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Young-Money-Blog: Ewig mieten oder kaufen?
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brux 02.04.2019, 14:39
80. Milchmädchenrechnung

Nichts genaues weiss man nicht.
Mein Wertpapiervermögen ist gut gestreut und bringt derzeit zwischen -1 und +1 % p.a. .
Das war vor 30 Jahren ganz anders. +5 bis 8% waren locker drin.
Meine Immobilien haben ich nach 10-15 Jahren mit 250% Gewinn verkauft. Die waren eben in Toplagen, die anfangs unterbewertet waren. Ein EFH in Emden kann man wohl kaum mit Gewinn verkaufen.

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supergrobi123 02.04.2019, 14:46
81. ???

Zitat von der_anonyme_schreiber
Diese Einstellung kann man durchaus vertreten. Dann aber bitte nicht über steigende Mieten jammern und nach dem Staat rufen wenn mal wieder ein bisserl teurer wird.
Warum nicht?
Solange Vermieter für steigende Mieten eintreten, dürfen Mieter für fallende Mieten plädieren.
Wohnen ist ein menschliches Grundbedürfnis, daraus Höchstprofite herausquetschen zu wollen, ist moralisch sowieso unter aller Kanone.
So lange Vermieter fetteste Steuernachlässe vom Staat erhalten, dürfen Mieter auch bei Ausbeutung nach selbigem rufen.

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ajf00 02.04.2019, 14:47
82.

Zitat von De facto
In einer perfekten Welt wo die verschiedenen Anlageklassen auf dem Markt richtig - Risikobereingt - bewertet sind macht es natürlich kein Unterschied ob man kauft oder mietet, angenommen es gibt keine steuerliche Bevorzugung. Was für kaufen spricht ist das ‚Zwangssparen‘ und was für mieten spricht ist die Flexibilität.
Das ist wohl der bisher beste Beitrag, natuerlich sollte es bei gut funktionierendem Markt keine prinzipiellen Vorteile geben. Allerdings wuerde ich doch noch zwei Aspekte ergaenzen. 1) Die Flexibilitaet kann der Kapitalmarkt wenn er gut funktioniert natuerlich auch mit einem Preis belegen, d.h. wenn man die Flexibilitaet nicht braucht spart man diesen Flexibilitaetsaufschlag eventuell beim Kaufen. 2) Wenn man Kreditfinanziert eine Immobilie kauft nimmt man ein hoeheres Risiko in Kauf, dafuer hat man halt bei seiner Anlage auch einen Hebel und bekommt damit im Zweifel fuer sein Risiko auch ein groesseren Gewinn.
Also kommt es im Zweifel auf die persoenliche Lebensplannung an, geht man davon aus das man eine ueberdurchschnittliche Stabilitaet im Leben hat, lohnt sich das kaufen eher, wenn nicht eher nicht. Und dann natuerlich einfach Vorliebe, unabhaengig davon ob es sich finanziell lohnt, ist man gerne Hausbesitzer, mit all der Arbeit die das bringt aber auch der Freiheit sein Wohneigentum zu gestalten wie man will, oder eben nicht.

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Hanz Gruber 02.04.2019, 14:48
83. Artikel von einem Laien verfasst?

Es werden hier nur rein die Wertsteigerung der Immobile gegen andere andere Finanzierungsmöglichkeiten gegenübergestellt und sämtliche andere Einflüsse konsequent ignoriert. Ein typischer Spiegel Artikel, wo das Fazit "kaufen bringt nichts" schon vorher feststeht und man durch verschweigen wichtiger Faktoren zu seinem diktierten Ziel kommt. Fälschlich wird hier angenommen das Mieter mehr Geld über hätten als Käufer, welches diese dann lukrativ Investieren würden. Korrekt ist aber, das die finanzielle Belastung für Mieter und Käufer in etwa gleich sind. Für privat Personen lohnt sich eben nur dann der Kauf einer Immobilie, wenn diese in max. 30 Jahren ab bezahlt ist und die monatlichen Raten nicht ein vielfaches eines Mietpreisen betragen. Ein Prestigeobjekt mitten in der City fällt damit für viele flach, aber das ist eben auch nur gesunder Menschenverstand. Es sollte auch jedem klar sein, dass die Miete nicht zum Gesamtvermögen beiträgt, diese muss also als Minus der hier angeschlagenen Investitionen gegengerechnet werden. Die Monatliche Rate des Kredites fürs Eigenheim hingegen landet zumindest 1:1 auf dem Gesamtvermögen.

