Forum: Wirtschaft
"Zu kurz gegriffen": Verbraucherschützer lehnen Sondersteuer auf Billigflüge ab
Marcel Kusch/dpa

Die Flugbranche soll mehr für den Umweltschutz tun. Eine Strafsteuer auf billige Tickets sei jedoch keine gute Idee, sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands - und schlägt zwei Alternativen vor.

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neugier061 31.08.2019, 19:38
20. Ist ja interessant!

Die Tochter meiner Lebensgefährtin lebt und arbeitet in Großbritannien, weil sie trotz Doktorabschluss keinen vernünftig bezahlten Arbeitsplatz in Deutschland gefunden hat! Soll sie jetzt dafür bestraft werden, weil sie von Zeit zu Zeit preisgünstige Ticketangebote nutzt, um ihre Familie in Deutschland zu besuchen?

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stingray266 31.08.2019, 19:44
21. Günstige Bahn

Der Windstrom kann nicht von Nord nach Süd gebracht werden, ohne die umstrittenen Trassen. Die Bahn hat Oberleitungen von Nord nach Süd. Die Bahn muss Gewinn erwirtschaften. Warum? Die Tickets der Bahn sind oft teurer als die Unkosten für den PKW. Warum werden die Tickets nicht so subventioniert, dass sie z.B. bei der Fahrt einer vierköpfigen Familie nicht teurer als das Auto sind? Wäre ein gutes preisliches und funktionierendes Angebot vorhanden, würde es auch genutzt werden. Also bitte erst Alternativen anbieten und ich bin überzeugt sie würden angenommen werden und die Diskussionen um innerdeutsche Flüge hätten sich genau so erledigt, als viele Autofahrten, welche im Stau enden.

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bernie111 31.08.2019, 19:48
22. Flugtreibstoffsteuer! Bis dahin Startsteuer angemessen erhöhen!

Ich schließe mich Müller‘s und einiger Vorredners Auffassung and, dass die wettbewerbsverzerrenden Subventionen für den Flugverkehr aufhören müssen. Das gilt insbesondere für die Steuerbefreiung auf Flugzeugtreibstoff. Das ist völlig absurd. Es gibt dazu übrigens schon eine europaweite Bürgerinitiative (https://www.endingaviationfueltaxexemption.eu/) die das Thema konkret aufgreift.
Leider muss ich auch zustimmen, dass das ewig dauern wird und davor schon etwas passieren muss.
Scheuer’s 50€ Strafzoll ist wohl eher ein Schnellschuss - wie schon angemerkt würde sich NICHTS ändern. Das Einstiegspreisniveau wäre dann bei 51€ was wohl auch kaum jemanden wirklich abschreckt, Außerdem, sind die extrem billigen Tickets eh nur Sitzplatzauffüller.
Nationale Flüge verbieten? Wäre wohl kaum sinnvoll da Airlines ihre Langstreckenflüge sinnvollerweise von Hubs anbieten, die man dann natürlich auch erreichen will. Außerdem sind die meisten (>80%) der Flüge (Passagierzahl) sowieso international.
Mein Vorschlag: jeden Flug aus Deutschland je nach Spritverbrauch beim Start und Lärmpegel angemessen zu besteuern. Zur Zeit beträgt di Steuer auf Inlandsflüge und Kurzstreckenflüge in Europa gerade einmal 8€ pro Passagier – ein Witz!
Jeder Flieger generiert allein beim Start (also über D) Unmengen von Abgasen (x Tonnen!) und Lärm also jede Menge Belastung für Umwelt und Gesellschaft. Warum sollte das fast free-of-charge sein?
Wie hoch diese Steuererhöhung ausfällt muss natürlich abwägt werden aber zumindest sollte man damit das künstliche Preisgefälle zur DB bei Inlandsreisen kompensieren. Das hieße wohl dann eher 100-150€ (Beispiel Hin und zurück Frankfurt – Berlin: Flieger 100-150€, Bahn 250€).
Damit fiele dann wohl der eine oder andere Kurztrip nach Rom oder Malle mit der ganzen Familie ins Wasser – aber das ist ja auch das Ziel der Übung.
Würden die Passagiere auf Auslandsflugplätze ausweichen? Vielleicht, aber 1. Werden die Nachbarländer auch nicht mit dem zusätzlichen Lärm und Dreck glücklich und ziehen bei der Steuer eventuell nach und 2. der Aufwand wird sich in den meisten Fällen kaum lohnen.

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Badischer Revoluzzer 31.08.2019, 20:40
23. Es ist immer das selbe Spiel

unserer Drittgarnituristen in Berlin. Wenn etwas verändert werden soll, werden Steuern erhoben. Steuern auf CO2, Steuer auf Diesel, Steuer auf alles was gerade nicht mit genügend Hirn, Intelligenz und politischem Willen auch gesteuert werden könnte. Ich habe von diesen völlig talentfreien Politikern dermaßen die Schnauze voll, das kann sich keiner von denen auch nur ansatzweise vorstellen. Aber wie Helmut Schmidt schon sagt: Welcher halbwegs in seinem Beruf erfolgreiche Mensch geht schon in die Politik. Bis auf wenige Aufnahmen.Zitatende. So oder ähnlich hat er sich geäußert und genauso ist die Situation auch heute noch. Es ist zum Kotzen. Tschuldigung.

