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Young-Money-Blog: Neun Tipps gegen teure Überraschungen bei der Miete
Arne Dedert/ DPA

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Braveheart Jr. 07.05.2019, 16:04
1. Mieter, die ihre Rechte kennen ...

... und das in den Verhandlungen auch zu erkennen geben, kriegen die Wohnung nicht. So einfach ist das. Und was die großen Immobilienkonzerne (Vonovia und Konsorten) betrifft: Die haben im Zweifelsfall die gefinkelteren Anwälte. Und die besseren Kontakte zur Politik.Das spielen sie gnadenlos aus. Merke: Recht haben und Recht bekommen ist wie Theorie und Praxis.

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zeitungsrand 07.05.2019, 16:38
2. Mieten sind wohl eher zu niedrig

Wenn ein Vertragsgegenstand ein gewisses Entgelt erzielt, kann doch der Mieter wählen, ob er annimmt oder sich was anderes sucht! Mieter wollen heute mitten in der City wohnen, den Italiener, das Kino, das Theater und das Shoppingcenter um die Ecke-die U- Bahn und die Schule vor der Türe haben, sind aber nicht bereit, dafür zu zahlen! Die Menschen können alle auf‘s Land ziehen, da ist Wohnraum da und preiswert, man kann da auch auf eigene Kosten bauen, aber da muss man eben fahren um Annehmlichkeiten zu nutzen, oder zu arbeiten!!!! Also was soll dieses schlecht machen von Vermietern. Wohnraum ist nun mal hier teurer und da preiswerter. - aber einen Anspruch auf all in zu billigen Preisen gibt es weder für Mieter noch sonst irgendwo!!!

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PeterMüller 07.05.2019, 17:08
3. @1 und @2

Mieter, die ihre Rechte kennen und lospoltern, bekommen in der Tat die Wohnung nicht. Mieter, die höflich fragen, ob man die betreffende Regelung nicht gegen eine rechtlich gültige austauschen kann, damit man für die Zukunft Unfrieden auf beiden Seiten vermeidet, sind aber nicht gleich raus. Wenn die schon bei der ersten Anfrage dann kritisch oder unwirsch werden, ist es ohnehin nicht der richtige Vermieter, weil da der große Ärger vorprogrammiert ist. Man kann dann allerdings schnell kuschen, bis der Vertrag unterzeichnet ist und nach Einzug in einem Brief gleich mal darlegen, was alles nicht gültig ist und fragen, ob man das nicht gleich "reparieren" will. Ganz ehrlich, auch als Vermieter habe ich ein Interesse, nämlich Mieter zu haben, die pünktlich zahlen und nicht ständig stressen. Selbst eine Vonovia hat keinen Bock darauf, wenn wegen jedem Furz die Miete gekürzt oder einbehalten wird, wenn wegen jedem Schiss sofort das Telefon geht mit - stets höflichen, aber immer hartnäckig vorgetragenen - Anfragen. Als Mieter von Vonovia et al kann man nur raten, sofort eine Mieter-Rechtsschutz abzuschließen ohne Selbstbeteiligung und möglichst noch in einen Mieterschutzbund einzutreten. Dann kann man das ganz gelassen auf sich zukommen lassen.

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HevoHo 07.05.2019, 17:10
4. Wieso immer Berlin als Beispiel?

Was zwar nur indirekt mit dem Thema zu tun hat aber mich trotzdem interessieren würde... wieso wird fast immer Berlin als Beispiel genommen? Wie man selbst an der mitgelieferten Grafik erkennen kann sind doch die Mieten in Berlin noch immer die niedrigsten aller Großstädte und geradezu paradiesisch. Selbst in "meiner" kleineren Kreisstadt mit weit unter 100.000 Einwohner sind die Mieten erheblich höher als in Berlin (und es ist eine der günstigsten Gegenden im Umkreis). Und wie man ebenfalls an der Grafik erkennen kann, ist der deutlichen Anstieg (welcher so oft angeführt wird) einfach dadurch zu erklären dass die Mieten in Berlin vorher außergewöhnlich, fast schon grotesk niedrig waren (sogar unter dem Landesdurchschnitt in dem die ganzen ländlichen Gebiete einfließen) und sich jetzt auf ein übliches Niveau normalisiert hat. Wieso wird, wenn es um teure Mieten geht, immer und immer wieder Berlin genannt welches tatsächlich die niedrigsten Mieten hat? Ich verstehe es einfach nicht...

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PeterMüller 07.05.2019, 17:11
5. @Autor Jauernig

Die Indexmiete wurde so negativ dargestellt, dabei hat sie einen sehr charmanten Vorteil: die Miete steigt zwar jährlich (sofern der Vermieter nicht vergisst, das Erhöhungsschreiben zu senden), aber nie mehr als die Inflation. Das ist fair und schützt vor Erhöhung von 20% in drei Jahren, denn die Inflation liegt derzeit bei ca. 1,5 - 2%.

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nic 07.05.2019, 17:24
6.

Staffelmiete ist auf 10 Jahre begrenzt. D.h. die Staffelmietvorstellung des Abzockers wäre sowieso nichts rechtskräftig

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otto.10117 07.05.2019, 17:29
7.

So einen Staffelmietvertrag habe ich schon Anfang 1990 in den Händen gehalten. Wer sowas Unterschreibt steuert direkt auf die Privatinsolvenz zu. Rein in die neue Wohnung und in die Schuldenfalle. Woher soll man heute wissen, ob man in 5 bis 10 Jahren ausreichend mehr verdient um die Miete noch bezahlen zu können?
Hier wird das ganze wirtschaftliche Risiko auf den Mieter abgewältzt.

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KuGen 07.05.2019, 17:55
8. Young and innocent

und nichtwissend.

Sonst hätte man gesagt, dass Indexmieten fair ist. Hier steigt die Miete nur, wenn der Geldwert sich reduziert.

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Annalu 07.05.2019, 17:58
9. "das nutzen einige Vermieter gnadenlos aus"

Marktwirtschaft ist keine Veranstaltung der Gnade oder der Gnadenlosigkeit. Sondern es begegnen sich Angebot und Nachfrage.

Keiner ist gezwungen eine Wohnung, die er sich nicht leisten kann, anzumieten. Es sei denn, es ist ein Mietnomade.

Woher soll denn ein Journalist aus einem Jesuitenseminar, der der göttliche Gnade zuteilt geworden ist, das wissen? Für ihn arrangiert alles in der Welt der liebe Gott und der böse Satan. Von Deals kennt der nix. Eine Wohnung ist für den ein Geschenk Gottes, die der böse Vermieter mit teuflischer Boshaftigkeit dem unschuldigen Wohnungssuchenden verwehrt.

"Dabei wünsche ich mir die Wohnung doch so sehr".

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