Forum: Wirtschaft
Zuckerberg reagiert auf Kritik: "Wie jeder andere auch, werden wir Steuern zahlen"
DPA

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich zu seiner angekündigten Milliardenspende geäußert - natürlich in einem Post auf seiner Facebook-Seite. Die wichtigste Aussage: Die neue Stiftung werde Steuern zahlen.

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hmoik 04.12.2015, 09:18
10. Wir sind nicht arrogant. Wir wissen...

...es halt nur besser. So erkläre ich meinen amerikanischen Freunden immer uns Deutsche. Und die Kommentare der letzten Tage und heute morgen bestätigen es mal wieder...
Denn wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Wenn die Stiftung als LLC gegründet ist, ist diese nicht steuerfrei. Das wäre sie nur als 501(c) nach US Steuerrecht. Und selbst wenn, was genau wäre daran falsch, wenn sie sich um gemeinnützige Zwecke kümmert?
Und warum sollte Familie Zuckerberg nicht die Ausrichtung, Inhalte und Ausgaben der eigenen Stiftung bestimmen? Die Logik erschließt sich mir nicht. Wir bestimmen doch auch, wem wir unsere 100 Euronen zu Weihnachten zukommen lassen...
Und ja, Facebook und alle anderen nutzen zahlreiche Steuervorteile, die sich ergeben. Müssen sie auch, denn wenn sie es nicht tun würden, wäre der Vorstand ggf. haftbar, da er nicht im Sinne der Aktionäre handelte (sie dürfen davon ausgehen, dass ich etwas davon verstehe). Es ist Aufgabe der Politik, diese Vorteile abzubauen. Die Frage ist lediglich, warum wir Deutschen glauben, dass wir mit unserer Sicht auf diese Dinge Recht haben..?
Ach ja.. wir sind nicht arrogant, wir wissen es halt nur besser.

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katjanella 04.12.2015, 09:20
11.

Gretchenfrage: Wird die soziale Ungerechtigkeit in der Welt durch derlei gönnerhaften Aktionen auch nur einen Deut geringer? Zuckerbergs werden die Welt nicht retten. Deren Leid nur verlängern. So schauts aus.

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pb-sonntag 04.12.2015, 09:20
12.

Letztlich nur ein PR-Gag.
Ihn wird auch bewusst, dass das letzte Hemd keine Taschen hat.
Womit hat er die vielen Milliarden denn verdient, die er jetzt so freimütig und der Menschheit streut?
Mit Euren Daten, die er gewinnbringend verkaufte/ verkaufen wird.
Also, bei allen Respekt, dass ist nicht der Heiland, der Gutes tut.

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msix 04.12.2015, 09:21
13.

Zitat von Eppelein von Gailingen
Prof. Dr. Jens-Uwe Hartmann hat vor 2 Tagen diese Stiftungen sehr gut erklärt. Nichts anderes als Populismus, weil die Gönner ihre Stiftung und Wirkung bestimmen. Dazu noch Unmengen Steuern sparen. Dann brauchen wir keinen Herrn Zuckerberg, der uns sagt, dass er natürlich Steuern bezahlt, nämlich unberechtigt ist es eine Steuerumgehung. Augenauswischerei.
Man kann auch auf krampf versuchen alles schlecht zu reden. Es ist schon bezeichnend wenn gewisse Leute bei dem Thema Stiftung sofort an nichts anderes als an das Thema Steuern denken. Es mag ja sein, dass sich in dieser Konstellation gewisse Vorteile in der Steuer ergeben. Aber ich halte es schon für sehr vermessen den Akteuren zu unterstellen, dass sie nur einzig und alleine aus dem Aspekt heraus handeln um Steuern zu sparen. Weshalb sollte jemand mit einem Milliardenvermögen, das vermutlich Generationen nicht mal ansatzweise ausgeben können erpicht darauf sein auch noch Steuern zu sparen? Die Nörgler und Kritiker sollten vielleicht auch mal bedenken, dass mit Hilfe dieser gigantischen Summen tatsächlich Dinge entstehen können, die irgendwann einmal der gesamten Menschheit zu gute kommen könnten.

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weißbrot 04.12.2015, 09:24
14.

Zitat von MapleLeaf
Das ist schon irre... Die 45 Milliarden hat er ja nicht wirklich, sondern das ist nur der virtuelle Wert seiner Aktienpakete, die er besitzt und für die er nie was bezahlt hat. Ein künstlich durch die auf dem freien Markt erhältlichen Aktien seiner Firma erzeugter Wert. Problem ist nur... wenn er morgen alle seine Aktien auf einmal verkaufen müsste, würde der Kurs ins bodenlose fallen und die Anteile wären so gut wie nichts mehr wert. Deshalb muss er schön langsam und in kleinen Scheibchen das virtuelle Vermögen abtragen damit der Facebook-Aktienkurs nicht negativ beeinfluss wird. Wer ansonsten rein altruistische Gründe hinter der Spendenfreundlichkeit vermutet (auch wenn sich die meisten Spender immer gerne so inszenieren), der sollte genauer hinsehen. In den USA gibt es eine Nachlasssteuer in Höhe von 40%, Die gilt auch für Aktienvermögen. Im schlimmsten Fall würde der oben beschriebene Fall eintraten. Es werden die 40% von 45 Miliarden fällig... den rest kann sich jeder selbst überlegen. Da überführt man lieber das Vermögen nach und nach in Stiftungen, die zufällig den Erben ein Gehalt zahlen. Das Stiftungskapital wird nicht besteuert, sondern nur etwaige Gewinne. Na sowas... Und schon hat man mal eben 20 Milliarden Steuern gespart. So funktioniert das. Aber Herr Geldberg... nein, Zuckerberg wird trotzdem nicht am Hungertuch nagen müssen. mit dem 1% (450,000,000US$) lässt es sich die letzten paar Jahre auf diesem Planeten trotzdem ganz gut aushalten. Hinzu kommen ja noch die ganzen indirekten Zuwendungen und Vorteile über die Firma...
Natürlich hat er nie etwas für die Aktien gezahlt. Er hat den erschaffen.
Auch immer die Mär, dass der Aktienkurs einbrechen würde, sollte er alle Aktien auf einmal veräußern.
Damit dies nicht geschieht verkauft man meisten außerbörslich große Aktienpakete an Investoren und macht den Preis individuell aus.