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urmel_99 31.08.2019, 20:49
24.

Zitat von spon_5047963
Die Lösung ist : keine Steuer sondern einen "Umweltbeitrag" von 500 Euro auf jedes Ticket (geht in die Staatskasse), der Rückflug kostet natürlich auch 500 extra. Das ist keine Satire sondern so wird es gemacht-wenn ich Bundeskanzler bin. Und dann wird nicht mehr diskutiert, das die Armen nicht mehr fliegen können. Wer den Umweltbeitrag nicht zahlen will , soll zuhause bleiben und die Balkonblumen pflegen oder ein Segelboot nehmen.
Genau so muss es laufen! Jeder Umwelt-/Klima-/CO2- oder sonstwas Beitrag und/oder Steuer treibt den Preis von CO2 Zertifikaten in ungeahnte Höhen. Die 500 Euro zahle ich dann aus der täglichen Wertsteigerung meiner Zertifikate! - Das ist keine Satire sondern so wird es gemacht-wenn Sie Bundeskanzler sind... (Hoffentlich klappt das...)

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t.i.c.2006 01.09.2019, 01:35
25. Verbieten, bestrafen, abschaffen,....

In Europa zieht die Politik des Stillstands immer tiefer ein! Wie wäre es denn wenn die Regierungen sich auf ein ordentliches Netzfür Hochgeschwindigkeitszüge einigen würde und Alternativen anbietet! Das würde zudem die schwache Wirtschaft stärken anstelle alle in die Steinzeit zu katapultieren!

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Bernd.Brincken 01.09.2019, 01:35
26. Bahn Vergleich

Nachteil der Bahn ist der Monopolbetrieb und das Missmanagement. Wenn die Ausfallrate bei Flugzeugen so hoch wäre wie dort, dann gäbe es gar keinen Anlaß für neue Steuern, weil keiner mehr fliegen würde; ähnlich bei Busreisen.

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nixblicker00 01.09.2019, 06:06
27. Flug-Maut statt Kerosinsteuer

Eine Keriosinsteuer führt dazu, dass Fluggesellschaften bei internationalen Flügen bevorzugt im Ausland tanken. Damit fliegen die Flz mit z.T. höherem Gewicht (dem zusätzlich mitgeführten Treibstoff) und verbrauchen dann sogar mehr, mit entsprechend erhöhtem CO2-Ausstoß.

Sinnvoll wäre daher eine Flug-Maut.

Bei Flz ist der Verbrauch nur wenig vom "Flugstil" abhängig. Vielmehr kann jedem Flz-Typ ein typischer Kerosinverbrauch zugeordnet werden. Damit ist der Kerosinverbrauch also in guter Näherung proportional zur Flugstrecke. Hinzu kommt ein Zusatzverbrauch je Start/Landezyklus.

Eine Flug-Maut kann die kürzeste Strecke bewerten, die ein Flz über einem Land oder Kontinent fliegen muss, um ein Ziel zu erreichen. Damit wird es unerheblich, wo das Flugzeug dann wirklich tankt. Die Daten sind sehr leicht zu erfassen, da alle kontrollierten Flugbewegungen erfasst und dokumentiert werden.

Anmerkung zum "Flugstil" in Analogie etwa zum Fahrstil: Der Verbaruch von Flz hängt etwas von der Geschwindigkeit ab. Es besteht aber bereits bei heutigen Treibstoffpreisen hoher Spardruck, so dass die meisten Flz, ausser z.B. beim Aufholen von Verspätungen, ohnehin im Geschwindigkeitsbereich des niedrigsten Verbrauchs unterwegs sind.

Anmerkung zur Auslastung: Flz, die mit vielen Passagieren unterwegs sind, verbrauchen mehr Treibstoff. Pro Kopf allerdings ist der Verbrauch bei Vollauslastung i.A. am günstigsten. Eine Flugmaut, die je Flz erhoben wird, würde also sinnvollerweise eine hohe Auslastung begünstigten. Das wäre durchaus im Sinne der Erfindung.

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gaheris 01.09.2019, 09:18
28. Dann Mal los

Inlandsflüge verbieten und den Rest besteuern. Niemand hat ein Recht auf billige Flüge.

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dr.Ö 01.09.2019, 13:05
29.

na klar, weil man nicht alle besteuern will, müssen es die kleinsten wieder richten, damit der Vorstand der eh nicht den billig Flug nimmt nicht ausgenommen fühlen muss, sondern nur der, der eh immer auf den Preis achten muss. typisch csu

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