Forum: Wirtschaft
Zehn Jahre Riester-Rente: Wo die Fallstricke für Sparer lauern

Der Bürger spart fürs Alter*und der Staat belohnt ihn mit satten Zulagen - dieses Prinzip der Riester-Rente lockt seit zehn Jahren*Millionen Anleger an. Doch diese*Form der Altersvorsorge lohnt sich nur, wenn Sparer alles richtig machen. Die Zeitschrift "Finanztest"*zeigt,*wo die Fallen lauern.

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vhe 28.11.2011, 17:20
20. ...

Zitat von hajo58
Einmal angenommen jemand spart 100€ im Monat und dies 30 Jahre lang und handelt mit seiner Bank einen Ratensparvertrag mit 4% Zinsen aus, so hätte er ein Kapital von 85.000€Dies wiederum gut angelegt, könnte möglicherweise sagen wir, 200€ im Monat bringen. Der Sparer hat also das Kapital UND eine monatliche Rente. Warum „riestern“?
Weil der "Jemand" mit 60 seinen Job verliert und dann sein Erspartes aufbrauchen darf, bevor er die naechsten 7 Jahre Hartz IV kriegt.
Haette er sein Geld in 'ne Riester-Rente gesteckt, waere es sicher und er koennte sich auf 'ne schoene Rente freuen.

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salut 28.11.2011, 18:10
21. Die ...

...Unbelehrbaren und Naivgläubigen verwechseln bei Riester Echt-Erlebensfall und geniales versicherungsmathematisches
Schönrechnen.

M.W.n. sind derezeit 50T EURO auf dem Sparbuch sicher, da gesetzlich garantiert.

Und wie schon von mir und auch Anderen schon geschrieben: Riester wird vom Staat eines Tages mit der staatl.Rente verrechnet!!!!!

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nutsinho 28.11.2011, 18:11
22. Komplett falsch

Zitat von ergoprox
100€ 30 Jahre 64.371,53€ bei 4% Verzinsung Die Inflationsrate betrug durchschnittlich pro Jahr für den Zeitraum 1962 - 2006 exakt 2,98%, ich hab großzügig auf 3% aufgerundet. ,53 entsprechen somit in 30 Jahren (inkl. der jährlich besteuerten Erträge auf das jeweils angesammelte Kapital - ohne Kirchensteuer aber inkl.Sparerfreibetrag) einer Kaufkraft von 26.520€. Für das gleich Spiel bei 2% Verzinsung macht das exakt 20.233€. Viel Erfolg.
Sie rechnen das falsch. Sie können nicht hingehen und erst die Einzahlungen und die Verzinsung der Einzahlung zusammenrechnen, um dann einfach zu sahen hiervon 3% x 30 abziehen. Das ist kompletter Nonsense!
Um es mal stark vereinfacht vorzuführen, sie zahlen im ersten Jahr 1200€ ein. Ohne jetzt die nachfolgenden Einzahlungen zu berücksichtigen, hätten sie bei 4% Jahreszins nach einem Jahr also 48€ Zinseinahmen brutto. Wenn man hiervon dann die 25% Abgeltungssteuer anzieht, haben sie noch 36€. Wenn man wie sie das tun, die Inflationsrate bei durchschnittlich 3% ansiedelt, würden nochmal 36€ abgezogen. Nach dieser vereinfachten Rechnung hätten sie also genau 0 Zinseinahmen mehr , aber auch keine Verluste. Sie würden ihr Geld also werterhaltend anlegen und hätten nach 30 Jahren noch genau den Betrag, welcher der heutigen Kaufkraft von 36k€ entspricht. Wenn sie das einmal mit nem Steuerberater besprechen, holt der da vielleicht sogar noch ne Minirendite raus.

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Jochen 28.11.2011, 20:49
23. Der totale Irrsinn

Zitat von vhe
Weil der "Jemand" mit 60 seinen Job verliert und dann sein Erspartes aufbrauchen darf, bevor er die naechsten 7 Jahre Hartz IV kriegt. Haette er sein Geld in 'ne Riester-Rente gesteckt, waere es sicher und er koennte sich auf 'ne schoene Rente freuen.
Soso. Schauen wir doch mal, was im Artikel dazu steht:

Zitat von SpOn
Neben dem komplizierten Verfahren hat die Riester-Rente noch einen weiteren Schwachpunkt: Geringverdiener, die ihr Leben lang wenig verdienen, haben bisher nichts von der privat angesparten Altersvorsorge. Zumindest dann nicht, wenn sie im Alter auf Grundsicherung angewiesen sind. Das ist eine steuerfinanzierte Sozialleistung. Sie soll diejenigen absichern, die wegen ihres Alters aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind und deren Einkünfte für den notwendigen Lebensunterhalt nicht ausreichen. Die Krux: Eigene Einkünfte und Vermögenswerte werden auf die Zahlungen der Grundsicherung angerechnet - auch die Riester-Rente. Wer also sein Leben lang wenig verdient und dennoch privat vorsorgt, hat nichts davon. Denn die Rente aus dem Riester-Vertrag wird von der Grundsicherung abgezogen.
Die Riester-Rente ist dann auch weg, und das ganze Ansparen war völlig sinnlos. "Riester-Sparen" ist natürlich sowieso betriebswirtschaftlich verkehrt (der Staat, also die Bürger selber, zahlen den Versicherungsgesellschaften Milliarden Euro an Subventionen) und im Übrigen volkswirtschaftlich verheerend (das viele Kapital kann nicht sinnvoll angelegt werden und schafft nur Vermögenspreisblasen).

