Forum: Wirtschaft
Zinspolitik der EZB: Wenn die Party zu Ende geht
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Nervosität macht sich breit: Die Notenbanken beginnen mit dem Ausstieg aus dem Krisenmodus. Wann wird die Ära ultraniedriger Zinsen vorbei sein? Endet ein langer Boom letztlich mit einem spektakulären Crash?

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betonklotz 21.01.2018, 22:04
10. Glaubt wirklich jemand an das Ende der Niedrigzinsära?

Man will nur nicht offiziell zugeben, dass das die neue Normalität ist. Und was den Crash angeht, der wird wohl unausweichlich sein. Stellen wir uns ein Fahtzeug mit einem instabilen Gestell vor, welches im Laufe der Zeit immer stärker verzieht. Ergebnis: man muss immer stärker gegenlenken, um die Karre auf Kurs zu halten. Heute ist schon ein Zustand erreicht, wo das Lenkrad permanent bis zum Anschlag gedreht werden muss. Wie lange das noch gut gehen wird, nun es wird nicht ewig sein.

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freddygrant 21.01.2018, 22:14
11. Den öffentlichen ...

... Haushalten haben die 0-Zinspolitik und der Anleihenboom lange
Zeit genutzt Diese gingen dabei aber an einer realen Geld- und Finanz-
politik total vorbei, weil dies zu einem unnatürlichen Konsum- und
Nachfrageboom führte. Nach dem Ende der billigen Kredite wird es
der Währung an den Kragen gehen und eine geordnete Nachfrage
und entsprechende Wirtschaft werden dann den Bach runtergehen.
Aber so ein richtiger Crash-Kurs ist ja auch mal nötig oder sogar
überfällig? Mal sehen mit welchem System es dann weitergeht.

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mimas101 21.01.2018, 22:54
12. Hmm Tja

Die Banken haben gezockt und sich dabei selbst in den Ruin getrieben (z.B. Geschäfte mit faulen Hypotheken, CDS die nie wirksam werden durften pp). Betrug und mafiöses Verhalten also. Bluten durfte dafür auch der Steuerzahler für das Retten denn z.B. die Firmen finanzieren sich heute auf Pump und nicht mehr aus Gewinnrücklagen.
Das unappetitliche Ergebnis: Der Bürger ist mit Minizinsen und einer künstlichen Inflation enteignet worden. Rücklagen fehl am Platze; das wird dann der Steuerzahler richten dürfen wenn die Altersarmut grassieren wird pp. Oder Preise (Immobilien z.B.) wurden in unendliche Höhen getrieben mit desaströsen gesellschaftlichen Ergebnissen was ebenfalls die Steuerzahler richten dürfen.
Dafür gibt es mittlerweile immer mehr Inflationsgelder die lediglich die Börsenwerte in absurde und irreale Höhen trieben und ein angebliches Wirtschaftswachstum und Reichtum vorgaukeln.

Fazit: Es wird zu einem Knall kommen gegen den der schwarze Freitag anno 1923 direkt ein Zuckerschlecken gewesen war.
Besser wäre gewesen damals die Betrügerbanken und -börsen pleite gehen zu lassen und ggfls. durch staatliche Maßnahmen die Firmen nicht nur zu einem gesunden wirtschaften zu zwingen sondern auch ggfls. die Grundversorgung der Bevölkerung aus Steuermitteln für eine Übergangszeit sicherzustellen.
Das hätte die Banken und Börsen in ihrer Denke wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Und ein weiteres reinigendes Gewitter wäre auch gut für die überschuldeten EWG-Staaten, ansonsten wird sich da auch nix ändern.

Außerdem werden wir sowieso von der Idee eines immerwährenden Wirtschaftswachstums Abstand zu nehmen haben. Das gibt es schlicht nicht. Bin mal gespannt wann die Notenbänkler, besonders die zwielichtige Gestalt Draghi mit seinen Mitgliedschaften in höchst fragwürdigen Geheimzirkeln, das kapieren werden.

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tomdabassman 22.01.2018, 23:36
13. Überhitzung

Ich stimme Herrn Müller diesmal nur in einem Punkt zu, und das ist der Befund der Überhitzung der deutschen Wirtschaft, welche in einigen Regionen längst Realität ist, z.B.im Stuttgarter Speckgürtel. Da geht es nicht mehr wie früher um Zuwachsraten, sondern um die immer älter werdende Bevölkerung, welche diese immer schlechter erwirtschaften kann. Thema Burn-Out. Ansonsten das übliche Clickbait-Crash-Geraune. Will da einer der Erste gewesen sein, indem er es selbst mit herbeischreibt? Ich wuchs in Zeiten mit 8% Zinsen auf und es ging auch...

