Forum: Wirtschaft
Zukunft der EU: Die Brexit-Falle
REUTERS

Nicht nur in Großbritannien, überall in Europa wächst die Europa-Skepsis. Sollte das Vereinigte Königreich tatsächlich aus der EU aussteigen, könnten andere folgen. Die Stimmung jedenfalls ist danach, in vielen Ländern.

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dirk1962 07.02.2016, 16:07
30. Ich denke alle Partner

...profitieren von der EU, wenn auch sicherlich unterschiedlich. Auch die Bürger profitieren von Euro und von den offenen Grenzen. Was für mich fehlt ist der Wille der Politik diese EU zu erhalten. Da wird gedroht, gefordert und Druck ausgeübt. So geht man mit echten Partnern nicht um. Kleinere und wirtschaftlich schwächere Länder fühlen sich zu Recht nicht hinreichend respektiert. Wir müssen einfach akzeptieren, dass die Probleme der kleinen Partner ebenso ihre Berechtigung haben wie unsere. Ich vermisse bei allen Ländern den unbedingten Willen diese EU zu erhalten. Nach meiner Meinung sollten sich die Regierungen der EU in Klausur begeben. Sie sollen sich treffen und erst auseinander gehen, wenn die offenen Probleme soweit abgearbeitet sind, bis alle mit diesem Kompromiss leben können. In der Finanzkrise von Griechenland ging das doch auch.

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horstu 07.02.2016, 16:07
31. Südosterweiterung

Alles halb so wild. Für jeden Austrittskandidaten (GB, Polen, Ungarn, Slowenien) steht schon ein Beitrittskandidat bereit: Türkei, Bosnien, Albanien, Mazedonien, dazu noch die Ukraine und Georgien. Die EU wird sich nach Südosten verschieben, der Absatzmarkt nicht kleiner werden.

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Sibylle1969 07.02.2016, 16:08
32.

Ich bin entsetzt, wieviele Leute glauben, ihr Land stünde ohne EU besser da. In Europa gibt es im global Maßstab nur relativ kleine Länder. Selbst Deutschland, Großbritannien und Frankreich sind klein verglichen mit den USA, China, Indien, Russland, Brasilien usw. Wie will denn ein kleines europäisches Land seine Interessen international durchsetzen? Glaubt denn irgendwer, ein US-Präsident würde sich für Litauen oder Slowenien interessieren? Ich bin fest davon überzeugt, dass kein einziges EU-Mitglied einschließlich Großbritannien außerhalb der EU besser da stünde. Man sollte nicht die wichtigsten historischen Errungenschaften der EU vergessen: Friedenssicherung seit Ende des 2. Weltkrieges, Abbau von Zoll- und Handelsschranken, der europäische Wirtschaftsraum, grenzenloses Reisen, und weltpolitisch ein Gewicht, da die EU ca. 500 Millionen Einwohner hat. Leider mangelt es derzeit an der Einigkeit, es herrschen Streit und nationale Egoismen vor.

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muttisbester 07.02.2016, 16:10
33. Ich hoffe auf das Ende der EU

Großbritannien wird für den Brexit stimmen - alles spricht dafür, nichts dagegen. Die Schweiz ist auch kein EU-Mitglied, ebenso wie Norwegen und Island.
Was sollten also die negativen Auswirkungen sein, wenn man sich die oben genannten Länder ansieht?
Wirtschaftlich sind die Auswirkungen zu vernachlässigen, aber die politischen Auswirkungen auf die EU sind erheblich. Das Beispiel wird Schule machen, und Frankreich oder Dänemark werden folgen.
Für Großbritannien sind die wirtschaftlichen und politischen Asuwirkungen ebenfalls vernachlässigbar. Die EU braucht das UK, nicht umgekehrt. Hoffentlich ist der Brexit der Anfang vom Ende der EU, hoffentlich!!!

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denny101 07.02.2016, 16:10
34.

