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Zu viel Solarstrom: Hoover-Damm soll Mega-Batterie werden
DPA

Tagsüber produziert Kalifornien gigantische Mengen Solarstrom - doch nachts müssen klassische Kraftwerke einspringen. Seit Jahren suchen Firmen und Politik nach geeigneten Riesenspeichern. Nun sind sie fündig geworden.

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f_eu 30.07.2018, 08:08
60.

Zitat von kassandra21
An der sinkenden Wassermenge in Lake Mead ändert das auch nichts. In den letzten drei Jahren ist der Pegel etwa ein Meter pro Jahr gesunken. Bis 2028 können die da die ersten Turbinen abschalten, wenn das so weitergeht. Aber das paßt dann wieder. Der Strom geht nämlich auch nach L.A.. Wenn die dann vom Netz getrennt werden, werden sie die Solaranlagen noch brauchen. ^^
Stimmt. Kalifornien wäre besser beraten wenn man die überschüssige Energie zur Meerwasserentsalzung nutzen würde.

Der Bau von Meerwasserentsalzungsanlagen wird doch bislang durch die hohen Stromkosten gebremst.

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Patrik74 30.07.2018, 08:09
61. Einfach

Zitat von gmein
Ich versuche gerade etwas nachzudenken. Wenn die Turbinen tagsüber bei Stromüberschuss abgeschaltet werden, kommt das Wasser im Unterlauf, welches mit Solarstrom hochgepumpt werden könnte, dann woher? Eine beeindruckende Logik.
Man lässt es ungenutzt abfließen, ohne es durch die Turbine zu schicken. Wo ist das Problem?

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jupp78 30.07.2018, 08:36
62.

Zitat von neucriro
Wenn, dann müsste man ein großes Speicherbecken unterhalb bauen, was den Colorado tagsüber speist. Aber viel Spaß bei den beidseitigen Steilufern...
Das genau ist doch der Sinn und Zweck dieses Projekts.
Es braucht ein zweites Speicherbecken unterhalb um erstens einen kontinuierlichen Abfluss des Colorado sicher zu stellen und zweitens die nötige Wassermenge zu speichern, die jeden Tag tagsüber hoch gepumpt und Nachts wieder abgelassen wird.
Problematisch dürfte sich nur darstellen, an die zusätzlich nötigen Wassermengen zu gelangen, die einmalig nötig werden. Denn ein Defizit ist ja bereits seit Jahren vorhanden.

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jupp78 30.07.2018, 08:37
63.

Zitat von gmein
Ich versuche gerade etwas nachzudenken. Wenn die Turbinen tagsüber bei Stromüberschuss abgeschaltet werden, kommt das Wasser im Unterlauf, welches mit Solarstrom hochgepumpt werden könnte, dann woher? Eine beeindruckende Logik.
Aus dem noch zu bauenden unteren Speicherbecken, welches die Nacht zuvor gefüllt wurde.

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Thorongil 30.07.2018, 08:44
64.

Zitat von Hendrik Ehlers
Mir gefällt ein anderer Ansatz besser: Man lässt tagsüber Elektroloks mit schwerer Last mithilfe der ueberschuessigen Solarenergie einen Berg hochfahren - und nachts wieder runterrollen und als Generatoren dienen. Der Verlust ist mit heutiger Technologie minimal. Und vor allem umgeht man die negativen Folgen von Evaporation etc. die mit Stauseen verbunden sind.
Problem: Man bräuchte dazu Elektroloks. In den USA habe ich noch keine gesehen.

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mit66jahren 30.07.2018, 08:45
65. Elektrische Energie versus Süßwasser

Im weltweiten Rahmen scheint nicht das Speichern und Bereithalten von Strom das gravierende Problem zu sein sondern die Verfügbarkeit von Süßwasser. In Zentralasien ist der Aralsee bereits weitgehend ausgetrocknet. Seine Zuflüsse werden zur Bewässerung der Felder benutzt und erreichen den See nicht mehr oder nicht mehr in ausreichendem Maße. Angesichts der zunehmenden Weltbevölkerung dürfte der Produktion von Nahrungsmitteln ein höherer Stellenwert zukommen als der Erzeugung von Strom. Dieser kann flexibel über verschiedene Methoden produziert und leichter über große Entfernungen transportiert werden als Wasser.

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derlabbecker 30.07.2018, 09:11
66. solche Lösungen...

Zitat von bogedain
aus dem unteren Teil nach der Staumauer,wo es bereits beim ersten Durchlauf Strom erzeugt hat.Das heisst, dieses Wasser kann in Endlosschleife immer wieder Strom erzeugen,wenn es nach dem Durchlauf wieder hoch gepumpt wird und erneut die Turbinen antreibt...ist schon sehr clever,was die Amis entwickeln.
... gibt es z.B. in Deutschland schon seit Jahrzehnten. Nur die Marketing Weltmeister USA machen wieder eine riesige Geschichte draus und tun so, als hätten sie es erfunden...

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knuty 30.07.2018, 09:24
67.

Zitat von pfeiffffer
Was zwar besser ist, als die heutigen Abgase der Autos, aber auch nicht unproblematisch. Man denke nur an den Winter, wenn der Wasserdampf sofort kondensiert, sich auf der Straße niederschlägt und überall Blitzeis produziert. Oder im Sommer bei Temperaturen, wie wir sie zur Zeit haben. Der heiße Wasserdampf dürfte dann in den stark befahrenen Innenstädten ein subtropisches Klima mit einer Luftfeuchtigkeit von kurz vor 100% produzieren.
Bei der Verbrennung von Benzin und Diesel entsteht genau so viel Wasserdampf wie bei Brennstoffzelle.
In allen Fällen kommt die Energie aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff.
Da Brennstoffzellen ein wenig effizienter als Verbrennunsgmotoren sind, entsteht durch Verbrennungsmotoren mehr Wasserdampf.

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jupp78 30.07.2018, 09:35
68.

Zitat von knuty
Bei der Verbrennung von Benzin und Diesel entsteht genau so viel Wasserdampf wie bei Brennstoffzelle. In allen Fällen kommt die Energie aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff.
Nein!
Deutlich weniger!
Denn der Löwenanteil der Energie bei der Verbrennung von Diesel und Benzin entsteht aus der Reaktion von Kohlenstoff zu CO2.
Wird nur Wasserstoff zu Wasser oxidiert, dann braucht es sehr viel höhere Mengen davon, welche auch bei weitem nicht durch einen etwas besseren Wirkungsgrad kompensiert werden.

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dweik01 30.07.2018, 09:37
69. Vorausgesetzt:?

die haben unten am Berg genug Wasser in einem Reservoir, sonst läuft die Pumpe schnell heiß. Und das bei der Wasserknappheit in LA? Abgesehen davon, daß dafür MONSTERrohre verlegt werden müssen, um den Druck auszuhalten. So eine Batterie von hunderten Monsterrohren mitten in der Landschaft ist bestimmt aufwertend.

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