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Wut auf die EZB: Deutschland droht die Dexit-Debatte
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Immer heftiger gehen Kritiker auf die Europäische Zentralbank los: Die Niedrigzinsen ruinieren angeblich Deutschlands Sparer. Dahinter steckt grundsätzliches Misstrauen gegen die gemeinsame Währung.

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Objectives 03.08.2019, 23:06
1. Deutschlands Sparer

Niemand wird ruiniert. Tatsächlich lagen die Realzinsen in den seltensten Fällen im positiven Bereich. Deutschlands Sparer ruinieren sich selbst durch fehlende Finanzbildung. Alle anderen haben vor Jahren erkannt, was zu tun ist.

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dodgerone 03.08.2019, 23:10
2.

Wir profitieren massiv vom Euro. Nur weil ein Paar Sparer es nicht gebacken bekommen ihr Geld vernünftig anzulegen muss man nicht die EZB oder den Euro infrage stellen.

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salomohn 03.08.2019, 23:13
3. Lassen wir uns nicht auseinandertreiben

Es gibt ein paar Player auf dem Weltmarkt, die zu recht Angst vor einer geeinten, starken Europäischen Union haben. Sie versuchen alles, um unter uns EU-Mitgliedern Zweifel und Missgunst zu säen. Wir können stolz sein auf unseren langen Frieden und die wirtschaftliche Sicherheit, die wir haben können. Eine neue deutsche Regierung wird hoffentlich sensibler im Markt agieren. Der Dexit ist Unsinn.

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Galgenstein 03.08.2019, 23:13
4. Warum sollte die EZB Zinsen zahlen müssen?

Das Gejammer über die niedrigen Zinsen kann ich nicht mehr hören. Fakt ist, dass die Spareinlagen massiv zunehmen und die Unternehmen über mehr als genug eigene Mittel verfügen, um ihre Inventionen zu tätigen. Sinkt die Nachfrage nach den Sparguthaben gehen die Zinsen halt in den Keller. Perioden mit negativer Realverzinsung gab es in den letzen vierzig Jahren immer wieder. Aber solange die Inflation 4% und die Verzinsung 2% betrug fanden die Menschen das in Ordnung.
Der deutsche Sparer will:
hohe Zinsen auf seine Guthaben erhalten
wenig Zinsen für seine Kredite bezahlen
Null Inflation und
Null Risiko.
Das gibt es nicht und gab es nie.

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Fuxx2000 03.08.2019, 23:13
5. Kurz angemerkt

Dem Euro verdanken wir die wirtschaftlichen Vorteile, die gerne den angeblich so tollen Hartz Reformen zugeschrieben werden. Und es gibt immer noch kein Menschenrecht auf Zins-und Zinseszins. Lustig ist übrigens, dass oft dieselben Schlaumeier sich über niedrige Zinsen beschweren, die behaupten der Staat solle keine Schulden machen.

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Cyman 03.08.2019, 23:14
6. Will da jemand etwas herauf beschwören?

Oder ist der Kommentar ein Thema für das Sommerloch? Ein Dexit wäre nach einem Brexit fatal. Für die Wirtschaft und für den Frieden. Insbesondere in bereits so instabilen politischen Verhältnissen wie derzeitig schon. Europa und die USA gespalten wie nie, die Situation im Nahen Osten und mit Russland, sowie die unabsehbaren Folgen des Brexits. Ein Glück, dass ich bald wieder weit weg von DE bin.

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spmc-12355639674612 03.08.2019, 23:14
7. Ich selbst

gehöre zu den großen Fans von Herrn Draghi. Er hat durch niedrige Darlehenszinsen dafür gesorgt, dass ich mein Vermögen seit 2014 deutlich mehren konnte.
Natürlich musste man, um von den Niedrigzinsen zu profitieren, selbst aktiv werden und sein Geldvermögen notfalls auch umschichten: vom Sparkonto weg zu Aktien und Immobilien. Jeder, der sich auch nur ein kleines bisschen mit Geldanlagen beschäftigt hatte, wusste das.
Leider scheinen große Teile der Deutschen immer noch nicht zu verstehen, die Zusammenhänge von Zinsen und Renditen richtig zu deuten. Das Einzige, was einige zu können scheinen, ist herumzulamentieren und merkwürdige Parteien zu wählen (die nicht einmal die Interessen der eigenen Wähler ordentlich vertreten). Warum man außerhalb des klassischen Sparbuchs sein Geld sinnvoller anlegen kann, verstehen viele nicht oder wollen es nicht wahrhaben. Guthabenzinsen auf Sparguthaben haben die Inflation noch nie(!) dauerhaft überstiegen. Geld auf dem Sparbuch wurde also schon immer langsam entwertet.
Daher noch einmal für alle: Wer sein Geld bei niedrigen Zinsen auf dem Sparbuch vergammeln lässt, ist selbst schuld, wenn es sich nicht vermehrt!

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e-mobiler 03.08.2019, 23:15
8. Zinsen sind unchristlich

Viele Jahrhunderte galt es als unchristlich, Zinsen zu erheben und zu zahlen.
Zinsen zu bekommen heißt immer, dass auf der anderen Seite bluten muss. Deswegen heißt ja auch eine kapitalgedeckte Altersvorsorge von der anderen Seite "Heuschrecke". Ein Segen also, dass im Euroraum die Zinsen so niedrig sind.

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freddygrant 03.08.2019, 23:15
9. Die Finanz- und ...

... Währungspolitik steht Kopf. Und das müßte nicht sein!
Anscheinend reicht die Inflations- und Schuldenpolitik nicht
mehr aus um Wachstum auch dort noch zu generieren, wo
keine normaler Markt und Nachfrage mehr sind. Die Folgen
für Klima und Umwelt sind schon dramtisch. Die Geldmengen
resultieren nicht mehr aus solidem sparen und wirtschaften,
sondern nur aus inflationärer Geldmengenvermehrung. Das
hält auch der EURO auf Dauer nicht (mehr) aus!

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