Zitat von Bearhawk
,es bedarf einer massiven Reform. Europa muss demokratischer werden, die Macht der Kommission muss beschnittem werden, die der Lobbyisten sowieso. Dann klappts auch wieder mit dem europaeischen Geist!
Das glaube ich nicht. Die Kommision udn das eurpäische Parlament haben doch für all die Dinge, für die sie heute von jedermann verantwortlich gemacht werden, viel zu wenig Macht. Die liegt immer noch bei den nationalen Regierungen.
Der europäische Geist fehlt nicht in Brüssel sondern in den Mitgliedsländern, in den Köpfen jedes einzelnen Bürgers, in den politischen Führern und Mitläufern vor Ort, in den Meinungsmachern und in den Medien vor Ort.

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event.staller 07.02.2016, 16:11
35. Das Ergebnis einer andauernden Übereilung.

Zuerst die Sturz-Geburt mit jede Menge fehlender Harmonisierung - vor allem in den "kapitalen" Bereichen. Dann eine euphorische Zunahme von Staaten, die nicht so ganz europäisch sein wollten und immer noch nicht sind. Gleichzeitig ein Überwuchern der Bürokratie. Dennoch: Die Europa-Idee ist zu kostbar, um auf der Strecke zu bleiben. Auf "Diät" setzen, um "schlanker" zu werden?

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Chercheur 07.02.2016, 16:11
36. Es muss das Europa der Willigen kommen

Die Lage lässt eigentlich keine andere Alternative mehr zu: die Deutschland sollte nun bei seinen Nachbarn vorfühlen, wer ernsthaft in der Lage und Willens ist, zusammen mit uns die Vereinigten Staaten von Europa zu gründen. Grundlagen müssen eine gemeinsame Finanz-, Sozial- und Außenpolitik sein, ein gemeinsamer Markt und eine gemeinsame Währung. Ziel muss die gemeinsame Identität als Europäer gleichberechtigten europäischen Regionen sein. Wer nicht bestimmte Mindeststandards erfüllt, kann nicht um Aufnahme ersuchen. Und diese muss vorher in einer Volksabstimmung auch bei beiden Seiten eingeholt werden. Diese Vereinigten Staaten von Europa werden kleiner aber auch demokratischer als die EU.

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koelscherjeck 07.02.2016, 16:13
37. EU braucht keinen

Die EU braucht keinen Deal, sie muß schlicht zum Recht zurück kehren. In der EU gibt es eine Krise des Rechts und viele Bürger haben dieses erkannt. Die Britten mögen bitte austreten, ohne die EU stehen die besser da, in der Schweiz und in Norwegen funktioniert das schließlich auch.

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Tolotos 07.02.2016, 16:14
38. Objektive Rationalität existiert nicht bei politischen Entscheidungen!

Streng rationell betrachtet gibt es Gewinner und Verlierer der EU. Gewinner sind diejenigen, die Staaten gegeneinander ausspielen können, und Verlierer diejenigen, die dafür die Zeche zahlen müssen. Insbesondere wenn Unternehmen so Steuern und Sozialstandards minimieren gibt es sehr viele andere, die dafür mit höheren Abgaben, weniger staatlichen Leistungen und einem Wettlauf der Sozialstandards nach unten dafür zahlen müssen.

Vielleicht ist es sogar gut, wenn die EU, so wie sie jetzt ist, zerbricht. Eine Union ist es längst nicht mehr, - und dass die wirtschaftlichen Vorteile die Kosten wettmachen, die durch die völlig widersprüchlichen Zielvorstellungen auflaufen, ist auch kaum mehr als Wunschdenken von Politikern und vielleicht den Nutznießern des europäischen Steuerdumpings!

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klyton68 07.02.2016, 16:15
39. Internationale Investoren wären nicht amüsiert,

sagt doch bereits alles. Es geht nämlich nicht um die normalen Menschen. Aber die sollen alles bezahlen und haben zu wenig davon Des weiteren .fällt auf, dass jedes Mitglied seinen Vorteil sucht. Möglichst viel mitnehmen. In D gibt es zwar mehr in Lohn und Brot, dafür ist aber die Kaufkraft gesunken für den Angestellten und Arbeiter. Es muss mehr gestrampelt werfen als früher. Und ein nicht geringer Teil der Enzahlungen fließt an Länder, die alles andere sind als solidarisch. Da haben die Leute keine Lust mehr drauf.

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