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Zinsbesteuerung: Merkel verlangt härtere Steuerregeln für Schweiz
DPA

Europa verschärft den Kampf gegen Steuerhinterziehung, doch Nicht-EU-Mitglieder wie die Schweiz sind bislang nicht an Bord. Das müsse sich ändern, fordert jetzt Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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brewknow 06.02.2014, 17:59
70. Automatischer Datenaustausch

Es müssen also noch mehr Daten generiert werden, damit NSA und BND über den letzten Euro bescheid wissen! Wer's bis jetzt nicht erfasst hat was da abgeht in der EU, der wird's wohl nie mehr erfassen. Ich für mich glaube, dass es vor allem um Macht und Kontrolle geht bei diesen Forderungen. Und wie ich die Schweizer einschätze, werden sie die Äusserungen von Frau Merkel
in die Argumentenliste bei der Abstimmung gegen Überfremdung am nächsten Sonntag miteinfliessen lassen.

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Mutter Helvetia 06.02.2014, 18:00
71. ...und mutig

Zitat von sysop
Europa verschärft den Kampf gegen Steuerhinterziehung, doch Nicht-EU-Mitglieder wie die Schweiz sind bislang nicht an Bord. Das müsse sich ändern, fordert jetzt Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Es wäre schön, wenn sich Frau Merkel um die 120 Milliarden Euro kümmern würde, die der EU JEDES JAHR durch Korruption verlustig gehen, oder auch nur um die paar hundert Milliönchen an Steuergeldern, die in Deutschland für seltsame Flughafen- und Konzerthallenbauten verlocht werden, als einmal mehr auf der Schweiz rumzuhacken, was zugegebenermassen viel medienwirksamer und vor allem einfacher ist. Alles andere würde ja ein klares Statement und ziemlichen Mut voraussetzen, was man, wie jedermann weiss, von Frau Bundeskanzlerin nicht erwarten kann.
Ich jedenfalls werde bis zuletzt gegen einen Beitritt der Schweiz zu diesem verlotterten Verein stimmen und ich kann jeden seiner bedauernswerten Bürger verstehen, der sein sauer verdientes Geld vor korrupten, gierigen und inkompetenten Politiker in Sicherheit bringen will. Ob in der Schweiz, auf den Kanalinseln oder sonst wo.

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trident 06.02.2014, 18:00
72.

Zitat von grauwolf1949
wird hier wohl hilfreich sei. Sicher ist es doch der EU möglich mit sanften diplomatischem Druck solche Steueroasen wie Lichtenstein oder eben die Schweiz zu einem vernünftigen Vertrag zu bewegen. Schließlich will ja auch ein Land wie die Schweiz mit der EU Geschäfte machen. Sicher gibt es für die EU legale Mittel ( Zölle , Einschränkungen im Geldverkehr, Wirtschaftshemmnisse) um hier etwas Druck aufzubauen.
Allzuviel Druck wird nicht nötig sein.
Das Zinsbesteuerungsabkommen Schweiz<-> EU gibt es schon, es geht nur darum es auf andere Erträge auszweiten. Die Schweiz wird dem zustimmen wenn innerhalb der EU alle länder mitspielen.

Das ist übrigens eher in Richtung "Abgeltungsteuer" als in Richtung "automatischer Informationsaustausch".
Komisch, das erstere wurde doch gerade erst kürzlich von der deutschen SPD torpediert..

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nhorwath 06.02.2014, 18:00
73. Frau Merkel nach acht Jahren

merken Sie das auch schon.Leider gibt es nicht NUR die Schweiz die Schwarzgeld auf ihren Banken hat.Geht das vielleicht nochmal acht Jahre bis Sie das merken? Es ist traurig aber solange Sie und Herr Schäuble da etwas zu sagen haben wird sich nichts ändern und die Steuer-Betrüger und können ungestört weiter in den Steueroasen ihr Geld schwarz arbeiten lassen.Dafüe haben Sie jetzt ja die Schwarzarbeit der einfachen Deutschen zur Ablenkung wieder zum Thema gemacht.

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shardan 06.02.2014, 18:02
74. Damit ist der Grund gefunden....

... das Ganze jahrelang aufzuschieben. Erst muss die Schweiz mit ins Boot, und das wird natürlich ewig dauern, da die Schweizer gelinde gesagt nicht sehr interessiert sein werden. Und so hat Mutti wieder einmal die Welt der Reichen vor den bösen Steuerleuten gerettet....

