Forum: Wirtschaft
Zahlungsstopp der Kirche: Weltbild-Verlag steht vor dem Aus
DPA

Deutschlands zweitgrößter Buchhändler, der Weltbild-Verlag, steht offenbar vor der Insolvenz. Vertreter des Eigentümers, der katholischen Kirche, weigerten sich dem "Handelsblatt" zufolge, das defizitäre Unternehmen - und damit 6300 Mitarbeiter - weiter zu finanzieren.

Seite 1 von 15
glen13 10.01.2014, 13:10
1.

Zitat von sysop
Deutschlands zweitgrößter Buchhändler, der Weltbild-Verlag, steht offenbar vor der Insolvenz. Vertreter des Eigentümers, der katholischen Kirche, weigerten sich dem "Handelsblatt" zufolge, das defizitäre Unternehmen - und damit 6300 Mitarbeiter - weiter zu finanzieren.
Da kann die Kirche nun aber wirklich nichts für. Die Fehler liegen ganz klar im Management.
Klare Fokussierung verschlafen, Internet zu lange vernachlässigt, schlecht geführte Läden nicht geschlossen und zu viel billigster China - Mist unter der Marke "maXX".
Ein Verlag, den keiner braucht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hellas1955 10.01.2014, 13:11
2. Wer hilft den Mitarbeitern?

Natürlich muss auch ein "katholischer" Verlag betriebswirtschaftlich geführt werden, aber am langweiligen Image des Hauses sind die Anteileigner mitschuldig. Wer hilft jetzt eigentlich den 6300 Mitarbeitern oder gibt es nur Sprüche wie bei den Schleckerfrauen? Vorschlag: Verkauft den Palazzo Prozzo in Limburg!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sandygirl 10.01.2014, 13:20
3. ...die Kirche...

Und die Beteiligun war nur fürs Seelenheil... nicht für den Geldbeutel der Geistlichen. Darum bezahlt die Kirche gerne ein wenig mehr... oh nein. Stimmt ja gar nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
liany 10.01.2014, 13:20
4. Internet verschlafen

Nach Neckermann das nächste deutsche Katalog-Versandhaus, dass leider viel zu spät das Internet als Vertriebskanal erkannt hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dyl Ulenspegel 10.01.2014, 13:25
5. klar

Gewinnerzielung hat natürlich in einer christlichen Kirche Priorität. Pech für die Menschen, die ihren Job verlieren werden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
danenffm 10.01.2014, 13:29
6. Skandalös

Eigentlich müsste man in diesem Fall die Insolvenz untersagen, denn der "Mutterkonzern" ist eine der reichsten Institutionen Deutschlands und sehr wohl solvent (siehe Limburg). Die Kosten der Insolvenz und die Betreuung der Arbeitslosen landen als Millionen-Posten mal wieder beim Steuerzahler. Die katholische Kirche müsste man dazu "verdonnern", sich um Ihre Mitarbeiter zu kümmern und auf die Diözesen und andere kirchliche Träger zu verteilen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thomasschöffel 10.01.2014, 13:36
7. Schadenfreude und Häme, widerlich

Merkwürdig, wie stark die Häme und die Schadenfreude bei den Kommentatoren zwischen den Zeilen herausquillt. Zwischen Mißbrauchern und dem Mißbrauchten wird nämlich keinerlei Unterschied gemacht. Und wenn man nichts findet, Hexenverbrennung geht dann immer noch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
leserin13 10.01.2014, 13:38
8. Schade

Also ich kaufe ausgesprochen gern bei Weltbild - sowohl in der Filiale als auch per Internet. Es klappt alles prima und schön finde ich auch die Möglichkeit, in die Filiale liefern zu lassen. Und wenn ich mir ansehe, wie viel Leute in der Filiale in Dresden in der Altmarktgalerie auch jetzt kurz nach Weihnachten sind, kann ich das mit den schlecht besuchten Filialen nur schwer glauben.

Ich würde den Wegfall von Weltbild sehr bedauern. Amazon stellt für mich keine so schöne Alternative dar, da vieles über Dritte geliefert wird, die ich nicht kenne und außerdem kommen Versandkosten und ggf. Kreditkartengebühren, wenn nur diese Zahlungsweise akzeptiert wird, dazu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michibln 10.01.2014, 13:43
9. Wen wundert's?

Die Kirche ist nunmal eine wirtschaftsferne Institution und soll sie auch sein. Langweilt sich so mancher Bischof mit seinem "Kerngeschäft" oder warum bindet man sich sowas ans Bein?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 15