Forum: Wirtschaft
Zollstreit: US-Handelsdefizit auf höchstem Stand seit zehn Jahren
AFP

Die USA importieren weit mehr als sie exportieren. Im Jahr 2018 lag der Fehlbetrag so hoch wie seit Langem nicht mehr - obwohl Präsident Trump mit Strafzöllen gegenzuhalten versuchte.

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s.l.bln 06.03.2019, 19:45
10. Dumm ist...

...wer Dummes tut.
Dank Obama brummt die Wirtschaft und die Nachfrage steigert natürlich das Außenhandelsdefizit. Das Einzige, was Trump mit seiner Zollpolitik erreicht, ist evtl. eine Abschwächung der Konjunktur, dann sinkt auch das Außenhandelsdefizit ein wenig.
Das Blöde dabei war von Anfang an, daß Trump nur auf den Handel blickt und nicht auf die Leistungsbilanz, wodurch er die gigantischen Gewinne der Techbranche komplett ausblendet.
Die USA haben diesen dümmlichen Aktionismus gar nicht nötig, weil sie in der Leistungsbilanz ziemlich gut dastehen.
Ich bin sicher, es sind diverse Fachleute daran gescheitert, ihm das nahezubringen.

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ingen79 06.03.2019, 19:47
11. Nichts zeigt

Das Scheitern von Trump klarer als Handelsdefizit

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llych2001 06.03.2019, 19:48
12. Schlimm !

Trump sollte den Notstand ausrufen !

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Mach999 06.03.2019, 19:54
13.

Zitat von matthias.ma
wie hoch ist das Leistungsbilanzdefizit. Denn nur der Handel mit Waren gibt kein sinnvolles Bild.
Sie haben völlig recht. Das stört mich auch immer an diesen Aussagen, weil die USA einen Dienstleistungsbilanzüberschuss haben. Der Dienstleistungssektor wird ja immer bedeutender.
Insgesamt hat das ifo-Institut im November ein Leistungsbilanzdefizit von 464 Mrd Dollar prognostiziert. 2017 lag es bei 449 Mrd Dollar, dürfte also um 3% gestiegen sein. Auch noch viel, aber bedeutend weniger als das Handelsbilanzdefizit.

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ceroc 06.03.2019, 19:57
14. okay

...aber wenn trotz Strafzöllen immernoch sehr viel importiert wird, bestätigt doch das noch mehr Zölle(Staatseinnahmen) möglich sind bis das Land seine Dinge selber herstellt.

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neanderspezi 06.03.2019, 19:58
15. Mit Trump zusammen die unüberwindliche Schuldenpyramide erklimmen

Hier stellt sich die Frage: Könnte sich die Welt eine Bankrotterklärung der US-Wirtschaft unter Trump leisten? Es wird zumindest behauptet, er hätte viel Erfahrung als Bankrotteur in der langen Phase seiner wirtschaftlichen Fehlschläge erworben und wer weiß, welche finanziellen Tricks er noch auf Lager hat, wenn's hart auf hart kommt. Immerhin soll er doch viele Anhänger haben, die mit Begeisterung dabei sein wollen mit ihm auch schwerste Zeiten durchzustehen.

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Darwins Affe 06.03.2019, 20:08
16. Vorteile, Nachteile, Vorurteile

Zitat von winki
Die Amis sollten außer Kriegsgerät Produkte auf den Markt bringen die sich durch Qualität und Preis verkaufen lassen wie frisches Brot. Dann klappt's auch mit dem Defizit.
1) Lustig, dass man sowas gerade aus Deutschland hört, welches die Zukunfts-Technologien verschlafen hat. Eure Exporterfolge verdankt ihr im Wesentlichen der Schwachwährung Euro – auf Kosten der Kaufkraft der deutschen Bevölkerung.
2) Das US-Handelsdefizit kommt den Amis letztlich zugute, da die halbe Welt sein Geld in US-Werten anlegt – z.B. in Aktien der so schlechten US-Firmen.
3) Seid doch froh: Ihr bekommt für eure schönen Autos schönes grünes Papier – im Euroraum wird es nur auf euer Target-Konto gebucht und muss irgendwann als Verlust abgeschrieben werden
4) Nebenbei: 70% des Kapitals der DAX-Werte liegt in ausländischer Hand, der Grossteil davon in amerikanischer.

