Forum: Wirtschaft
Zukunft der EU: Die Brexit-Falle
REUTERS

Nicht nur in Großbritannien, überall in Europa wächst die Europa-Skepsis. Sollte das Vereinigte Königreich tatsächlich aus der EU aussteigen, könnten andere folgen. Die Stimmung jedenfalls ist danach, in vielen Ländern.

Seite 6 von 23
humbolpost 07.02.2016, 16:33
50. Gebt dem Brexit eine Chance

Bitte, Bitte, Bitte,
lasst die Engländer austreten.
Nachdem sie ihren kollektiven Selbstmord begangen haben und in die Pleite schlittern werden, überlegen sich es vielleicht manche Wackelkandidaten aus dem ehem. Warschauer Block, ob sie es ihnen gleichtun wollen. Übrigens umarmt sie Moskaus dann gerne zu Tode, falls sie austreten. Dies nur als mögliche Perspektive für die Orbans des Ostens und ihre Wähler.
Sie können sich gerne bei der Ukraine informieren...

Beitrag melden
analyse 07.02.2016, 16:36
51. Bei ganz großen politischen Fragen,geht es selten um reine Vernunft!

Nicht das rationale Kalkül fällt dann die Entscheidung,sondern Gefühle und gepflegte Irrtümer.Streng rationl betrachtet müßten die Briten raus aus der EU. Das Szenario eines Austritts wird aber hochgespielt von den Medien:Die englische Wirtschaft wäre in Gefahr,der Wohlstand würde schwinden etc.etc. Die Briten erkennen aber:Die EU entwickelt sich in die falsche Richtung:Die EU-Politik treibt auseinander,was nicht zusammenpaßt. Früher,als noch nicht soviel Macht von Brüssel ausging,war man sich einiger,hielt man noch zusammen.Ein Märchen wird in den Medien gepflegt:Nur mit einem Suprastaat Brüssel könnten die EU-Länder gemeinsam vernünftige Politik machen! Das Gegenteil ist der Fall,wie die ersten EU-Jahre bewiesen haben. Ein weiser Rat in Brüssel ja (mit anderen Personen,als z.Zt.)politische Macht in Brüssel wirkt sich bei der jetzigen Konstruktion kontraproduktiv aus !

Beitrag melden
accademico 07.02.2016, 16:41
52. Eine logische Konsquenz

GB ist bekannt für vernünftg-pragmatische Politik. Vieles ging in die falsche Richtung seit den 1990er-Jahren. Die Gemeinschaft ist wie ein wucherndes Krebsgeschwür gewachsen.Hinzu kommen weitere Fehlentscheidungen: die Einführung des Euro sowie eine Euro-Rettungspolitik, die man nur mit ständigem Vertragsbruch aufrechterhalten kann. Damit verbunden ist eine zunehmende Zentralisierung und Entdemokratisierung. Wenn die "europäische Idee" gerettet werden soll, brauchen wir weniger EU-Zentralismus und mehr Kompetenzen der Nationalstaaten. Camerons Vorschläge gehen in die richtige Richtung. Die wahren Totengräber Europas sind diejenigen, die nach "mehr Europa" rufen. Der Euro sollte in eine Art ECU, dh. in eine Verrechnungseinheit umgewandelt werden. Der Euro ist der Spaltpilz Europas. Mehr Cameron und weniger Juncker, Schäuble und Merkel sind die richtige Medizin.

Beitrag melden
willi2004 07.02.2016, 16:41
53. Man merkt das die meisten Foristen gar keine Ahnung haben von der EU.

Ohne EU würde es noch mehr Steuerdumping geben, weil es ja keine Vereinbarung gibt die man einhalten muss. Ohne EU müssten die Firmen bei allen Ländern wo sie Waren verkaufen wollen, einen Marktzugang erreichen (Tests, Zölle, andere Standards, langwierige Genehmigungsverfahren). Der Vorteil den man gegenüber einem Produkt von außerhalb von
Europas hat, fällt dann weg. Friedengespräche mit Ländern an Europas Grenzen sind ohne Politischen Druck. Also werden wieder alle auf die USA warten oder China. Freies Reisen wollen die Deutschen natürlich nicht, ist klar.
Und große Märkte sind dafür gut das auch mittelständische Firmen eine Chance haben und große Firmen bei marktbeherrschender Stellung begrenzt werden können, das fällt dann weg. Die angebliche undemokratische EU ist nur deshalb so, weil die Staaten, die gewählten Regierungen ( also die Mehrheit des Volkes ) es so wollen. Gleichzeitig meckern aber alle , auch hier im Forum, das die EU undemokratisch ist. Was für ein Schwachsinn.

Beitrag melden
n.wemhoener 07.02.2016, 16:42
54.

Ein Ausstieg Großbritanniens aus der EU ist schon deshalb nicht wahrscheinlich, weil die Finanzindustrie in dem Fall den Finanzplatz London in Frage stellen würde. Die große Abhängigkeit des Königreiches von der "City of London" ist der Hauptgrund, weshalb sie das Risiko eines EU-Ausstieges nicht eingehen werden.

Beitrag melden
Leser161 07.02.2016, 16:42
55. EU verbessern

Die EU ist definitiv so nicht optimal. Aber wenn wir Europäer auf der Welt bestehen wollen, müssen wir mit einer Stimme sprechen. Und dafür ist vernünftige Zusammenarbeit nötig. Und nicht dieser Flohhaufen denn die EU zur Zeit darstellt.

Beitrag melden
conny1969 07.02.2016, 16:42
56.

