Forum: Wirtschaft
Wut auf die Deutschen: Keiner mag uns - warum nur?
DPA

Ob Trump oder die Populisten in Italien - alle schimpfen auf Deutschland. Überzogen? Mag sein. Aber helfen wird uns das nicht mehr. Denn wir haben mehr Schuld daran, als viele sich eingestehen.

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Bueckstueck 01.06.2018, 18:36
330. Die Dosis machts

Die trumpsche Masche "nach mir die Sintflut, also noch ein paar Billionen auf den Schuldenberg damit die Reichen und Konzerne sich die Taschen stopfen können und vielleicht, wahrscheinlich aber nicht, das Märchen vom trickle down mal wahr wird" ist genau so verkehrt wie das andere Extrem der Marke Schäuble mit seiner schwarzen Null die alle anderen gefälligst auch erreichen sollen.

Der Mittelweg ist es und der darf sich auch mal flexibel nach Bedarf auf die eine oder andere Seite schlängeln. Alles andere sind durch die Realität widerlegte Ideologien.

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LittleBoy 01.06.2018, 18:38
331. Sehr gut geschrieben.

Bin absolut ihrer Meinung. Sehr gut auf den Punkt gebracht. Das wird manchem hier nicht gefallen... aber die Lösung wäre, dass Deutschland endlich Mal die. Binnennachfrage stärkt.

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amon.tuul 01.06.2018, 18:39
332. Das hätten die Journalisten gern

ich kenne viele Griechen, Franzosen, Italiener, Schweizer, Österreicher Ungarn.

Keine Leute die mir nach dem Mund reden.

Alle sagen, daß die Zeitungen aufgrund von Druck aus den USA und den US Medien/Beanken halb Europa gegen Deutschland aufwiegeln, um die EU und Deutschland zu schwächen.

Kein Mensch glaubt, daß die Deutschen irgendwas Blödes, Schlechtes, Mieses an sich hätten.

Die Leute sagen, sie wissen daß Deutschlands Regierung viel für die EU getan hat und vertrauen weiter darauf.

Das Journalistengerede ist übel und weltfremdes Gerede zugunsten der USA.

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brasshead 01.06.2018, 18:41
333.

Zitat von wolfabc
Wenn andere unser Geld wollen, dürfen die sich nicht wundern, wenn wir die Bedingungen stellen. Das machen Banken und IWF genau so. Und wenn andere Länder sich nur darauf verstehen, Steuer beim Normalbürger, aber nicht bei den Reichen einzutreiben, dafür aber überhöhte Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst und weit übehöhte Pensionen und Renten zahlt, dann ist das ein hausgemachtes Problem. Den Griechen also war und ist nicht zu helfen. Und sie hätten nie in die EU gedurft. Und Italien hat seit Kriegsende die gefühlt 99ste Regierung, seine Mafia und ganze Industriezweige, die die im Verborgenen arbeiten und keine Steuern zahlen. Wenn die auf uns Wut haben, kann ich nur sagen, wer im Glashaus sitzt... Alles in allem sind nicht wir diejenigen, die ihre Hausaufgaben machen sollten.
Stimmt, Deutschland macht es eben einfach gut: Import- und Investitionsdefizit in dreistelliger Milliardenhöhe, Steuerhinterziehung in Höhe von 160 Milliarden im Jahr, Aufklärungsrate bei Geldwäscheaktivitäten von 1%, Nichtratifizierung des Antikorruptionsabkommens der Vereinten Nationen, 25% aller Beschäftigten im Niedriglohnsektor, zunehmende Kinder- und Altersarmut, ...

Es ist beruhigend zu wissen, dass wir nicht diejenigen sind, die ihre Hausaufgaben machen sollten.

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Interessant, 01.06.2018, 18:45
334. Auf Kosten anderer zu leben hat doch einen Preis.

