Forum: Wirtschaft
Wut auf die EZB: Deutschland droht die Dexit-Debatte
Getty Images

Immer heftiger gehen Kritiker auf die Europäische Zentralbank los: Die Niedrigzinsen ruinieren angeblich Deutschlands Sparer. Dahinter steckt grundsätzliches Misstrauen gegen die gemeinsame Währung.

Seite 24 von 78
philippkemler773 04.08.2019, 09:21
230. Draghi....

Draghi IST DER TYP DER GRIECHENLAND IN DEN EURO GERECHNET HAT .JEDER BÄNKER HAT GEWUSST DIE EINFÜHRUNG DES EURO IST SCHWACHSINN.MAN KAM MIT 2000DM WEITER ALS MIT 1000EURO.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
proffessor_hugo 04.08.2019, 09:23
231.

umgekehrt wird ein Schuh draus. Der EURO ist eine sehr gute Sache. Falsch nur, daß ein Teilstaat sich mit falschen Zahlen die Mitgliedschaft erschlichen hat und nicht zur Rechenschaft gezogen wurde -im Gegenteil, er wurde und wird mit den Steuergeldern der übrigen gepäppelt. Falsch auch, daß die selbst festgelegten Regeln, etwa bei der Staatsverschuldung, nicht konsequent eingehalten werden

Es fehlt insbesondere die politische Integration. Aktuell haben wir den Stand, den das wilhelminische Kaiserreich von1871 bis 1918 hatte: eine Menge "souveräner " ( ? ) Staaten mit jeweils eigener Staatsangehörigkeit und eigenen Königen etc. Sogar die 5-Mark-Stücke trugen auf einer Seite das Bild des betreffenden Teilstaates.

Wir brauchen - dringend - eine engere Kooperation, die leider von Merkel hintertrieben wird. Gemeinsame Außen-, Innen- und Wirtschaftspolitik. Überall gleiche Sozialversicherung.

Angeblich wollte Flandern schon mal des 17. Bundesland werden. Immerhin, das wäre eine sehr schnell realisierbare Möglichkeit. Aber die unselige Vergangenheit macht es politisch nicht durchsetzbar, anderen Teilstaaten oder Regionen das Angebot zu machen, sich der BRD anzuschließen.

Andere Alternative: Die BRD löst sich auf und die einzelnen Bundesländer treten dem helvetischen Bund bei (NRW ist dafür zu groß, also je ein Kanton Rheinland und Westfalen) .... dann die Bundesländer der BRÖ, Flandern, Korsika, Schottland, Baskenland, Lombardei und Venetien, Bretange usw. Weil dann keine neue Entität geschaffen werden muß, geht das sehr schnell. Nebenbei sind wir dann neutral, ohne NATO, WEU etc. Und wir wären die Visegrad-Quertreiber los.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dingelday 04.08.2019, 09:23
232. Sagt mal kriegt ihr Forenquatscher eigentlich noch irgendwas mit?

Ich meine so vom Weltgeschehen? So voll außerhalb einer Traumwelt? Endlich ist der Spiegel wieder da, nach einer einer unendlichen Qual in der unsääääglichen intellektuellen Disaspora, nach der man erst mal ne Kur einreichen muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
three-horses 04.08.2019, 09:24
233. Der Weg in die Hölle.

Zitat von Galgenstein
Das Gejammer über die niedrigen Zinsen kann ich nicht mehr hören. Fakt ist, dass die Spareinlagen massiv zunehmen und die Unternehmen über mehr als genug eigene Mittel verfügen, um ihre Inventionen zu tätigen. Sinkt die Nachfrage nach den Sparguthaben gehen die Zinsen halt in den Keller. Perioden mit negativer Realverzinsung gab es in den letzen vierzig Jahren immer wieder. Aber solange die Inflation 4% und die Verzinsung 2% betrug fanden die Menschen das in Ordnung. Der deutsche Sparer will: hohe Zinsen auf seine Guthaben erhalten wenig Zinsen für seine Kredite bezahlen Null Inflation und Null Risiko. Das gibt es nicht und gab es nie.
Das ist so ein Märchen. Geld ausleihen ist eine Leistung die auch zu bezahlen ist. So in eine Größenordnung von 2-3% auch völlig ok.
Wer von Null und Minus Verzinsung profitiert, ist die Staatskasse.
3% auf drei Billlionen sind einmal 90 Milliarden...neue Schulden.
Auch die Inflation ist von den Regierungen gewünscht, je mehr, desto besser...die Einnnahmen steigen. Und wenn es keine Inflation gibt, dann wird Falschgeld gedruckt...sind auch Einnahmen und der Weg in das Ruin Finale. Statt Zinsen, weichen die Banken auf eine Art von "Falschgeld", die Derivate. Wo aus eine Million an Wert, auch Hunderte sein können. Ein Pferd wird in Nu zu eine Herde. Man kann so sagen, alle die von der Arbeit leben, werden zu schuftenden Idioten gemacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wohlstand für alle 04.08.2019, 09:24
234. Eine isolierte Betrachtung des Zinses führt nicht weiter

