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Zahlungsstopp der Kirche: Weltbild-Verlag steht vor dem Aus
DPA

Deutschlands zweitgrößter Buchhändler, der Weltbild-Verlag, steht offenbar vor der Insolvenz. Vertreter des Eigentümers, der katholischen Kirche, weigerten sich dem "Handelsblatt" zufolge, das defizitäre Unternehmen - und damit 6300 Mitarbeiter - weiter zu finanzieren.

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happy2010 10.01.2014, 18:30
70.

Zitat von feach
Hilfe wäre Nächstenliebe... die ist aber nicht mehr im Programm der Kirche vorhanden. Was sollen die denn noch alles machen? Irgendwann muss aber mal gut sein, das kann man ja nun nicht auch noch verlangen, immerhin wird schon für den Rest der Tätigkeiten kaum eigenes Geld aufgewendet, da kann man doch jetzt nicht von abweichen...
Selbst wenn die Kirche 5 Milliarden in Weltbild reinsteckt, mit Amazon, einem Konzern, der die ganzen Gewinne in Deutschland auf dem Papier nach Luxemburg und Co transferiert kann Weltbild nicht mithalten.

Wenn man die Konzerne bei identischer finanzieller Lage und Margenertragsvergleichbar betrachtet hat Amazon, als Steuerdieb, von jedem Euro Gewinn 30%mehr übrig als Weltbild (nach Steuer)

Das bedeutet, Weltbild oder ein anderer mit Amazon konkurrierender Betrieb hat, wenn er in Deutschland versteuert, NIE eine Chance.

Und solange das so ist, solange gehen die Pleiten weiter

Nebenbei: Hugendubel=Weltbild

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jw.puh 10.01.2014, 18:36
71. Aufsicht?

Management hin oder her, die Aufsichtspflicht haben die Eigentümer...leider wird das jetzt auf Rücken der Mitarbeiter ausgetragen und das wird nicht die letzte Insolvenz in diesem Jahr gewesen sein!

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happy2010 10.01.2014, 18:36
72.

Zitat von parudol
Ich sehe neben Meyerische, Thalia und vielen lokalen Anbietern kein Problem mit Amazon.
Trotz Buchpreisbindung und Co
hat Amazon nach Steuer von jedem verdienten Steuereuro 40% mehr übrig wie Thalia und Co

Thalia machte letztes Jahr ca 300 Mio Verlust, und wird eventuell ebenfalls in ein Steuerparadies ausgelagert.

Bei Amazon ist es letztendlich so, das jedr einzelne Arbeitsplatz, den Amazon schafft, unterm Strich vom Steurzahler quersubventioniert ist.

Nicht, weil Amazon zu schlecht zahlt, sondern weil Amazon die Konzerngewinne trickreich verschiebt, und Lohnsteuer und Co dem Staat nicht zum Unterhalt der Kosten reicht

Weltbild hingegen zahlte hierzulande lange Jahre brav Steuer
Hätte es Weltbild wie Amazon gemacht, hätten die nun genug Geld für eine Umstrukturierung

Zitat von cirrus51
Vielleicht übernimmt ja Amazon und Thalia einen Teil der Mitarbeiter. Die Marktanteile fallen ihnen ja auch zu.
A: Thalia eigentlich pleite
B: Jeder Amazonarbeitsplatz wird vom dt Steuerzahler subventioniert

Weltbild zahlte 2019 mehr Steuern in D als Amazon in seiner ganzen Geschichte

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xxj3asherxx 10.01.2014, 18:36
73. Für uns in Augsburg...

ist die Insolvenz von Weltbild eine Katastrophe, weil viele Meschen in Augsburg ihren Job verlieren...

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DianaSimon 10.01.2014, 18:37
74. Stadt der Wunder

Zitat von parudol
Also ich muss ehrlich sagen, dass bei uns in der Stadt erheblich mehr Büchereien als noch vor 20 Jahren vorhanden sind. Ich sehe neben Meyerische, Thalia und vielen lokalen Anbietern kein Problem mit Amazon. Und eine altbackene Firma zu retten dessen Besitzerin obendrein noch die Katholische Kirche herself ist, wird mitnichten eine nationale Aufgabe sein.
Das muß eine merkwürdige Stadt sein, in der die Buchhandlungen Büchereien heißen und sich entgegen dem Bundestrend vermehren. "Der stärkste Rückgang bei den Vertriebswegen für Bücher betrifft den stationären Buchhandel (-31%)." ( http://www.boersenblatt.net/449209/ )

Es geht nicht darum, eine altbackene Firma zu retten, sondern darum, ein Monopol in einem äußerst sensiblen Bereich zu verhindern.

