Forum: Wirtschaft
Young-Money-Blog: Neun Tipps gegen teure Überraschungen bei der Miete
Arne Dedert/ DPA

Seite 2 von 3
der_anonyme_schreiber 07.05.2019, 18:04
10.

Zitat von PeterMüller
Die Indexmiete wurde so negativ dargestellt, dabei hat sie einen sehr charmanten Vorteil: die Miete steigt zwar jährlich (sofern der Vermieter nicht vergisst, das Erhöhungsschreiben zu senden), aber nie mehr als die Inflation. Das ist fair und schützt vor Erhöhung von 20% in drei Jahren, denn die Inflation liegt derzeit bei ca. 1,5 - 2%.
1,5% Inflation ist kein Naturgesetz. Aber auch als Vermieter könnte ich mit einem Inflationsausgleich gut leben. Keine Streitereien, keine Diskussionen, keine dubiosen Mietspiegel.
Einfach eine klare Sache.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pacoeisi 07.05.2019, 18:25
11. Eine Ansammlung nutzloser Ratschläge

Die neuen aufgeführten Punkte nutzen Mietern wenig gegen Spekulation und Mietwucher.
Nur wenige Vermieter haben ihre Immobilie in den letzten Jahren gekauft und müssen den hohen Kaufpreis durch eine hohe Miete amortisieren.
Nicht wenige freuen sich über abwegige Renditen, wenn z.B. die 2007 für 110000€ erworbene Wohnung heute 11000€ Nettokaltmiete einbringt.
Da sind Renovierungskosten, Kaution und Kündigungsausschlüsse die geringsten Probleme, die der Mieter heute hat.
Solange die Nullzinspolitik andauert, werden sich viele enorm verschulden. Bei Bauzinsen von 1% und irrwitzigen Mieten erscheinen Reihenhäuser in deutschen Metropolen, die 700000€ kosten als Schnäppchen. Doch wehe wenn nach Ablauf der Zinsbindung der Bauzins auf 7, 8 oder 9 Prozent gestiegen ist. Dann werden aus 7000€ Schuldendienst 25000€ und mehr. Die Banken stehen auch dann bereit, um die Immobilien günstig einzusammeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neutron76 07.05.2019, 18:28
12. Berlin

@4: Ich kann das nur unterschreiben. Vor 15 Jahren waren die Mieten in Berlin absolut lächerlich. Damals wollte aber niemand eine Wohnung kaufen. Ist ja viel Stress. Man hat auf einmal mehr Verpflichtungen und muss einen größeren Geldbetrag abstottern. Freunde von mir hatten in Berlin Wohnungen, die 3x so groß waren wie notwendig, weil es billig war. Andere sind damals mit dem Kauf ein hohes Risiko eingegangen. Jetzt machen sie Kasse. Trotzdem ist ein Mietvertrag immer das Ergebnis von Angebot und Nachfrage. Leider kann man Innenstädte nicht nach belieben größer machen. Wohnraum zuteilen geht eben auch nur im Sozialismus. Der ist aber noch wesentlich ungerechter als die soziale Marktwirtschaft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tommahawk 07.05.2019, 19:08
13. Indexmiete für alle vorschreiben?

Dem Mieter bringt die Indexmiete Sicherheit: Die Miete steigt prozentual maximal so, wie sich das eigene Gehalt prozentual erhöht (vorausgesetzt, Gehalt und Geldwertverfall entwickeln sich kompatibel zueinander, was ja meistens der Fall ist).

Mit der Indexmiete muss der Mieter also nichts mehr fürchten, der Vermieter ist dauerhaft eingebremst. Selbst Modernisierungszuschläge sind nicht mehr zulässig (was die meisten nicht wissen!)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wohngebietsuwe 07.05.2019, 19:22
14.

Zitat von HevoHo
[...] Wieso wird, wenn es um teure Mieten geht, immer und immer wieder Berlin genannt welches tatsächlich die niedrigsten Mieten hat? Ich verstehe es einfach nicht...
Ohne dass ich es direkt mit konkreten Zahlen belegen kann: in Berlin ist es deswegen so ein Reizthema, weil hier die Löhne vergleichsweise niedrig sind. Zudem waren in diversen Bezirken viele Mietshäuser eine gute Zeit nicht angemessen saniert / modernisiert worden, was sich im Rahmen des Baubooms nun schlagartig ändert. Nun steigen die Mieten schneller als die Löhne.

Zusätzlich scheint es sich offenbar für einige (Groß-)Vermieter wirtschaftlich zu lohnen, Wohnungen zur Not lieber leer stehen zu lassen (Gewinnschmälerung = weniger Steuern) als sie günstiger zu vermieten. Wohnungen sind in Berlin leider zu oft reine Spekulationsobjekte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rooo 07.05.2019, 20:10
15. Erzählen Sie keine Märchen