Das derzeit niedrige Zinsniveau ist doch nichts anderes als Ausdruck einer bereits lang anhaltenden Wachstumsschwäche, die sich gerade weltweit verschärft und Deutschland als Nettoexporteur besonders trifft.
Wachstum aber kann nur aus Investitionen entstehen. Und zu kreditfinanzierten Investitionen entschließen sich Unternehmer nur, wenn verlässliche und ansteigende Nachfrage nach ihren Produkten absehbar ist. Diese Nachfrage kann letztlich nur aus dem privaten Konsum des gesamten deutschen Volkes bestehen. Dazu fehlen aber zwei Drittel der Bevölkerung das Geld, die Löhne sind nämlich einfach zu niedrig. Warum sollte aber das obere Drittel konsumieren und sein Geld ausgeben, der gewünschte Abstand nach unten ist ja auch so da? Nun, das Geld muss diesen Drittel, zu dem ich auch zähle, erst zwischen den Fingern zerrinnen, was negative Zinsen durchaus leisten würden!
Genauso wichtig ist ein Güter der öffentlichen Daseinsvorsorge und auch Kredite nachfragender Staat, denn diese Güter verringern die Existenzangst und damit die Sparneigung der Menschen, was wiederum den privaten Konsum fördert. Außerdem erhöht Nachfrage nach Krediten langfristig die Zinsen. Und damit schließt sich der Argumentationskreis:
Tatsächlich sollten die Zinsen auf Spareinlagen möglichst schnell negativ werden, um anschließend wieder dem anspringendem Wachstum nach oben zu folgen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Fehn

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rudi_ralala 04.08.2019, 09:25
235.

Zitat von spmc-12355639674612
gehöre zu den großen Fans von Herrn Draghi. Er hat durch niedrige Darlehenszinsen dafür gesorgt, dass ich mein Vermögen seit 2014 deutlich mehren konnte. Natürlich musste man, um von den Niedrigzinsen zu profitieren, selbst aktiv werden und sein Geldvermögen notfalls auch umschichten: vom Sparkonto weg zu Aktien und Immobilien. Jeder, der sich auch nur ein kleines bisschen mit Geldanlagen beschäftigt hatte, wusste das. Leider scheinen große Teile der Deutschen immer noch nicht zu verstehen, die Zusammenhänge von Zinsen und Renditen richtig zu deuten. Das Einzige, was einige zu können scheinen, ist herumzulamentieren und merkwürdige Parteien zu wählen (die nicht einmal die Interessen der eigenen Wähler ordentlich vertreten). Warum man außerhalb des klassischen Sparbuchs sein Geld sinnvoller anlegen kann, verstehen viele nicht oder wollen es nicht wahrhaben. Guthabenzinsen auf Sparguthaben haben die Inflation noch nie(!) dauerhaft überstiegen. Geld auf dem Sparbuch wurde also schon immer langsam entwertet. Daher noch einmal für alle: Wer sein Geld bei niedrigen Zinsen auf dem Sparbuch vergammeln lässt, ist selbst schuld, wenn es sich nicht vermehrt!
Freut mich für Sie, dass Sie ein Draghifan sind und, dass Sie Geld besser anlegen als der dumme deutsche Michel.
Allerdings denken Sie nur bis zur nächsten Tür, die Realität, auch für Sie tut sich erst nach der übernächsten Tür auf.
Sie glauben doch wohl nicht, dass die seit Jahrzehnten andauernde Schuldenorgie mit Nullzinspolitik oder Negativzinsen zu bewältigen ist? Mit ein paar Kröten des dummen Michels geht das nicht, zumal der sein Geld bei Negativzinsen vom Konto holt.
Es ist für einen Staat, auch für den Deutschen kein Problem auch Aktien- und Immobilienbesizer sowie Edelmetallhorter zur Kasse zu bitten, diese Folterinstrumente sind alle bereits von Gesetzen abgesichert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
70-200er_f2.8 04.08.2019, 09:27
236. Wer Christian Odendahl zitiert

Zeigt das er nun gar keine Ahnung von Finanzen hat. Aber anders war es vom Spiegel auch nicht zu erwarten. Den Unfug eines Cheflobbyisten als wissenschaftliche Arbeit hinzustellen. Spätestens mit Blick auf die Finanzierer von Odendahls CER ist jedem klar woher der Wind weht....