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v700 10.01.2014, 18:41
75. Nicht umsatzorientiert

Zitat
19. Fehlende Strategie!
bekoglacier heute, 14:15 Uhr
Wir haben den Verlag mit einigen extrem erfolgreichen Produkten beliefert, die im NU abgesetzt wurden. Mit der Begründung "aufgrund unserer Strategie bieten wir stets andere Produkte" hat, zumindest in unserem Fall, hervorragende Umsätze verpasst. Kundenwünsche wurden einfach ignoriert und enttäuscht.



Sehe ich ähnlich. Auch wie belieferten Weltbild mit äußerst erfolgreichen Produkten die teilweise in den TOP Ranglisten der Umsatzstatistik erschienen.

Je nach gebiet wurden die Artikel kaum favorisiert, im "die hinterste Ecke gestellt " oder aufgrund vom strategischen Maßnahmen ganz entfernt.

Manchmal fragte ich mich : BRAUCHEN die keinen Umsatz ?

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apostata 10.01.2014, 18:49
76. Freilich kriegt der T.v.E. sein Gehalt weiter!

Zitat von isegrim der erste
obwohl er schon seit Monaten eine selbst verschuldete Arbeitspause macht. Da schaut man nicht auf das Geld. Beim Weltbildverlag schon. Sind ja nur kleine Leute oder nach katholischer Sprechweise "Laien". So sieht katholische "Nächstenliebe" aus. Pfui Teufel!
Bischöfe werden in der BRD schließlich aus staatlichen Steuergeldern bezahlt und nicht von den Kirchen!

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parudol 10.01.2014, 18:53
77.

Zitat von DianaSimon
Das muß eine merkwürdige Stadt sein, in der die Buchhandlungen Büchereien heißen und sich entgegen dem Bundestrend vermehren. "Der stärkste Rückgang bei den Vertriebswegen für Bücher betrifft den stationären Buchhandel (-31%)." ( ) Es geht nicht darum, eine altbackene Firma zu retten, sondern darum, ein Monopol in einem äußerst sensiblen Bereich zu verhindern.
Ja wir leben schon in einer aufregenden Stadt. Ihre Zweifel sind aber unberechtigt. Ich bitte Sie meinen Fehler in der Wortwahl nachzusehen.

Aber zurück zum Thema. Wir hatten bei uns in der Stadt in der örtlichen Fußgängerzone bis vor 10 Jahren genau 2 Buchhändler.
Mittlerweile sind es 4 + ein Weltbildladen + "Der Club". Entgegen der landläufigen Meinung, ist es dort auch immer brechend voll. Und dass ein Internethandel ohne Läden und Verkaufspersonal mehr Umsatz macht liegt in der Natur der Sache. Amazon nutzt die Gegebenheiten. Don't hate the player, hate the game.

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herbst 10.01.2014, 19:04
78.

Es wäre schön, wenn sich die Kirche als Anteilseigner ein wenig Gedanken über die Mitarbeiter gemacht hätte
und nicht fett und satt darauf gewartet hätte, daß auch der letzte Zug verschlafen wird. Aber wer erwartet
denn von so einer Organisation, die mit Hexenverfolgung und Kreuzzügen ebensoviele Menschen auf dem Gewissen hat wie die Nazi, die Geld für Prunkbauten bunkert statt Hilfsbedürftige zu unterstützen, daß sie sich um das Schicksal von Menschen kümmert.

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ZehHa 10.01.2014, 19:07
79.

Zitat von laurismauris
Amazon zahlt keinen Tariflohn
Stimmt. Amazon zahlt übertariflich. Bezogen auf den Tarifvertrag der Logistikbranche.

Von Ver.di gefordert wird die Umstellung auf den Flächentarifvertrag des Einzelhandels beim Versandhändler bzw. Logistiker Amazon. Nur mal so zur Info.

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