs und ältere bekommt man shclechter raus wie jüngere.
Das heisst selbst wenn ein jüngerer eingstellt wird ist es auch dieser der als erstes wieder rausfliegt wenn sich die Geshcäfte nicht gut entwickeln.
Das Problem Griechenlands ist und bleibt der Euro und das sie ihre Währung nicht abwerten können. Wir reden hier von einen schlecht verwalteten 3 Weltstaat der dank des Euros seine Löhne massiv erhöhen konnte und dadurch natürlich ein riesiges Leistungsbilanzdefizit aufgebaut hat. Die jungen Leute müssen deshalb so stark leiden weil die Generation vor ihnen sich die Taschen im Vergleich ihrer Leistungsfähigkiet massiv vollgestopft haben.
Ohne den Euro hätte wir eine massive Abwertung des Drachmnes gesehen und die Löhne hätte zur Leistungsfähigkeit gepasst.

Wer aber etwas wirklich vernüftiges studiert was auch in der Privatwirtschaft gebraucht wird der findet auch in Griechneland einen Job und wenn er mehr verdienen will muss er halt Griechenland verlassen.
Das Jobs wie Pizzabote die im Prinzip jeder machen kann bei der Bezahlung ganz unten liegen sollte klar sein. Dazu werdne es solche Dienst auch schwer haben, den ich würde vermuten Menschen die sparen müssen kochen eher wieder selbst bevor sie einen solchen Dienst bestellen.

Beitrag melden
herbert 03.11.2017, 12:41
71. Das kommt auch nach Deutschland

wenn die Digitalisierung nach Deutschland kommt und eine gigantische Menge ihren Job verlieren, da man sie nicht mehr braucht.
Wenn dann noch die Grünen die Benzin Autos abschaffen wollen, dann gibt es noch mehr ohne Job.

Griechenland ist ein Totalversagen der Politik. Einmal von Griechenland selber, da das Land schlecht organisiert war und ist.
Dann die EU und deutsche Politiker, die einen Beitritt Griechenland zugestimmt haben.
Der gleiche Fehler läuft mit Albanien, Rumänien, Bulgarien.
Griechenland geht es erst besser, wenn sie den Euro abgeben und das Land selber bestimmen kann.

Beitrag melden
touri 03.11.2017, 12:43
72.

Zitat von pitti49
im Urlaub in Griechenland. Ganz Glückliche haben drei kleine Jobs, um sich durchzuschlagen. Schlimm. Und hier in Dt. beklagt man Fachkräftemangel. Beinahe möchte man wie in den 60er/ 70er Jahren den jungen gut Ausgebildeten raten, hierher zu kommen.
Denke ich mir auch häufig und diese Menschen würde ich auch mit Handkuss aufnehmen. Die haben nämlich gute Qualifikationen, können in der Regel zumindest gut Englisch und können sich daher schnell in den Arbeitsmarkt integrieren.

Beitrag melden
mego 03.11.2017, 12:43
73. Revoltiert doch endlich!

Zitat von Max Super-Powers
Ja, diese Menschen tun mir fraglos leid. Was ihnen widerfahren ist, ist eine der Schattenseiten des Kapitalismus. Aber: Die Reformen sind nicht schuld daran. Die wahren Schuldigen sind die griechischen Politiker, die jahrzehntelang Misswirtschaft betrieben. Die Schuldigen sind ferner diejenigen ......
Ich kann das Gejammere nicht mehr hören. Junge Leute, revoltiert doch und sorgt endlich dafür, dass die reichen Reeder und andere Schmarotzer des griechischen Staates ihren staatsbürgerlichen Pflichten nachkommen und Steuern bezahlen. Vor einigen Wochen waren wir auf Zypern, der Service bestand fast ausschließlich aus freundlichen polnischen, tschechischen und rumänischen jungen Frauen. Warum haben wir keine Festlandsgriechen kennengelernt, wenn die Not zuhause so groß ist??mego

Beitrag melden
klmo 03.11.2017, 12:45
74.

Zitat von neurobi
Nein, es ist die griechische Variante. Hinter beiden steht ein kranker Politikansatz. Die EU muss langsam begreifen, dass sie mit solcher Politik dem Projekt Europa schweren Schaden zufügt und Nationalisten damit Wahlhilfe gibt. Ironischerweise würde diese keine andere Politik machen, sondern das ganze noch verschärfen (siehe Wirtschaftsprogamm AfD).
Ist doch nachvollziehbar, wenn nach einer Hilfe von ca. 300 Milliarden Euro solch ein Status quo als Ergebnis vorliegt. Ist doch dem Normalbürger als Ganzes schon lange nicht mehr zu vermitteln.

Beitrag melden
klmo 03.11.2017, 12:48
75.

Zitat von magic88wand
... für ein paar Tage (in Thessaloniki und Umgebung) und hatte nicht den Eindruck, dass es den Leuten ....
Davon können die Griechen nur träumen, was den wirtschaftlichen Aufstieg der Türken in den letzten Jahrzehnten betrifft.

