Forum: Wirtschaft
Zivilklagen in den USA: "Das wird brandgefährlich für VW"
DPA

Wie teuer wird die Abgasaffäre für Volkswagen? Sehr teuer, sagt Anwalt Jürgen Hennemann. Er rechnet mit milliardenschweren Sammelklagen, die am Ende den ganzen Konzern ins Wanken bringen könnten.

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marcaurel1957 26.09.2015, 08:41
270.

Zitat von pommbaer84
Kann man dann auch dem V8 vom Nachbarn zurechnen. Die Anwälte von VW sind nicht blöd. Das zieht sich im Zweifel Jahrzehnte hin, und auch wenn : wie wollen amerikanische Behörden hier Vollzug anwenden? Die wollen TTIP.. Da ist viel Spielraum.
Ich glaube eher nicht, dass sich die Angelegehit lange hinzieht. Das könnte VW nicht gebrauchen, denn es belastet das Renomme und die Kläger bzw. deren Anwälte auch nicht, denn die wollen nicht 10 Jahre an einem mageren Knochen kauen.

Ich bin überzeugt, dass man sehr schnell die Fakten auf dem Tisch haben wird, dann wird man sich über Strafe und ggf. über einen hypothetischen Schadenersatz (welcher Schaden?) geeinigt haben.

Ich rechne mit knapp einer Mrd als Strafe, welchen Schaden die Kläger geltend machen wollen ist mir unklar, hinzu kommen Rechtsverfolgungskosten, die auchmal einige zig Mio ausmachen können und natürlich Ansehensverlust. Ach ja, ggf. noch Nachrüstungs/Rückrufkosten

Insgesamt werden die 6,5 Mrd die man zurückgestellt hat, durchaus reichen

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harleyfahn 26.09.2015, 08:43
271. Das Geschrei

der deutschen Ökos, die nur darauf warten, ihrem tiefsitzenden Autohass eine Bühne geben zu können, war zu erwarten. Die Amis sind in vielerlei Hinsicht die größten denkbaren Umweltsünder- alles uninteressant, wenn man nur einen Grund geliefert bekommt, die Autoindustrie ins Visier zu nehmen. Vielleicht sollte VW die Autoproduktion durch die Herstellung von Liegefahrrädern ersetzen - das würde den hierzulande herbeigequatschten wirtschaftlichen Schaden sicher erfolgreich begrenzen.

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mr.andersson 26.09.2015, 08:45
272.

Zitat von scoopx
Jaja, "Sammelklagen", "Schadensersatz", usw. Ich vermute, das wird das Ende sein von TTIP. Das amerikanische Recht ist eine Perversion von vorn bis hinten. Es dient nur dazu, daß eine Klasse von Wirtschafts- und anderen internationalen Spezialkanzleien eine Art Weltherrschaft antreten. Der VW-Fall wird das zeigen. Und TTIP wird darüber fallen. Das angelsächsische Recht darf nicht siegen.
Was hat denn TTIP mit der Sache zu tun? TTIP erlaubt Firmen im Zweifel den Staat zu verklagen.

Das der Staat Firmen verklagt die vorsätzlich betrogen haben (was hier der Fall ist) war immer der Fall und wird immer so sein.

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h.hass 26.09.2015, 08:46
273.

Zitat von MatthiasPetersbach
Irgendwie will mir nicht in den Kopf, warum alle nur immer expandieren wollen. Das rentiert sich in den wenigsten Fällen. wie man sieht.
Hier geht es offensichtlich nicht um unternehmerische oder betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten, sondern einzig und allein um die Ego-Trips größenwahnsinniger Manager, die unbedingt eine "Welt AG" schmieden wollen. Leute wie Winterkorn leiden offensichtlich am Cäsarenwahn und müssen unbedingt die Welt erobern, und zwar mit allen (auch illegalen) Mitteln.

Wenn der Plan scheitert, haben den Preis dafür immer andere zu zahlen, zum Beispiel Mitarbeiter, Aktionäre oder Steuerzahler, während die Pseudo-Cäsaren mit einer fetten Abfindung in Rente gehen dürfen.

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andihh75 26.09.2015, 08:49
274.

Ich verstehe hier einige Pro- Industrie und pro VW Kommentare nicht!
Das Unternehmen hat Mist gebaut und muss dafür haften! Ganz klar! Ich bin kein Freund des amerikanischen Systems, die nun auf VW zukommenden Klagen allerdings hat sich das Unternehmen selbst zu zu schreiben!
Es ist ja nun nicht so, dass VW vom strengen, und in diesem Fall auch guten und richtigen US-Recht nicht wusste! Sie wussten was passieren kann, haben trotzdem manipuliert!
Also Strafe zahlen! Wenn der Konzern dadurch ins Wanken gerät, ist das (selbstverschuldetes) Pech! VW wird schon nicht pleite gehen, das Unternehmen ist im Ernstfall Too big to fail und wird von Mutti sicherlich gerettet! Dies wäre in meinen Augen allerdings völlig falsch!

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romeo_mike 26.09.2015, 08:52
275.