Unser Wohlstand beruht nicht nur auf guten Produkten, sondern auch auf einer gnadenlos effizienten Wirtschaftsweise, bei der andere die Zeche zahlen: Seit Jahrzehnten (Jahrhunderten?) importieren wir billige Rohstoffe, die sozialen und ökologischen Kosten werden ausgelagert in andere Länder. Unsere Agrarsubventionen ruinieren bekanntlich die Agrarexporte mancher afrikanischer Länder (Export zu Dumpingpreisen, der kleine afrikanische Bauer kann nicht konkurrieren). Diese Denk- und Wirtschaftsweise führt aber auch zu einer Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen (industrialisierte Landwirtschaft, welche zu ausgeräumten und ökologisch toten Landflächen, Wäldern und Gewässern führt, sowie vermüllte Meere etc.) oder sozialen Verwerfungen (Niedriglohnsektor). Ethik bzw. mangelnde Ethik hat einen Preis! Es ist so unglaublich arrogant und selbstzufrieden, den eigenen Reichtum von diesen Vorgängen abzukoppeln!

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rockwater 01.06.2018, 19:18
335. 262

Sehr guter Beitrag. Nur dass ich nicht nur auf HighTech gucken würde, sondern auch auf eine sehr hochwertige und ökologisch-nachhaltige Lebensmittelproduktion. Denn Deutschland hat sehr wohl seine Rohstoffe. Gute Ackerböden, gemäßigtes Klima und viel verfügbares Wasser.

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thunderstorm305 01.06.2018, 19:22
336. Das sehe ich völlig anders!

Es ist schon klar was SPON hier möchte. Die Löhne sollen kräftig steigen, die Sozialausgaben durch massive Erhöhung der Hartz4-Bezüge gleich mit und schnell sind alle Probleme gelöst. Der deutsche Arbeitnehmer wird dann so teuer werden, dass unsere Produkte zu teuer sind um mit den anderen aus der EU mitzuhalten. Unsere Arbeitslosigkeit geht dann zwar in die Höhe, aber wir helfen damit den anderen EU-Partnern. Ich glaube dass so eine Politik nicht die unsere sein kann. Wir haften nebenbei mit 27% der EZB-Aufkäufe an Staats- und Unternehmensanleihen die inzwischen die 2 Billionen € Grenze überschritten haben. Der deutsche Sparer hat in der gleichen Zeit Milliarden an Zinsen verloren und schaut bei seiner Altersabsicherung in die Röhre. Staaten wie Italien bringen es nicht fertig ihre Finanzen auf die Reihe zu bringen und möchten ihre Schulden am liebsten erlassen haben. Vor 10 Jahren hatte Deutschland die "rote Laterne" und hat aus den Fehlern die Lehren gezogen. Wenn wir schon entgegen den Vereinbarungen der Maastricht-Kriterien Schulden von unseren Partnern übernehmen, dann muss man von unseren Partnern auch erwarten können, dass sie sich endlich an die Vereinbarungen halten. Ich frage mich auch wie staatlich verordnen kann Waren von anderen EU-Partnern zu kaufen? Kann SPON hier mal klar sagen was man darunter versteht? Sollen wir jetzt nur noch beim Italiener einkaufen gehen und nur noch einen Seat oder einen Fiat kaufen?

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Tomix 01.06.2018, 19:23
337. Einfach mal die Kommentare hier lesen

Weshalb "der Deutsche" so unbeliebt ist, liest man aus zahlreichen (wenn nicht gar den meisten) Kommentare hier heraus: Arroganz, die auch ganz schnell in Aggressivität umschlagen kann. Nicht so ein Knaller wenn mans mal genau betrachtet...

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kladderadatsch 01.06.2018, 19:25
338. Der Euro spaltet die EU und Schuld sind immer die anderen

Lasst die Griechen und die Italiener jetzt raus, damit sie ihren Frieden finden. Sie sind hohe Lohn und Preiserhöhungen gewöhnt und konnten dies mit einer Abwertung ihrer Währung ausgleichen. Auch Schulden machen möchten sie so viel wie es geht. Die TargetII Salden sollten dann in italienische Anleihen umgewandelt werden. Dann wird die Abschreibung zumindest geringer als wenn man gar keinen Titel hätte. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

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aletheia53 01.06.2018, 19:28
339. Vielleicht

können die Italiener uns vorführen, in dem sie einem hair cut bei den in privater Hand von Inländern befindlichen Staatsanleihen zustimmen und so den Schuldenstand reduzieren? Dann können sie auch ihre Banken wieder mit mehr Eigenkapital ausstatten und brauchen nicht auf die Einlagensicherungen unserer Banken schielen.

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