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Young-Money-Blog: So viel Geld sollten Sie für die Rente zurücklegen
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muzepuckel 10.07.2019, 14:24
30. Ich spare nicht für die Rente............

Mein Großvater hat den Kollaps von 2 Währungen er- und 2 Weltkriege als Soldat überlebt. Alles Ersparte war danach beide male fast vollständig nichts mehr wert, daher zitierte er gerne den Spruch:
"Drum trink und iss solang es schmeckt, schon zweimal ist das Geld verreckt." Daran halte ich mich auch. :)

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Pless1 10.07.2019, 14:27
31.

Zitat von Crom
Die Rechnung geht von 18 Jahren Rentenbezug aus entsprechend wird Rentenlücke * 12 * 18 gerechnet. Das ist aber falsch! Schließlich wird das Kapital zur Beginn der Rente auch verzinst.
Ja, aber aufgrund fortschreitender Inflation bleibt die Rentenlücke auch während des Rentenbezugs nicht konstant sondern steigt weiter. Zwar kann niemand seriös sagen, wie in 40 Jahren die Zinslandschaft aussieht und die Inflation. Aber aktuell deutet nichts darauf hin, dass die Realverzinsung des Rentenkapitals unbedingt positiv sein muss. Die Berücksichtigung eines Zinses wäre daher aus meiner Sicht ziemliche Schönrechnerei.

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Nordstadtbewohner 10.07.2019, 14:28
32. Immer global denken

Zitat von SamuelTee
D.h.: Während wir (meine Frau und ich) durch unsere Kindererziehung dafür sorgen, dass es später überhaupt noch sowas wie "Rente" gibt, haben ich und meine Frau wenig resp. gar nichts davon. Und wieder kommt man zu der Erkenntnis: Als Familie mit Kindern ist man in D am Ar***. Was dazu führt, dass immer weniger Leute Kinder bekommen... was dazu führt, dass die Rentenlücke immer größer wird. Meine Meinung: Man sollte den Generationenvertrag "kündigen" und die staatliche Rente komplett abschaffen. (…)
Ich habe selbst drei Kinder und kann Ihren Gedankenansatz nachvollziehen. Allerdings bin ich bei meinem Arbeitgeber so angestellt, dass ich nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliege und für meinen Ruhestand selbst vorsorge. Von daher sind die im Artikel genannten Anlagetipps für mich sehr interessant. Ich bin so wie Sie für eine Abschaffung der Generationenvertrages, denn er sorgt dafür, dass die jungen Menschen von heute für die Alten von heute eine Rente erarbeiten müssen, die sie im Alter selbst nicht haben werden.

Mal etwas grundsätzliches: Warum haben Sie sich 4 Kinder angeschafft? Damit die Rentenversicherung in Zukunft noch funktioniert oder weil es einfach ein persönlicher Wunsch war/ ist? Ich habe drei Kinder, weil meine Partnerin und ich das so wollten. Ich kann für meine Kinder nur hoffen, dass sie später nicht die Renten der Alten zahlen müssen, denn das wäre einfach nur unfair.

Was die niedrigen Geburtenraten in Deutschland angeht, so sollte man die Sache global sehen: Die Weltbevölkerung wächst und es leben mehr Menschen auf der Welt, als für die Natur eigentlich gut ist. Wenn der einheimische Nachwuchs ausbleibt, kann man die Grenzen zum Beispiel Richtung Afrika öffnen. Damit wäre vielen geholfen. Flüchtlinge hätten eine sichere Bleibe und Deutschland genug Beitragszahler.

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mina2010 10.07.2019, 14:36
33. Das kann in diesem unserem Lande nie funktionieren ...

Zitat von ludwig49
...desto weniger die Möglichkeit für Altersvorsorge, folglich eher die Chance auf Altersarmut. Die Vorsorge mit einer Immobilie ist jahrelang mit immensen Zahlungen verbunden, was aber wenn die Ehe crasht, der Arbeitsplatz gefährdet ist oder Krankheit in die Quere kommt ? Die Vorsorge bei Anlegern ist so sicher, wie ein Schiff auf hoher See. Und der Glaube, man käme letztlich unversteuert davon, weil zuvor schon versteuert wurde, ist auch ein Irrglaube. Was also ? Es gibt viele Staaten ( Österreich, Norwegen, Dänemark, Schweden), die funktionierend vorleben, wie der Mensch auch im Alter anständig leben kann. Alle bezahlen ohne Ausnahme, auch die Abgaben sind höher, dafür ist die Absicherung seriös und zwar für alle!
wir müssen fdas Rad immer neu erfinden.
Dank Fachkräftemangel, vor allem in Politik und Verwaltung wird es dann mindesten 5eckig.
Zudem sind unsere Politikiken inzwischen zu borniert ums sich ggf. mal bei den Nachbarn umzuschauen.

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andialpha 10.07.2019, 14:39
34. Zu niedrige summen

Man sollte sich hier nicht auf Details der Berechnung konzentrieren sondern auf the Grund Annahmen:
Wenn sie jetzt Schwierigkeiten haben 8% zu sparen werden sie aparter mit 70% nicht auskommen
Als Rentner geben Sie mehr Geld aus weil sie etliche Medikamente und Behandlungen brauchen und selber zahlen müssen.
Mieten werden massiv steigen
Energie kosten werden massiv steigen
Urlaube und reisen wir teurer weil sie mehr Annehmlichkeiten brauchen als ein Student
Die gesetzlichen Renten werden weniger weil das Renteneintrittsalters auf 70 erhöht wir und solange ist kaum einer farbig zu arbeiten
Viele wollen einfach eher (58-60) in Rente gehen oder werden arbeitslos.