Zitat von Sibylle1969
Ich bin entsetzt, wieviele Leute glauben, ihr Land stünde ohne EU besser da. In Europa gibt es im global Maßstab nur relativ kleine Länder. Selbst Deutschland, Großbritannien und Frankreich sind klein verglichen mit den USA, China, Indien, Russland, Brasilien usw. Wie will denn ein kleines europäisches Land seine Interessen international durchsetzen? Glaubt denn irgendwer, ein US-Präsident würde sich für Litauen oder Slowenien interessieren? Ich bin fest davon überzeugt, dass kein einziges EU-Mitglied einschließlich Großbritannien außerhalb der EU besser da stünde. Man sollte nicht die wichtigsten historischen Errungenschaften der EU vergessen: Friedenssicherung seit Ende des 2. Weltkrieges, Abbau von Zoll- und Handelsschranken, der europäische Wirtschaftsraum, grenzenloses Reisen, und weltpolitisch ein Gewicht, da die EU ca. 500 Millionen Einwohner hat. Leider mangelt es derzeit an der Einigkeit, es herrschen Streit und nationale Egoismen vor.
Die USA interessiert sich für jedes Land an dem es zu seinen Bedingungen seine Produkte absetzen kann und ebenso für jeden qm auf dem es eine Militärbasis errichten kann, wenn es in die geopolitische Strategie passt. Die Schweiz ist übrigens auch klein und kommt hervoragend zu recht, Schengen ist doch nicht für grenzenloses Reisen geschaffen worden, da geht es um den ungehinderten Warenverkehr (Zeit ist Geld), denen ist es doch völlig egal ob irgendein Reisender seinen Ausweis vorzeigt oder nicht, einschl. den Kriminellen. Die Ergenbnisse der EU im Bereich des weltpolitischen Gewichts kann man sich in der Ukraine, Lybien, Afghanistan und Syrien ansehen. Ich sag mal Danke. Frieden hatten wir auch bevor sich die EU in diesen Moloch verwandelt hat.

Beitrag melden
denny101 07.02.2016, 16:44
57.

Zitat von Darwins Affe
Wen zählen Sie zu Kerneuropa? D+Ö? D+Ö+NL+Lux? Soll das politisch zerfallende Belgien dazu? Sollen F und I dazu, die sich in einem unglaublichen wirtschaftlichen Niedergang befinden? Am ehesten kämen wohl die nördlichen Staaten Europas in Betracht: D, Ö, Benelux, Skandinavien und GB.
Ich hab den Begriff nur verwendet, weil er hier schon öfter gefallen ist. Irgendwie weiß ja jeder was gemeint ist.
Wenn ich's genauer formulieren soll, ist für mich Kerneuropa eigentlich nicht an Staatsgrenzen festzumachen, sondern an der Einstellung der Bevölkerungen, über Staatsgrenzen hinaus zu einem größeren Ganzen zusammenzuwachsen. Die mitteleuropäischen Länder, die Sie aufgezählt haben, sind durchaus dabei, Skandinavien wäre denkbar.
Belgien vielleicht weil französisch/flämisch geteilt (kenn ich aber nicht so genau), Frankreich vielleicht, vermutlich aber eher nicht (zu nationalistisch), Italien sicher nicht.

Beitrag melden
spmc-135322777912941 07.02.2016, 16:46
58. Fangen wir doch mal mit dem kleinsten der genannten Länder an: Zypern

Ich habe vor deren Beitritt dort gelebt und es war alles o.k. außer dass man sich von der Türkei bedroht fühlte. Man ist beigetreten weil man glaubte von der EU geschützt zu werden was nie getestet wurde, ich aber für unwahrscheinlich halte. Als ich 10 Jahre später wieder nach Zypern kam gab es zwei neue Flughäfen aber immer weniger Flüge nach Paphos. Dafür waren die Schulden enorm gestiegen und der Bauboom war zu Ende. Heute steht Nordzypern ohne die EU Mitgliedschaft besser da. Der große Bruder GR, der seinerzeit das geteilte Zypern in die EU boxte, ist zu einem kleinen Bruder geworden der mehr Probleme hat als Zypern je hatte. Zypern war für die Russen der Zugang zur EU und zum Euro. Ob das heute noch so ist vermag ich nach der Finanzkrise nicht zu beurteilen, wenn nicht, nochmaliges Referendum zwecks Wiedervereinigung und raus aus der EU.

Alle anderen Wackelkandidaten würden einen großen Fehler machen die EU zu verlassen. Wer gibt denn den Polen sonst € 12 Milliarden pro Jahr ? Allerdings sollten einige der jenigen, die sich mit dem Gedanken tragen, den Euro aufgeben.

Beitrag melden
Föniks 07.02.2016, 16:48
59. Abwicklung

Die EU steht sehr schlecht da, weil sie nichts geleistet hat - ausser für die eigene Bürokratie.

Während UK nicht mal dem Schengen-Abkommen angehört, wird hierzulande schon albernerweise der Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft prognostiziert, falls Grenzkontrollen für den Personenverkehr überhaupt angedacht werden.

Natürlich ist es erforderlich, die vollkommen sinnlose und teils offen korrupte EU-Bürokratie mit doppelten Parlamenten in Strassbourg und Brüssel ersatzlos abzuwickeln.

Allein durch diese Einsparnisse wären alle hypothetischen Mehrkosten, die durch das Wegfallen des Binnenmarktes entstünden - sofern es denn tatsächlich welche sind - mehr als kompensiert und gerechtfertigt.

Zudem könnten dem Arbeitsmarkt auch noch dringend benötigte Fachkräfte in großer Zahl zugeführt werden könnten.

Ein leitender EU-Beamter, der mehrere Sprachen beherrscht, ist ja wohl eher zum Fleischerei-Fachverkäufer, Mechatroniker oder Rohr-Entgrater umgeschult als ein Flüchtling, der nur arabisch spricht.

Beitrag melden
Seite 6 von 23
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!