Forum: Wirtschaft
Zinssenkung gegen Brexit-Krise: Große Geldflut, wenig Wirkmacht
REUTERS

Die britische Notenbank stemmt sich mit voller Kraft gegen eine drohende Rezession. Doch ihr Einfluss ist begrenzt. Nur ein entschiedenes Vorgehen der Regierung kann die Folgen des Brexits lindern.

Seite 1 von 7
nhorwath 04.08.2016, 17:48
1. Das ist zuviel Panik.

In einert Woche erleben wir,wie die englischen Banken sich erholen und dafür die Euro-Banken Tal-Fahren.Alles von Interessenten gemacht die schon lange "Goldene Nasen" haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
micromiller 04.08.2016, 18:36
2. Die Produktivitätszuwächse also

GNP wächst in GB und in den meisten Westlichen Ländern im wesentlichen über den Konsum. Geld Lawinen in die Bankenlandschaft zu kippen mit der Hoffnung, dass dann mehr investiert wird ist fatal einfach und falsch gedacht. Es ist der Konsum, der angetreten werden muss und das schafft man mit einer intelligenteren/gerechteren Verteilung der Gewinne in Richtung der konsumierenden Arbeitnehmer und in Richtung der Rentner und Unterprivilegierten, die das zusätzliche Geld gern zurück in den Konsum geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wexelweler 04.08.2016, 18:39
3. Die Milliarden

die von der EZB jeden Monat in den Finanzmarkt gepumpt und nie die Wirtschaft erreichen weil sie ins Casino geschoben werden machen mir viel mehr Sorgen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KingTut 04.08.2016, 18:43
4. Vorhersagen treffen ein

Dass Großbritannien nach einem Brexit-Votum einen wirtschaftlichen Abschwung erfahren würde, haben viele Experten vor der Wahl vorhergesagt. Dem hielten die Brexiteers entgegen, das sei Panikmache und sie punkteten mit dem Topos von rosigen Zeiten, die den Briten bevorstünden. Ich bin nicht schadenfroh, dass sich die negativen Prognosen jetzt zu bewahrheiten scheinen, aber wenigstens erkennen die Wähler jetzt, wo es zu spät ist, wie schamlos sie von Johnson, Farage und Konsorten belogen wurden und dass die Vorhersagen eben doch seriöser Natur waren. Wie sehr hätte ich mich über einen Verbleib von GB gefreut, weil es zu Europa gehört und in unserer Wertegemeinschaft seinen Platz hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shardan 04.08.2016, 18:46
5. Mit anderen Worten

Mit anderen Worten: Es kann mehr spekuliert werden. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre kommen Niedrigzinsen beim Endkunden nicht oder nur begrenzt an. Dabei wäre eine gestärkte Binnennachfrage nach meiner Meinung vermutlich das Wichtigste in GB und in Europa. Aber Hauptsache, die Banken bekommen billiges Spielgeld zum Zocken. "Verzweifelter Versuch" beschreibt das Szenario recht treffend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vorsicht.sarkasmus 04.08.2016, 18:53
6.

"Die zweitälteste Notenbank der Welt startet damit einen verzweifelten Versuch, den negativen Folgen des Brexit-Votums etwas entgegenzusetzen." Nein, die Führung der Bank of England ist nicht verzweifelt, sondern ist die einzige Institution im UK, die noch vernünftig und rational handelt. Mark Carney machte im Fernsehn bei der Pressekonferenz auch keinen verzweifelten Eindruck. Die Bank of England hat vor den Folgen eines Brexit gewarnt und ist von den Befürwortern wie Boris Johnson und Nigel Farage dafür attackiert worden. Die ersten Daten gegen der BoE recht und das MPC ergreift die richtigen Maßnahmen. Einige Foristen hier auf SPON vergessen, dass die britische Wirtschaft bis zum 23. Juni gut dastand. Der neue Finanzminister wird auch stimulierende Maßnahmen ergreifen, aber die Fiskalpolitik braucht länger. Bei einem solchen Schock für die Wirtschaft würde aus dem BMF in Berlin keine Hilfe kommen, denn die Null muss ja im Bundeshaushalt eingehalten werden. Die britische Bevölkerung hat einen Fehler gemacht, Aber die BoE ist aktiv beim gegensteuern. Hat sich der Autor eigentlich die Pressekonferenz angeschaut? Hat er mitbekommen, wie sich das Pfund nach den Beschlüssen entwickelt hat und was dies für die britische Industrie bedeutet? Wohl sicherlich nicht. Die Pfund-Schwäche belastet zunächst die Importe, die nun teurer werden. Aber nach einigen Monaten tritt der J-Kurveneffekt ein und die britische Handelsbilanz verbessert sich wieder. Auch hierzu trägt die BoE mit ihrer Entscheidung bei. Mark Carney hat seinen Job sehr gut gemacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Teigkonaut 04.08.2016, 18:54
7. Die englische Notenbank

hat wenigstens noch Spielraum, die EZB schon lange nicht mehr. Insofern ist Schadenfreude unangebracht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meineidbauer 04.08.2016, 18:57
8.

Huch, dabei gibt es ja noch nicht mal einen Brexit. Die spinnen, die Briten!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joG 04.08.2016, 18:58
9. Ich hätte Interesse zu wissen....

....was ein solcher Einbruch für Exporteure bedeutet zumal das Pfund fällt aber Portugal bzw Spanien ihre Währungen nicht anpassen können und auch die Zinsen nicht mehr reduziert werden können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7