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Wut auf die EZB: Deutschland droht die Dexit-Debatte
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Immer heftiger gehen Kritiker auf die Europäische Zentralbank los: Die Niedrigzinsen ruinieren angeblich Deutschlands Sparer. Dahinter steckt grundsätzliches Misstrauen gegen die gemeinsame Währung.

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Hansespirit 04.08.2019, 00:36
70.

Der übertriebene Hang der Deutschen zum Zinssparen ist mir eh schon lange suspekt, zumal dank nur scheinbar vertrauenswürdiger Sparkassen und Lebensversicherer der deutsche Sparer stärker von eben jenen „ausgenommen“ wird als es die EZB je könnte.

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vondech 04.08.2019, 00:36
71. Dexit

Wer spricht denn von Exit? Weder Herr Sinn, noch Herr Fuest oder Schmidt, noch Herr Lucke, noch Herr Gauland.
Alle kennen und benennen die riesigen Probleme in und durch die EU und die ahnungslosen Politiker.
Unsere Schäden und vor allem Haftungen gehen in die Billionen. Die einfachen Sparer werden systematisch
enteignet, errechnet wurden netto (gegen Kreditersparniss) 500 Mrd., was aber nicht reicht, denn Lebens-
Versicherungen sind nicht berücksichtigt.
Dagegen wird vom Anstieg des Vermögens als Gegenargument gesprochen. Das geht völlig daneben.
Die Industrie, Börse und ihre Anteilseigner haben einen Zuwachs erlitten, der morgen wieder bei einer
Krise in sich zusammenfällt. Der kleine Mann ist überwiegend der Beteiligte an den 6 Mrd. deutschen
Sparguthaben,. Er wird massiv enteignet. Dadurch verliert übrigens Scholz Kapitalertragssteuern in einer Größenordnung, die seinen Ersparnissen aus Niedrigzins bei der 2 Billionen-Schuld entspricht.
Nichts von Vorteil aus Niedrigzins für Scholz!!

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der-junge-scharwenka 04.08.2019, 00:47
72. Der deutsche Kleinsparer

Eine ganz andere Idee: Wie wäre es - nur der Abwechslung halber -, wenn der deutsche Sparer mit seinem Geld vielleicht einmal das macht, wozu es da ist: es AUSGEBEN? Zum Beispiel für Dinge, die schön sind? Oder für Sachen, die Spaß machen? Ist das wirklich völlig abwegig?

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benutzernamentyp 04.08.2019, 00:47
73. Der Geringverdiener..

kann eh nicht sparen und der Besserverdiener profitiert möglicherweise, wenn er Immobilienbesitzer ist? Das ist alles, was sie dem Problem argumentativ entgegensetzen, das normales Sparen ohne risikoreicheres Investieren heute nicht mehr möglich ist? Und damit wollen Sie ernsthaft den Kritikern der EZB den Wind aus den Segeln nehmen? Wenn Journalismus die komplexen Phänomene nicht besser beschreiben kann, wird es bald wahrscheinlich wirklich auf eine drexit Debatte hinauslaufen. Bisschen weniger reißerisch, bisschen bessere Analyse bitte!

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kemosch 04.08.2019, 00:49
74. !

Gut, daß ich mein Landbesitz vor der Trockenzeit verkauft habe! Heut zu Tage .....? Und das Vermögen rette vor Lagarde!

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stef_ma 04.08.2019, 00:49
75. Boomerang!

Nun wird es sich wohl doch noch rächen, dass man den Deutschen nicht deutlich gemacht hat, dass nicht die Sozialgesetzreformen a la Schröder die Basis des wirtschaftlichen Erfolges in Deutschland waren, sondern eben die Einführung des Euros und der gemeinsame europäische Binnenmarkt. Alles Wasser auf die Mühlen der AfD, die bald wieder mit ihren „Raus aus dem Euro“-Rufen noch mehr Wähler abholen dürfte.

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bmwald 04.08.2019, 00:51
76. Zinsen EZB

Es ist richtig, dass viele Immobilienbesitzer zu den Besserverdienern gehören oder gehörten. Es gibt aber auch die Menschen, die in den 60iger Jahren vom ersten Verdienst an gespart haben. Mein Vater sorgte dafür, dass ich z. B. mit 17 Jahren 1/3 meines Nettogehalts in einen Bausparvertrag eingezahlt habe. Auto, Telefon etc. gab es nicht. Diese Ersparnisse waren Jahre später unser Eigenkapital, um ein Häuschen zu bauen, die ebenfalls angesparte und im Rentenalter ausgezahlte LV sollte unsere nicht sehr hohen Renten über Zinsgewinne aufbessern. Jetzt werden wir durch die Politik der EZB langsam enteignet. Die Immobilie könnten wir verkaufen, aber das wäre die größte Dummheit unseres Lebens. Wo soll das Geld angelegt werden, es würde immer weniger Kaufkraft erbringen und Miete wäre dann davon auch noch zu zahlen.

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marcaurel1957 04.08.2019, 00:55
77. Auf die paar ewig gestrigen Gauweilers und ähnlichen Typen...

...Muss niemand hören.

Es besteht kein begründeter Zweifel, dass Draghis Politik gegenwärtig angemessen und richtig ist. Zumal auch klar ist, dass ALLE Zentralbanken der Welt faktisch das Gleiche tun, auch das Vorbild der DN-Groupies, die Schweizer ZB.

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mat_82 04.08.2019, 00:56
78. Buchstabe + exit = Clickbait

Jetzt sollen erstmal die Briten die EU verlassen.
Wenn Europa nicht zusammensteht, werden wir zwischen den USA, Russland und China zerrieben.
Dann ist die Zinspolitik das kleinste Problem...

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kj.az 04.08.2019, 00:58
79. Fazit des Artikels

Den Deutschen geht es so gut wie nie zuvor ohne Euro und EZB; gejammert wird ohne jede Grundlage und insgesamt sind die Deutschen zu minderbemittelt, um das grosse Finanzgeschehen richtig zu interpretieren.

Dafuer muesste man dem Autor schluchzend um den Hals fallen, um Vergebung bitten und die eigene Dummheit entschuldigen. Dazu zaehle auch ich mich selbst, der im Abstand von ein, zwei Jahren sein Heimatland besucht und vor vielen vielen Scherben steht. Sicher gibt es eine ausreichend grosse Schicht, die in den letzten zwei Jahrzehnten finanziell profitiert hat; dies ging aber nicht von Euro oder EZB aus, sondern von der Abwendung der sozialen Marktwirtschaft hin zu Brutalkapitalismus, Amerikanismus. Dabei waren einige auf der Gewinner-, viele aber auf der Verliererseite. Das ist Fakt, nicht die Schoenrederei aus dem Elfenbeinturm heraus.

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