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yogi65 02.04.2019, 14:50
84. na ja

Zitat von yabba-dabba-doo
Eines wird bei diesen Modellrechnungen von den selbsternannten Finanzexperten gerne Bergessen. Eintritt ins Rentenalter. Wie groß wird die Lücke sein zwischen Lohn und Rente. Ich vermute die Lücke wird groß sein. Der Mieter muss mit weiter steigenden Mieterhöhungen rechnen. Der Eigentümer hat abgezählt. Es fallen zwar für ihn noch Reparatur und Wartungskosten an aber der Mieter soll nicht meinen sich um diese anfallenden Kosten drücken zu können. Der Vermieter wird die Kosten umlegen bzw wieder reinholen. Das ist sicher. Wenige Rentner werden ihre teure Mietwohnung noch halten können. Formel Zukunft; Wenig Rente aber hohe Miete. Dem Eigentümer kann die Miete egal sein, egal wie hoch sie in Zukunft sein wird. Er zählt ja keine Miete mehr. Von daher die zukünftige Rente bei der Berechnung mit einbeziehen. Und da sieht es für Meter düster aus.
Die Höhe Ihrer Rente ist unabhängig davon ob Sie Mieter oder Eigentümer sind. Und wenn Sie wie in dem Beispiel unterstellt das Geld statt in die Immobilie zu investieren alternativ angelegt haben steht zum Rentenbeginn statt der Immobilie ein Kapitalstock zur Verfügung der Ihnen dann helfen sollte die Miete zu bezahlen die Sie sonst nicht als Aufwandsposition hätten. So ist das gemeint. Im richtigen Leben wird das allerdings häufig nicht gemacht sondern die Überschüsse werden verlebt, so dass zum Rentenbeginn dann nix mehr da ist. Insofern ist für diejenigen die mentalitätsbedingt schlecht sparen können das Zwangsparen über die eigene Immobilie womöglich die empfehlenswerte Variante.

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Bubi111 02.04.2019, 14:53
85. Was ist, wenn der Käufer sozialverträglich früher ablebt?

Was nützt eine eigene Wohnung? Wie stehts mit den Nebenkosten? Hat die Ehe gehalten? Muss man nicht umziehen wegen des Arbeitsplatzes? Bringt der Verkauf wirklich den errechneten Preis? Am Ende des Lebens kann man dann eine Sause machen, fall man noch gesund ist, eine kleinere Wohnung gefunden hat. Oder man beglückt seine Kinder...falls man welche hat. Der Mieter spart nicht, kann Urlaube machen und eventuell besser leben.

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mundusvultdecipi 02.04.2019, 14:53
86. Der Beitrag ist für die..

Zitat von sailor.2010
Ich habe 2011 eine 4-Zimmer Altbauwohnung in guter Lage für 89.000 € ohne Kredit gekauft. Die war bis 2018 für 5.000 € im Jahr vermietet. Instandhaltungsrücklage zunächst 1.000 € im Jahr, aktuell 2.000 €. Rund 30.000 € Mieteinnahmen bis dahin. Aktuelle Miete bei Neuvermietung: 900,00 € kalt. Aktuelle Verkaufspreise rund 300.000 €. So geht es allen Käufern. Am besten stehen sich die, die ganze Häuser gekauft habe. Und da soll sich Kaufen nicht lohnen? Wer zahlt für solche Beiträge? Vonovia?
..die HEUTE kaufen.Ihre Wohnung hat damals 89.000,- gekostet.Heute müssten Sie dafür 300.000,- zahlen.Würden sie es unter diesen Umständen wieder tun?