Auch kleinste Einkommen versuchen zu sparen. Aber das kommt jemandem, der regelmäßig große Beträge ausnLobbyarbeit bewegen muss ja nicht in den Sinn. Jeden Monat 25 Euro weglegen ist auch sparen und zwar richtiges sparen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gantenbein3 04.08.2019, 09:30
237. Größtmöglicher Unverstand

Zitat von widower+2
Größtmöglicher Unsinn, davon zu sprechen, Sparer zu ruinieren. Wer spart, hat etwas. Das Ausbleiben von Zinsen zu beklagen und sich dann auch noch ruiniert zu fühlen, bekommen wohl nur deutsche Michel hin.
Keine Bank gewährt Ihnen zinslosen Kredit. Aber dass die Sparer den Banken mit ihren Einlagen quasi zinslose Kredite gewähren, finden Sie offenbar gut. Tatsächlich wirtschaften die Banken mit dem nahezu kostenlosen Geld der Sparer, verleihen es und nehmen selbst Zinsen dafür ein. Diejenigen, die über die Sparer lästern, verlangen ihnen etwas ab, das im ganzen Wirtschaftsgeschehen unüblich ist: nämlich damit einverstanden zu sein, dass man für sein Geld nichts bekommt.

Allerdings sind auch die Kreditzinsen der Banken niedrig. Das bedeutet aber nur, dass sich die Wirtschaft, der es gut geht, letztlich auch mit dem Geld der Sparer billig finanziert. Zu Sparen ist heute wie eine karitative Leistung. Und das, meinen Sie, soll man als Sparer, der um seine Altersversorgung bangt, gut finden?

Und kommen Sie mir nicht mit Aktien. Denn auch diese sind nicht sicher, was sie aber sein müssten, wenn es um die Altersversorgung geht.

Und noch etwas: Wenn es die Sparer leid sind, sich für die kostenlose Hingabe ihres Geldes auch noch verspotten zu lassen und in großer Zahl ihr Geld abziehen, wird der Sommer vielleicht nochmal richtig heiß. Denn dann müsste die Wirtschaft auf so ungefähr sechs Billionen Euro zinslosen Kredit verzichten. Was meinen Sie, wie gut das der Volkswirtschaft täte? Dann bräche nämlich schlicht alles zusammen. Zwar wären dann auch die Spareinlagen futsch. Aber in der Wirtschaft wird bekanntlich nicht immer rational gehandelt. Warum sollten die Sparer da die Ausnahme sein?

Letztlich machen Draghi und seine Gesinnungsgenossen, auch denen in der Bundesregierung, ihr Geschäft mit der Leidensfähigkeit der Sparer. Aber diese ist begrenzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
roxl 04.08.2019, 09:31
238. Unabhängigkeit der EZB respektieren

Dieses Zuspitzen eines komplexen Themas (Geldpolitik für 300 Mio Menschen: arme und reiche Menschen, Schuldner und Sparer, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Arbeitslose, Kinder, Alte, Finnland, Portugal, Slowenien...) auf die simple Frage "wie maximiere ich den Zinsertrag auf deutsche Sparbücher" ist unerträglich. Das politische Mandat der EZB ist ein anderes - nämlich eine Inflation unter, aber nahe 2% sicherzustellen!

Besorgniserregend wird es, wenn dann medial und politisch wie z.B. AKK schon die Unabhängigkeit der EZB in Frage gestellt wird - mit der komplett irrigen Annahme, eine politisch abhängigere EZB würde sich dann entgegen ihres Mandates ganz auf die Gewinnmaximierung für deutsche Sparer konzentrieren. Nein, genau das Gegenteil würde passieren.

Die Deutschen sollen sich endlich bewusst werden, dass sie nur eine Minderheit in der Eurozone sind und daher die EZB vor Zurufen von politischer Seite (ob aus Deutschland, Italien oder Griechenland) schützen! Nur so kann man deutsche Interessen am besten wahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
localpatriot 04.08.2019, 09:31
239. Land der Dichter und Denker?

Zitat von Wolze
Fakt ist, dass ich vor 15 Jahren noch von meinen Zinsen leben konnte. Jetzt frisst die Inflation mein Kapital weg. Nicht jeder möchte den Finanzhaien sein Geld überlassen. Die Menschen haben absolut recht wenn sie behaupten, dass Draghi zu Gunsten maroder Südländer Politik macht, für die er nie autorisiert wurde.
Eher kann man sagen: D ist ein Land der Sparer und die werden durch die fragliche Zinspolitik stark benachteiligt.
Und wer gewinnt? Die Spekulanten der Finanzindustrie.
In Wirtschaften mit einer riesigen gut verteilten Kapitalbasis ist das möglicherweise umgekehrt.
Aber in D gehoert die Mehrheit zu den Sparern, Und die sind im Hintertreffen. Nur lesen die wenigsten von ihnen die Financial Times.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 24 von 78