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Young-Money-Blog: Diese Versicherungen brauchen junge Menschen wirklich
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Wer in den Beruf startet, braucht Versicherungen. Aber nicht jede Police, die jungen Menschen angeboten wird, ist auch nötig. Was sollte jeder haben? Und wie teuer ist das?

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m_aus_b 24.08.2017, 09:49
1. Berufsunfähigkeitsversicherung

Schön und gut, nur ob im Zweifelsfall auch gezahlt wird, steht auf einem anderen Blatt. Für mich war die Frage aber einfach zu beantworten : wegen mehrerer Jahre psychischer Probleme und Therapien brauche ich eine solche Versicherung gar nicht versuchen abzuschließen. Wie im Beitrag steht : im Zweifelsfall zu teuer, wenn man überhaupt etwas bekäme. In dem Sinne : no risk, no fun, hoffe der Bürojob macht mir den Rücken nicht kaputt. Einzige Versicherung aktuell : die Haftpflichtsversicherung.

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Zoroaster1981 24.08.2017, 09:59
2. Private Haftpflicht ja, BU-Versicherung nicht unbedingt

Eine private Haftpflicht ist ein Muss, das stimmt. Aber nicht wegen ein paar läppischen hundert Euro, die durch ein zertretenes Notebook entstehen können, sondern aufgrund von Unachtsamkeiten, die im schlimmsten Fall in die Millionen gehen können.

Aber die Berufsunfähigkeitsversicherung muss man eindeutig abgrenzen. Ja, ein Dachdecker wird sehr wahrscheinlich seinen Beruf nicht bis 67 durchführen können und daher sind solche Policen aufgrund des sehr wahrscheinlichen Eintrittsfalls auch entsprechend teuer.

Als man mir aber als frisch gebackenen Ingenieur und überwiegend Bürohengst eine solche Versicherung aufschwatzen wollten, habe ich damals abgelehnt. Wann würde denn einer wie ich was bekommen? Bei geistiger Behinderung vielleicht, ok, vielleicht auch bei Burnout (obwohl das wahrscheinlich lange erstritten werden muss, was bei einem tatsächlichen Burnout auch eine unmögliche Zumutung ist) und dann ist es bei letzterem auch so, dass man seinen Burnout regelmäßig erneut nachweisen muss. Nein danke. Ich habe bereits 2 Immobilien - die sind mir Versicherung genug. Ansonsten pflege ich einen bescheidenen Lebensstil (was auch zu den Immobilien geführt hat).

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womo88 24.08.2017, 10:00
3. Unsinn!

Auskunft meiner Krankenversicherung: Da ich privat versichert bin, sind alle im Ausland anfallenden Kosten zu 100 % unbegrenzt abgesichert.

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daktaris 24.08.2017, 10:04
4. Bu?

Ich würde die Finger von der BU lassen. Man muss in jedem Fall sehr genau die Bedingung und die Voraussetzungen für den Versicherungsschutz lesen und verstehen. Zudem haben heutzutage ein Großteil der Leute Bürojobs... Bis da eine Berufsunfähigkeit greift und die Versicherung wirklich zahlt - fast aussichtslos. Lieber die monatlichen Beträge, die man für die BU aufbringen würde, gut anlegen. Da hat man mehr von

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Zoroaster1981 24.08.2017, 10:10
5.

Zitat von womo88
Auskunft meiner Krankenversicherung: Da ich privat versichert bin, sind alle im Ausland anfallenden Kosten zu 100 % unbegrenzt abgesichert.
Kostet aber ein paar Euro mtl. mehr. Ich habe meine PKV nicht mit weltweiter Deckung abgeschlossen. Dienstreisen soll schön brav mein Arbeitgeber übernehmen und Privatreisen ins Ausland, die ich allerdings auch kaum bzw. seit Jahren nicht mehr mache, laufen über eine Auslands-KV, die mich an die 9€/Jahr kostet.

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helmut.alt 24.08.2017, 10:10
6. Für Frauen ist eine BU-Versicherung

rausgeschmissenes Geld, es sei denn frau ist eine totale Pessimistin. Die Versicherung ist nutzlos wenn Arbeitslosigkeit vorliegt oder wenn man sich entscheidet für die Familie seine Zeit zu investieren.

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Crom 24.08.2017, 10:11
7.

Zitat von Zoroaster1981
Als man mir aber als frisch gebackenen Ingenieur und überwiegend Bürohengst eine solche Versicherung aufschwatzen wollten, habe ich damals abgelehnt. Wann würde denn einer wie ich was bekommen? Bei geistiger Behinderung vielleicht, ok, vielleicht auch bei Burnout .......
Was passiert, wenn Sie das Augenlicht verlieren? Können Sie dann noch als Ingenieur oder am Monitor arbeiten?

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c.boergers 24.08.2017, 10:11
8. Schönes Beispiel...

Aber genau dieser Fall mit dem Notebook wurde bei unsere HPV schon abgelehnt " Der Ablageort auf dem Fußboden für das Notebook ist nicht geeignet"

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epicentre 24.08.2017, 10:12
9. Naja....

Da fragt man sich, ob irgendein Lobbyverband der Versicherungswirtschaft hier freundlicherweise den Text geliefert hat.
Wenn ich mich mal so international umschaue, ist es immer erschreckend, wie überversichert Deutschland eigentlich ist. Als ich im Studium in England war und später beruflich ein paar Jahre in Singapur, wollte ich vor Ort eine Haftpflicht abschliessen. Kennt man ja von zuhause. Ich musste dem Versicherungsmakler erst mal lang und breit erklären, was das eigentlich ist. Als Einzelprodukt ist das so gut wie unbekannt. So was ähnliches steckt dann meistens irgendwo in der Hausrat mit drin, bzw Firmen (z.B. Einzelhändler) sichern sich gegen Schäden, die ihre Kunden in ihre Läden verursachen selbst ab.
Die BU ist auch so ein Fall. Ebenso ein sehr deutsches Produkt. International ist das oft ein "upgrade" zur critical illness cover, also einer Art Zusatzversicherung für schwere Krankheiten mit Einmalzahlung. Haben aber die wenigsten - es sei denn, der Arbeitgeber zahlt das.
Was man wirklich braucht: Kranken und KFZ (wenn vorhanden). Der Rest ist so la la. Für die 60 Euro die ich im Jahr für Haftpflicht verbrate, spare ich lieber etwas mehr und begleiche dann irgendwelche nebulösen Schäden. Und da ich nicht blind durchs leben laufe, trete ich auch niemandem auf den Laptop.
Und sowieso... warum lag das auf dem Boden?? Da dreht jede Versicherung eh Mitschuld des Besitzers draus. Und wenn ich dann noch das Bier erwähne, ist definitiv aus. Grobe Fahrlässigkeit.

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