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Wut auf die EZB: Deutschland droht die Dexit-Debatte
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Immer heftiger gehen Kritiker auf die Europäische Zentralbank los: Die Niedrigzinsen ruinieren angeblich Deutschlands Sparer. Dahinter steckt grundsätzliches Misstrauen gegen die gemeinsame Währung.

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Bibe 04.08.2019, 06:43
140. Ein Aspekt fehlt...

... in diesem Kommentar geflissentlich: dass die EZB mit ihren Anleihekäufen massiv Staatsfinanzierung betreibt und somit den hochverschuldeten Südländern unter die Arme greift. Und warum setzt Frankreich alles daran, einen deutschen EZB-Präsidenten zu verhindern? Warum der Deal, eine abgehalfterte deutsche Ministerin entgegen vorheriger Absprachen zur Kommissionspräsidentin zu machen, wenn es nicht darum geht, die Interessen der Südländer zu wahren?

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ausserhalbinlaender 04.08.2019, 06:43
141. Mitschuldig

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Für uns Sparr ist die Geldschwwmme bei den Banken eine neuartige und unfreundliche Bekanntschaft. Unsere Spareinlagen vermehren sich nict mehr. Das ist nicht die Absicht der Banken. Es gubt zu viel Wohlstand. Die Banken können gar nicht genug Geldvausleihen, ausser in kreditunwürdige Projekte

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pk199 04.08.2019, 06:44
142. EZB und Euro über alles?

Eine Rückkehr zur nationalen Währung bedeutet noch keinen Dexit.
Minuszinsen enteignen nicht nur Sparer, sondern verhindern auch, dass das Geld dorthin fließt, wo es effektiv ist. Das dadurch erzeugte robuste Wachstum ist genauer betrachtet sinnloser Wildwuchs und bringt die technische Entwicklung nicht voran. Es ist gerade nicht robust, denn sind wieder Zinsen zu bezahlen, machen viele Unternehmungen sofort pleite. Auf Dauer ruiniert es alle und alles.

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christianp63 04.08.2019, 06:48
143. Nicht angeblich sondern zu 100prozent

Jeder der versucht für eine Wohnung oder ein Haus zu sparen wird merken daß er garnicht so schnell sparen kann wie das Geld entwertet wird. Der Normalverdiener wird einerseits durch die enorme Inflation bei Immobilien und durch fehlende Zinsen auf dem Sparkonto enteignet und das gewollt und Monat für Monat. Das ist gewollt so werden die Schulden der Staaten und Banken Schritt für Schritt vernichtet und damit die paar Euro die wir angespart haben. Dazu zählen auch Lebensversicherungen, Renten und private Krankenversicherungen. Selbst unsere Arbeitskraft ist im Prinzip immer weniger wert da wir mit geld bezahlt werden das in 10 Jahren die Hälfte der Kaufkraft verloren hat wenn wir versuchen zu sparen.die Party läuft noch macht Schulden solange ihr könnt.einem anderen Tipp kann es nicht geben.

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ckoenig 04.08.2019, 06:57
144. Wohlstand auf Pump

Anleihenkäufe in Billionenhöhe, für die insbesondere Deutschland gerade stehen muss. "Wohlstand" finanziert durch Schulden. Wir geben anderen Ländern Geld, damit diese unsere Produkte kaufen. Kann irgendwie auf Dauer nicht funktionieren, oder? Währungsunion ohne Wirtschafts- und Finanzenunion klappt halt nicht. Und wer zahlt's?

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Sibylle1969 04.08.2019, 07:03
145. Dummer deutscher Michel