Also: der totale Wahnsinn. Aber die Dummen sterben nicht aus.

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Dok_Tor 29.11.2011, 23:48
24. Halbwissen

Wie so oft zu dem Thema ist leider einmal wieder viel zu viel Halbwissen in der Diskussion.
Schwarz und Weiß.
Dabei gibts so viele andere Farben auch!
1. Eine "Riester-Rentenversicherung" ist nur eine Form von insgesamt vier möglichen Riester-Lösungen

Und darunter gibt es wie bei Autos oder anderen Produkten auch wiederum Gute und weniger Gute. Nicht Alles passt für Jeden.

2. Was ist denn die wirkliche Alternative, um Geld fürs Alter zurückzulegen? Vergleichen Sie bitte dann nur die Alternativen mit den Riester-Tarifen:
a.)konventionelle Fondsanlage vs. geförderte Fondsanlage
b.)traditionelle Rentenversicherung vs. geförderte Rentenvers.
c.) Banksparplan (bitte mit realistischen Zinsen) vs. geförderter Banksparplan
d.) Bausparen vs. gefördertem Bausparen

Sie werden sehen, es gibt in jedem Bereich gute Argumente für viele Menschen die geförderte Variante zu wählen.

Lassen Sie sich gut und umfassend von qualifizierten Fachleuten beraten.

3. Inflation ist per se kein Riester-Thema. Alle reinen Geldanlagen verlieren dadurch an Wert (geförderte und ungeförderte).

4. Richtig angestellt, können Sie von Ihren Zulagen schon weit vor dem 60. Lebensjahr sehr effektiv etwas haben.

5. Zinserträge bei Riester sind abgeltungssteuerfrei. Im Rentenalter sind alle Einkünfte (gesetzl. Rente, Miete, Zinsen...) nachgelagert zu besteuern.

Verabschieden Sie sich endgültig von der alten Illusion einer steuerfreien gesetzlichen Rente.

Auch vor Einführung von Riester hätte die gesetzliche Rente kein allgemein ausreichendes Niveau sicherstellen können.

Wir brauchen so oder so eine soziale Grundsicherung im Alter und mehr und mehr Menschen werden diese leider in Anspruch nehmen müssen. Das ist der eigentliche Knackpunkt für die Gesellschaft und nicht Riester.

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kettensprenger 29.11.2011, 08:52
25. Sozialamt kassiert Riester-Rente wieder ein

Zitat von vhe
Weil der "Jemand" mit 60 seinen Job verliert und dann sein Erspartes aufbrauchen darf, bevor er die naechsten 7 Jahre Hartz IV kriegt. Haette er sein Geld in 'ne Riester-Rente gesteckt, waere es sicher und er koennte sich auf 'ne schoene Rente freuen.
Richtig ist das Gegenteil, wie www.bandbreitenmodell.de/sinnlose-riesterrente zeigt:

1. Die Riester-Rente bringt bestenfalls ein Taschengeld

Die Stiftung Warentest verglich im November 2007 die Erträge verschiedener Anbieter von Riester-Renten. Der Testsieger erzielt nach 25 Jahren Laufzeit und einem jährlichen Sparbetrag von 1.000 € eine Rente von 216 € (in Worten: zweihundertundsechzehn).

Die Regierungsparteien behaupten, ein Hartz IVer könne sich durch eine Riesterrente mit einem Sparbetrag von 5 (in Worten: fünf) € monatlich gegen Armut schützen. Das sind 60 € jährlich. Wenn lt. Stiftung Warentest aus 1.000 € Jahressparleistung bestenfalls 216 € Riesterrente werden, dann werden aus 60 € Jahressparleistung mit einem staatlichen Zuschuß von sage und schreibe 9 € und 50 Cent bestenfalls eine Riesterrente von monatlich 12 € und 96 Cent.
Auch wenn man berücksichtigt, daß der Durchschnitt der staatlichen Förderung etwas höher ist (weil nicht alle Riester-Sparer eine staatliche Förderung beantragten): Der in jedem Fall niedrige Betrag wird zusätzlich durch die Inflation geschmälert. Bei einer weiterhin zu erwartenden jährlichen Preissteigerung von 2,8% haben 216 € des Testsiegers in 30 Jahren eine Kaufkaft von heutigen 106 € und 20 Cent.
Die Riester-Rente ist also selbst im günstigsten Fall so niedrig, daß sie nicht vor Armut schützt.