Zitat von HevoHo
Was zwar nur indirekt mit dem Thema zu tun hat aber mich trotzdem interessieren würde... wieso wird fast immer Berlin als Beispiel genommen? Wie man selbst an der mitgelieferten Grafik erkennen kann sind doch die Mieten in Berlin noch immer die niedrigsten aller Großstädte und geradezu paradiesisch. Selbst in "meiner" kleineren Kreisstadt mit weit unter 100.000 Einwohner sind die Mieten erheblich höher als in Berlin (und es ist eine der günstigsten Gegenden im Umkreis). Und wie man ebenfalls an der Grafik erkennen kann, ist der deutlichen Anstieg (welcher so oft angeführt wird) einfach dadurch zu erklären dass die Mieten in Berlin vorher außergewöhnlich, fast schon grotesk niedrig waren (sogar unter dem Landesdurchschnitt in dem die ganzen ländlichen Gebiete einfließen) und sich jetzt auf ein übliches Niveau normalisiert hat. Wieso wird, wenn es um teure Mieten geht, immer und immer wieder Berlin genannt welches tatsächlich die niedrigsten Mieten hat? Ich verstehe es einfach nicht...
Erzählen Sie keine Märchen. Berlin hat nicht die günstigsten Wohnungen aller Großstädte. Bestandsmieten interessieren mich genau NULL, denn die jungen Leute, die nur hier die hochspezialisierten Jobs finden, für die sie zuvor ewig studieren mussten, brauchen JETZT eine Wohnung hier und zwar eine, die es noch zulässt neben dem Job ein Privatleben zu haben, man also nicht stundenlang im Auto oder im Zug verbringt, weil man nur noch außerhalb des Speckgürtels wirklich günstige Wohnungen findet. Es geht um Neuverträge und da ist Berlin inzwischen auf der gleichen Höhe wie Hamburg angekommen. Bei kleinen Wohnungen sogar schon darüber und sobald die nächsten Zahlen veröffentlich werden wahrscheinlich sogar in allen Segmenten, denn hier steigen die Mieten stärker als in allen anderen deutschen Metropolen.

Bei mir um die Ecke werden Wohnungen zu 20 Euro den qm vermietet und trotzdem haben Sie bei einer Anfrage keine Chance. Wahrscheinlich müsste man in der Anfrage direkt 25 Euro bieten, damit man sich nicht mit X Konkurrenten um die Wohnung prügeln muss. Das ist Münchner Niveau, aber mit Berliner Einkommensverhältnissen. Interessiert natürlich den Teilzeitberliner aus New York, Tel Aviv oder Kopenhagen nicht. Die wissen übrigens nicht mal, wie man Hamburg oder Frankfurt buchstabiert. Das billige Berlin...diese Zeit ist für immer vorbei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HevoHo 07.05.2019, 20:39
16. @15 - Erste lesen, dann schreien

Vielleicht sollten Sie mal nochmal lesen (üben) bevor Sie so polemisch werden... Sehen Sie sich doch die Grafik nochmal in Ruhe an und Sie werden festestellen, jawohl, die Daten beruhen auf den qualitätsbereinigten Preisen öffentlicher Inserate, die Bestandsmieten die sie "genau NULL" interessieren, müssen Sie auch nicht interessieren weil diese in der Statistik nicht einmal enthalten sind (blöd gelaufen oder?). Es sind also tatsächlich die Preise von Neuvermietungen angegeben (also für die Leute die "JETZT"eine Wohnung brauchen) und ja, ob Sie es glauben wollen oder nicht, laut der obigen Datenlage ist Berlin bei den Mietpreisen von Neuvermietungen die günstigste Großstadt. Achja, sicher alles Unsinn weil es "bei Ihnen um die Ecke" mehr kostet, damit ist natürlich alles widerlegt. Guter Mann / Gute Frau, vielleicht lesen Sie das nächse mal alles nochmal in Ruhe durch bevor Sie sich selbst derart bloßstellen :)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hol 08.05.2019, 23:09
17. schöner Artikel

Den Artikel sollte man sich aufheben, damit man diesen Wust an Vorschriften und Regulierungen allen mal unter die Nase halten kann, wenn sie mal wieder vom entfesselten Turbokapitalismus faseln. Wobei der grösste Alptraum des Vermieters leider nicht mal erwähnt wurde, nämlich der Übergang von Mietverhältnissen auf Mitbewohner. Schön wäre natürlich bei Gelegenheit mal ein weiterer Artikel über "was Ihnen blüht, wenn Sie so irre sind, ein Mehrfamilienhaus bauen zu wollen"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wizzard74 08.05.2019, 23:42
18.

Zitat von zeitungsrand
Wenn ein Vertragsgegenstand ein gewisses Entgelt erzielt, kann doch der Mieter wählen, ob er annimmt oder sich was anderes sucht! Mieter wollen heute mitten in der City wohnen, den Italiener, das Kino, das Theater und das Shoppingcenter um die Ecke-die U- Bahn und die Schule vor der Türe haben, sind aber nicht bereit, dafür zu zahlen! Die Menschen können alle auf‘s Land ziehen, da ist Wohnraum da und preiswert, man kann da auch auf eigene Kosten bauen, aber da muss man eben fahren um Annehmlichkeiten zu nutzen, oder zu arbeiten!!!! Also was soll dieses schlecht machen von Vermietern. Wohnraum ist nun mal hier teurer und da preiswerter. - aber einen Anspruch auf all in zu billigen Preisen gibt es weder für Mieter noch sonst irgendwo!!!
Und wenn man ganzganz viele Ausrufezeichen setzt, wird die Argumentation auch gleich viel einleuchtender.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DerBlicker 08.05.2019, 09:24
19. wie kommen Sie darauf?

Zitat von Rooo
brauchen JETZT eine Wohnung hier und zwar eine, die es noch zulässt neben dem Job ein Privatleben zu haben, man also nicht stundenlang im Auto oder im Zug verbringt, weil man nur noch außerhalb des Speckgürtels wirklich günstige Wohnungen findet.
Wieso sollte man darauf ein Anrecht haben?

Und warum bekommen Rentner in den Großstädten Wohngeld? Die müssen da nicht wohnen,wenn diese Rentner wegziehen würden,dann gäbe es schon viel Entlastung auf dem Wohnungsmarkt. Rentner können überall wohnen, die müssen nicht in der teuren Großstadt wohnen, wenn sie es sich nicht leisten können.

Was für Ansprüche viele Leute heute haben, die immer andere bezahlen sollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 3