Forum: Wirtschaft
Zukunft der EU: Die Brexit-Falle
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Nicht nur in Großbritannien, überall in Europa wächst die Europa-Skepsis. Sollte das Vereinigte Königreich tatsächlich aus der EU aussteigen, könnten andere folgen. Die Stimmung jedenfalls ist danach, in vielen Ländern.

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Dr. Halbwissend 08.02.2016, 12:06
220. BREXIT=Vernunft: Sehe ich genauso ...

Zitat von gigi76
Realistisch hat die EU in der jetzigen Form keine Überlebenschance, das ist durch die bisherigen Krisen längst bewiesen. Retten kann man das europäischen Projekt nur durch eine, dann aber auch viel engere Bildung einer Kern-Union, die dann realistisch in der Lage wäre, die Institutionen zu bilden, die für einen gemeinsamen Währungs- und Wirtschaftsraum notwendig sind, sowie auch in die Bereiche Personenfreizügigkeit, Sozialstaat und Sicherheitspolitik hineinreichen. Ein BREXIT könnte diesen Entwicklungsschub auslösen.
... und die deutschen und französischen Notenbankchefs sehen das sinngemäß ebenso: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-notenbankchefs-fordern-gemeinsames-finanzministerium-a-1076146.html

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zr2013 08.02.2016, 13:00
221. Egoisten-Union?

Ist die EU eine Union nur aus Egoisten? Man kann es durchaus vermuten. Aber eine Union aus Egoisten ist ein Widerspruch in sich. Wie kann das - letztendlich - halten?

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g_bec 08.02.2016, 13:02
222. Hose runter.

Zitat von MattKirby
Verstehe Ihren Beitrag nicht. Warum müssten Deutsche und Polen die in GB arbeiten nach einem Brexit ausreisen und warum die britischen Rentner, die vermutlich froh sind, dem miserablen britischen Gesundheitssystem entkommen zu sein?? Im Verhältnis Deutschland-Schweiz und .......
Sehr entlarvend. Die IBAN als Argument gegen die EU:
IBAN = DExx + BLZ + Kontonummer. International gültig.
Eindrucksvoll das Verständnis des Nutzens der Errungenschaften der EU dargelegt (Entschuldigung für diese Genitiv-Konstruktion).

Zum Zinstief: Was kümmert es den durchschnittlichen Max Mustermann? Der konnte noch nie von den Zinsen leben und wird es weiterhin nicht. Der profitiert eher von den niedrigen Zinsen für sein Häuschen.
Und das "Fuck the EU" wahr wohl eher ein frustrierter Ausruf, weil man eben nicht so konnte wie man wollte.
Eigentlich das beste Argument für die EU.

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zr2013 08.02.2016, 13:13
223. Gottesbezug

Die EU hat keinen Gottesbezug in der Verfassung. Frage: für welche gemeinsamen, festen Werte steht dann die EU überhaupt? Wer oder was soll dann die EU in ihrem Innersten zusammenhalten?

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sandu2 08.02.2016, 13:21
224. Keine lustige, sonderrn eine zukunftsweisende Idee

Zitat von Darwins Affe
2. Lustige Idee, die Ausgaben eines Unternehmens zu besteuern. Dazu gehören z.B. auch die Löhne. Soll niemand mehr beschäftigt werden?
Zu 2. Dies ist keine lustige, sondern eine zukunftsweisende Idee. Zugegebenermaßen nicht von mir, sondern vom Wirtschaftsprofessor E.L. Feige. Nennt sich Automated Payment Transaction tax (s. https://en.wikipedia.org/wiki/Automated_Payment_Transaction_tax).
Einer der Vorteile ist, dass niemand mehr Gewinne durch Buchhaltungstricks in Länder transferieren kann, in denen die Steuersätze niedriger ist und dadurch seine Steuerlast senken kann. Die Steuer fällt dort an, wo die Umsätze gemacht werden. Denn bei jeder Einnahme oder Ausgabe wird automatisch ein kleiner Prozentsatz (nach Feiger sogar kleiner als 1%). Amazon, Apple, Starbucks & Co. müssen auch in Deutschland angemessene Steuern zahlen. Auch Steueroasen sind damit von heute auf morgen out of Business. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Steuerbasis wesentlich verbreitert wird. Auch der Finanzbereich, der heute mit extrem geringen Steuern besteuern wird, wird automatisch mitbesteuert. Da internationale Konzerne, die heute Gewinne ins Ausland transferieren können, mit besteuert werden, können Unternehmen und Personen, die bisher ihre Steuern alle hier in Deutschland zahlen, geringer besteuert werden. Arbeit wird auch heute schon besteuert (Einkommenssteuer, Sozialabgaben) und würde durch diese Steuer sogar relativ gesehen, geringer besteuert, da auch der Kauf und Betrieb von Maschinen besteuert würde, was heute nicht der Fall ist.
Außerdem könnte man nicht durch tolle Steuerberater seine Steuerlast drücken. Nicht die würden am meisten verdienen, die sich am besten vor der Steuer drücken könnten, sondern wieder die, die die beste Leistung erbringen. Insgesamt würden auch die Kosten für das Eintreiben der Steuern enorm sinken, da das einfach in die Software für Überweisungen eingebaut wird. Eine Steuerklärung ist nicht mehr erforderlich.

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