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Corvatsch 06.02.2014, 18:04
75. Die Schweiz hat das längst angeboten

Zitat von grauwolf1949
wird hier wohl hilfreich sei. Sicher ist es doch der EU möglich mit sanften diplomatischem Druck solche Steueroasen wie Lichtenstein oder eben die Schweiz zu einem vernünftigen Vertrag zu bewegen. Schließlich will ja auch ein Land wie die Schweiz mit der EU Geschäfte machen. Sicher gibt es für die EU legale Mittel ( Zölle , Einschränkungen im Geldverkehr, Wirtschaftshemmnisse) um hier etwas Druck aufzubauen.
Die Schweiz hat schon vor einiger Zeit angeboten die Zins- und andere Einkünfte an der Quelle zu besteuern und den entsprechenden Ländern abzuliefern. Nur war das dem deutschen Fiskus nicht gut genug. Der will auch noch wissen wer was wo hat. Am liebsten wohl auch gleich noch das Parteibuch! Das geht halt nach Schweizer Gesetzen nicht! Zum Glück - da herrscht nicht diese Obrigkeitsgläubigkeit. Der Staat muss nicht alles wissen. Spätestens seit der NSA Affäre sollte man das verstehen können!

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jeepee 06.02.2014, 18:04
76. Ihren legalen Mitteln ...

Zitat von grauwolf1949
wird hier wohl hilfreich sei. Sicher ist es doch der EU möglich mit sanften diplomatischem Druck solche Steueroasen wie Lichtenstein oder eben die Schweiz zu einem vernünftigen Vertrag zu bewegen. Schließlich will ja auch ein Land wie die Schweiz mit der EU Geschäfte machen. Sicher gibt es für die EU legale Mittel ( Zölle , Einschränkungen im Geldverkehr, Wirtschaftshemmnisse) um hier etwas Druck aufzubauen.
... stehen (noch) die bilateralen Verträge der EU mit der Schweiz entgegen. Natürlich können diese einseitig von der EU gekündigt werden. Dann stünde es der Schweiz allerdings auch frei, gewisse Retensionsmassnahmen zu ergreifen. Gerade im Transitverkehr, den Kohäsionszahlungen an die EU oder der Personenfreizügigkeit sehe ich da einige Möglichkeiten.

Aber keine Sorge: Es gibt genügend deutsche Entscheidungsträger, die ihr Geld in ausländischen Steuerparadiesen (korrekt: ausserhalb der deutschen Steuerhölle) bunkern. Denen steht der Sinn sicher nicht nach sanftem diplomatischen Druck ....

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brewknow 06.02.2014, 18:06
77. Das hatten wir...

Zitat von DrStrom66
ich helfe ! Ich bin Elektriker und rueste den Zaun , die Mauer mit Hochspannung und Ueberwachung aus, damit keiner rueberkommt !
... doch schon einmal, ja genau, ich mag mich erinnern!
Allerdings war die damalige Situation mit umgekehrten Vorzeichen!

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ruebenkatze 06.02.2014, 18:07
78. Liebes SVP-Sprachrohr,

Zitat von SteigerF
Die Schweiz ist nicht in der EU, was für EU-Staaten gilt, hat für uns noch lange nicht zu gelten. Deutschland hatte seine Chance für ein Abkommen, die SPD liess es aus Wahlkampfgründen scheitern. Jetzt schaut Deutschland halt in die Röhre, da habe ich keinerlei Mitleid. GB und Österreich waren schlauer.
so weit sind wir noch nicht, dass wir Mitleid aus dem Süden nötig haben.

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IsaDellaBaviera 06.02.2014, 18:09
79. TOUCHE! Denn wir deutsche, dumme Steuerzahler werden trotz prall gefüllter Kassen

Zitat von itsamadworld
Warum wohl gibt es in Deutschland so viele Steuerflüchtlinge? Der durchschnittliche Schweizer verdient wesentlich mehr als ein Deutscher. Er hat dennoch eine bessere Steuermoral und legt sein Geld nicht stattdessen in Deutschland an? Vielleicht sollten unsere Politiker mal ihre Hausaufgaben machen und über das eigene System nachdenken.
immer weiter zur Ader gelassen --- d.h. finanziell noch mehr belastet, durch neue Märchen-Steuern (bzw. MwSt.) geschröpft und dann mit ein paar unverständlichen, laschen Politiker-Statements abgebürstet. Ausgerechnet von den Leuten, die die meiste Zeit ihres Lebens nur in der Politik unterwegs waren und nie selbst oder eigenständig, hart und mit Sorge um die Familie arbeiten mussten.
Ich frage mich, wie lange sich das die mittelständischen Unternehmen, die Selbständigen und die angestellten Menschen in der BRD noch gefallen lassen...

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