Und wie hoch sind - wenn man den theoretischen "Testsieger" mal Beiseite läßt - die tatsächlichen Sparbeträge in der Realität? Darüber gibt das Bundesministerium für Altersarmut und Sozialabbau (BMAS) Auskunft. Die Bundesregierung feiert 11,33 Mio. Riestersparer, die 2008 von ihrem Ministerium 866 Mio. € staatliche Zulagen erhielten. Rechnen wir einmal nach: 866 Mio. € dividiert durch 11,33 Mio. Sparer und 12 Monate sind monatlich 6 € und 37 Cent staatliche Zulage. Auch diese Gesamtbetrachtung beweist, wie niedrig und sinnlos die Riesterrenten sind.

2. Die meisten Riester-Sparer erhalten Null Cent und entlasten nur den Staat

Das ARD-Magazin Monitor wies in seiner Sendung vom 10. Januar 2008 nach, daß selbst Durchschnittsverdiener, die 32 Jahre lang in die Riester-Rente einzahlen, keinen einzigen Cent Riester-Rente erhalten. Geringverdiener gehen sogar nach 45 Jahren Beitragszahlung leer aus. Siehe auch ARD-Magazin Plusminus.

Das Sozialamt kassiert rechnet die Riesterrente auf Sozialleistungen an - deshalb heißt es "Riestern fürs Sozialamt!"

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vhe 29.11.2011, 13:37
26. ...

Zitat von Jochen
Soso. Schauen wir doch mal, was im Artikel dazu steht:
Nichtz zum Thema Hartz IV.
Zitat von Jochen
Die Riester-Rente ist dann auch weg, und das ganze Ansparen war völlig sinnlos.
Nee, ist sie nicht. Genauer gesagt, nur wenn jemand dann mit den fehlenden Rentenjahren unter die Mindestrente kommt. Aber Ihr Gespartes ist nach ein paar Jahren schon weg.
Zitat von Jochen
Aber die Dummen sterben nicht aus.
Die, die nicht lesen koennen anscheinend auch nicht.

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vhe 29.11.2011, 14:24
27. ...

Zitat von kettensprenger
Richtig ist das Gegenteil, wie zeigt: 1. Die Riester-Rente bringt bestenfalls ein Taschengeld Die Stiftung Warentest verglich im November 2007 die Erträge verschiedener Anbieter von Riester-Renten. Der Testsieger erzielt nach 25 Jahren Laufzeit und einem jährlichen Sparbetrag von 1.000 € eine Rente von 216 € (in Worten: zweihundertundsechzehn).
Hab aber einen Artikel mit 216 Euro drin auf www.test.de nicht gefunden, haben Sie 'nen Link?

(216 Euro Rente monatlich entspricht, wenn man Anspar- und Auszahlrendite gleich annimmt, ca. 5,25% Rendite. Soo schlecht ist das gar nicht.)
Zitat von kettensprenger
Die Regierungsparteien behaupten, ein Hartz IVer könne sich durch eine Riesterrente mit einem Sparbetrag von 5 (in Worten: fünf) € monatlich gegen Armut schützen. Das sind 60 € jährlich.
Ok, das ist wirklich Unsinn.
Zitat von kettensprenger
Und wie hoch sind - wenn man den theoretischen "Testsieger" mal Beiseite läßt - die tatsächlichen Sparbeträge in der Realität?
Also meine sind ca. 160 Euro pro Monat.
Zitat von kettensprenger
2. Die meisten Riester-Sparer erhalten Null Cent und entlasten nur den Staat
Richtig: Sparer, die nix einzahlen und auch nix verdienen, erhalten Null Cent und ...

Insgesamt draengt sich bei mir allerdings der Eindruck auf, dass die meisten sich Versicherungen haben einreden lassen, (praktisch) nichts einzahlen und sich dann wundern, dass sie nichts Nennenswertes rausbekommen.

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gsm900 14.06.2012, 07:32
28. Gut gemeint

Zitat von sysop
Der Bürger spart fürs Alter*und der Staat belohnt ihn mit satten Zulagen - dieses Prinzip der Riester-Rente lockt seit zehn Jahren*Millionen Anleger an. Doch diese*Form der Altersvorsorge lohnt sich nur, wenn Sparer alles richtig machen. Die Zeitschrift "Finanztest"*zeigt,*wo die Fallen lauern.
für die Versichrungswirtschaft, den Baemtenapparat und natrürlich auch Schröders Spezi Maschmeyer, aber mal wieder nicht für den Bürger:
Spezialdemokratischer Murks par excellence.

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gsm900 14.06.2012, 07:33
29. Das habe ich mir auch gedacht

Zitat von hajo58
Es fällt schon sehr stark auf wie sich Finanztest und speziell Herr Tenhagen für die Riesterrente stark machen, Ein Schelm der Böses dabei denkt. Aber hier einmal eine Alternative: Einmal angenommen jemand spart 100€ im Monat und dies 30 Jahre lang und handelt mit seiner Bank einen Ratensparvertrag mit 4% Zinsen aus, so hätte er ein Kapital von 85.000€Dies wiederum gut angelegt, könnte möglicherweise sagen wir, 200€ im Monat bringen. Der Sparer hat also das Kapital UND eine monatliche Rente. Warum „riestern“?
Warum Maschmeyer und Konsorten das Geld rektal applizieren?

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