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StefanXX 02.04.2019, 14:54
87. Immobilie versus Aktie

Zitat von Botox
Als ich mich damals für ne Imobilie Entschieden habe, war gerade der E- Markt an der Börse am Toben. Heute haben die Telekom Aktien etwa 20% ihres damaligen Wert und zwischendurch musste die Banken mit Steuergelder gerettet werden, ohne wäre der Markt längst zusammen gebrochen. Wer eine Imobilie kauft, denkt langfristig. Diese Denkweise ist den Spekulanten frembt, und glauben tatsächlich, das der Börsen Markt immer weiter liefert.
Ihr Ernst, Sie greifen sich also EINE Aktie raus und nehmen das als Beweis, dass man mit Aktien schlecht fährt? Ich glaube es ließe sich auch so manche Immobilie finden, mit der man eingegangen wäre. Jeder weiß, dass man nicht alles nur auf eine Aktie setzen soll (übrigens ein großer Vorteil von Aktien, denn bei einer Immobilie sind Sie gezwungen alles auf eine Karte zu setzen und wenn sie dann Probleme mit Schimmel haben oder nebenan die neue Stromtrasse gebaut wird, stehen Sie u.U. ganz schön blöd da). Der durchschnittliche Wertzuwachs von Aktien übertrifft den von Immobilien bei weitem, das ist Fakt, schauen sie sich einfach die Statistiken an. Und dabei sind Aktien langfristig genauso sicher und stabil wie Immobilien, denn sie sind Sachwerte.

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freeclimber 02.04.2019, 14:56
88. Agreed

Zitat von StefanXX
Ich glaube Sie haben den Aktienmarkt nicht ganz verstanden. Eine Anlage z.B. in Aktien ist eine Anlage in einen SACHWERT und damit genauso inflationssicher wie Ihr Haus. Wenn sie z.B. eine Aktie von Coca Cola haben und die Inflation steigt stark, dann steigt auch der Preis für eine Cola stark (genauso wie der Preis für Ihr Haus) und damit der Umsatz/Gewinn von Coca Cola, an dem Sie als Aktionär beteiligt sind, was die Inflation wieder ausgleicht.
Wir liegen da nicht auseinander. Meine Kritik bezog sich auf die angenommenen 1% Mietsteigerung pro Jahr. Diese wäre in der rückwärts Betrachtung völlig unrealistisch gewesen und wird dies auch in Zukunft sein.

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schnubbeldu 02.04.2019, 14:57
89. so schaut es aus...

Zitat von Gerdd
.... Wenn ich also die Zinsen als "Miete an die Bank" betrachte - immer nur für den Teil des Hauses, der mir noch nicht gehört - dann konnte ich nur gewinnen. ....
und so muss man als Käufer ein Wohnung rechnen. Man "bezahlt" als "Miete" die Zinsen an die Bank. Was als Tilgungsrate und/oder Sondertilgung der Kreditaufnahme fließt ist "Anlagevermögen" und "Kapitalansparung".

Nochmals Hausgeld:
Das Hausgeld setzt sich aus den "Nebenkosten" (bezahlt man als Mieter auch) und den Hausverwalter und Instandsetzungskosten inkl. Rücklagenbildung zusammen.

Als Eigenheimbesitzer eines 1-Fam-Hauses muss ich die Rücklagenbildung selber diszipliniert ansparen, zusätzlich zu den Kosten an die Bank.

Und wie geschrieben, jeder muss für sich selber "rechnen" und sich "entscheiden". Den goldenen Leitfaden gibt es nicht, egal ob mit Kinder und/oder ohne Kinder. Achja, ein Porsche vor dem Haus ist auch sehr schön, muss ja nicht immer der 10 Jahre alte Golf sein.

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