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Zeitungskrise: "FAZ" könnte bis zu 200 Stellen streichen

Die Zeitungskrise in Deutschland verschärft sich. Laut "Handelsblatt" könnten bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" 150 bis 200 Arbeitsplätze gestrichen werden, ein Fünftel davon in der Redaktion.

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meckeronkel 16.09.2014, 08:18
1. Da muss ich ja schnell noch meine FAZ Gutscheinhefte einlösen, ...

... die ich mir in den 80er-Jahren gekauft habe, bevor die Zeitung dann eines Tages gar nicht mehr erscheint..

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Wassup 16.09.2014, 08:23
2. Gibt der Mindestlohn den Zeitungen den Rest?

Dürfen sich Journalisten nun nicht mehr selbst grenzenlos ausbeuten - müssen sich einige von Ihnen in das Heer der Arbeitslosen einreihen? Mehr Hintergrundinformationen bitte!

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annetteseliger 16.09.2014, 08:26
3. Zeitungskrise

Ich nehme nicht an, dass es ein Problem des Internets ist mit dem hier die Presse konfrontiert ist. Es gibt Blätter, die sehr zulegen können.
Ich denke, dass die Leser die mangelnde Objektivität der Medien und deren Verbindungen zum politischen Establishment leid sind. Die Ukraine Krise oder jetzt aktuell das Verhältnis zur AfD nach den Wahlen zeigt doch sehr offensichtlich dass die fünfte Gewalt ihrem Verfassungsauftrag nicht mehr nachkommt. Sie werden von den herrschenden Parteien vor ihren ideologischen Zug gespannt und tragen dann brav deren Meinung vor. "Putin ist böse und möchte Europa in die Knechtschaft führen - der Westen ist gut und möchte die Ukraine befreien". "Die AfD ist politisch rechts und bedient Nazi Parolen". Die Wählerwanderungen aber zeigen auf, dass dies nicht der Fall ist. Ich sehe schwarz für die bekannte Presse aus Süddeutsche, Spiegel, FAZ, Stern oder Focus, wenn sie ihre offensichtliche Parteinahme nicht abstellen und zum journalistischen Weg der Objektivität zurückkehren.

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MeFFM 16.09.2014, 08:30
4. Die Belegschaft soll noch am Dienstag informiert werden

Dieser Satz sagt schon wieder alles. Offensichtlich ist auch die FAZ so ein Saftladen bei dem man interne wichtige News als erstes aus der Zeitung erfährt und nicht vom Chef...

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Liberalitärer 16.09.2014, 08:34
5. Zeitungskrise

Alles sehr traurig im Aufschwung XXL. Naja beim grassierenden Fachkräftemangel und nahender Vollbeschäftigung werden die Redakteure sicherlich sehr schnell einen Platz in einem Call Center erhaschen können. (Sarkasmus aus) SPON und Spiegel bleibt zu raten, mal einen Blick auf das neue Communitymodell des Guardian zu werfen. Das könnte m.E. funktionieren, jedenfalls sieht es so schlecht nicht aus. Vor allem ist es ausbaufähig.

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kenterziege 16.09.2014, 08:44
6. Das Flagschiff der Tageszeitungen...

Seit 40 Jahren lese ich die FAZ. Aber in einer schnelllebigen Welt hat niemand mehr die Zeit, das alles zu lesen. Dazu kommt schon am nächsten Tag die Zweitverwertung in FAZ-Net. Wozu habe ich mir dann die Printausgabe gekauft? Wenn die Verlage nicht radikal umdenken und ihr Online-Programm kostenpflichtig machen, dann gehen diese Verlage den Bach herunter. Dann haben wir nur noch interessengeleitete Information.

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rocatheo 16.09.2014, 08:48
7. Ein Motiv

ist, es werden Skandale herbeigeredet, die sich im Text gleichen, sie lenken ab über unsere wirklichen Probleme. Altersarmut, Rentenabbau, Menschen können nicht leben von dem was mit ihren _Händen erarbeiten, Arbeitslosenstatistiken werden manipuliert. Es werden Menschen bezahlt um krank geschriebene Arbeitslos aus der Statistik zu streichen. Energiepolitik, wie geht's weiter? Kein kritischer Journalismus mehr. Wieso soll man eigentlich noch eine Zeitung kaufen, wenn Konzerne die Sponsoren sind, die den Text in den Artikeln bestimmen.

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subcomandante_m 16.09.2014, 09:16
8. Bedauerlich ...

... aber evtl. die Konsequenz aus dem eigene redaktionellen Treiben. Vor ein paar Wochen lief da eine Umfrage und die Leser haben unisono die wesentlichen Punkte bemängelt. Konsequenzen: Keine

Wenn sich die Journalisten als Verkündungsorgane der Regierunspolitik sehen bleibt das auch nicht aus. In einem Blog bei der Zeit wurden Parallelen zum Zeitungssterben in den USA gezogen; dieses trat justamente dann auf, als alle Zeitungen die Regierungspolitik Bush Jrs unterstützten.

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fatherted98 16.09.2014, 09:23
9. ich leses...

...täglich die FAZ in der Firma...sprich gehe sie durch und lese die Artikel die mich interessieren. Das sind meist nur 4-5...der Rest ist meist zwei - bis dreimal durchgekautes von vorgestern und überflüssige Kommentare, in denen sich "kluge" Journalisten über das Weltgeschehen echauffieren. Manchmal gibts im Feuilleton eine interessante Buchbesprechung/Vorstellung...meist jedoch nicht. Der Wirtschaftsteil ist umfangreich und ein dickes Plus der FAZ...dort gibt es auch Berichte über Dinge die einem sonst in der schnell lebigen Online Welt entfallen...der Rest ist gähn....da ich in Frankfurt arbeite lese ich auch den Regionalteil...der ist allerdings auch nicht mehr so gut wie früher...da ist die FNP als Regionalzeitung um Längen besser. Alles in allem muss die FAZ sich mal richtig anstrengen...

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