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Würzburg-Hamburg: Bahn-Mitarbeiter können auch nett sein - und wie
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Service-Katastrophe Deutsche Bahn? Auch Katherine Rydlink war häufig genervt vom Staatskonzern. Doch dann ereilte sie ein Schicksalsschlag auf freier Strecke - und wurde vom Zugpersonal aufgefangen.

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twistie-at 18.08.2016, 19:16
100.

na ja, weder ein "ich hab nur doofe Erfahrungen" noch "ich nur gute" hilft weiter, sondern es muss schon überlegt werden, wie weshalb welche Probleme entstehen usw.

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robert.a.braun 18.08.2016, 19:36
101.

Im Gegensatz zu dem gestrigen Beitrag von Herrn Böll,
halte ich, nach 32 Jahren DB-Reisen im Fernverkehr,
die Geschichte für authentisch und es dürfte nach meiner Erfahrung nicht die einzige sein die sich täglich
bei der DB ereignet.
Probleme mit der DB musste auch ich aushalten. Es hat nicht immer Freude bereitet einem verpassten
Anschluss hinter her zu schauen. Aber unter dem Strich gesehen überwiegen die positiven Erfahrungen. Insbesonder mit dem ZHugpersonal.
Der vorübergehende Umstieg auf den Pkw für Dienstreisen hat übrigens mehr Probleme bereitet
und Nerven gekostet.
Mit LH, DBA (in Air Berlin aufgegangen) und Berlin Air
gab es da schon öfter Probleme, vor allem wenn es
wg. Verspätungen auf der Heimreise kritisch wurde,
ob am Heimatflughafen noch eine Landung möglich
war.
Zum Beitrag von Herr Böll sei noch gesagt, wer
im Einleitungssatz schon glaubt, seine fachliche Kompetenz heraus stellen zu müssen (Journalist und Verkehrsspezialist mit viel Erfahrung), wird von mir
kritisch betrachtet. Die Kommentare "... wie man in
den Wald ruft ..." und mit wie viel Bargeld und Kreditkarten eine Reise antritt unterstreiche ich voll.
Ein Vielfahrer scheint er nicht zu sein.
Der ganze Beitrag wirkt auf mich unglaubwürdig, was
auch auf SPON durchschlägt. Da Herr Böll im Impressum nicht aufgeführt ist, vermute ich, dass er
freier Mitarbeiter von SPON ist. Gut, SPON muss entscheiden, ob es solchen Mitarbeitern weiter Zugang zu zum Medium weiter gewährt oder riskiert, weiter an Glaubwürdigkeit einzubüßen.
Noch ein Hinweis - keine Belehrung - zum DB-Personal: Der Fahrdienstleiter sitzt im Stellwerk, nicht im Zug, der Zugführer heißt heute Zugschef und ist und war nie Lok- oder Triebfahrzeugführer, der Schaffner heißt heute Zugbegleiter.
Und die DB-Fahrscheinautomaten sind wirklich all zu oft eine große Herausforderung an den logischen Verstand.

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naschauenwirmal73 18.08.2016, 19:36
102. Tauschen wollte ich mit Bahn Mitarbeitern nicht

Ich kann jedem nur die ARD Reportage 7 Tage Zugbegleiter ( youtube) empfehlen

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runesmith 18.08.2016, 19:39
103. Unfair?

Ehrlich, ich habe nur ganz selten schlechte Erfahrungen mit dem Personal IM ZUG gemacht. Die sind meistens die ärmsten Schweine und sehr nett. Dass der Konzern als Ganzes eine Katastrophe ist, steht auf einem anderen Blatt.

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tomymind 18.08.2016, 19:52
104.

Wahrscheinlich stehen diese Mitarbeiter schon auf Pofallas Kündigungsliste.

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Grorm 18.08.2016, 19:59
105. Nicht unbedingt:

Zitat von defycgn
Ich unterstelle jetzt mal, dass die Hilfsbereitschaft deswegen so groß war, weil die Autorin eine Frau ist. Und jetzt steinigt mich..
Ich wollte vor Jahren von Thionville nach Luxemburg. Ich stand schon auf dem Bahnsteig, dann kam ein TGV. Dummerweise hatte ich nur eine Saar-Lor-Lux-Karte, die in Schnellzügen nicht gilt. Dennoch fragte mich eine der Schaffnerinnen, warum ich zwar warten, aber nicht einsteigen würde.

