Forum: Wirtschaft
Zugewanderte Mediziner: Kommt ein Ostfriese zum spanischen Arzt
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charito 05.07.2014, 10:55
20. Welch' schöne Idee...

... und so nachhaltig! Wie wäre es denn, sich eigene Mediziner über 6 Jahre Studiendauer selber im eigenen Land zu züchten? Ach nein... geht ja nicht. Sprachkenntnisse sind zwar vorhanden, aber mit Abiturnote 1,3 und "schlechter" gibt es ja keine Studienzulassung für Medizin aktuell in Deutschland... ;(

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ha19 05.07.2014, 11:09
21.

Warum fehlen eigentlich in der Karte der Ärztedichte, die Länder Thüringen und Sachsen-Anhalt?
In unserem nächstliegenden Krankenhaus sind auch viele ausländische Ärzte, meist aus Ost- und Südosteuropa. An sich eine wirklich gute Sache. Leider sind einige (wenige) der deutschen Sprache nur sehr wenig mächtig. Da gibt es oft böse Missverständnisse.

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Medienkenner 05.07.2014, 13:21
22.

Zitat von ha19
(...)In unserem nächstliegenden Krankenhaus sind auch viele ausländische Ärzte, meist aus Ost- und Südosteuropa. An sich eine wirklich gute Sache. Leider sind einige (wenige) der deutschen Sprache nur sehr wenig mächtig. Da gibt es oft böse Missverständnisse.
Das ist einer der Gründe, warum ich die Behandlung (Diagnosestellung) durch einen ausländischen Arzt grundsätzlich ablehnen würde. Wie wäre das z.B. bei akuten, bedrohlichen Beschwerden - z.B. Herzschmerzen?

Schmerzen kann man mit zahlreichen Attrributen beschreiben, und diese Beschreibung liefert bereits wichtige Hinweise. (ein Schmerz kann beispielsweise sein: ziehend, pochend, stechend, dumpf, drückend, kneifend, etc). Bis ein Zugewanderter, der deutschen Sprache in all ihren natürlichen Nuancen nicht mächtiger diese Unterschiede begriffen hat und sicher damit umgehen kann, verzichte ich dankend auf diese Art qualitätsmäßig reduzierter ärztlicher Hilfe.

Auch in anderer Hinsicht lehne ich die Beschäftigung ausländischer Ärzte ab - nicht nur, weil das mit Lohndrückerei verbunden ist. Wir haben bzw. hätten in Deutschland genügend geeignete Menschen, die Medizin studieren bzw. studieren wollen.

Unsere Politiker versagen darin, geeignete und akzeptable Studien- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dieser chronische Mißstand wird nun noch getoppt durch den Import von Anderssprachigen, von denen wir nicht wissen, ob sie a) uns weder richtig verstehen noch b) die gleichen Qualifikationen wie deutsche Mediziner besitzen.

Am besten noch mehr Krankenhäuser privatisieren und noch mehr Chaos schaffen - bis unsere Qualitätsstandards völlig wegrationalisiert und ruiniert sind.

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Hans58 05.07.2014, 14:55
23.

Zitat von Medienkenner
... Unsere Politiker versagen darin, geeignete und akzeptable Studien- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dieser chronische Mißstand wird nun noch getoppt durch den Import von Anderssprachigen, von denen wir nicht wissen, ob sie a) uns weder richtig verstehen noch b) die gleichen Qualifikationen wie deutsche Mediziner besitzen...
Und umgekehrt schafft es niemand, deutsche Ärzte davon abzuhalten, sich in anderen europäischen Ländern einen Arbeitsplatz zu besorgen:
Seit 2005 werden bei den Ärztekammern die Daten bezüglich der Abwanderung von Ärzten ins Ausland erhoben. Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass im Jahre 2011 insgesamt 3.410 ursprünglich in Deutschland tätige Ärztinnen und Ärzte ins Ausland abgewandert sind, wobei der Anteil der deutschen Ärzte 68,6 % beträgt.

Die Abwanderung hat damit weiter zugenommen und liegt auf dem höchsten Niveau seit Beginn der Erfassung. Die prozentual höchste Abwanderung konnte wieder in Hessen, Bremen und Niedersachsen festgestellt werden. Die beliebtesten Auswanderungsländer sind – wie in den vergangenen Jahren – die Schweiz (715), Österreich (302), die USA (183) sowie Großbritannien (136).

Zitiert mach Bundesärztekammer.