Es dürfte kaum jemanden geben, der mal eben 100.000 Euro oder mehr auf einem Tagesgeldkonto liegen hat. Wer so viel Vermögen hat, hat das Geld meist lukrativer angelegt. Wem 0,01% Zinsen aufs Tagesgeld zu wenig sind, der schaue sich doch bitte mal die Performance des Aktienmarkts in den letzten Jahren an. Mein Depot, das breitgestreute ETFs, Aktienfonds und Einzelaktien enthält, ist dieses Jahr bereits um 15% gewachsen. Die auch für Kleinsparer leicht realisierbare Anlagestrategie lautet ETF-Sparplan. Schon ab 25 Euro pro Monat kann man damit bis zur Rente ein kleines Vermögen aufbauen und vom Zinseszinseffekt profitieren. Durch die breite Risikostreuung und bei langfristiger Anlage (30 Jahre) kann dabei nichts schiefgehen, dafür sorgt das mathematische Gesetz der Großen Zahlen. 7% jährliche Rendite sind das im Schnitt. Auf dem Tagesgeldkonto hat man lediglich ein paar 1000 Euro als kurzfristige Liquidität für unvorhergesehene Ausgaben wie eine Autoreparatur. Aber der dumme deutsche Michel scheut Aktien wie der Teufel das Weihwasser und jammert lieber über die EZB. Nicht zu vergessen auch, dass Deutschland zu den größten Profiteuren des Euro gehört. Durch die niedrigen Zinsen hat Deutschland in den letzten Jahren sage und schreibe rund 300 Milliarden Euro an Zinszahlungen für seine Anleihen eingespart und konnte die Staatsschulden so deutlich verringern. Wer hätte denn diese 300 Mrd gezahlt? Richtig, der Steuerzahler. Als exportabhängige Volkswirtschaft profitiert Deutschland zudem vom vergleichsweise niedrigen Eurokurs. Ohne den Euro hätten wir keine 10 Jahre mit sehr niedriger Arbeitslosigkeit.

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r.voelckel 04.08.2019, 07:04
146. Die Wahl

Der Euro war ein Kardinalfehler, da es die europäischen Kulturen zwangsläufig aufeinander hetzt, was zuvor nie der Fall war und populistische Strömungen an die Macht bringt. Sollten diese Europa bedrohen sollte man die Zwangsvereinigung Euro aufgeben. Dieses wird jedoch massive Verwerfungen mit sich bringen, die sofort bei zu erwartender Aufwertung der DM eine extreme interne Abwertung erforderlich machen würde, um den Export nicht implodieren zu lassen. Aber eine Halbierung der Einkommen ist in Deutschland kaum möglich, jedoch in Italien unmöglich. Somit kann es notwendig sein, den Euro zu opfern, um Europa zu retten. Leider fehlt der Politik Mut und gefährdet Europa zwangsläufig

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Erika.Mustermann@spon.de 04.08.2019, 07:06
147. Demokratieveständnis

Wenn hier "eine Debatte droht", darf man dann fragen in welchen Fällen eines der grundlegenden demokratischen Rechte überhaupt noch wahrgenommen werden darf?
Und wer genehmigt in Zukunft eine Debatte?

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jufo 04.08.2019, 07:12
148. Ich bin überrascht

Ich habe bisher keine Debatte über den Dexit wahrgenommen aber vielleicht gibt es sie ja wirklich.
Die angeblichen Vermönensgewinne der deutschen Immobilienbesitzer sind Buchgewinne. Ich habe nichts davon, dass mein Häuschen mehr wert geworden ist solange ich es nicht verkaufe und wenn ich es verkaufe muss ich woanders teuer wohnen. Diese Vermögensgewinne sind vielmehr von den Niedrigzinsen getrieben weil man sich bei einem Prozent Zinsen mehr Geld leihen kann als bei sechs Prozent. Die angesprochene Deflation kann ich nicht erkennen, außer wir betrachten die importierte Deflation durch fallende Ölpreise aber das mag sich bei Abflauen der Weltwirtschaft ändern. Aber was bewirken die Niedrigzinsen denn? Wird davon mehr in Produktivvermögen investiert? Das kann ich auch nicht erkennen. Die Niedrigzinsen haben allenfalls den Effekt Pleitestaaten über Wasser zu halten und den Außenwert der Währung zu senken um die Exporte anzukurbeln. Abgesehen von den aktuellen Verwerfungen ist der Euro nach meinem Empfinden eine Chimäre weil er eine Gemeinschaftswährung ohne gemeinsame Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik ist. Die Ungleichheit in der Eurozone, die ja mit ursächlich für die Niedrigzinsen ist, wird damit eher verstärkt der Euro schadet in dieser Form mehr als dass er nutzt. Also entweder gehen wir den Weg der politischen Integration deren Notwendigkeit auch auf Feldern wie Außenpolitik und Technologieentwicklung offensichtlich ist oder wir desintegrieren Europa und schaffen den Euro wieder ab (wie auch immer das geht). Die einzelnen Staaten können dann individuelle Bündnisse mit den großen drei: China, Russland, USA eingehen, viel Vergnügen.

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Sepp Fatal 04.08.2019, 07:13
149.

Es droht eine Debatte! Wo sind wir denn? Seit wann darf ungefragt debattiert werden?

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