Meinen Berechnungen nach brauche ich ca 2 Mio Euro Gesamtvermoegen im Alter von 60 Jahren. Wenn hohe Betriebsrenten oder Pensionen bestehen kann die Summe natürlich weniger sein. Man sollte pro Jahr ca. 20 000 Euro sparen und anlegen. Wer das nicht tut ist selber schuld.

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muellerthomas 10.07.2019, 14:40
35.

Zitat von SamuelTee
Ich bin laut der o.g. Tabelle "Gutverdiener". Habe aber (alleine) eine Familie mit 4 Kindern zu ernähren (die später die Renten von mir UND ANDEREN LEUTEN zahlen werden). Zum "Sparen" geschweige denn "Anlegen" ist am Ende des Monats nichts übrig. D.h.: Während wir (meine Frau und ich) durch unsere Kindererziehung dafür sorgen, dass es später überhaupt noch sowas wie "Rente" gibt, haben ich und meine Frau wenig resp. gar nichts davon. Und wieder kommt man zu der Erkenntnis: Als Familie mit Kindern ist man in D am Ar***. Was dazu führt, dass immer weniger Leute Kinder bekommen... was dazu führt, dass die Rentenlücke immer größer wird. Meine Meinung: Man sollte den Generationenvertrag "kündigen" und die staatliche Rente komplett abschaffen. Denn eine "Klausel" in diesem Vertrag ist, dass die Leute auch genug Kinder bekommen. Und das tun/können/wollen/sollten sie nicht.
Aber es war doch (vermutlich) Ihre freie Entscheidung, vier Kinder zu bekommen.

Und wenn Ihre Kinder irgendwann mal in die Rentenkasse einzahlen, prima. Bis dahin bezahlen alle Steuerzahler das Kindergeld, die Schule, die gratis Krankenversicherung, etc.

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Volker Looman 10.07.2019, 14:42
36. Rechenfehler

In meinen Augen stecken in der Kalkulation drei Fehler. Erstens: Die Rentenlücke (= 1.051 Euro) wird vom 67. bis zum 85. Geburtstag um 2 Prozent pro Jahr steigen. Zweitens: Auch in der Rentenphase "muss" das Kapital mit 3 Prozent pro Jahr verzinst werden. Bei einem Zinssatz von 3 Prozent pro Jahr beträgt die Versorgungslücke (= 18 x 12 x 1.051 Euro - um 2 Prozent pro Jahr steigend) abgerundet 206.000 Euro. Drittens: Die Sparraten in den nächsten 45 Jahren müssen nicht konstant sein, sondern sollten - in Anlehnung an die Dynamik des Lohnes und der Renten - ebenfalls um jährlich 2 Prozent steigern. Dann beginnt der Sparvertrag mit einer Monatsrate von 126 Euro. Das sieht doch etwas erfreulicher aus - oder nicht?

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muellerthomas 10.07.2019, 14:44
37.

Zitat von marthaimschnee
Die Rentenlücke für mittlere und hohe Einkommen ist grober Unfug, denn je höher das Einkommen, desto weniger wird davon verkonsumiert. Wenn meine Ausgaben als Gutverdiener aber nur 40% des Einkommens betragen und ich den Rest eh schon spare, dann brauch ich im Alter auch keine 70% dieser Einkünfte, von dem ich einen Großteil ja trotzdem nur sparen würde.
so ist es. Finanzberater wollen mir seit Jahren erzählen, wie gigantisch meine Rentenlücke ist, weil die nicht das bedenken, was Sie hier korrekt darstellen.

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blabla55 10.07.2019, 14:56
38.

Das Leben ist endlich,haut die Kohle raus geniesst den Tag,Monate,Jahre,so lange ihr könnt.
Ein Beispiel,Bekannte haben Haus,Hund,Kohlen ohne Ende.
Vor lauter Sparen,kein Urlaub nur Maloche,jeder Überstunde mit genommen.
Und heute im Alter ist ihr bester Freund die Flasche.
Das wars.

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Steve.Joe 10.07.2019, 14:58
39. Steuern beachten

Egal welches Vorsorgemodell gewählt wird, die Steuern sollten nicht vernachlässigt werden. Betriebliche Altersvorsorge und Riester werden nachgelagert besteuert, bei kalter Progression über 30 Jahre sollte man sicherheitshalber 42% Steuer und nochmals anteilig Krankenkassen Beiträge ansetzen, also gleich einmal 50% des angesparten Wertes (für mittlere und obere Einkommensniveau). Kapitalerträge für nachgelagerte Besteuerung erfolgt ebenfalls beim Renteneintritt. Bei Ersparnissen aus versteuerten Einkommen ist aber die Kapitalertragssteuer zu berücksichtigen, ob die über 20 znd mehr Jahre bei 25% bleibt, ist zumindest fraglich. Berücksichtigt man die steigenden Kosten für Wohnen, dann ist man gut beraten nicht zu wenig zu sparen. Ein Blick in die USA hilft ... hier ist ein nicht unerhebliches Vermögen erforderlich, um den Lebensstandard zu halten. Nicht ohne Grund ziehen viele Amerikaner um, wenn es in Rente geht.

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