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dondon 22.01.2018, 23:41
14. Wenige Argumente

Wo bleiben die Argumente? Die Zinsen erhöhen, damit man sie später wieder senken kann, ist tatsächlich das einzige Argument, welches eine Zinserhöhung laut diesem Artikel begründet. Dragi und Co werden 0,nichts tun, was die europäische Wirtschaft, das europäische System belasten könnte. Viel interessanter ist die Frage nach der aufgeblähten chinesischen Gigablase, welche die Zinserhöhungen in den USA bald zum platzen bringen könnte, und wie sich das auf Deutschland, dessen Firmen in hohem Maße in chinesischer Hand sind, auswirken könnte.

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quark2@mailinator.com 22.01.2018, 23:56
15.

Hat jemand die Parole rausgegeben, daß jetzt Schluß zu sein hat ? Ich habe den Eindruck, SPON versucht, den Absturz geradezu herbeizuschreiben. Die Medien sollten vielleicht aufpassen, keine selbsterfüllenden Prophezeihungen zu negativen Dingen zu generieren.

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thequickeningishappening 22.01.2018, 00:19
16. Nirgends ist Die Hebelwirkung groesser

als bei Ausgangslage Null(Zins)! Schon 1/4% Anstieg hat massive Implikationen auf die Bewertung von Immobilien! Selbiges gilt für Anleihen! Je laenger Die Nullzinsphase andauernd desto schwieriger der Ausstieg! Wenn Die FED weiter anzieht dann muss Draghi und auch Die BoJ irgendwann nachziehen!

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Newspeak 22.01.2018, 00:34
17. ...

Es wird den Crash geben, egal was die Notenbanken tun. Wie will man denn ansonsten aus einem System herauskommen, in dem "Werte" gehandelt werden, die durch gar nichts mehr gedeckt sind, und in dem das Kapital staendig nach neuen Anlageformen sucht, die immer weniger gesamtwirtschaftlich sinnvoll sind, aber immer absurdere Renditen versprechen? Die Weltwirtschaft ist ein einziges Schneeballsystem, mit dem einzigen Unterschied, dass es keinen einzigen Schoepfer gibt, den man wie Maddoff in den Knast stecken koennte. Allein deshalb funktioniert das Ganze, und jeder Beteiligte hofft nur darauf, nicht bei den Letzten zu sein, die am Ende leer ausgehen bzw. die Zeche bezahlen muessen.

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Aberlour A ' Bunadh 22.01.2018, 00:41
18. Flacher geht's nicht

Wenn im Fußball der flachste Moment am Journalisten-Stammtisch erreicht ist, spricht man von Ergebnis-Journalismus. Will sagen: hat die Mannschaft gewonnen ist alles gut, der Trainer gefestigt, die Einkäufe haben eingeschlagen, der Manager ein Genie und überhaupt hat man schon immer gewusst, dass genau die Kombination Mannschaft u. Trainer einfach passt. Wird anschließend zweimal hintereinander verloren, war ja klar, dass der Spielkalender überaltert ist, der Trainer den Draht zur Mannschaft verloren hat, überhaupt die Einkaufspolitik des Managers katastrophal ist und sowieso schon immer klar war, dass Mannschaft und Trainer einfach nicht zusammenpassen. Genau das kam mir in den Sinn, als ich Herrn Müllers Party-Analyse gelesen hatte. Null Inhalt, Null Analyse, Null Theorie. Gar nichts. Ein Beweis, dass es nicht nur im Sport, sondern auch im Wirtschaftsjournalismus flachsten Ergebnis-Journalismus geben kann. Nichtssagender ist eigentlich nur noch die Dame, die in der ARD immer kurz vor der Tagesschau die Börsennachrichten verbereitet.

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willibaldus 22.01.2018, 01:44
19.

Irgendwann in diesem Jahr werden die Anleihekäufe eingestellt. Und wahrscheinlich im nächsten oder übernächsten Jahr kommt der erste Zinsschritt. Alle, die es angeht, sind davon überzeugt. Die einzige Gefahr ist, dass die Konjunktur zu schnell überhitzt und die Inflation mit Zinsen eingefangen werden muss. Angesicht noch bestehender Heere von Arbeitslosen in der EU wird das wohl nicht so schnell eintreffen. Ich sehe gute Chancen, dass sich die Zinsen langsam auf 2% einschleichen lassen.
Es könnte sein, dass sich in den USA ein Crash abzeichnet, in ca 2 Jahren vielleicht, weil dort die Arbeitslosigkeit bereits recht niedrig ist. Das wird auch Auswirkungen auf uns haben und den Aktienmarkt. Wer Geld übrig hat oder die Möglichkeiten, sollte sich rechtzeitig liquide machen um im Crash nachzukaufen. Angesichts der KGV in Europa gibt es dann keine bessere Anlage.

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