Beitrag melden
Chris_7 03.11.2017, 12:49
76. Studium heißt nicht Qualifikation

Studium ist erst mal Studium. Ob man damit etwas anfangen kann, hängt vom Arbeitsmarkt ab. Und wenn wir in Deutschland nicht immer mehr (sinnlose) Jobs im staatlichen und staatsnahen Bereich f+ür irgend welche Studierten (insb. aus den Nicht-MINT-Fächern) schaffen würden, dann würden auch bei uns viel mehr Gender"forscher", Geistes"wissenschaftler",... Pommes verkaufen.
Dazu kommt, dass ein Studium in GR nicht gerade mit einem Studium in D vergleichbar ist. Eine gute Freundin von mir ist Griechin. Mit Studienabschluss aus GR. Und sie sagt selbst, dass der Inhalt teilweise nicht mal an den Inhalt ihrer später in D nachgeholten einer deutschen Berufsausbildung herangereicht hat. Auch deshalb, weil die "Hochschulen" in GR durch Misswirtschaft und Korruption nicht gerade die akademische Elite angezogen haben.

Also ist es eigentlich egal, ob jemand in GR irgend was studiert hat oder nicht. Das heißt nämlich nicht (wie es die Überschrift suggeriert), dass diese qualifiziert sind.

Was wieder auffällt ist, dass das Fehlen einer soliden dualen Berufsausbildung (wie wir sie in D bisher hatten, bevor man uns dieses Bachelor-Gelumpe aufgenötigt hat) für die Wertschöpfung und den Wohlstand sinnvoller ist, als irgend welche OECD-Studien, die Pseudo-Akademische-Abschlüsse in den Himmel loben - die aber nur zum Pommes verkaufen qualifizieren.
Und am Ende müssen wir doch mal ehrlich sein. Besser sah das früher auf dem Arbeitsmarkt in GR auch nicht aus. Wenn in einem Land der Berufswunsch der Masse der jungen Menschen lautet "Staatsdienst", dann ist etwas faul. Denn das Geld für diese Jobs hatte GR auch zu Drachmen-Zeiten nur über Schulden - die es damals eben durch die Inflation "bezahlen" konnte. Die Wertschöpfung war schon immer zu gering, um eine lebensfähige Volkswirtschaft mit guten Einkommen für alle zu sein. GR landet also jetzt nur da, wo es eigentlich immer war - dies nur durch Schulden "getarnt" wurde.

Beitrag melden
Jimmy.B. 03.11.2017, 12:49
77.

Das Problem ist der Griechen ist und bleibt der Euro und die EU, die griechische Wirtschaft wird wegen ihrer Randlage niemals so effizient sein wie die Wirtschaft in Zentraleuropa, entsprechend werden auch die erwirtschafteten Erträge niemals vergleichbare Werte erzielen, daher kann auch der materielle Lebensstandard nicht der gleiche sein.

Griechenland lebt von Landwirtschaft und Tourismus, und braucht eine eigene Währung damit die Wirtschaft über einen günstigen Wechselkurs überhaupt lebensfähig ist. Der ständige Zufluß von Geld aus der EU verschiebt die Probleme nur und fördert innerhalb GR die Verfestigung einer Opferrolle und das Fortbestehen korrupter Strukturen.

Beitrag melden
ulmer_optimist 03.11.2017, 12:52
78. Umverteilung

Schlechte Beispiele. Ein Pizzabote, der schon seit 13 Jahren trotz technischem Studium keinen Job findet. Lehrer, die natürlich bei einem klammen Staat kaum eine Chance auf Einstellung haben.
In Griechenland wurde und wird umverteilt. Das Geld, das auf Pump unters Volk geworfen wurde, ist bei irgendjemandem angekommen. Vermutlich nur bei wenigen und die haben es mittlerweile im Ausland deponiert. Die Regierung war massiv daran beteiligt und letztlich hat die ganze Volkswirtschaft auf Pump über ihre Verhältnisse gelebt. Die jungen Menschen büßen jetzt für das, was die Alten durch Betrug an der EU und Wirtschaften in die eigene Tasche verursacht haben.

Beitrag melden
siebenh 03.11.2017, 12:54
79. Nix zum Thema

Zitat von Leser161
Neo-Liberales Nirvana. Die Leute können was müssen ranklotzen und kriegen trotzdem gerade was zum Leben nötig ist. Witzig finde ich, wie sehr das dem realen Kommunismus gleicht. Dort musst auch jeder sein Bestes für die Volksgemeinschaft geben um dafür einen zugigen Plattenbau zu bekommen. Ist halt schlecht für die Motivation. Daher wird auch die Endform des Neo-Liberalismus scheitern. Bis dahin werden sich jedoch noch eine Menge Leute kaputtarbeiten.
Ich würde gerne wissen, wann sich der Sinn des Begriffes Neoliberal verändert hat und ob sich die Menschen, die das immer sagen eigentlich bewußt sind, was dieser Begriff in seiner Ursprünglichkeit bedeutet hat. So ziemlich genau das Gegenteil. Das gleiche gilt für linksgrün. Das wird als Schimpfwort benutzt, ist seinem Inhalt nach aber eigentlich eher ein Kompliment. Hilft jetzt keinem, aber wäre gut in Diskussionen richtige Begriffe zu verwenden.

Beitrag melden
Seite 8 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!