Dreimal darf man raten, warum sich deutsche Ärzte im Ausland niederlassen. Man kann auch die Frage dahingehend erweitern, warum die Bundeswehr einen deutlichen Ärztemangel hat, obwohl die Besoldung der Ärzte vergleichsweise über der anderer akademisch ausgebildeter Soldaten liegt?

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Consanesco 05.07.2014, 15:11
24.

@der:thomas: Sie scheinen offensichtlich schlechte Erfahrung mit Ärzten gemacht zu haben. Anders ist diese offen und völlig pauschal zur Schau gestellte Antipathie gegenüber einem Berufsstand nicht zu erklären. Wären Sie selbst als Arzt z.B. in einem Krankenhaus tätig, verstünden Sie rasch, wie schwer einem die heutigen Rahmenbedingungen die Ausübung dieses Berufes machen.

Übrigens: das Ansehen ist immer noch - zu Recht (s.o.) sehr hoch angesiedelt. Schauen Sie sich doch einfach aktuelle Umfragen einmal an und erweitern so Ihren voreingenommenen Horizont.

Und am Ende möchte ich Sie um einen Gefallen bitten: antworten Sie nur, wenn nicht wieder dasselbe oberflächliche Geschreibsel dabei herauskommt. Das braucht hier niemand und bringt in der Sache auch nicht weiter.

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krautrockfreak 06.07.2014, 14:16
25.

Seit Jahrzehnten haben alle deutschen bzw. europäischen Regierungen der Wirtschaft "in die Hände gespielt", indem sie es in allen Belangen erleichtert haben, dass die Menschen einfach so in andere Länder ab- bzw. einwandern können. Einerseits gehen die gut ausgebildeten deutschen Akademiker (wir reden nicht nur über Ärzte!) ins Ausland, gleichzeitig wirbt man ausländische Fachkräfte für weniger Bezahlung an.
Und gleichzeitig fahren hunderttausende ausgebildete Akademiker bei uns Taxi und Bedienen in der Kneipe.
Ein ganz übler Trend, der weiter anhalten wird. Wir, die deutschen Arbeitnehmer sind dabei die Verlierer, weil das Gehaltsniveau weiter sinken wird im Durchschnitt. Prima für die Wirtschaft, schlecht für das Land und die Menschen, denn die Auswirkungen (Altersarmut etc.) werden uns langfristig wie ein Hammer treffen.
Hauptsache die Zahl der Millionäre in Deutschland wächst weiter. Danke Merkel, Schröder, Kohl & Co.!

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thommy2130 06.07.2014, 22:45
26.

Im Krankenhaus laufen fast nur noch ausländiche Ärzte rum. Ich glaube das die Ausbildung dieser Ärzte ncht mit deutschen mithalten kann. Negativ ist vor allem bei vielen die sprachlichen defizite. Da kommt so ein Arzt und will dir eine Spritze geben und kann noch nicht einmal erklären, was verabreichen will.
Horrorschow ! Bloß nicht krank werden oder lieber gleich in die Scheiz fahren.

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freespeech1 09.07.2014, 07:53
27.

Wieso hat Deutschland nicht genug Ärzte? Es ist der attraktivste Beruf, aber zahllose Abiturienten dürfen nicht studieren.
Der Ärztemangel ist doch künstlich herbeigeführt. Nichts gegen ausländische Ärzte, aber für den Ärztemangel ist die Politik verantwortlich, weil sie es so gesteuert hat. Damit ist vielen jungen Deutschen der Weg in den attraktivsten Beruf verbaut.

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hermannheester 14.07.2014, 13:54
28. Kommt ein Ostfriese zum spanischen Arzt....

Zitat von sysop
Genau dann könnte es ihm gelungen sein, auch einmal einen engagierten Mediziner zu begegnen, der nicht allein seine Renditeerwartungen sondern vor allem und jedem die Gesundheit seines Patienten im Kopf hat.

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Hans58 14.07.2014, 14:08
29.

Zitat von thommy2130
Im Krankenhaus laufen fast nur noch ausländiche Ärzte rum. Ich glaube das die Ausbildung dieser Ärzte ncht mit deutschen mithalten kann. Negativ ist vor allem bei vielen die sprachlichen defizite. Da kommt so ein Arzt und will dir eine Spritze geben und kann noch nicht einmal erklären, was verabreichen will. Horrorschow ! Bloß nicht krank werden oder lieber gleich in die Scheiz fahren.
In der Schweiz wurden 2013 rund 30 % aller Ärzte aus anderen Ländern beschäftigt.

P.S.
Manche haben sprachliche, andere haben Defizite in der Rechtschreibung, so gleicht sich alles aus.

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