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Young-Money-Blog: Ewig mieten oder kaufen?
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schnubbeldu 02.04.2019, 12:39
1. Muss jeder selber wissen ...

... wie er sich entscheidet. Für die einen ist die Miete das "bessere" Übel, insbesondere wenn man eine Nachbarschaft hat in der man sich nicht wohlfühlt. Für Andere ist es wichtig eine gefestigte Wohnlage und -situation vorzufinden.

Es gibt kein "Schwarz" oder "Weiß" bei dieser Thematik, sondern entweder riskiert man als Käufer oder als Mieter und Investmentverwalter.

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uhu_13 02.04.2019, 12:42
2. Berufliche Perspektive

Andere fassen es mit beruflicher Perspektive zusammen. Unter 5 Jahre am selbe Ort, mieten. Ab 5...10Jahre, Familienplanung abgeschlossem, ..., Anzahlung angespart, ueber Kaufen nachdenken.

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Victoria.P 02.04.2019, 12:47
3. Problem

Der Vergleich hinkt meiner Meinung nach, denn eine Wohnung, die ich aktuell für 1300€ (kalt?) mieten könnte, entspricht in Hamburg ca. 70-80qm in guter Lage. Der entsprechende Kaufpreis läge durch die Entkoppelung von Mieten und Kaufpreisen jedoch bei 400.000€ aufwärts, gerne auch 500.000€. Und dann sieht die Rechnung leider wieder ganz anders aus. M.E. kann man keinen seriösen Vergleich anstellen, da weder die Renditen am Kapitalmarkt noch die weitere Preisentwicklung deutscher Immobilien absehbar ist. Sollten die Immobilienpreise weiter so steigen, gibt es nichts Klügeres, als eine aktuell schon überteuerte Wohnung zu kaufen. Nur weiß das eben niemand...

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Hajojunge 02.04.2019, 12:49
4. Milchmädchenrechnung

Nach 30 Jahren hat der Häuslebauer einen Altbau, an dem die ersten größeren Reparaturen oder Sanierungen fällig oder bereits erfolgt sind. Wer da keine Rücklagen gebildet hat, kommt schnell in einen finanziellen Engpaß.
Selbst hier in Berlin müssen Häusleverkäufer von ihren allzu optimistischen Preisvorstellungen Abschied nehmen.
Gefragt sind vor allem Eigentumswohnungen, obwohl sie vergleichsweise überteuert und mit allen Nachteilen einer Mietwohnung behaftet sind. In der Hochbauabteilung meiner alten Firma war das geflügelte Wort: "Der Laie baut, der Fachmann wohnt zur Miete".

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weissblau 02.04.2019, 12:51
5. weissblau

Die meisten wollen die vermutliche Sicherheit der eigenen Immobilie, das war bei mir nicht anders.

Allerdings werden wir die Immobilie die wir 20 Jahre lang abgezahlt haben in FFM in den nächsten 2-6 Jahren beim gefühlten Peak der Immobilienkosten verkaufen und aufs Land ziehen, die Metropole verliert an Reiz. Den erzielten voraussichtlichen Gewinn von 200% kann mir keiner mit egal welchem anderen Invest vorrechnen. Es entscheidet Lage, Lage, Lage......und vom erzielten Gewinn kann ich die Miete aus der Verzinsung zahlen.......Kaufen und wenn abgezahlt verkaufen und den Gewinn STEUERFREI einstreichen geht nur noch solange bis der Staat hier den Deckel draufmacht. Und wer will sich im Alter schon mit 160qm und 500qm Garten rumschlagen, wenn mann in einer schönen 3ZKB mit Balkon zwischen den Reisen durch die Welt ein gemütliches Domizil finden kann? Ich sicher nicht......Das letzte Hemd hat schließlich keine Taschen.

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gartenkram 02.04.2019, 12:53
6. Und dann

noch zu berücksichtigen, dass sich eine Lage, gerade auch in Städten, ziemlich schnell verändern kann. Oder wie hier auf dem Land, wo aus einer vormals sehr sehr ruhigen Wohnlage (mit entsprechenden Preisen) eine fast zentrale Anbindung der Autobahn gebaut wurde (nicht wirklich förderlich für die Preisentwicklung). Letztlich ist es eine persönliche Vorliebe, ob jemand KÄufer oder Mieter sein möchte, ich kann beide verstehen. und es kommt im Zweifel auch drauf an, ob jemand Wohnung oder Haus kauft - und die Bedingungen kennt, was eine WEG bedeutet (hatte ich, nie im Leben wieder). Womit ein Käufer durchaus tief fallen kann wenn teure Investitionen notwendig werden und per Sonderumlage eingefordert werden. Viele Dinge zu bedenken ... nicht zuletzt aufgrund Alters bei Kauf die Frage der Familienplanung.

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so-long 02.04.2019, 12:54
7. Es gibt keinen Königsweg

Eine Immo zwingt zum Sparen, stellt aber -wie ein Eheprtner- ein „Klumpenrisiko“ dar: wer würde 500Tsd inclusive Kredit in Apple-Aktien anlegenwollen? Ob die Immowerte bis in alle Ewigkeit steigen, kann auch der Papst nicht sagen.

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lug&trug 02.04.2019, 12:58
8. Warum...

... ist in Beispielrechnung 2 und 3 die gekaufte Immobilie an Ende plötzlich 145.000 EUR weniger wert als in der ersten Beispielrechnung? Es wurden doch nur bei den Mietern die Annahmen verändert, nicht bei den Käufern.

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Kamatipura 02.04.2019, 13:00
9. Nebenkosten beim Kauf

Wurde in der Gegenüberstellung berechnet, dass die 33.000 Euro Kaufnebenkosten vom verfügbaren Kapitalstock des Käuferpares = 100.000 Euro abgezogen werden müssen und nicht als Eigenkapital zur Verfügung stehen? Sie müssen also 33.000 Euro mehr finanzieren, oder nicht?

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