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spmc-12355639674612 06.03.2019, 20:09
17. Auch wenn ich es nicht gerne mache, aber

Zitat von larsmach
Wenn ich in meiner Firma Generatoren kühlen will, dann könnte ich per Ventilator Luft an die gewünschten Stellen blasen... wo es dann Chaos gibt. Tatsächlich saugen wir die Luft an, so dass der Luftstrom dorthin strömt, wo er wirken soll. - Der Clou: Dieser Trick funktioniert auch in der Makroökonomie! Will man die Wirtschaft eines Landes erfolgreich machen, so kann man das mit Drohungen, Druck und Zwang versuchen... oder die Attraktivität (Anziehungskraft!) des Standortes erhöhen. Was Präsident Trump nun antreibt, ausgerechnet die erste Variante zu wählen, ist sein großes Unternehmergeheimnis...
jetzt muss ich Herrn Trump doch einmal in Schutz nehmen. Er hat auch die Variante "die Attraktivität (Anziehungskraft!) des Standortes erhöhen" versucht, nämlich durch eine Senkung der Unternehmenssteuern unter bestimmten Voraussetzungen. Hat aber nicht viel gebracht. Warum? Naja, der US-amerikanische Arbeitsmarkt gibt nichts mehr her. Es sind schlicht nicht genügend (qualifizierte) Leute da, die die Produkte in den USA herstellen können. Also gehen US-amerikanische Firmen dorthin, wo sie Mitarbeiter finden, z. B. nach China oder auch nach Indien etc. Das wiederum ist zwar gut für die Firmen, aber nicht für die USA selbst. Was dort geschehen müsste - ganz ähnlich wie bei uns - ist, dass sich jemand um die einkommens- und vermögensmäßig Abgehängten kümmert, sie bräuchten schlicht und einfach mehr Geld in der Tasche. Dazu müsste man allerdings auch dort kräftig umverteilen und Steuern erhöhen (so wie Roosevelt damals). Um das zu finanzieren, sollten US-amerikanische Firmen die Preise ihrer Produkte anpassen. Gerade in der Branche, in der ohne die USA noch nichts geht auf der Welt, nämlich in der Elektronikbranche, haben wir einen ungeheuren Preisverfall seit vielen Jahren erlebt, der nur durch enorme Steigerung der Produktivität und Menge kompensiert wurde. US-amerikanische Produkte sind jedoch einfach zu billig, um das Handelsdefizit aufzufangen.

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Teutonengriller 06.03.2019, 20:09
18. Dabei können die Amis

noch froh sein, daß die mit ihrer Weichwährung bezahlen dürfen. Wenn keiner mehr Dollars nähme , hätten die ein Problem

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sozialismusfürreiche 06.03.2019, 20:13
19. Trump weiß das .. nur ist das ihm völlig egal

Zitat von s.l.bln
...wer Dummes tut. Dank Obama brummt die Wirtschaft und die Nachfrage steigert natürlich das Außenhandelsdefizit. Das Einzige, was Trump mit seiner Zollpolitik erreicht, ist evtl. eine Abschwächung der Konjunktur, dann sinkt auch das Außenhandelsdefizit ein wenig. Das Blöde dabei war von Anfang an, daß Trump nur auf den Handel blickt und nicht auf die Leistungsbilanz, wodurch er die gigantischen Gewinne der Techbranche komplett ausblendet. Die USA haben diesen dümmlichen Aktionismus gar nicht nötig, weil sie in der Leistungsbilanz ziemlich gut dastehen. Ich bin sicher, es sind diverse Fachleute daran gescheitert, ihm das nahezubringen.
Trump weiß dass die Techbranche die Einnahmen generiert die beim Warenhandel fehlen. Nur die Mitarbeiter der Techbranche sind nicht wirklich seine Wähler, sein Klientel.

In der Produktion von einfachen Waren, die sich aber in den USA nicht mehr lohnen, dort sind seine Wähler. Und daher meint er für diese Klientel Politik machen zu müssen. Leider ändert das nichts daran, dass dann in den USA diese Menschen sich nicht weiterentwickeln. Deren Entwicklung stagniert.

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