Zitat von sonorian
....war da nicht gerade die Rede von 18 Millionen Golddukaten für Herrn Winterkorn? ....
Dein. Die "Rede" geht da momentan eher gegen 30 Millionen (plus natürlich die 18, auf die Sie hier anspielen):

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/vw-boss-winterkorn-28-6-millionen-fuer-den-abgang-id4197528.html

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Tom63 26.09.2015, 08:53
276. Es ist nunmal passiert wegen der GIER

Das muss jetzt durchgestanden werden und der Staat sollte sich endlich der Verantwortung stellen und sehr harte Gesetze erlassen die solche Manipulationen in Zukunft mit Höchststrafen belegen. Auch wenn man dabei in Erwägung zieht das der Staat die Kontrolle über solche Unternehmen erlangt. Das wäre schlecht für Aktionäre, aber die haben eh schon genug Gewinne gemacht und dann wäre sehr schnell wieder Ordnung geschaffen.
Die Erhaltung unserer Umwelt sollte oberstes Gebot sein, ansonsten können wir alle irgenwann einpacken, egal ob ich nichts habe oder steinreich bin.

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caro1234 26.09.2015, 08:53
277. es ist so erbärmlich

nun geht es wieder darum sich möglich billig aus der Affaire zu ziehen - das wird Diemensionen annehmen wie bei den banken udn Griechenland - und wer zahlt ist am Ende nicht VW, oder die gesamte Automobilindustrie, die amcehn Rückstellungen und Abschreibung, am Ende verspricht die Bundesregierung 100 Mrd Stützgelder und so zahlen die Bundesbürger wieder alles doppelt und dreifach . Steuern, weniger Gehalt, höhere Preise von VW etc ..

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mazzmazz 26.09.2015, 08:56
278. I have a dream...

Wie wäre das doch schön, wenn als Folge dieser Affäre in 5 Jahren keine stinkenden Diesel mehr in Privathand unterwegs wären, es wieder große, haltbare, indirekt einspritzende Saugbenziner auf dem Markt gäbe, VW zur Not die US-Tochter geschlossen hätte, die Arbeitsplätze in D jedoch klaum gefährdet gewesen wären (was durchaus realistisch ist, sofern die Bundesregierung und die EU eisenharten backup liefern) und wir eine realistische Emissionsmessung bei realistischen Grenzwerten bekommen hätten.

Das eine oder andere davon wird wohl sogar passieren.

Wenn die USA es mit den Strafen und schwachsinnigen Zivilurteilen übertreiben, sollte VW halt den US-Laden über die Wupper (oder den Mississippi) gehen lassen und fertig. Nach D können die US-Behörden nicht durchgreifen, solange die Bundesregierung hier hart bleibt und solche Forderungen schlicht ablehnt, zur Not über die eine oder andere Gesetzesänderung zum Nachteil des TTiP-Gedanken.
Wäre für VW zwar ärgerlich, aber auf der anderen Seite müssen sie die paar Billig-Passats nicht jucken.
Sollen sie lieber gute Elektroautos für Europa entwickeln.

In den nächsten Wochen werden wir sehen, dass noch andere Hersteller die Abgaswerte manipuliert haben. Zu ruhig sind die VW-Konkurrenten aktuell.
Die Amis werden sich dann einfach überlegen müssen, ob sie in Zukunft nur noch Toyota, Kia, Hyundai, GM, Jeep und Ford fahren wollen, oder ob sie ihre Justiz an die Leine nehmen und deutschen Herstellern erlauben wollen, den kalten Rückzug aus den USA zu vermeiden.
Die army of retired politicians in Fort Lauderdale, Naples, Long Island, Long Beach, Monterrey und Martha´s Vineyard wäre wohl nicht wirklich happy, keinen 6er BMW mehr für die Frau kaufen zu können und sie stattdessen in einem Chrysler Cabrio zum Friseur fahren zu lassen...

Z.B. als Boss von Mercedes würde ich ggf. den Rückhalt der Aktionäre für einen Rückzug aus dem US-Markt erbitten. Sollen die Amis dann eben versuchen, die leeren Autohäuser an Ford-Händler zu liquidieren.

Umgekehrt würde ich nun erst mal die hier angebotenen US-Modelle unter die Lupe nehmen. Irgendwas findet sich immer. Und wenn es die db-Werte bei neuen Harleys sind...

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Heuchelei 26.09.2015, 08:57
279. Auf Kosten der Deutschen

1.)
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ifo-chef-sinn-zur-abgasaffaere-bei-vw-wird-mit-zweierlei-mass-gemessen/12370064.html

2.)
Die Entscheidung der vorsätzlichen Abgasmanipulation wurde in den Führungsebenen von VW getroffen. Allein hier müssten Konsequenzen - insbesondere in strafrechtlicher Form - greifen. Doch es wird mal wieder die Unbeteiligten treffen: den VW Konzern - sprich die Mitarbeiter -, die Zulieferer und die Unternehmen, die einen Großteil ihrer Gewinne durch VW generieren...

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