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happy2010 04.12.2015, 09:25
15.

Zitat von erizodom
- aber auch durch Apple, Microsoft, Sturbucks und Co., aber auch durch kleinere z.B. Immobiliengesellschaften im Besitz von z.B. maltesischen Scheinfirmen. Dabei wäre dies einfach zu unterbinden. Stattdessen gibt man den Empfängern und ihren Lobbyisten gerne mal Hausausweise für den Bundestag. Und die selben Abgeordneten, die die Steuergesetze verabschieden bestimmen auch, was Korruption ist. Und da sehen die Bundestags-Schmierlappen sich auf jeden Fall aussen vor.
Es ist bedauerlich, dass der keline Bürger dank Lobbyistenarbeit immer noch glaubt, dass der Staat Schuld ist.

Multimilliarden werden investiert, damit der BBürger diesen Käse glaubt

Was ist die Wahrheit:
Starbucks ist das weltweite Paradebeispiel:
Da werden Einnahmen, erzielt in den Fußgängerzonen Europas, ganz streng gemäß OECD und WTO Regeln innerhalb total legaler Bahnen innerhalb extra geschaffener Konzernstrukturen so lange hin und hergeschoben, bis dank Lizenz Patent Design Kredit und Einkaufskosten die ganzen Gewinn ein Luxemburg, in den NL und in der Schweiz gelandet sind.

Und dann wird erst versteuert

Und so wird JEDER Staat europas beschissen

Und die einzige Möglichkeit dieses zu verhindern wäre ein Verbot, Fremdkosten steuerlich geltend zu machen, die Isolation der Schweiz und anderer Parasiten, oder die Isolation der Staaten voneinander.

Wir haben immer mehr grenzenlose Freiheit, und das rächt sich beim Thema Steuern

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Boris Feinbrandt 04.12.2015, 09:29
16. Seien Sie besser!

Hoffentlich erweisen sich die Kritiker als die besseren Menschen, und helfen den anderen Menschen so, wie sie es auch von Zuckerberg erwarten. Ich kann es mir nur leider nicht vorstellen.

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jenzer 04.12.2015, 09:30
17. SPON mal wieder unterirdisch.

Diese "Stiftung", wie sie nach wie vor schreiben, ist keine Stiftung, wie sie selber feststellen. Es ist eine LLC, eine "Limited Liability Company", was in etwa äquivalent zu einer GmbH ist. Damit unterliegt diese Firma komplett anderen gesetzlichen und steuerlichen Regelungen als ein Stiftung, also hört bitte endlich auf von einer Stiftung zu schreiben, auch wenn er die Firma "Chan Zuckerberg Stiftung" nennt ist es keine.

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Populara 04.12.2015, 09:32
18. Keinem kann er es recht machen

Was soll Herr Z denn sonst mit seinem Geld tun?
Behält er es beschweren sich alle das er zu geizig ist.
Verjubeln geht bei der Summe schwerlich.
Stiftet er es jaulen alle dass er Steuern sparen könnte.

Gehts noch?

Da gibt einer sehr viel Geld für gute Zwecke her und muss sich dafür noch rechtfertigen?

Vielleicht ist der Mob nur zufrieden, wenn er das Geld geschenkt bekommt.

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happy2010 04.12.2015, 09:36
19.

Zitat von msix
Man kann auch auf krampf versuchen alles schlecht zu reden. Es ist schon bezeichnend wenn gewisse Leute bei dem Thema Stiftung sofort an nichts anderes als an das Thema Steuern denken. Es mag ja sein, dass sich in dieser Konstellation gewisse Vorteile in der Steuer ergeben. Aber ich halte es schon für sehr vermessen den Akteuren zu unterstellen, dass sie nur einzig und alleine aus dem Aspekt heraus handeln um Steuern zu sparen. Weshalb sollte jemand mit einem Milliardenvermögen, das vermutlich Generationen nicht mal ansatzweise ausgeben können erpicht darauf sein auch noch Steuern zu sparen? Die Nörgler und Kritiker sollten vielleicht auch mal bedenken, dass mit Hilfe dieser gigantischen Summen tatsächlich Dinge entstehen können, die irgendwann einmal der gesamten Menschheit zu gute kommen könnten.
Ganz so einfach ist es leider nicht

Zu Bill Gates Aktivitäten gab es Studien die belegten, dass die Finanzkraft Fachleute woanders abzieht, und dass im Endeffekt der Stifter ganz gut lenken kann, welche Dinge erforscht oder beforscht werden, und welche dank Abwerbung eben brach liegen.

Des einen Freud ist des anderen Leid

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