Forum: Wirtschaft
Zeitungsbericht: Exxon sondiert Übernahmeangebot für BP

Der US-Ölkonzern ExxonMobil prüft laut einem Zeitungsbericht ein Übernahmeangebot für den angeschlagenen Konkurrenten BP. Das Unternehmen habe in Washington um Erlaubnis angefragt, berichtet die "Sunday Times" unter Berufung auf Quellen in der Ölindustrie.

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shokaku 11.07.2010, 20:10
1. Hier könnte ein Titel stehen

Irgendwie konsequent.

Exxon hat schliesslich die größte Erfahrung wie man sich aus Zahlungsverpflichtungen nach Ölkatastrophen herauswindet.

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edgarzander 11.07.2010, 20:26
2. Gschmäckle

Zitat von sysop
Der US-Ölkonzern ExxonMobil prüft laut einem Zeitungsbericht ein Übernahmeangebot für den angeschlagenen Konkurrenten BP. Das Unternehmen habe in Washington um Erlaubnis angefragt, berichtet die "Sunday Times" unter Berufung auf Quellen in der Ölindustrie.
Tolle Sache! Dass im Zuge der SWIFT-Datenlieferungen an die USA sicherlich eine Zweckentfremdung für wirtschaftliche Zwecke stattfinden wird, kann berechtigterweise vermutet werden.
Das hier hat allerdings ein viel offensichtlicheres Gschmäckle:
Zuerst presst die USA BP enorme Schadensersatzzahlungen (mind. 20 Mrd. $) ab - rein rechtlich nur max. 64 Mio. $ möglich.
Anschließend steht man einer Übernahme von BP durch US-Konzerne wohlwollend gegenüber.

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SmarterAlsDu 11.07.2010, 20:32
3. Welt-ÖL-AG

Interessant, dass sich hier zwei US-Unternehmen (Exxon und Chevron) "verbünden" und versuchen, die Filetstücke aus BP rauszuschneiden.

Sieht für mich nach einer Kopie des russischen Modells aus, d.h. die Regierung hilft den Unternehmen, die Unternehmen schmieren die Politiker und verhalten sich ansonsten so, wie es ihnen passt.

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joe sixpack 11.07.2010, 20:36
4. presst die USA BP enorme Schadensersatzzahlungen (mind. 20 Mrd. $) ab

Zitat von edgarzander
Tolle Sache! Dass im Zuge der SWIFT-Datenlieferungen an die USA sicherlich eine Zweckentfremdung für wirtschaftliche Zwecke stattfinden wird, kann berechtigterweise vermutet werden. Das hier hat allerdings ein viel offensichtlicheres Gschmäckle: Zuerst presst die USA BP enorme Schadensersatzzahlungen (mind. 20 Mrd. $) ab - rein rechtlich nur max. 64 Mio. $ möglich. Anschließend steht man einer Übernahme von BP durch US-Konzerne wohlwollend gegenüber.
BP wollte ein paar Dollar an der Sicherheit sparen - das hat sich geraecht. Dass BP jetzt die Anwohner, Fischer, Hoteliers, etc. an der Golfkueste entschaedigt, ist ja wohl das allermindeste.
Der zerstoerten Natur duerfte das allerdings auch nicht helfen.
Von mir aus kann BP gerne Pleite gehen, die haben es nicht anders verdient.
Und wenn BP die Nordseekueste komplett versauen wuerde, waeren Sie auch nicht gegen Schadenersatz abgeneigt.

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wika 11.07.2010, 20:56
5. Wird wohl kaum passieren…

Die Devise wird lauten „Zerschlagen“ und die Filetstücke werden von den Geiern geholt. Dies aus dem einfachen Grund, weil selbst Exxon nicht bereit sein wird ein unkalkulierbares Risiko einzukaufen. Wenn jetzt schon von 60 Mrd. $ Schaden die Rede ist … Ende nach oben hin offen, dann wird sich jeder seriöse Kaufmann an der Stelle zurückhalten. Oder aber Exxon lässt sich wie üblich von den potenten Regierungen einen Freibrief ausstellen, was die Kosten der Umweltsanierung anbelangt. Die Sozialisierung solcher Folgen hat ja schon Tradition, siehe Themenschwerpunkt Rettungspakete.

Wenn Top Kill zum Overkill wird, dann darf man getrost von einem entsprechenden Szenario ausgehen. Jedenfalls, die Wahrscheinlichkeit, dass BP hieran versterben wird, wird mit jedem Tag größer, an dem das Desaster nicht beendet werden kann. Exxon schielt sicherlich neben dem PR-Effekt auf die erwähnten Häppchen.

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freeagent 11.07.2010, 22:47
6. Können Sie gerne machen

Dann werde ich wohl in Zukunft auch Exxon boykottieren.

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prophet46 12.07.2010, 23:49
7. Inverstoren-Sope

Zitat von sysop
Der US-Ölkonzern ExxonMobil prüft laut einem Zeitungsbericht ein Übernahmeangebot für den angeschlagenen Konkurrenten BP. Das Unternehmen habe in Washington um Erlaubnis angefragt, berichtet die "Sunday Times" unter Berufung auf Quellen in der Ölindustrie.
Dies ist eine Zeitungsente, Spekulanten-Bullshit so zu sagen. Die lecke Ölleitung wird in 1 - 2 Tagen vollständig gekapselt sein und in ca. 3 Wochen geschlossen werden.
eine ganze Zeit dauern, aber der Bestand von BP war und ist meines Wissens zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Hier werden von interessierte Seite lfd. Übernahmenachrichten gestreut, mit dem Ziel die kommende Preisbildung am Aktienmarkt zu beeinflussen. Offenbar ist sehr viel Geld im Spiel und wie immer jede Menge Short Selling.

Man wird aus dem Vorfall lernen und künftige Bohrungen werden sicherer werden.

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Raptor 12.07.2010, 01:06
8. Soso

Zitat von prophet46
Man wird aus dem Vorfall lernen und künftige Bohrungen werden sicherer werden.
3 Kreuze... so wie ich das ganze sehe, wird die "Erfahrung" aus dieser Katastrophe genauso versumpfen wie die Lehre, die wir aus der Finanzkrise hätten ziehen können...

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Eppelein von Gailingen 12.07.2010, 07:36
9. Exxon, der Umweltfrevel von Alaska,

Zitat von sysop
Der US-Ölkonzern ExxonMobil prüft laut einem Zeitungsbericht ein Übernahmeangebot für den angeschlagenen Konkurrenten BP. Das Unternehmen habe in Washington um Erlaubnis angefragt, berichtet die "Sunday Times" unter Berufung auf Quellen in der Ölindustrie.
der seinen Namen durch die Ölkatastrophe um seinen besoffenen Schiffskapitän verfestigt hat, aber noch auffälliger durch seinen Wieder-Gutmachungs-Betrug an den Geschädigten wurde, will die BP schlucken. Verbindet man mit Exxon nicht auch dem Bush George-Walker seinen Vize Cheney? Den heimlichen Ölbaron von Texas? Jetzt wissen wir, warum für den Ami der Sprit so billig ist, weil die Europäer diese Einnahme-Verluste bezahlen.

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