Und dann durfte ich doch mitfahren ...

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abocado 18.08.2016, 20:11
106. Mehr solche Nachrichten

Und Welt würde nicht nur negativ erscheinen. Tolll, dass man so etwas mal lesen kann.

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Thomas Kossatz 18.08.2016, 20:31
107.

Ich empfehle jedem, einmal auf youtube die Reiseberichte von ausländischen Gästen anzuschauen. Bei den üblichen "Top Ten" Videos landet der öffentliche Transport fast immer bei den hochgelobten Seiten Deutschlands. Das kann kein Zufall sein.

Ich bin noch nie von der Bahn hängen gelassen worden, wenn es darauf ankam. Natürlich nin ich auch auf Leute gestoßen, die mir unsympathisch waren oder die schlicht unfreundlich waren. Die finden sie aber in jeder Firma, in jedem Mietshaus und in jedem Restaurant.

Es war die Kommunikation des Alles-Besser-Wissers Mehdorn, der den Ruf des Unternehmens beschädigt hat, noch Jahre nach seinem ausscheiden. An der Substanz des Unternehmens lag das nicht.

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keery 18.08.2016, 20:35
108.

Zitat von tuscreen
ÖP(N)V ist für Leute, denen ihre Lebenszeit nichts wert ist.
Ich sehe das komplett andersherum. Im ÖPNV habe ich Zeit, Dinge zu tun, die ich nicht tun kann, wenn ich Auto fahre.

Auch bei Dienstreisen zwischen Städten buche ich immer Bahn, auch wenn Firmenwagen oder Flieger zur Auswahl stehen. Da kann ich entweder noch etwas dienstliches erledigen oder mir, je nach Reisezeit, einen Film oder eine Serienfolge anschauen, ein Buch lesen, im Internet surfen, essen und trinken, telefonieren (ohne Ablenkung durch den Verkehr), jederzeit aufstehen und eine Toilette benutzen etc. etc. Der Flieger ist meist nicht wesentlich schneller und die ganze Reise deutlich stressiger, weil man kaum für mehr als eine halbe Stunde zur Ruhe kommt und sich obendrein mit lästigen Gepäckbestimmungen rumschlagen muss.

Einer meiner Kollegen hat 2 Monate nachdem er einen Firmenwagen bekommen hat die Tageszeitung abbestellt, weil er keine Zeit mehr hatte, diese zu lesen.

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h.hass 18.08.2016, 21:25
109.

Zitat von twistie-at
habe ich mal genauso gesehen, bis ich nach einem Beklautwerden dann im strömenden Regen in irgendeinem Kaff festsaß, gehbehindert, pleite und ohne Papiere, mit meinem Koffer weil der Schaffner sagt, ich müsste beim nächsten Statiönchen raus. Polizei war 3km entfernt, telefonieren war nicht drin weil ich auch kein Handy hatte und die 3S-Dame meinte, das sei nicht ihr Problem, sie könne nichts tun und sie würe mich anzeigen, wenn ich noch einmal anrufen würde und um Hilfe betteln würde. Das Statiönchen war nur so ein Durchfahrtbahnhof, also nichts mit irgendwelchen Leuten, die da vor Ort waren usw. allerdings war die Polizei auch nicht intelligenter - nachdem mir ein Jugendlicher, der da rumschlappte, dann ein Handy lieh, meinten die Polizisten, ich solle vorbeikommen. Zähneknirschend meinten sie nach 15 Minuten Geheule meinerseits, sie würden vorbeikommen, nahmen die Anzeige auf und wollten mich dann einfach stehenlassen. Nachdem ich weiterheulte und heulte und zigmal wiederholte, ich hätte ja nun kein Geld, sei 200km von zuhause entfgernt, keine Papiere und auch kein Telefon, ließ man sich herab, ein Taxi zu rufen, wollte dann aber abhauen - wohlgemerkt, ohne dass ich ein Zettelchen mit der Anzeige hatte. Wieder rumheulen und schließlich blieb man da bis das Taxi kam. Ein Glück, dass mein Lebensgefährte zuhause wartete und Geld genug hatte...
Glaube ich Ihnen nicht, diese Horrorgeschichte. Bei solchen Alptraumstories bin ich mir zu 99 % sicher, dass sie sich jemand ausdenkt, um sich wichtig zu machen.

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